<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft ein Grosskochgerät, bestehend aus einem beheizten Tiegel zur Aufnahme des
Kochgutes sowie einem angetriebenen Rührwerk für das Kochgut, das in Form von den Boden des Tiegels streifenden Schabern ausgebildet ist, wobei die Schaber zwei sich gegenüberliegende, etwa bis zur Tiegelwandung reichende Arme aufweisen.
Bei derartigen Grosskochgeräten soll vor allem ein Durchmengen des Kochgutes erreicht sowie eine
Hautbildung auf der Oberfläche des Kochgutes verhindert werden. Bei Kochgut mit einem hohen Anteil an
Flüssigkeit kann mit einem Rührwerk bei günstigen Umständen zum Teil auch die Gefahr des Anbrennens herabgesetzt werden. Vor allem aber bei zum Anbrennen neigendem Kochgut, wie beispielsweise bei Gulasch,
Sossen u. a., kann mit den üblichen Grosskochgeräten der angegebenen Art das Festsetzen und Anbrennen des
Kochgutes nicht verhindert werden. Die Folge davon ist eine geschmackliche Beeinträchtigung des Kochgutes.
Auch das anschliessende Entfernen von angebranntem Kochgut ist mühsam und zeitraubend.
Ein bekanntes Grosskochgerät der eingangs genannten Art (USA-Patentschrift Nr. 2, 573, 837), dessen Tiegel ohne eigene Beheizung ist, wobei der Tiegel zum Aufsetzen auf eine Gasflamme oder Kochplatte gedacht ist, ist mit einem angetriebenen Rührwerk für das Kochgut ausgestattet, das in Form von den Boden des Tiegels streifenden Schabern ausgebildet ist. Die Schaber sind auf zwei sich gegenüberliegenden, etwa bis zur
Tiegelwandung hin reichenden, geradlinig ausgebildeten Armen gehaltert. Dieses Rührwerk verhindert wohl ein
Festsetzen von Kochgut am Tiegelboden. Das Umwenden und somit Vermischen des Kochgutes ist jedoch auf
Grund der geradlinigen Tragarme für die Schaber unbefriedigend.
Ein dem vorstehend beschriebenen Grosskochgerät mit Rührwerk weitgehend ähnliches Gerät mit den gleichen Nachteilen ist aus der USA-Patentschrift Nr. 739, 422 bekannt.
Es ist ein weiteres Kochgefäss ohne eigene Beheizung mit einer auf das Kochgefäss aufsetzbaren
Rührvorrichtung bekannt (deutsche Gebrauchsmusterschrift 1854163). Die Rührvorrichtung besteht aus einem zweiflügeligen Rührwerk, dessen gerade ausgebildete Flügel, von denen nur einer bis zur Tiegelwandung reicht, in dauernder Berührung mit dem Boden des Kochgefässes stehen. Durch dieses Rührwerk kann ebenfalls ein
Festsetzen des Kochgutes am Boden des Kochgefässes verhindert werden, jedoch ist durch die gerade ausgebildeten Flügel bzw. Schaufeln ein Wenden und Vermischen des Kochgutes äusserst mangelhaft.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 132, 849 ist ein Rührwerk für einen Kochtiegel bekannt, das aus auf zwei winkelförmig abgeknickte Trägerarme aufgeschobenen Spiralfedern besteht, die beim Umlaufen des Rührwerkes über den Tiegelboden streifen. Die Abknickungen der Trägerarme sind stumpfwinkelig. Die Verwendung von Spiralfedern als eine den Tiegelboden streifende Schabeinrichtung wirft aber hinsichtlich der Reinigung erhebliche Probleme auf, da sich das Kochgut sowohl zwischen den einzelnen Windungen als auch unterhalb der Windungen und dem benachbarten Trägerarm festsetzt und nur mit grosser Mühe von dort wieder entfernt werden kann. Durch das Festsetzen und somit Anhäufen von Kochgut auf den Trägerarmen und zwischen den Windungen der Spiralfedern wird nicht nur das streifende Bearbeiten des Kochgutes bei längerer Betriebsdauer empfindlich beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Grosskochgerät der eingangs genannten Gattung mit einem beheizten Tiegel so auszubilden, dass nicht nur ein Festsetzen sowie anschliessendes Anbrennen von Kochgut auf der beheizten Bodenfläche des Tiegels verhindert, sondern gleichzeitig auch ein ausreichendes Wenden und Mischen des Kochgutes erreicht wird.
Die gestellte Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Arme auf ihrer Länge jeweils zwei Abknickungen aufweisen, von denen die eine spitzwinkelig und die andere auf bekannte Art stumpfwinkelig ausgebildet ist, wobei die spitzwinkelige Abknickung in dem der Wandung des Tiegels zugewandten Ende des jeweiligen Armes und die stumpfwinkelige Abknickung in dem zur Tiegelmitte hin verlaufenden Ende des jeweiligen Armes angeordnet ist und die spitzwinkelige Abknickung mit ihrer Winkelspitze in Drehrichtung des Schabers gerichtet ist.
Es wird dadurch erreicht, dass durch die als Schaber ausgebildeten, in ihrer ganzen Länge über den Boden des Tiegels streifenden Schaberarme nicht nur ein Festsetzen des Kochgutes vermieden wird, sondern dass durch die Abknickungen vor allem auch das Wenden und Mischen des Kochgutes erheblich verbessert wird, was insbesondere bei Grosskochgeräten mit beheiztem Tiegelboden von grosser Bedeutung ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l ein Grosskochgerät mit zum Teil aufgeschnittenem Tiegel und Fig. 2 das Grosskochgerät mit aufgeschnittenem Tiegel sowie Sockel für den Tiegel.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Der Schaber--5--besteht aus zwei umlaufenden, sich gegenüberliegenden Armen--6, 6'--. Jeder Arm ist auf seiner Länge zweimal abgeknickt. Die eine Abknickung--7--ist dabei spitzwinkelig und die andere Abknickung --8-- stumpfwinkelig ausgeführt. Die spitzwinkelige Abknickung --7-- befindet sich zweckmässig in dem der Wandung des Tiegels --2-- zugewandten Ende der Arme-6, 6'--, wogegen die stumpfwinkelige Abknickung --8-- in dem zur Tiegelmitte hin verlaufenden Ende der Arme vorgesehen ist.
Die spitzwinkelige Abknickung --7-- ist mit ihrer Winkelspitze --7'-- in Drehrichtung des Schabers --5-- gerichtet.
Beim Umlaufen des Schabers wobei es vorteilhaft ist, diesen zum Zweck eines besseren Wendens und Mischens des Kochgutes--13--intermittierend langsamer und schneller umlaufen zu lassen, wird durch
EMI2.1