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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport und zum Stapeln von Platten, insbesondere von mit Prägungen versehenen Blechtafeln, bei der die Platten von einem Rollgang durch mindestens eine auf einem quer zum Rollgang verfahrbaren Wagen angeordnete, absenkbare Saugeinrichtung abgehoben und neben dem Rollgang auf einem Ablagetisch gestapelt werden.
Die DE-OS 2241705 behandelt eine Vorrichtung dieser Art, bei der die Saugeinrichtung zum Ansaugen eines Plattenstapels aus einer an ein Sauggebläse angeschlossenen Haube besteht. Der Rand der Haube ist zum Halten und für die dichte Anlage des Plattenstapels verhältnismässig kompliziert ausgebildet. Von dem Haubenrand sind zwei gegenüberliegende Randteile zur Anpassung an eine der Plattenabmessungen gegeneinander verschiebbar, wobei diese Verstellung des Haubenrandes nur in relativ engen Grenzen möglich ist.
Es ist weiters ein die Haubenöffnung überbrückender Rost notwendig, damit die oberste Platte nicht in Haube gesaugt wird. Die bekannte Vorrichtung eignet sich zum Ansaugen von Stapeln aus planparallelen Platten, wobei entweder die Länge oder die Breite eines Plattenstapels nur innerhalb der Grenzen der nur in einer Richtung möglichen Verstellbarkeit des Haubenrandes unterschiedlich sein kann.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der gegebenenfalls mit Prägungen versehene Platten bzw. Blechtafeln beliebiger Länge transportiert werden können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen auf einem quer über den Rollgang ragender Ausleger mindestens eines parallel zum Rollgang verfahrbaren Gestelles angeordnet ist und die Saugeinrichtung aus mindestens einer zum Rollgang parallel angeordneten, mit Saugnäpfen versehenen Saugkammer besteht.
Die erfindungsgemäss einen relativ einfachen Aufbau aufweisende Vorrichtung kann den Transport von verschieden langen Platten mit verschiedenen Breiten durchführen. Bei Anordnung von mehreren parallel zum Rollgang verfahrbaren Gestellen können sehr lange Tafeln durch die senk-und hebbaren Saugeinrichtungen von dem Rollgang abgehoben werden, wobei jede Saugeinrichtung an einem, auf dem Ausleger des Gestelles quer zum Rollgang verschiebbaren Wagen angeordnet ist.
Da die Saugeinrichtung mehrere mit Saugnäpfen versehene Saugkammern aufweisen kann, die erfindungsgemäss an einer mit dem Wagen verbundene Traverse quer zum Rollgangverschiebbar und feststellbar sind, ist es möglich, die Saugkammern in der Breite der Platten entsprechenden Stellungen anzuordnen. Die Saugnäpfe besitzen eine relativ kleine Auflagefläche und können auch Platten, wie Blechtafeln, die keine durchgehend glatten ebenen Flächen haben, z. B. Tafeln mit Prägungen, ansaugen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen : die Fig. l bis 3 die Vorrichtung in schaubildlicher Darstellung bzw. in Draufsicht bzw. inAnsicht, Fig. 4 den Wagen mit der Saugeinrichtung und Fig. 5 den Träger einer Saugkammer.
Die Vorrichtung nach den Fig. l bis 3 weist einen Rollgang --A-- auf, der die zu stapelnden, von einer nicht dargestellten Produktionsstätte gelieferten Blechtafeln-L-- aufnimmt. Der Rollgang ist aus drehbar gelagerten, durch eine strichpunktiert dargestellte Kette --4-- mit gleicher Drehgeschwindigkeit angetriebenen Rollen-1-gebildet, über welchen zur Führung der Blechtafeln in Richtung des Pfeiles --F-- zwei von Hal- terungen-3-parallel zueinanderabgestützte Leitschienen-2-angeordnet sind.
Neben dem Rollgang sind zu diesem parallel verfahrbare Gestelle --B-- vorgesehen, von welchen zwei in Fig. l gezeigt sind. Jedes dieser Gestelle weist einen turmartigen Ständer auf, der mit einem den Roll- gang überkragenden Ausleger --8-- verbunden ist und an seiner Basis --5-- in Schienen --7 -- laufende Räder --6-- aufweist, so dass jedes Gestell unabhängig von den andern in die der Länge der Bleche entsprechende Stellung gebracht werden kann.
Auf dem Ausleger --8-- jedes Gestelles sind den Rollgang überquerende Schienen --10-- zur Führung von Rädern --9-- vorgesehen, an denen ein Wagen --C-- hängt, der durch einen Hydraulikzylinder --11--, dessen Kolbenstange --12-- mit dem Wagen verbunden ist, in Bewegung gesetzt werden (Fig. 4). Nicht dargestellte Steuereinrichtungen steuern den Hydraulikzylinder und somit die Bewegung des Wagens längs des Auslegers, wobei die Wagenbewegung durch am Ausleger vorgesehene Steuereinrichtungen --13-- begrenzt wird.
An jedem Wagen -- C-- ist eine aus mehreren Saugkammern --20-- bestehende Saugeinrichtung angeordnet. Sie weist eine quer zum Rollgang liegende Traverse--17-- auf, die in am Wagen befestigten Führungen --15-- mittels eines durch seine Kolbenstange --16-- mit der Traverse verbundenen Hydraulikzylinders-14-- zum bzw. vom Wagen verschiebbar ist.
An der Traverse-17-sind --17-- sind Träger --18-- angeordnet, die längs der Traverse verstellbar und feststellbar sind. Jeder Träger weist einen Bolzen --22-- auf, der in einer durch Schrauben --19-- an der Traverse befestigten Lasche geführt und an dessen unterem Ende eine mit Saugnäpfen --21-- versehene und parallel zum Rollgang angeordnete Saugkammer --20-- vorgesehen ist.
Die Saugkammer ist durch die Anordnung einer Druckfeder --24-- und einer vorgespannten Platte --23-zwischen der Traverse und der Saugkammer beim Aufsetzen der Saugeinrichtung auf der vom Rollgang abzuhebenden Blechtafel elastisch verschiebbar, so dass die Wirkung des Aufsetzens gemildert wird. Die Saug-
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kammern sind durch Leitungen --D-- an eine Entlüftungseinrichtung angeschlossen.
Am Ende des Rollganges --A-- ist eine Steuereinrichtung --25-- vorgesehen, die durch die anstossende Vorderkante der vom Rollgang geförderten Blechtafeln betätigt wird. Sie steuert die nachfolgenden Arbeitsvorgänge, nämlich das Abheben der einzelnen Tafeln vom Rollgang-A-und das Ablegen und Stapeln der Tafeln auf neben demRollgangunterhalb der Ausleger --8-- der Gestelle vorgesehenen Ablagetischen-26-.
Der Stapel kann sodann, z. B. händisch auf mit frei drehbaren Rollen --28-- ausgestattete Ablagen --27-geschoben werden, wobei zur Erleichterung dieses Arbeitsvorganges die Ablagetische --26-- höhenverstell- bar sind.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende :
Zunächst sind die Gestelle --B-- auf den Schienen --7-- in die der Länge der zu stapelnden Blechtafeln - entsprechenden Stellungen und die Wagen --C-- über den Rollgang-A-zu bringen sowie die Saug- kammern --20-- an den Traversen --17-- in die der Breite der Tafeln entsprechenden Stellungen zu schieben und durch die Schrauben --19-- festzustellen. Sodann werden die Traversen durch die Hydraulikzylinder - -14--abgesenkt bis die unter der Wirkung derDruckfedern-24-- stehenden Saugkammern--20-- mit ihren Saugnäpfen --21-- auf der auf dem Rollgang befindlichen Blechtafel --L-- elastisch bzw. stossgedämpft aufsitzen.
Durch das Zuschalten der Entlüftungseinrichtung wird die Blechtafel an die Saugnäpfe angesaugt und beim Heben der Traversen zu den Wagen-C-hin durch die Hydraulikzylinder-14-- vom Rollgang abgehoben.
Nun werden die Wagen mittels der Hydraulikzylinder-11-- über die Ablagetische-26-- geschoben und die Traversen abgesenkt bis die Tafel auf den Ablagetischen bzw. der zuvor abgelegten Tafel aufliegt.
Nach Abschalten der Entlüftungseinrichtung können die Traversen mit den Saugeinrichtungen abgehoben und die Wagen in ihre Ausgangsstellungen zurückgeschoben werden. Der auf diese Weise entstehende Stapel von Blechtafeln wird ständig in der Höhe derAblagen-27-gehalten, in dem die Ablagetische-26-- mittels durchMotoren-30-bewegbare Stempel-29-höhenverstellt werden.
Mit der Vorrichtung können nicht nur Blechtafeln, sondern auch Platten jeglichen Werkstoffes transportiert werden, wobei die Platten keineswegs eine grosse Steifigkeit aufweisen müssen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Transport und zum Stapeln von Platten, insbesondere von mit Prägungen versehenen Blechtafeln, bei der die Platten von einem Rollgang durch mindestens eine auf einem quer zum Rollgang verfahrbaren Wagen angeordnete, absenkbare Saugeinrichtung abgehoben und neben dem Rollgang auf einem Ablagetisch gestapelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (C) auf einem quer über den Rollgang (A) ragenden Ausleger (8) mindestens eines parallel zumRollgang verfahrbaren Gestelles (B) angeordnet ist und die Saugeinrichtung aus mindestens einer zum Rollgang parallel angeordneten, mit Saugnäpfen (21) versehenen Saugkammer (20) besteht.