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Die Erfindung betrifft einen selbsttätig höhenverstellbaren Lastenheber, z. B. Sitz, Barhocker od. dgl., dessen Lastaufnahmefläche, z. B. die Sitzfläche, an einem in einem Gehäuse höhenverstellbar gelagerten Schaft höhenverstellbar gelagert ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lastenheber dieser Art so zu gestalten, dass er bei Belastung bzw. Entlastung seine Tätigkeit aufnimmt, d. h. dass bei Belastung der Antriebsmechanismus ausgelöst und nach Transport der Last in die Hochlage durch Entlastung und erneute Belastung erneut ausgelöst wird, u. zw. im Sinne eines Absenkens der Last.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Lastheber der eingangs erwähnten Art, wenn gemäss der Erfindung die Lastaufnahmefläche, insbesondere in Richtung der Höhenverstellung, elastisch auf dem, gegebenenfalls im Zuge der Höhenverstellung z. B. um 90 schwenkbaren, Schaft gelagert ist und wenn eine in Richtung der Höhenverstellung des Schaftes erfolgende Relativbewegung zwischen der Lastaufnahmefläche und dem Schaft bzw. zwischen dem Gehäuse und dem Schaft ansprechender Aus/Ein-Schalter für die Einleitung der Höhenverstellung des Schaftes vorgesehen ist. Die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Lastenhebers ermöglicht es, dass die aufgebrachte Last den Lastenheber selbst in Tätigkeit setzt.
Dies ist besonders bei Barhockern von Bedeutung, bei welchen sich die Sitzfläche bisnun in einer Höhe befand, die ein bequemes Erreichen - ähnlich wie bei Benutzung eines Stuhles - unmöglich machte. Die Erfindung ermöglicht es nun, die Sitzfläche des Barhockers in einer Höhe anzuordnen, die ein bequemes Setzen, ähnlich wie bei einem Stuhl, zulässt. Sobald sich der Gast auf die Sitzfläche niedergelassen hat, wird er jedoch automatisch in eine Höhenlage gebracht, die ein bequemes Sitzen an der Theke ermöglicht. Will der Gast den Barhocker verlassen, braucht er sein Gesäss nur kurzzeitig anzuheben und sich erneut auf den Barhocker niederzulassen, dessen Sitzfläche sich unter der neuerlichen Belastung absenkt.
Erfolgt im Zuge des Hebens und Senkens der Lastaufnahmefläche noch eine Drehung um 90 , so bietet dies die Möglichkeit, den Barhocker bequem, nämlich mit den Oberschenkeln parallel zur Stirnwand der Theke zu besteigen, bei erreichter Endlage jedoch normal, d. h. mit den Oberschenkeln senkrecht zur Stirnwand der Theke zu sitzen.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Hubbegrenzung Endschalter in den Totpunkten der Bewegung des Schaftes vorgesehen sind und dass zur Umkehr der Bewegungsrichtung des Schaftes ein Umschalter vorgesehen ist, der mit beiden Endschaltern gekoppelt ist, wobei im Falle eines durch einen E-Motor erfolgenden Antriebes der Umschalter als Polwechselschalter ausgebildet ist und im Falle eines durch ein Druckmittel erfolgenden Antriebes der Umschalter sowohl das Einlass- als auch das Auslassventil des Hubzylinders jeweils umstellt. Durch diese Ausgestaltung des Lastenhebers wird eine besonders einfache Inbetrieb- bzw. Stillsetzung erreicht, wobei in den Totlagen automatisch eine Umstellung erfolgt, durch welche die Bewegung in die dem vorangegangenen Anfahren der Totlage entgegengesetzte Richtung vorbereitet wird.
Weiters kann bei dem erfindungsgemässen Lastheber vorgesehen sein, dass zur Sicherung des Schaftes in seiner oberen Totlage ein Riegel vorgesehen ist, der unter dem Einfluss einer Feder steht, die bestrebt ist, den Riegel in die Verriegelungsstellung zu bewegen und dass zum Lösen des Riegels aus der eingefallenen Stellung ein Solenoid vorgesehen ist, in dessen Stromkreis zwei in Serie geschaltete Kontakte liegen, von welchen der eine Kontakt mit der elastisch relativ zum Schaft beweglichen Lastaufnahmefläche gekuppelt und bei Belastung der Lastaufnahmefläche von der Geschlossen- in die Offenstellung (bei Entlastung von der Offen- in die Geschlossenstellung) bewegbar ist, wogegen der zweite Kontakt mit dem Riegel gekuppelt ist und bei eingefallenem Riegel sich in einer Stellung befindet, in der er sich im Versorgungskreis des Solenoids in Geschlossenstellung befindet,
wobei jedoch durch den mit der Lastaufnahmefläche gekuppelten Kontakt der Versorgungskreis offen gehalten ist und bei gelöstem Riegel der zweite Kontakt sich in einer Stellung befindet, in der die von einem Pol der Stromquelle zum Hubantrieb führende Leitung geschlossen ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 bis 4 schematisch einen erfindungsgemässen Lastenheber in verschiedenen Positionen, wobei die Steuerung elektrisch und der Antrieb ebenfalls elektrisch erfolgt, und die Fig. 5 bis 8 schematisch das zweite Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Lastenhebers in verschiedenen Positionen, wobei die Steuerung ebenfalls elektrisch, der Antrieb jedoch durch ein unter Druck stehendes Medium erfolgt.
In den Zeichnungen ist mit --1-- die Lastaufnahmefläche eines selbsttätig höhenverstellbaren Lastenhebers bezeichnet. Bevorzugt ist die Lastaufnahmefläche --1-- als Sitzfläche eines Barhockers aus-
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gebildet. Die Lastaufnahmefläche --1-- ist an einem Schaft --18-- höhenverstellbar gelagert. Der Schaft - seinerseits ist in einem Gehäuse --19-- verschiebbar geführt. Der Schaft --18-- selbst kann hiebei so ausgeführt sein, dass er im Zuge seiner Gleitbewegung im Gehäuse --19-- auch eine Drehbewegung um eine mit der Verschieberichtung zusammenfallende Achse ausführt.
Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der Schaft --18-- mit einer Schraubennut versehen ist und das Gehäuse --19-- innenseitig einen Zapfen od. dgl. trägt, der in die Schraubennut des Schaftes --18-- eingreift.
Selbstverständlich kann die Anordnung auch umgekehrt getroffen sein, d. h. es kann das Gehäuse --19-- an seiner dem Schaft --18-- benachbarten Innenseite eine Nut aufweisen und der Schaft --18-- einen gegenüber dem Mantel vorspringenden Fortsatz besitzen, der in die Nut des Gehäuses --19-- eingreift.
Die Lastaufnahmefläche --1-- ist in Richtung der Höhenverstellung elastisch auf dem Schaft --18-gelagert. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist hiebei eine Feder --21-- vorgesehen, die zwischen der Unterseite der Lastaufnahmefläche --1-- und der der Lastaufnahmefläche-l-zugekehrten Stirnfläche des Schaftes --18-- gelagert ist. In den Fig. 1 und 5 befindet sich die Feder --21-- in der entspannten Stellung, d. h. der Abstand zwischen der Lastaufnahmefläche-l-und der ihm zugekehrten Stirnfläche des Schaftes --18-- ist am grössten. Wird auf die Lastaufnahmefläche --1-- eine Last --20-- aufgebracht, so vermindert sich der Abstand zwischen der Lastaufnahmefläche --1-- und der ihr zugekehrten Stirnfläche des Schaftes --18--.
Diese Bewegung der lastaufnahefläche --1-- unter dem Einfluss einer Last --20-- wird zur Steuerung der Bewegung des Schaftes und damit auch der Lastaufnahmefläche --1-- asgenutzt. Es ist hiebei ein Aus/Einschalter --11-- für die HÏhenverstellung des Schaftes --18-- vorgesehen, der durch die unter dem Einfluss einer Last --20-- erfolgende Relativbewegung zwischen der Lastaufnahmefläche-l-und der dieser zugekehrten Stirnfläche des Schaftes - anspricht. Ein Vergleich der Stellung, die in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben ist, macht dies deutlich.
In der unteren Totlage (Fig. 1 und 5) ruht der Schaft --18-- auf einer Feder --3-- auf, die eine Bewegung des Schaftes --18-- nach unten zulässt. Wird auf die Lastaufnahmefläche --1-- eine Last --20-- aufgebracht-im Falle eines Barhockers dadurch, dass sich ein Gast auf die Lastaufnahmefläche --1-setzt-so wird ein Ein/Ausschalter --11-- in die Offenstellung bewegt und der Schaft --18-- entgegen dem Druck der Feder --3-- nach unten bewegt, wodurch ein Schalter --2-- in die Geschlossenstellung bewegt wird. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 4 wird durch das Schliessen des Schalters --2-- ein E-Motor-4-- eingeschaltet, der über ein Getriebe, z.
B. ein Schneckengetriebe, Zahnstangengetriebe od. dgl. den Schaft --18-- mit der Lastaufnahmefläche --1-- und der darauf befindlichen Last - anhebt, so dass eine Bewegung in Richtung des Pfeiles H (Fig. 2) erfolgt. Bei jener Anordnung, bei der ein Druckmedium zur Verschiebung des Schaftes --18-- vorgesehen ist, erfolgt nach Schliessen des Schalters --2-- ebenfalls eine Bewegung in Richtung des Pfeiles H (Fig. 6). In diesem Fall schliesst der Schalter --2-- den Versorgungsstromkreis für den Antriebsmotor einer Druckpumpe. Die Druckpumpe kann Öl, Wasser oder auch Luft fördern, wobei das Medium bevorzugt in einen (nicht dargestellten) Druckbehälter gefördert wird, von wo es über ein Steuerventil --15-- in das Gehäuse --19-- unter den Schaft --18-- gelangt, der dicht im Gehäuse --19-- geführt ist.
Wie Fig. 6 erkennen lässt, wird durch das Schliessen des Schalters --2-- auch der das Steuerventil --15-- versorgende Stromkreis geschlossen, wodurch das Steuerventil --15-- in eine Stellung bewegt wird, in der der Zufluss in das Gehäuse --19-- freigegeben ist. Ein weiteres, mit dem Raum unterhalb des Schaftes --18-- in Verbindung stehendes Steuerventil --14-- befindet sich, wie Fig. 6 ebenfalls zeigt, in Geschlossenstellung, so dass das Medium über das Steuerventil --15-- zwar in das Gehäuse --19-- einströmen, nicht jedoch aus dem Gehäuse --19-- abströmen kann.
Zur Hubbegrenzung in den Totpunkten der Bewegung des Schaftes --18-- sind Endschalter --6 und 17-- vorgesehen. Der Endschalter --6-- bestimmt hiebei die obere Totlage und der Endschalter --17-- die untere Totlage. Zur Betätigung der Endschalter-6 und 17-- ist ein Fortsatz --5-- am Schaft --17-vorgesehen. Mit beiden Endschaltern --6, 17-- ist ein Umschalter --7, 16-- für die Bewegungsumkehr des Schaftes --18-- gekoppelt. Erfolgt der Antrieb durch einen E-Motor (Fig. 1 bis 4), so ist der Umschalter - als Polwechselschalter ausgebildet.
Erfolgt der Antrieb des Schaftes --18-- durch ein Druckmittel, so wird durch den Umschalter --16-- sowohl das Steuerventil --15-- für den Einlass in das Gehäuse --19-als auch das Steuerventil --14-- für den Auslass aus dem Gehäuse --19-- umgestellt.
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Zur Sicherung der oberen Totlage, welche der Schaft --18-- bzw. die Lastaufnahmefläche-l-nach einer Bewegung in Richtung des Pfeiles H erreicht, ist ein Riegel --9-- vorgesehen, der im Schaft --18-quer zur Hubrichtung beweglich gelagert ist und unter dem Einfluss einer Feder --12-- steht, die bestrebt ist, den Riegel --9-- in die Verriegelungsstellung zu bewegen. In der Verriegelungsstellung, die der oberen Totlage des Schaftes --18-- entspricht, greift der Riegel --9--, wie dies in den Fig. 3 und 7 dargestellt ist, in eine Ausnehmung --13-- des Gehäuses --19-- ein. Zum Lösen des Riegels --9-- aus der eingefallenen Stellung ist ein Solenoid --8-- vorgesehen.
Im Verriegelungsstromkreis dieses Solenoids - -8-- liegt der auf eine Relativbewegung zwischen Lastaufnahmefläche --1-- und Schaft --18-- ansprechende Schalter --11-- und damit in Serie ein Kontakt --10--, der mit dem Riegel --9-- gekuppelt ist und somit dessen Bewegung mitmacht. Bei eingefallenem Riegel-9- (Fig. 3 und 7) befindet sich der Kontakt --10-- in einer Stellung, in der er den Versorgungsstromkreis des Solenoids nicht unterbricht.
Unter dem Einfluss der Last --20-- ist jedoch der Schalter --11-- in einer Stellung, in der der Versorgungsstromkreis des Solenoids --8-- offen ist.
Wird in der oberen Totlage die Last kurzzeitig von der Lastaufnahmefläehe-l-entfernt-im Falle eines Barhockers etwa dadurch, dass der Gast sich kurzzeitig von dem Sitz erhebt-, so tritt eine Relativbewegung zwischen dem Schaft --18-- und der Lastaufnahmefläche-l-auf, unter deren Wirkung sich der Aus/Einschalter --11-- in die Geschlossenstellung bewegt und die Höhenverstellung des Schaftes --18-- in Absenkrichtung (Pfeil T in den Fig. 4 und 8) einleitet. Durch das Schliessen des Schalters --11-wird das Solenoid --8-- an Spannung gelegt und der Riegel --9-- aus der Ausnehmung --13-- des Gehäuses --19-- herausbewegt. Durch die Bewegung des Riegels --9-- wird der Kontakt --10-- in eine Stellung bewegt, in welcher der Elektromotor-4- (Fig. 4) eingeschaltet wird.
Der Aus/Einschalter --2-befindet sich in der Geschlossenstellung, da er nur in der unteren Totlage betätigbar ist und ähnlich arbeitet wie ein Druckschalter, der für das Aus- und Einschalten von Lampen verwendet wird. Im Falle der Betätigung des Schaftes --18-- durch ein unter Druck stehendes Medium werden durch die in der oberen Totlage nach Belastung der Lastaufnahmefläche --1-- über den Riegel --9-- erfolgende Betätigung des Schalters --10-- die Steuerventile --14 und 15-- umgeschaltet. Das Steuerventil --14-- wird - wie dies Fig. 8 erkennen lässt-auf"Auslass"geschaltet und das Ventil --15-- wird geschlossen.
Bei dieser Stellung der Ventile wird unter dem Einfluss der Last --20-- und dem Gewicht des Schaftes --18-- aus dem Gehäuse --19-- das Medium über das Steuerventil --14-- ausgeschoben und gelangt wieder in den durch ein Überdruckventil gesicherten Druckkessel. Bei Erreichen der unteren Totlage nach einer Bewegung in Richtung des Pfeiles T wird der Schalter --2-- geöffnet und über den Endschalter --17-- im Falle des elektrischen Antriebes (Fig. 1 bis 4) der als Polwechselschalter für den Motor --4-- ausgebildete Umschalter --7-- betätigt und im Falle eines durch ein Druckmittel erfolgenden Antriebs wird über den Endschalter --17-- der Umschalter --16-- betätigt, durch den die Steuerventile --14 bzw. 15-umgeschaltet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätig höhenverstellbarer Lastenheber, z. B. Sitz, Barhocker od. dgl., dessen Lastaufnahmefläche, z. B. die Sitzfläche, an einem in einem Gehäuse höhenverstellbar gelagerten Schaft höhen-
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insbesondere in Richtung der Höhenverstellung, elastisch auf dem, gegebenenfalls im Zuge der Höhenverstellung z. B. um 90 schwenkbaren, Schaft (18) gelagert ist und dass ein auf in Richtung der Höhenverstellung des Schaftes (18) erfolgende Relativbewegung zwischen der Lastaufnahmefläche (1) und dem Schaft (18) bzw. zwischen dem Gehäuse (19) und dem Schaft (18) ansprechender Aus/Einschalter (11
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