<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Instrumententafel für Nutzfahrzeuge, insbesondere Lastkraftwagen, die unter Abdeckung eines Hohlraumes an der Fahrerhausbrüstung befestigt ist und die zur Überwachung und Bedienung des Fahrzeuges notwendigen Instrumente od. dgl. zusammenfasst, von denen wenigstens eines über mindestens eine biegsame Welle angetrieben ist, wobei die Instrumententafel aus nebeneinander liegenden und gesondert befestigten Teilen besteht, von denen ein Teil das oder die wellengetriebenen Instrumente trägt und in einem benachbarten Teil Schalter, Kontrolleuchten und/od. dgl. eingesetzt sind.
Während es keine Schwierigkeiten bereitet, die zu den Kontrolleuchten, Schaltern und/od. dgl. führenden Leitungsdrähte beim Abnehmen der Instrumententafel aus dem von ihr abgedeckten Hohlraum herauszuziehen bzw. beim neuerlichen Aufsetzen der Tafel wieder in den Hohlraum hineinzudrücken, ist das Lösen bzw. Ankuppeln der biegsamen Wellen nicht nur zeitraubend und umständlich, sondern bringt auch die Gefahr mit sich, dass die Wellen dabei zu stark verformt werden, was deren Lebensdauer beeinträchtigt und sogar zum Wellenbruch führen kann. Bei einer bekannten Konstruktion (DE-PS Nr. 92867) sollen die einzelnen Teile der Instrumententafel, also jener Teil, der das oder die wellengetriebenen Instrumente trägt, einerseits und der mit den Kontrolleuchten und Schaltern versehene Tafelteil anderseits unabhängig voneinander lösbar bzw. auswechselbar sein.
Daher wird, wenn bei einem der wellengetriebenen Instrumente ein Schaden auftritt, dieses Element bzw. der zugehörige Instrumententafelteil für sich gelöst und abgehoben werden, was aber wegen der damit verbundenen Gefahr der Gelenkwellenbeschädigung, insbesondere beim Zurückdrücken des betreffenden Tafelteiles nach erfolgter Instrumentenreparatur, ungünstig ist.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und eine Instrumententafel der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der etwaige Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Instrumenten leicht und rasch durchgeführt werden können, ohne dass eine Beeinträchtigung der biegsamen Wellen zu befürchten ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der mit den Schaltern, Kontrolleuchten und/od. dgl. versehene Instrumententafelteil den das bzw. die wellengetriebenen Instrumente tragenden Tafelteil im Bereich der Trennungslinie zumindest teilweise übergreift.
Sind also irgendwelche Arbeiten an den Instrumenten erforderlich, so muss zwangsläufig stets zuerst der mit den Schaltern, Kontrolleuchten und/od. dgl. versehene Instrumententafelteil abgenommen werden.
Ist dieser Tafelteil aber entfernt, so ergibt sich seitlich neben dem die wellengetriebenen Instrumente tragenden Tafelteil so viel Freiraum, dass dieser nicht abgenommen zu werden braucht, sondern von der Seite her unter ihn in den Hohlraum gegriffen und bequem an den Instrumenten gearbeitet werden kann, ohne überhaupt eine Ortsveränderung der Instrumente vornehmen zu müssen. Es wird also eine falsche bzw. zu Beschädigungen der Gelenkwellen führende Demontage der Instrumententafel durch eine vorangehende Abnahme des die wellengetriebenen Instrumente tragenden Tafelteiles von vornherein verhindert.
Es ist zwar auch schon eine Instrumententafel bekanntgeworden (DE-OS 2329676), bei der der die Schalter, Kontrolleuchten und/od. dgl. tragende Tafelteil türartig aufgeklappt werden kann, jedoch bleibt dabei eine Trägerplatte mit den Steckbuchsen für die Schalter u. dgl. an Ort und Stelle und verhindert so ein Zugreifen zu den Gelenkwellen der Instrumente von der Seite her.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Instrumententafel für einen Lastkraftwagen im Vertikalschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 die Instrumententafel in Ansicht.
An der Fahrerhausbrüstung --1-- ist ein Hohlraum --2-- gebildet, der von der Instrumententafel --3a, 3b--abgedeckt wird. Die Instrumententafel besteht aus zwei nebeneinander liegenden und je für sich gesondert befestigten Teilen, wobei der linke Teil --3a--, der sich im Bereich des Lenkrades --4-und somit im unmittelbaren Sichtbereich des Fahrers befindet, zwei wellengetriebene Instrumente trägt, u. zw. einen Fahrtschreiber oder Tachometer --5-- und einen Drehzahlmesser-6-. Bei den übrigen Instrumenten --7-- kann es sich um einen Öldruckmesser, ein Fernthermometer, einen Kraftstoff-Vorratszeiger u. dgl. handeln.
Im rechten Teil --3b-- der Instrumententafel sind verschiedene Schalter --8-für die Fahrzeugbeleuchtung, für Ventilatoren, das Kippen der Ladebrücke, für die Scheibenbeheizung u. dgl. sowie entsprechende Kontrolleuchten --9-- eingesetzt. Ferner befindet sich im Tafelteil --3b-- das Schaltschloss --10-- zum Einschalten der sogenannten Tagverbraucher und des Anlassers sowie ein Zigarettenanzünder --11--, wobei die Art, die Zahl und die Anordnung der Schalter, Leuchten u. dgl. mannigfach variiert werden kann.
<Desc/Clms Page number 2>
Der linke Tafelteil --3a-- weist an seinem rechten Rand einen Ansatzlappen --12-- auf, der den rechten Tafelteil --3b-- untergreift. Daher kann der linke Tafelteil --3a-- nicht vor dem rechten Teil - abgenommen werden. Wird der Tafelteil --3b-- abgenommen, so lassen sich mit ihm die im Hohlraum --2a-- in Schlingen gelegten, zu den Leuchten und Schaltern führenden Kabel leicht herausziehen, ohne dass dabei die Instrumente --5, 6-- im linken Tafelteil --3a-- irgendwie in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ist der rechte Tafelteil --3bu aber entfernt, so kann man leicht von rechts unter den Tafelteil --3a-greifen, um an den hier vorgesehenen Instrumenten Reparaturen oder Auswechslungen vorzunehmen und eventuell die Kupplungen der zu den Instrumenten --5, 6-- führenden Wellen zu lösen oder wieder zu schliessen. Wichtig ist, dass man beim etwaigen Wiederaufsetzen des vorher abgenommenen linken Tafelteiles - nicht die sonst mitherausgezogenen Wellen in den Hohlraum zurückdrückt, so dass diese Wellen zu stark deformiert werden.