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Bei der Formgebung von Kunststoffgegenständen werden häufig Formen verwendet, aus denen die Kunststoffartikel nach der Formgebung herausgenommen werden müssen. Üblicherweise werden zu diesem Zweck mechanische Systeme vorgesehen, bei denen Auswerferstifte oder Stempel den Kunsstoff-Formkörper aus der Form ausstossen, sobald der Kunststoffkörper eine ausreichende mechanische Festigkeit erlangt hat.
Aus der DE-PS Nr. 1062429 ist auch eine pneumatisch betreibbare Vorrichtung zum Auswerfen von Kunststoffpressteilen aus Presswerkzeugen bekannt, bei der die Matrize von mindestens einer Auswerferstange durchsetzt ist, die während des Pressvorganges ihre Bohrung in der Matrize bündig abschliesst und mit einem Ausstosskolben verbunden ist, wobei die Auswerferstange in der Bohrung dichtend geführt ist und der in einem Hohlzylinder bewegbare Ausstosskolben während des Pressvorganges durch an den Kobenstirnflächen angeordnete Federn in der die Abschlussstellung der Stange bedingenden Stellung festgehalten ist und beide Flächen des Ausstosskolbens beaufschlagbar sind. Beim Entformen kann es jedoch zu einer Beschädigung des Kunststoffkörpers kommen, insbesondere zu starken Abdrücken des Auswerferstempels in der Oberfläche des entformten Artikels.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile zu vermeiden und eine einfache, betriebssichere Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die ein einwandfreies Entformen von Kunststoff-Formkörpern ermöglicht.
Dieses Ziel wird durch eine pneumatische Auswerfvorrichtung für Kunststoff-Formkörper mit einem druckbeaufschlagbaren Zylinder, der über Befestigungselemente mit der Aussenseite einer Formwand einer Form verbunden ist, und einem im Zylinder angeordneten Kolben samt Kolbenstange und Rückholfeder erreicht, wobei die als Auswerferstempel dienende Kolbenstange im Befestigungselement gleitverschieblich gelagert ist, in eine Bohrung in der Formwand hineinragt und mit der Innenseite der Formwand plan abschliesst. Diese Vorrichtung ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange eine durchgehende Mittelbohrung sowie eine im unmittelbaren Endbereich der Kolbenstange liegende Querbohrung aufweist und dass die Bohrung in der Formwand forminnenseitig verschliessbar ist.
Vorteilhafterweise werden die Bohrung in der Formwand und der darin angeordnete Auswerferstempel vor dem Einbringen von Kunststoffmaterial in die Form abgedeckt, beispielsweise mittels eines Klebeplättchens, um das Eindringen von Verarbeitungsmaterial in den Auswerfer zu verhindern.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung wird in der Folge ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Die in der Zeichnung im Schnitt dargestellte Auswerfvorrichtung --1-- ist an der Aussenseite der Formwand --2-- einer Form angeordnet und mittels geeigneter Befestigungselemente --3 und 4-- an dieser fixiert.
Die Auswerfvorrichtung --1-- besteht im wesentlichen aus einem druckbeaufschlagbaren Zylinder - -5--, einem Kolben --6--, einer Kolbenstange --7-- und einer Rückholfeder --8--. Die Kolbenstange - -7-- ist im Befestigungselement --4-- der Auserfvorrichtung --1-- gleitverschieblich gelagert und dient als Auswerferstempel. Die Kolbenstange ist mit einer Mittelbohrung --9-- und einer Querbohrung --10-versehen, wobei die Querbohrung im unmittelbaren Endbereich der Kolbenstange liegt. Die Auswerfvorrichtung-l-ist an der Formwand --2-- so angeordnet, dass die Kolbenstange --7-- in eine vorgebohrte Einblasöffnung bzw. Bohrung --11-- der Formwand --2-- hineinragt und mit der Formfläche --2a-- plan abschliesst.
Die Querbohrung --10-- wird in dieser Stellung der Kolbenstange durch das Befestigungs- element --4-- und die Formwand --2-- abgedeckt. Ein Klebeplättchen-12-verschliesst die Einblasöffnung bzw. Bohrung --11-- und damit gleichzeitig die Mittelbohrung --9-- der Kolbenstange --7-- und verhindert das Eindringen von Verarbeitungsmaterial in die Auswerfvorrichtung --1--.
Beim Entformen wird der Zylinder --5-- mit Druckluft beaufschlagt und die Kolbenstange-7mittels des Kolbens --6-- bis zum Freiwerden der Querbohrung --10-- in die Einblasöffnung bzw.
Bohrung-11-- hineingedrückt. Hiedurch wird die elastische Wandung des Formteiles von der Formfläche - abgehoben. Durch die Querbohrung --10-- kann nun Druckluft in den Hohlraum zwischen Formteil und Formwand --2-- einströmen und die weitere Trennung zwischen diesen bewirken. das Einströmen von Druckluft in den Hohlraum zwischen Formwand --2a-- und Formteil bewirkt einen Druckabfall im Zylinder --5-. Hiedurch kann die Kolbenstange --7-- mittels der Rückholfeder --8-- in ihre Ausgangslage zurückgezogen werden, die Mittelbohrung --9-- wird freigegeben und die Querbohrung --10-- wieder lbgedeckt.
Durch die Mittelbohrung --9-- kann zur endgültigen Abhebung des Formteiles von der Formfläche --2a-- etwa noch erforderliche Druckluft eingeblasen werden.
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Die Vorteile der erfindungsgemässen Auswerfvorrichtung liegen vor allem darin, dass durch den kurzen Weg des Auswerferstempels keine Beschädigung des Formkörpers erfolgt. Hinzu kommt, dass der Durchmesser des Auswerferstempels klein gehalten werden kann und dadurch so gut wie keine Abdrücke im Formkörper hinterlässt. Die Entformung erfolgt überwiegend durch die zugeführte Druckluft, wodurch die Form und der geformte Kunststoffkörper geschont werden. Das Rückholsystem verhindert ein Verklemmen des Auswerferstempels mit dem Kunststoffteil beim Entformen und trägt wesentlich zum klaglosen, einwandfreien Betrieb der erfindungsgemässen Entformvorrichtung bei.