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Die Erfindung betrifft einen Träger, der ein Paar Längsgurte aus Holz und einen die beiden Gurte in geleimten Falz- und Nutverbindungen zusammenhaltenden Stegteil aus Sperrholz aufweist, der aus einem wenigstens dreilagigen Furnier besteht, dessen einzelne Lagen mindestens zweischichtig sind, wobei die Maserung des Holzes der durch eine Zwischenschicht getrennten Lagen im wesentlichen in Längsrichtung der Gurte und die Maserung der dazwischenliegenden Schichte quer dazu verläuft.
Der Wert von Schwalbenschwanzverbindungen ist seit langem bekannt, sie hatten jedoch bisher nur einen begrenzten Anwendungsbereich wegen ihrer besonderen Beschaffenheit. Auch war die Herstellung von Schwalbenschwänzen mit den Ausnehmungen umständlich, teuer und erforderte eigene Maschinen. Da diese Verbindungen aus Holzteilen bestehen, die miteinander verleimt werden müssen, erfordern sie die Verwendung von Zwingen während des Trocknens des Leimes, was umständlich und arbeitsaufwendig ist.
Unwirtschaftlich ist zudem das genaue Ineinanderpassen der zu verbindenden Teile, was geschulte Fachkräfte erfordert.
Bekannt sind auch Träger, in deren Gurten keilförmige Ausnehmungen angeordnet sind. Nachteilig ist hiebei, dass die eingeschobenen Zungen der Stege ausschlüpfen können, wenn sie nicht, wie oberwähnt, beispielsweise durch Zwingen, nach dem Leimen zusammengehalten werden.
Vorgeschlagen wurde auch schon ein Verfahren zum Herstellen von 1- oder T-förmigen Holzträger, bei denen sowohl die Gurte als auch die Stege aus Sperrholz bestehen. Wenn jedoch in die Gurte zum gespannten Fixieren der Stege keilförmige Ausnehmungen eingeschnitten werden sollen, führt dies zu einer Längssplitterung der aus Sperrholz bestehenden Gurten. Diese Gefahr wird noch dadurch vergrössert, dass beim bekannten Verfahren, das nur Sperrholz für Stege und Gurten verwendet, die Maserung der Innenschicht quer zur Aussenschicht der Stege verläuft.
Zweck der Erfindung ist, unter Vermeidung der vorstehend geschilderten Nachteile eine Schwalbenschwanzverbindung mit grossen Anwendungsmöglichkeiten zu schaffen, die sich besonders zur Anwendung bei Sperrholz eignet sowie die Herstellung eines Trägers der eingangs genannten Art unter Verwendung einer solchen Schwalbenschwanzverbindung.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Lagen des Furniers an den sich gegenüberliegenden Aussenflächen des Stegteiles die zwischenliegende Schicht überragen und ein Paar parallele, im Abstand voneinander verlaufende biegsame Zungen an jedem Ende der Aussenschichten bilden, die in längliche, relativ zueinander geneigte Ausnehmungen jedes Gurtes einschiebbar sind, wobei die Maserung des Holzes der Furniere im allgemeinen rechtwinkelig zur Maserung der Gurte verläuft.
Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die Ausnehmungen jedes Gurtes voneinander wegweisend geneigt sind.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel beschrieben, soll jedoch nicht auf diese Möglichkeit ihrer Verwirklichung beschränkt sein. Es zeigen : Fig. 1 die Seitenansicht eines Dachbockes hergestellt mit erfindungsgemässen Trägern, Fig. 2 im Querschnitt deren Zusammenbau und Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie 3-3 von Fig. 1.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen die Herstellung eines Dachbockes aus Holz mit erfindungsgemässen Trägern.
Diese bestehen aus einem Untergurt --10--, einem Obergurt --11-- und einer Anzahl von in Abstand voneinander angeordneten Stegteilen --12, 13 und 14--.
Die Fig. 2 zeigt diese Teile in der zum Zusammenbau nötigen Lage. Der gezeigte Stegteil --14-besteht aus Sperrholz mit zwei Furnieren --15, 16-- von je etwa 3 mm Dicke, in denen die Holzmaserung in vertikaler Richtung verläuft, wobei die Furniere --15, 16-- beidseitig auf eine etwa 3 mm dicke Innenschicht --17--, in der die Holzmaserung in horizontaler Richtung verläuft aufgelegt sind. Die unteren und oberen Kanten des Stegteiles --14-- weisen Ausnehmungen --18, 19-- auf, so dass die Kanten der Innenschichte --17-- zwischen den Furnieren --15, 16-- Vertiefungen bilden.
Auf diese Weise bilden die unteren und oberen Kanten der Furniere --15, 16-- parallel zueinander verlaufende Zungen --21 bis 24--, die in den Ausnehmungen --26, 27 bzw. 31, 32-- des Untergurtes - bzw. des Obergurtes --11-- einschiebbar sind und gleiche Breite wie die Zungen --21 bis 24-aufweisen. Die Ausnehmungen --26, 27-- des Untergurtes --10-- und die Ausnehmungen --31, 32-- des Obergurtes --11-- divergieren dabei in einem Winkel von etwa 5 zur Ebene der Stegteil-14-, so dass die eingeschobenen Zungen --21 bis 24-- gespreizt und in den Ausnehmungen --26, 27,31, 32-- geklemmt festgehalten werden.
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Da im Ausführungsbeispiel die Stärke der Zungen--21 bzw. 24-- und der Ausnehmungen --26, 27, 31, 32-- mit etwa 3 mm angenommen ist, beträgt die Breite des zwischen den Ausnehmungen --26, 27 bzw. 31, 32-- verbleibenden Steges --28 bzw. 33-- im Unter- bzw. Obergurt infolge der divergierenden Ausnehmungen gleichfalls etwa 3 mm, d. h. nebeneinander angeordnete Ausnehmungen haben an ihrem Aussenende diesen Abstand voneinander.
Die Eingangsöffnungen der vier Ausnehmungen --26, 27,31 und 32-- werden nach den entsprechenden Zungen --21 bis 24-ausgerichtet, wobei die Zungen in diese Ausnehmungen beim Zusammenbau eingeführt und aneinandergepresst werden wie die Pfeile --35-- zeigen. Hiebei werden die Zungen nach aussen gebogen und die Gurte --10, 11-- mit den Stegteilen --14-- klemmend verbunden, so dass eine einer herkömmlichen Schwalbenschwanzverbindung vergleichbare Verbindung geschaffen wird.
Zum sicheren Halt werden die Verbindungsflächen mit Leim bestrichen und eine geleimt Verbindung hergestellt, die wegen der Klemmhaltung während des Trocknens des Leimes keine zusätzlichen Klemmen oder Zwingen benötigt.
Bei Verwendung üblicher Sperrholzplatten ist jeder Stegteil --12 bis 14-etwa 1, 2m breit, womit ein Dachbock beliebiger Länge hergestellt werden kann. Die Stegteile können in beliebiger Entfernung voneinander angeordnet werden und einen unterbrochenen Steg bilden oder aneinander anliegen, wenn es die Festigkeit oder irgend ein sonstiger Grund erfordert.
Die gleiche Technik kann zur Herstellung eines I-Trägers aus Holz verwendet werden, wobei der einzige Unterschied darin besteht, dass der Obergurt --11-- parallel zum Untergurt --10-- verläuft und die Stegteil-12 bis 14-- nicht abgeschrägt sind. Wie im beschriebenen Fachwerkträger können die Stegteile --12 bis 14-- im Abstand voneinander angeordnet sein oder einander anliegen und so einen einzigen durchgehenden Stegteil bilden.
Die vorstehend angegebenen Masse sind nur als Beispiele angeführt und sollen die Erfindung nicht darauf beschränken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Träger, der ein Paar Längsgurte aus Holz und einen die beiden Gurte in geleimten Falz- und Nutverbindungen zusammenhaltenden Stegteil am Sperrholz aufweist, der aus einem wenigstens dreilagigen Furnier besteht, dessen einzelne Lagen mindestens zweischichtig sind, wobei die Maserung des Holzes der durch eine Zwischenschicht getrennten Lagen im wesentlichen in Längsrichtung der Gurte und die
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net, dass die Lagen des Furniers (15,16) an den sich gegenüberliegenden Aussenflächen des Stegteiles (14) die zwischenliegende Schicht (17) überragen und ein Paar parallele, im Abstand voneinander verlaufende biegsame Zungen (21,22, 23,24) an jedem Ende der Aussenschichten bilden, die in längliche, relativ zueinander geneigte Ausnehmungen (26,27, 31,32) jedes Gurtes (10,11) einschiebbar sind,
wobei die Maserung des Holzes der Furniere (15,16) im allgemeinen rechtwinkelig zur Maserung der Gurte (10,11) verläuft.