AT341096B - Verfahren zur herstellung des neuen 4'-epi -6'- hydroxyadriamycins - Google Patents

Verfahren zur herstellung des neuen 4'-epi -6'- hydroxyadriamycins

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AT341096B
AT341096B AT943476A AT943476A AT341096B AT 341096 B AT341096 B AT 341096B AT 943476 A AT943476 A AT 943476A AT 943476 A AT943476 A AT 943476A AT 341096 B AT341096 B AT 341096B
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Federico Arcamone
Alberto Bargiotti
Giuseppe Cassinelli
Aurelio Di Marco
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Farmaceutici Italia
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung des   neuenAntitumorglycosids 4f-Epi-6f-   hydroxyadriamycin der Formel 
 EMI1.1 
 
Die neue, erfindungsgemäss erhältliche Verbindung zeigt sowohl in vivo als auch in vitro antimitotische Wirksamkeit und ist daher als therapeutischer Wirkstoff zur Behandlung von Tumor- und Viruserkrankungen bei Menschen verwendbar. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass   4'-Epi-6'-hydroxydaunomycin   der Formel 
 EMI1.2 
 in einer geeigneten organischen Lösungsmittelmischung mit einer Lösung von Brom in Chloroform unter Bildung des 14-Brom-4'-epi-6'-hydroxydaunomycins der Formel 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 reagieren gelassen wird und dieses Zwischenprodukt einer kontrollierten Hydrolyse mit einer wässerigen   Natriumformiatlösung   unterworfen wird, worauf das gewünschte Produkt als Hydrochlorid isoliert wird. 



   Das folgende Beispiel soll die Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll. 



   Beispiel : 0,   25 g 4'-Epi-6'-hydroxydaunomycin   (I)   wurden in einer Mischung aus 3, 5 ml Methylalko-   hol und 10 ml wasserfreiem Dioxan gelöst und unter Rühren mit 0,9 ml einer Lösung von 0,88 g Bromin 10 ml Chloroform behandelt. Die Reaktionsmischung wurde nach 1 h bei Raumtemperatur unter Rühren in 75 ml Äthyläther gegossen. Das rohe   14-Brom-4'-epi-6'-hydroxydaunomycin   wurde abfiltriert und in einer Mischung aus 5 ml Aceton und 5 ml 0,25 N Bromwasserstoffsäure gelöst. Nach 12 h bei Raumtemperatur wurde die saure Lösung zuerst mit Chloroform extrahiert, um die   A glycone   zu entfernen, und dann mit n-Butanol extrahiert. Es wurde mehrere Male extrahiert, bis das gesamte gefärbte Material in die organische Schicht übergegangen war.

   Nach Entfernen des n-Butanols im Vakuum wurden 0, 27 g 14-Bromderivat erhalten. Dieses Produkt wurde in 10 ml Wasser gelöst und mit   0,     5 g   Natriumformiat behandelt. 



   Nach 48 h bei Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung im Vakuum zur Trockne eingedampft und der Rückstand in 30 ml einer Mischung aus Chloroform-Methanol (2 : 1, bezogen auf das Volumen) gelöst und mit 10 ml einer 10%igen wässerigen   NaHCO-Lösung   gewaschen. Die wässerige Phasewurde oftmals mit Chloroform extrahiert, bis das gesamte gefärbte Material in das organische Lösungsmittel übergegangen war. Die vereinigten Chloroformextrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, unter ver-   mindertem Druck   auf ein kleines Volumen eingeengt und mit einem Äquivalent 1 N Salzsäure in wasserfreiem Methanol behandelt.

   Durch Zusetzen von 10 Volumina Äthyläther wurden 0,125 g   4'-Epi-61-hydroxyadriamy-   
 EMI2.1 
    (Zers.), [o ;] nol- Wasser (130 : 60 :   10, bezogen auf das Volumen) : 0, 5. 



   Biologische Wirksamkeit
Materialien und Methoden
In vitro-Studien :   HeLa-Zellen wurden   der   aktiven Verbindung 2-8-24   h ausgesetzt, worauf die Verbindung entfernt und die Zellen auf 5 mm Falcon-Kunststoffscheiben (200 Zellen/platte) in Wachstumsmedium gesät wurden. Die Koloniezahl wurde 5 Tage später mikroskopisch festgestellt. Mausembryofibroblaste (MEF) wurden auf 35 mm Falcon-Kunststoffscheiben aufgelegt, 24 h später mit Moloney-Sarkomvirus (MSV) infiziert und 3 Tage lang mit unterschiedlichen Konzentrationen der Verbindung behandelt. Die Anzahl der Herde an transformierten Zellen wurde 5 Tage nach der Infektion mikroskopisch festgestellt. Nichtinfizierte MEF wurden auf ähnliche Weise behandelt ; am Ende des Versuches wurden die Zellen in einem Hämozytometer gezählt.

   Bei allen Versuchen wurden die Zellen in einem    5%igen CO -Inkubator   bei   370C   bebrütet. 



   Die Verbindung wurde in destilliertem Wasser gelöst und dann im Kulturmedium verdünnt. 
 EMI2.2 
 



   In vivo-Studien
Die Antitumorwirksamkeit der zu untersuchenden Verbindung wurde an Bauchwassersucht-Sarkom 180 getestet. 3 Monate alte Mäuse vom Stamm CD 1 wurden verwendet. Bauchwassersucht-Sarkom 180-Zellen wurden intraperitoneal eingeführt   (106   Zellen/Maus). Die Verbindung wurde in destilliertem Wasser gelöst, dann in einer Ringer-Lösung verdünnt und 1 Tag nach der Tumorimplantation intraperitoneal verabreicht (10 mg/kg Körpergewicht). 



   Die Toxizität wurde durch makroskopische Autopsie, hauptsächlich als Reduktion der Milzgrösse, bewertet. Ein Vergleich der Wirksamkeit der Verbindungen im verwendeten Dosisbereich mit unbehandelten Kontrollen basierte auf der maximalen Zunahme der mittleren Überlebenszeit. Die Anzahl der lange Zeit überlebenden Tiere (LTS) bezieht sich auf tumorfreie Mäuse am Ende des Versuches (60 Tage). 



   Ergebnisse
Die Wirksamkeit der untersuchten Verbindung im Vergleich mit der bezügliche Stammverbindung Adriamycin auf den   getesteten "in vitro"-Systemen   ist in Tabelle I angegeben. Die Verbindung zeigt auf   HeLa-Zellen,   auf MSV-Herde und auf MEF-Proliferation eine geringere Wirksamkeit als die Stammverbindung. 



   Der bei Bauchwassersucht-Sarkom 180 beobachtete Effekt ist in Tabelle II angegeben. Die optimale Antitumordosis (d. h. die Dosis, bei der maximaler Antitumoreffekt gefunden wurde) betrug 10 mg/kg für das getestete neue Derivat. 



   Bei der optimalen Dosis war die Antitumorwirksamkeit, beurteilt durch Zunahme der Lebensdauer der behandelten Mäuse im Vergleich zu Kontrollen, niedriger als jene, die nach Behandlung mit A driamycin beobachtet worden war. 



   Was die Toxizität betrifft, ein wichtiges und oft bestimmendes Element, das nach längerer Behandlung mit hohen kumulativen Dosen von Antitumorantibiotika in Betracht gezogen werden muss, kann beobachtet 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 werden, dass das neue getestete Derivat mit Sicherheit weniger toxisch ist als die Stammverbindung. 



   Tabelle I 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> HeLa.-Zellen <SEP> MSV-Herd-MEF-Proliferation <SEP> 
<tb> klonierende <SEP> bildung
<tb> Wirksamkeit
<tb> Zeit <SEP> des <SEP> den
<tb> Verbindungen
<tb> A <SEP> usgesetztseins <SEP> (Std.) <SEP> 2 <SEP> 8 <SEP> 24 <SEP> 72 <SEP> 72
<tb> Adriamycin <SEP> 280 <SEP> 110 <SEP> 18 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 7
<tb> 4'-Epi-6'-hydroxyadriamycin <SEP> 900 <SEP> 1000 <SEP> 1000 <SEP> 25 <SEP> 50
<tb> 
 *) = Mittelwerte verschiedener Versuche
Tabelle II
Wirksamkeit von   4'-Epi-6'-hydroxyadriamycin   auf Bauchwassersucht-Sarkom 180 *) 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> Dosis <SEP> T/C**) <SEP> LTS***) <SEP> Tox****)
<tb> (mg/kg) <SEP> %
<tb> 0,5 <SEP> 142 <SEP> 1/10
<tb> *****)

   <SEP> 1 <SEP> 183 <SEP> 25/159
<tb> Adriamycin <SEP> 2 <SEP> 210 <SEP> 30/125
<tb> 5 <SEP> 243 <SEP> 27/125 <SEP> 7/125
<tb> 10 <SEP> 212 <SEP> 18/139 <SEP> 18/139
<tb> 4'-Epi-6'-hydro-7, <SEP> 5 <SEP> 143 <SEP> 1/10
<tb> xy-adriamycin <SEP> 10 <SEP> 162 <SEP> 2/10
<tb> 15 <SEP> 134 <SEP> 2/10 <SEP> nicht <SEP> toxisch
<tb> in <SEP> einer <SEP> Dosis
<tb> von <SEP> 15 <SEP> mg/kg
<tb> 
   *) 1   Behandlung i. p. am 1. Tag **) mittlere Überlebenszeit in % gegenüber Kontrollen ***) lange Zeit Überlebende bei 60 Tagen ****) Mäuse, die auf Grund toxischer Wirkungen starben, gegenüber der Gesamtzahl *****) Durchschnittswerte einer Anzahl von Versuchen
Die optimalen Dosen sind unterstrichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung des neuen 4'-Epi-6'-hydroxyadriamycins der Formel <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 dadurch gekennzeichnet, dass 4'-Epi-6'-hydroxydaunomycin der Formel EMI4.2 in einer geeigneten organischen Lösungsmittelmischung mit einer Lösung von Brom in Chloroform unter Bil- dung des 14-Brom-41-epi-6t-hydroxydaunomycins der Formel EMI4.3 reagieren gelassen wird und dieses Zwischenprodukt einer kontrollierten Hydrolyse mit einer wässerigen Natriumformiatlösung unterworfen wird, worauf das gewünschte Produkt als Hydrochlorid isoliert wird.
AT943476A 1974-10-29 1976-12-20 Verfahren zur herstellung des neuen 4'-epi -6'- hydroxyadriamycins AT341096B (de)

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