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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlussvorrichtung des stromabwärts gelegenen Endes einer Anlage zur Behandlung isolierter elektrischer Leiter grossen Durchmessers, mit einer Haupt- und einer Hilfsabdichtung, die an dem stromaufwärts bzw. an dem stromabwärts gelegenen Ende eines Rohrstückes angeordnet sind, wobei die Hauptabdichtung dem Durchmesser des Leiters und die Hilfsabdichtung dem Durchmesser eines mit dem Leiter verbundenen Zugkabels angepasst sind, und mit zur Öffnung der Hilfsabdichtung vorgesehenen Steuermitteln.
Es ist bekannt, dass Behandlungsanlagen zur Behandlung isolierter elektrischer Leiter, die z. B. für Kabel grossen Durchmessers vorgesehen sind, im allgemeinen ein Rohr aufweisen, welches eine Länge von mehreren zehn Metern aufweist, wobei sich das betreffende Kabel vom Anfang bis zum Ende erstreckt. Das betreffende Rohr ist dabei schräg zur Horizontalen angeordnet. Es ist in einer unteren Hälfte mit Wasser gefüllt, welches dazu bestimmt ist, die Abkühlung des Isoliermittels sicherzustellen. In seiner oberen Hälfte ist das betreffende Rohr mit Dampf gefüllt, der dazu dient, die Vernetzungsbehandlung zu bewirken, der das Isoliermaterial während seiner Verfestigung unterworfen werden soll.
Diese Anlagen sind an ihrem oberhalb liegenden Ende oder an ihrem oberhalb des Einführkopfes liegenden Ende verschlossen, an welchem der mit seinem Isolierüberzug überzogene Leiter eintritt. An dem unteren Ende sind die betreffenden Anlagen mittels einer Verschlussvorrichtung verschlossen, die einen im allgemeinen ringförmigen Verschluss aus einem Kunstharz aufweist, der auf den Aussendurchmesser des Isoliermaterials entsprechend eingestellt ist, so dass der Leiter in Querrichtung praktisch kein Spiel besitzt. Zum Zeitpunkt des Ingangsetzens der Herstellung eines isolierten Kabels wird das Ende des Leiters mit einem Zugkabel verbunden, welches zuvor in dem Rohr untergebracht ist und welches dazu dient, das Kabel soweit zu ziehen, bis das betreffende Kabel am unteren Ende des Rohres ankommt und mit einer Winde bzw.
Haspel verbunden werden kann oder mit der Spule, auf der das Kabel fertig aufgewickelt wird. Da das Zugkabel einen Durchmesser besitzt, der die metallische Seele des Leiters nicht überschreitet und der im allgemeinen viel schwächer ist, ist der untere Verschluss daher während einer längeren Zeitspanne nicht dicht geschlossen, solange derjenige Kabelteil, der bereits einen Isolierüberzug erhalten hat, nicht in die Höhe des Verschlusses gelangt. Um das Rohr unter Druck halten zu können und um das Isoliermaterial in angemessener Weise über das gesamte erste Längensegment des Kabels behandeln zu können, welches der Rohrlänge entspricht, ist daran gedacht worden, unterhalb der Hauptverbindung bzw. des Hauptanschlusses eine Hilfsverbindung bzw. einen Hilfsabschluss vorzusehen, dessen Durchmesser gleich dem des Zugkabels ist.
Der Hilfsabschluss und der Hauptabschluss sind dabei an den beiden Enden eines Rohrsegmentes angeordnet. Der Hilfsabschluss befindet sich dabei an dem unteren Ende. Auf diese Weise ist die Dichtheit des Behandlungs-Schutzgehäuses auch während jener Zeitspannen sichergestellt, während der die Isolier-Ummantelung nicht zu dem Hauptverschluss hin gelangt ist.
Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Isoliermantel den Hauptabschluss erreicht, schliesst sich das untere rohrförmige Segment vollständig. Sobald der Isoliermantel in dieses Gehäuse eintritt, wirkt er als Kolben, der das in dem betreffenden Gehäuse enthaltene Wasser komprimiert. Dies führt unmittelbar zu einem beträchtlichen Anstieg des Druckes in diesem Segment, wenn nicht der Hilfsabschluss genau zu diesem Augenblick geöffnet wird. Die bekannten Beabeitungsanlagen sind daher mit Steuereinrichtungen ausgestattet, die diese Öffnung vorzunehmen gestatten. In einer Vielzahl von Fällen sind diese Steuereinrichtungen derart angeordnet bzw. ausgebildet, dass eine Öffnung so schnell wie möglich bewirkt wird, u. zw. insbesondere durch eine Auslösung, um den oben erwähnten Überdruck zu vermeiden.
Diese unteren Verschlussvorrichtungen bringen indessen eine Reihe von Nachteilen mit sich. Zunächst einmal sind die betreffenden Vorrichtungen schwer, und ausserdem weisen sie einen komplizierten Aufbau auf. Auf Grund dieser Tatsache stellt ihre Demontage einen arbeitsaufwendigen Vorgang dar, u. zw. insofern, als es schwierig ist, einen Zugang zu dem Hauptabschluss zu erhalten, u. zw. im Falle der Überprüfung zwecks Kontrolle des Zustandes und eines eventuellen Austauschs dieses Verschlusses. Zum andern haben der Raumbedarf und die Schwierigkeiten der Demontage der Verschlussvorrichtung zur Folge, dass das untere Ende des feststehenden Teiles des Rohres ebenfalls schwer zugänglich ist.
Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass die plötzliche Öffnung des Hilfsabschlusses mit Rücksicht darauf, dass sich der Überdruck in dem unteren Segment zu dem Zeitpunkt ausbildet, zu dem der Isoliermantel in die Höhe des Hauptabschlusses gelangt, einen Rammstoss auslöst, der sich auf die Anordnung des feststehenden Teiles des Rohres überträgt und die Gefahr mit sich bringt, dass der Leiter
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Seitenansicht der in Fig.1 dargestellten Vorrichtung. Fig. 3 zeigt in vergrössertem Massstab eine horizontale Schnittansicht durch die betreffende Vorrichtung. Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht längs der in Fig. 3 eingetragenen Linie IV-IV. Fig. 5 zeigt eine Teilschnittansicht längs der in Fig. 4 eingetragenen Linie V-V.
Aus Fig. 1 ersieht man den unteren Teil eines Rohres, in welchem die Behandlung der Isolation eines Kabels grossen Durchmessers bewirkt wird. Aus Fig. 1 ersieht man dabei ein Rohrstück --1--. Dieses
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und 5-- befestigt sind. Das Rohrstück --1-- trägt die Elemente der unteren Verschlussvorrichtung, die weiter unten noch im einzelnen beschrieben werden. Das Rohrstück --1-- ist mittels des Flansches --2-an dem unteren Ende des feststehenden Teiles des Rohres befestigt ; dabei sieht man ein Rohrstück--6--, welches mit zwei Endflanschen-7 und 8-versehen ist. Das Rohrstück --6-- weist ein Querrohr --9-auf, welches zur Auffüllung und Entleerung des Rohres dient.
Das Rohrstück --6-- trägt die Körper zweier Hubvorrichtungen bzw. Hubzylinder --10 und 11--, die achsparallel nebeneinander angeordnet sind und die auf einer Rolle bzw. Walze --12-- ruhen, welche dazu dient, die thermischen Ausdehnungen der Rohranordnung aufzunehmen. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist das Rohrstück-l-in gleicher Weise durch Rollen bzw. Walzen --13 und 14-- getragen, die mit Umfangsrillen versehen sind und die unterhalb der rohrförmigen Abstandstangen --4 und 5-- anliegen. Der Endflansch --8-- ist mit einem rohrförmigen Segment verbunden, welches einen andern Teil des feststehenden Rohres darstellt.
Es dürfte ohne weiteres einzusehen sein, dass selbst dann, wenn die beiden in Fig. 1 und 2 dargestellten Rohrstücke-l und 6-- horizontal angeordnet sind, der übrige Teil des Rohres derart schräg verläuft, dass das im Inneren des Rohres enthaltene Kabel, welches zwischen dem Ausgangsanschluss und dem starken Zuführkopf gehalten ist, in Form einer Kettenanordnung unter der Wirkung seines Gewichtes frei verläuft.
In Fig. 3, 4 und 5 sind Einzelheiten der hier beschriebenen unteren Verschlussvorrichtung gezeigt.
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die ineinander eingepasst sind. Dabei besitzt das rohrförmige Element --15-- einen etwas kleineren Durchmesser ; es ist unterhalb des rohrförmigen Elementes --16-- angeordnet. Diese beiden rohrförmigen Elemente --15, 16-- sind durch Reibung ineinander eingepasst. Sie können dabei ineinander gleiten. Das rohrförmige Element --15-- ist mit Dichtungsringen --17-- versehen, die in Rillen untergebracht sind, welche auf dem Aussenumfang des betreffenden rohrförmigen Elementes --15-- vorgesehen sind. Die Dichtungsringe --17-- drücken dabei gegen die Innenfläche des rohrförmigen Elementes --16--. An seinem unteren Ende trägt das rohrförmige Element --15-- eine Hülse bzw.
Buchse --18--, die den unteren Flansch --3-- des Rohrstückes --1-- sowie zwei achsparallele Gelenke --19 und 20-- trägt, auf denen die Verschlussglieder-21 und 22-- angeordnet sind. Jedes dieser Verschlussglieder --21, 22-- ist durch eine halbkreisförmige Platte gebildet, die in ihrem Rand einen engen Durchgang --23-- und einen nach hinten gerichteten Umfangsrand --24-- aufweist. Jedes Verschlussglied --21, 22-- zeigt einen radialen Schlitz, der an dessen Umfang angeordnet ist und in welchem eine Rolle --25-- untergebracht ist, deren Achse von zwei Haltern --26-- getragen ist, die jeweils an einer der Seiten des genannten radialen Schlitzes - angeschweisst bzw. angebracht sind.
Diese Halter --26-- sind in Rückrichtung verlängert ; sie weisen jeweils eine Zentrierbohrung auf, die an der Seite des einen radialen Schlitzes --27-- anliegt, der in der Hülse --18-- vorgesehen ist. Die Achsen der beiden Gelenke --19 und 20-- sind demgemäss durch die Achsen der Zentrierbohrungen festgelegt, welche die Halter --26-- tragen, die an den jeweiligen Verschlussgliedern --21 und 22-- angeschweisst bzw. angebracht sind. Diese beiden Schwenkungsachsen verlaufen parallel ; sie erstrecken sich in ein und derselben Ebene, die rechtwinkelig zur Achse der Vorrichtung verläuft.
Die betreffenden Schwenkungsachsen verlaufen in gleicher Weise parallel zu zwei
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Schraube an dem Verschlussglied innerhalb des vorstehenden Randes --24-- befestigt ist und das mit einem mittleren engen Durchgang versehen ist, welcher in dem Fall, dass sich die Verschlussglieder --21, 22-- in der in Fig. 3 dargestellten Stellung befinden, eine Öffnung auf den Durchmesser des Zugkabels bzw. Zugseiles des zu behandelnden Leiters beschränkt. Die Anschlussstücke --28 und 29-- sind mittels Schrauben derart befestigt, dass sie auswechselbar sind. Die durch die beiden engen Durchgänge der Anschlussstücke--28 und 29-- festgelegten kreisförmigen Öffnungen sind in jedem Fall an den Durchmesser des Zugseiles angepasst.
Aus Vorstehendem ergibt sich, dass jedes der Verschlussglieder-21
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und 22-- um seine Gelenke --19, 20-- zwischen der in Fig. 3 dargestellten Stellung und einer Öffnungsstellung geschwenkt werden kann, was eine Vierteldrehung nach aussen ergibt.
Um die Bewegungen der Verschlussglieder --21 und 22-- zu steuern, enthält die beschriebene Vorrichtung eine Kurvenscheibe --30--. Diese Kurvenscheibe --30-- ist ein Teil der Rohrform, die eine zylindrische Innenseite --31-- aufweist, welche an die Abmessungen der äusseren Zylinderfläche der Buchse --18-- derart angepasst ist, dass sie auf dieser Buchse --18-- zu gleiten vermag. Diese Innenseite - erstreckt sich dabei nicht über die gesamte axiale Länge der Kurvenscheibe --30--, sondern lediglich über deren nach oben gerichteten Teil. Nach unten hin zeigt vom Ende der Innenseite --31-ausgehend die Kurvenscheibe --30-- eine erste Innenfläche --32-- mit einer Kegelstumpfform. Diese Innenfläche --32-- verursacht eine sehr schwache Öffnung in bezug auf die Achse der Vorrichtung.
Diese Öffnung kann z. B. in der Grössenordnung von 100 liegen. Ferner zeigt die betreffende Kurvenscheibe schliesslich eine zweite, ebenfalls kegelstumpfförmig ausgebildete Oberfläche --33--, die mit der Innenfläche --32-- über eine Abrundung verbunden ist und deren Öffnungswinkel in bezug auf die Vorrichtungsachse einen Bereich von z. B. 75 bis 80 einnimmt.
Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass in der in den Zeichnungen dargestellten Stellung die Innenseite des Rohrstückes-l-einem Druck ausgesetzt ist, sind die Verschlussglieder-21 und 22-- durch die Rollen --25-- in geschlossener Stellung gehalten, die sich an der Innenfläche --32-- der Kurvenscheibe --30-- abstützen. In ihrer weiter nach unten vorgerückten Stellung hält die Kurvenscheibe --30-- daher die beiden Verschlussglieder --21, 22-- vollständig geschlossen. Die vorstehenden Ränder --24-- stützen sich dabei gegen das hintere Ende des rohrförmigen Elementes --15-- ab.
Wenn man in dieser Stellung die Kurvenscheibe --30-- nach oben verschiebt, gleiten die Rollen --25-- auf der Innenfläche --32--, was eine Öffnung der beiden Verschlussglieder --21 und 22-- ermöglicht. Die betreffende Öffnung erfolgt dabei zunächst langsam und allmählich schneller. In dem Augenblick, in dem die Rollen --25-- sich in Kontakt mit den Abrundungen zwischen den Innen- und Aussenflächen --32 und 33-- befinden, nimmt die Öffnungsgeschwindigkeit der beiden Verschlussglieder --21, 22-- zu, und die Rollen --25-- gelangen mit der kegelstumpfförmigen Aussenfläche --33-- in Kontakt, gegen welche sich die Rollen --25-- in dem Augenblick abstützen, zu dem die Verschlussglieder--21, 22--vollständig geöffnet sind.
In der in den Zeichnungen dargestellten Anordnung kann sich die Kurvenscheibe --30-- gerade in dem Augenblick verschieben, zu dem sie in Kontakt mit der unteren Fläche des Flansches --3-- gelangt. Auf dessen Aussenfläche kann man jedoch ein Gewinde vorsehen, auf das eine Mutter derart aufgeschraubt ist, dass die axiale Länge der Kurvenscheibe verstellbar ist, so dass die nach oben gerichtete Verschiebung in dem Augenblick begrenzt ist, in dem die betreffende Mutter an dem Flansch --3-- zur Anlage gelangt.
Wie oben bereits erwähnt, wird die beschriebene Vorrichtung durch die beiden Hubvorrichtungen - -10, 11-- gesteuert, die in Fig. 1 dargestellt sind. Diese Hubvorrichtungen --10, 11-- dienen dazu, die Kurvenscheibe zu verschieben bzw. zu verstellen. Jede dieser Hubvorrichtungen --10, 11-- enthält eine aus zwei Teilen bestehende Stange. In Fig. 1 und 3 ist dabei eine Stange bzw. Querstange --34-- gezeigt, die den ersten Teil der Stange bzw. des Stabes der Hubvorrichtung --10-- darstellt. Ferner ist eine Stange bzw. Querstange-35- (Fig. 3) vorgesehen, die den zweiten Teil darstellt. Dieser zweite Teil ist mittels zweier Muttern an einem länglichen Flansch --36-- befestigt, der an der Kurvenscheibe --30-angebracht bzw. angeschweisst ist.
Die beiden Stangen --34 und 35-- der Hubvorrichtung --10-- sind über einen Bajonettverschluss verbunden. Das eine Ende der Stange --35-- trägt eine Mutter --37--, die in einem Schlitz --38-- aufgenommen ist, der am unteren Ende der Stange --34-- vorgesehen ist. Das Festhalteelement --39--, welches den Schlitz --38-- nach unten begrenzt, ist durch einen Ausschnitt - gebildet, der an dem Gewindeteil der Stange --35-- anliegt. Dieser Ausschnitt --40-- (Fig.4) besitzt ein kleines V-Profil ; er ist nach oben hin vertikal ausgerichtet. Die Stange --34-- ist mit einem Keil --43-- versehen, der in einer Nut liegt, welche in einer feststehenden Buchse bzw. Hülse --44-- enthalten ist, die mit dem Flansch --7-- des Rohrsegmentes --6-- fest verbunden ist.
Bezüglich der Stange --41-- der Hubvorrichtung --11-- sei bemerkt, dass diese in gleicher Weise aus zwei Teilen --41 und 42-- (Fig. 3) besteht. Diese beiden Teile --41, 42-- sind jedoch fest miteinander verbunden, u. zw. dadurch, dass ein Gewindeende der Stange --42-- in einem Innengewindelager der Stange --41-- aufgenommen ist. Die Stange --41-- weist überdies eine Abflachung auf. Die Verbindung zwischen den Stangen --41 und 42-- befindet sich in einer Hülse --49--, die an dem Flansch --2-befestigt ist. Der Abstandshalter --5-- ist dabei in ein Innengewinde der Hülse --49-- eingeschraubt.
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Zum andern liegt die Buchse bzw. Hülse --49-- frei in einer Lagerhülse --54--, die mit dem Flansch --7-fest verbunden ist.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung bei Öffnung der Verschlussglieder --21 und 22-- ergibt sich ohne weiteres aus den Zeichnungen. Wenn die Stangen--34 und 41--in axialer Richtung verschoben werden, nehmen sie die Stangen --35 und 42--mit. Die zuletzt genannten Stangen gleiten in den Abstandshaltern - 4 und 5-- und verschieben die Kurvenscheibe --30-- in Fig. 3 nach links, wie dies oben angedeutet worden ist.
Die Hubvorrichtungen --10 und 11-- und ihre Stangen erfüllen bei der beschriebenen Ausführungsform indessen noch weitere Funktionen.
Die bedeutsamste Funktion der Hilfsfunktionen der Hubvorrichtungen --10 und 11-- besteht darin, dass diese Hubvorrichtungen die Schliessung der Hauptabdichtung --45-- in dem Augenblick der Öffnung der Hilfsabdichtung --28, 29-- ermöglichen. Die Hauptabdichtung besteht aus einem ringförmigen Teil - 45- (Fig. 3 und 5) mit einem rechteckförmigen Profil ; die Abdichtung kann aber auch Lager in ihren axialen Flächen aufweisen. Dieser Teil --45-- kann aus einem Kunstharz oder aus einem Elastomer bestehen. Es ist beidseitig durch ringförmige Platten --46, 47-- abgestützt. Der Aussendurchmesser des Teiles --45-- ist an den Innendurchmesser des rohrförmigen Elementes --16-- angepasst, welches mit dem Flansch --2-- fest verbunden ist.
Zum andern weist die ringförmige Platte --46-- auf einer Seite einen Einschnitt auf, der an dem einen Ende des rohrförmigen Elementes --15-- anliegt. Die auf der andern Seite liegende Fläche der ringförmigen Platte --47-- ist eben und dient dazu, sich mit ihrem Umfang unmittelbar an dem mittleren Teil des Flansches --7-- abzustützen, der einen mittleren vorstehenden Rand aufweist, welcher in einer Ausnehmung des Flansches --2-- eingreift. Wie oben bereits erwähnt, kann die Tiefe bei der Anlage des rohrförmigen Elementes --15-- im Innern des rohrförmigen Elementes --16-- nach Belieben durch Verschrauben der Abstandshalter --4 und 5-- in dem Flansch --2-- oder der Hülse --49-- eingestellt werden, wobei die Blockierung mittels Gegenmutter-48 und 51-- vorgenommen werden kann.
Die Stellung der Hauptabdichtung --45-- im Innern der ringförmigen Platte --46-- hängt von dessen Anlagetiefe ab, wenn diese mit dem einen Ende des rohrförmigen Elementes --15-- in Kontakt ist.
Demgemäss kann die Einstellung der Position der Hauptabdichtung --45-- vor der Einstellung des Rohrstückes --1-- leicht vorgenommen werden.
Entsprechend der Einstellung der Abstandshalter --4 und 5-- in dem Flansch --2-- erstreckt sich die ringförmige Platte --47-- in dem Fall, dass das Rohrstück-l-losgelöst ist, mehr oder weniger weit ausserhalb der Grenzen des Flansches --2--. Normalerweise, d. h. dann, wenn die Produktionsanlage bereit ist, in Betrieb genommen zu werden, ist das Rohrstück --1-- mit dem übrigen Teil des Rohres fest verbunden. Zu diesem Zweck ist der Flansch --2-- mit dem Flansch --7-- mittels vier schwenkbarer Bolzen --52-- fest verbunden, die durch den Flansch --7-- getragen und in Radialöffnungen des Flansches --7-- aufgenommen sind.
Die Muttern --53-- ermöglichen dabei ein erstes Vorspannen vorzunehmen, so dass die ringförmige Platte --47-- an der Vorderseite des Flansches --7-- sich abstützt und die Hauptabdichtung --45-- gegen die ringförmige Platte --46-- drückt. Es ist jedoch möglich, die Stellung der Muttern --53-- derart einzustellen, dass die Hauptabdichtung --45-- während der Inbetriebsetzung der Anlage lediglich schwach unter Druck gesetzt ist. Wenn man die Hubvorrichtungen - 10 und 11-- in Betrieb setzt, um eine Öffnung der Hilfsabdichtung --28, 29-- zu bewirken, stützt die rohrförmige Kurvenscheibe --30-- oder die von dieser getragene Mutter sich an dem Flansch --3-- ab, wie dies oben bereits aufgezeigt worden ist.
Die Hubvorrichtungen --10, 11-- können daher mittels der Abstandshalter --4 und 5-- die Kompression bewirken und das Rohrstück --1-- gegen den Flansch --7-derart drücken, dass das Zusammendrücken der Hauptabdichtung --45-- beendet ist. Die geringfügige Verschiebung, die sich daher ergibt, hat zur Folge, dass die Muttern --53-- daraufhin erneut festgezogen werden können.
Eine andere Hilfsfunktion der Hubvorrichtungen --10 und 11-- besteht darin, dass die Lösung des rohrstückes --1-- im Hinblick auf eine Demontage der Hauptabdichtung --45-- oder im Hinblick auf eine Überprüfung des einen Endes des Rohres gewährleistet ist. Wenn die Stangen der Hubvorrichtungen --10 und 11-- verschoben sind, nachdem man die Schliessung der Verschlussglieder --21 und 22-- vorgenommen hat und nachdem man die Muttern --53-- gelöst und die schwenkbaren Bolzen --52-- heruntergedrückt hat, sieht man dass sich das Rohrstück --1-- in Fig. 1 nach links verschiebt.
Es wird dabei auf der Unterseite mittels der Rollen --13 und 14-- getragen, welche die Abstandstangen --4 und 5-- abstützen.
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diametral gegenüberliegenden Seite gleitet die Stange --34-- in der Hülse bzw. Buchse --44--, die das Gewicht des Rohrstückes --1-- trägt. Gleichzeitig ist der oben beschriebene Bajonettverschluss - -37, 38, 39-- von der Hülse --44-- völlig losgelöst ; die betreffende Anordnung verbleibt dann unmittelbar vor dem Flansch --2--.
Wenn das Rohrstück-l-auf diese Weise in eine gelöste Stellung gebracht worden ist, ist es möglich, es um die Achse der Abstandstange --5-- zu schwenken. Die Rolle --13-- einerseits und die in der Büchse --54-- liegende Hülse --49-- anderseits stellen die Lager dar, die diese Schwenkbewegung führen. Es genügt, den Hauptteil der Abstandsstange --4-- zu erfassen und hochzuheben, um diese Schwenkbewegung auszuführen. Das Ende des Abstandshalters --4-- verläuft mit seiner Mutter --37-quer zu dem Ausschnitt --40-- und trennt sich von der Stange --34--.
Diese Schwenkbewegung führt zum einen zur völligen Freilegung des Endes des Rohrsegmentes --6--, und zum andern führt die betreffende Bewegung zur vollständigen Lösung der Elemente der Hauptabdichtung --45--, so dass ein leichter Zugang in das Innere des Rohres und ebenso zur Hauptabdichtung --45-- erzielt ist. Zur örtlichen Entfernung des Anschlussrohrsegments genügt es, dieses abzunehmen und die Hubvorrichtungen --10, 11-- im andern Sinn zu betätigen, sodann die Bolzen --52-- abzuziehen und die Muttern --53-- anzuziehen.
Die Hauptfunktion der Hubvorrichtungen --10 und 11-- besteht jedoch, wie oben bereits erwähnt worden ist, darin, das allmähliche Schliessen und Öffnen der Verschlussglieder --21 und 22-- zu gewährleisten. Dabei ist insbesondere darauf hingewiesen worden, dass die fortschreitende Öffnung dieser Verschlussglieder --21, 22-- in dem Augenblick erfolgt, in dem der Isoliermantel die Hauptabdichtung - durchläuft. Dies ermöglicht, die Rammstösse auf das Innere des Rohres zu vermeiden. In gleicher Weise kann die Kurvenscheibe --30-- derart verschoben werden, dass eine teilweise Öffnung der Verschlussglieder --21 und 22-- erfolgt und dass die Verschlussglieder --21, 22-- in schräger Lage gehalten bleiben, um den sich in diesem Augenblick ausbildenden Wasserstrahl zu steuern bzw. zu führen.
Die Steuerung dieser Verschlussglieder-21, 22-mittels einer Kurvenscheibe --30-- zur fortschreitenden Bewegung ermöglicht ausserdem das Entweichen durch die Hilfsabdichtung --28, 29-- zu regulieren, u. zw. in der gleichen Weise, wie der Durchfluss durch die Hauptabdichtung --45-- gesteuert wird. Die Steuerung kann automatisch vorgenommen werden, u. zw. durch eine Druckdifferenzmessung zu dem Zeitpunkt, zu dem der Überdruck im Inneren des Gehäuses des Rohrstückes-l-eine vorbestimmte Schwelle überläuft.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verschlussvorrichtung des stromabwärts gelegenen Endes einer Anlage zur Behandlung isolierter elektrischer Leiter grossen Durchmessers, mit einer Haupt- und einer Hilfsabdichtung, die an dem stromaufwärts bzw. an dem stromabwärts gelegenen Ende eines Rohrstückes angeordnet sind, wobei die Hauptabdichtung dem Durchmesser des Leiters und die Hilfsabdichtung dem Durchmesser eines mit dem Leiter verbundenen Zugkabels angepasst sind, und mit zur Öffnung der Hilfsabdichtung vorgesehenen
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Drehachsen (19,20) sich in einer zur Achse des Rohrstückes (1) senkrechten Ebene erstrecken, und dass die Drehung der Verschlussglieder (21,22) über zwischengeschaltete Rollen (25) von einer rohrförmigen, unter dem Einfluss der Steuermittel (10,34, 11,41) koaxial zum Rohrstück (1) beweglichen Kurvenscheibe (30)
steuerbar ist.