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Die Erfindung betrifft einen schienengleichen Bahnübergang mit einen Teil der Fahrbahn bildenden, zwischen den Schienen angeordneten Innenplatten und zwischen den Schienen und dem Strassenkörper angeordneten, auf der einen Seite an der Schiene, auf der andern Seite an den Strassenkörper abschliessenden
Profilkörper aus Beton abgestützten Aussenplatte.
Es wird dabei vor allem das Problem der durch den überrollenden Strassenverkehr verursachten
Vibrationsschwingungen und der damit verursachten Rissbildung der Platten gelöst. Bedingt einerseits durch den
Einfluss sowohl des Schienen- als auch des Strassenverkehrs auf das Schotterbrett des Gleiskörpers als auch durch unterschiedliche Abnutzungserscheinungen der Strassenoberfläche und der Oberfläche der Aussenplatten kommt es zu Höhendifferenzen zwischen den Aussenplatten einerseits und den Profilkörpern anderseits, die die
Lebensdauer der Bahnübergänge beträchtlich verkürzen.
Es ist nun durch die österr. Patentschrift Nr. 316610 ein schienengleicher Bahnübergang bekannt, bei dem die Aussenplatten strassenseitig Stellschrauben aufweisen, mittels derer ihre Höhe zu den Profilkörpern verstellt werden kann. Die Stellschrauben stützen sich dabei auf einer Metallschiene ab, die am Schotterbett aufliegt. Es ist somit zwar die Möglichkeit einer Korrektur der Höhendifferenz gegeben, die indirekte Abstützung der
Stellschraube am Schotterbrett jedoch verursacht ein rasches Absinken der Aussenplatten, so dass eine ständige Korrektur der dadurch entstehenden Höhendifferenz zur Strasse erforderlich wäre, um den Nachteil der bekannten Bahnübergänge zu beseitigen.
Da dies praktisch jedoch nicht durchführbar ist, bleibt auch bei dieser Ausführung der für die Lebensdauer äusserst nachteilige Effekt der Höhendifferenz erhalten.
Geht man nun von den beiden vorbekannten Konstruktionen aus und kombiniert diese, so erhält man einen Bahnübergang, bei dem die Aussenplatten über Stellschrauben an dem den Strassenkörper abschliessenden Profilkörpern aus Beton abgestützt sind. Ein derartiger Bahnübergang könnte aber in der Praxis keine zufriedenstellende Funktion ergeben, da nunmehr das gesamte Gewicht des Strassenverkehrs über die Stellschrauben auf die Profilkörper übertragen werden müsste. Diese punktförmige Belastung, die noch dazu stossweise erfolgt, würde zwangsläufig zu einer Zerstörung des Betons führen.
Da die Kräfte völlig ungedämpft auf den Profilkörper übertragen werden, ist das Gewinde der Stellschraube äusserst hohen Beanspruchungen ausgesetzt, so dass die in der Verstellbarkeit begründete Funktion der Stellschraube beeinträchtigt wird.
Ziel der Erfindung ist die Beseitigung oben angeführter Nachteile.
Erfindungsgemäss erfolgt dies dadurch, indem die Aussenplatten zur Veränderung der Lage-vorzugsweise selbsthemmende Stellschrauben aufweisen, die sich an mehreren am Profilkörper angeordneten elastischen Formkörpern abstützen.
Auf diese Weise werden die auf die Stellschrauben einwirkenden stossförmigen Belastungen durch die Elastizität des Formkörpers gedämpft, wodurch sowohl das Gewinde der Stellschraube als auch der Profilkörper in einer die Lebensdauer wesentlich verlängernden Art beansprucht werden.
Die Selbsthemmung der Stellschrauben macht jede mechanische Arretierungsvorrichtung überflüssig und ist besonders für diesen Verwendungszweck dann optimal, wenn eine entlang der Schraube verlaufende, nutförmige Ausnehmung mit Kunststoff, vorzugsweise Polyäthylen, gefüllt ist.
Für die Verlängerung der Lebensdauer des elastischen Formkörpers von Vorteil ist es, wenn zwischen den Stellschrauben und dem elastischen, am Profilkörper aufliegenden Formkörper aus Gummi, Kunststoff od. dgl. eine gegebenenfalls mit diesem Formkörper durch Vulkanisation fest verbundene Metallplatte angeordnet ist, so dass die von der Stellschraube übertragenen Kräfte auf eine im Verhältnis zum Stellschraubenquerschnitt wesentlich grössere Fläche des elastischen Formkörpers einwirken.
Durch die Anvulkanisierung kann eine einfache und dauerhafte Verbindung zwischen Metallplatte und Formstück erreicht werden.
Um ein Verschieben-insbesondere durch stossweise Belastung-zu verhindern, ist es zweckmässig, wenn Metallplatte und Formkörper in einer am Profilkörper gebildeten Ausnehmung liegen.
Die bei Belastung eintretende seitliche Ausdehnung des Formkörpers kann vorteilhafterweise dadurch aufgenommen werden, indem zwischen den senkrechten Wänden der Ausnehmung und dem vorzugsweise mit der Metallplatte verbundenen Formkörper ein elastisches Band, z. B. aus Moosgummi, Polyurethanschaum od. dgl. angeordnet ist, so dass trotz der seitlichen Begrenzung durch den Profilkörper die Federcharakteristik des Formkörpers nicht beeinflusst wird.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch den schienengleichen Bahnübergang, Fig. 2 ein Verfahren zur Montage des Bahnüberganges und Fig. 3 einen Schnitt durch einen Profilkörper.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt der Schiene, bzw. Längsschnitt der Strasse. Die zwischen der Schiene
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elastisches Formstück --18-- aus Gummi, Kunststoff od. dgl. gelagert. Strassenseitig erfolgt diese Lagerung erfindungsgemäss über sich auf den Profilkörper--11--abstützenden Stellschrauben--12--, die in eine in die Aussenplatte--2--eingegossene Schraubenmutter--17--drehbar ist. Die Stellschrauben weisen einen in einer Nut angeordneten, etwa 3 mm breiten Kunststoffstreifen vorzugsweise aus Polyäthylen auf, der an der
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Oberfläche glatt ist und keine Gewindegänge aufweist. Wird die Stellschraube in die Mutter gedreht, so schneidet der Gewindegang der Schraubenmutter ein Gewinde in den Kunststoffstreifen.
Diese Massnahme ergibt einen optimalen und dauerhaften Spannsitz, so dass eine insbesondere durch die häufigen stossförmigen Belastungen bedingtes Verdrehen der Stellschrauben ausgeschaltet werden kann. Das Drehmoment zum Einschrauben einer. derartigen Stellschraube beträgt 3 bis 6 kpm. Zum Aufschrauben bzw. zurückdrehen der Schraube werden 2 bis 5 kpm benötigt, eine Kraft die wesentlich grösser ist als sie durch die verschiedenen Belastungen des Bahnüberganges in Drehrichtung der Schraube auftreten kann. Zwischen Stellschraube--12--und Profilkörper --11-- sind eine Metallplatte --14-- und ein Formstück --13-- angeordnet.
Die Platte --14-- verteilt den durch den Strassenverkehr verursachten Druck auf die Stellschraube --12-- über eine grössere Fläche, wodurch die Belastung für den in Fertigteilbauweise hergestellten, vorzugsweise aus Beton gegossenen ProfMkörper--11--geringer ist. Das Formstück --13-- dient zur Aufnahme der Vibrationsschwingungen und kann vorteilhafterweise zum Teil in den Profilkörper--11--eingelassen werden. In einer andern erfindungsgemässen Ausführungsform kann das beispielsweise durch Vulkanisation mit der Metallplatte--14-verbundene Formstück --13-- auch in einer am Profilkörper --11-- angeordneten Ausnehmung liegen.
Zweckmässigerweise ruht der Profilkörper --11-- auf einem Betonfundament--19--, wodurch er eine grössere Stabilität erhält und in einfacher Weise aufgesetzt werden kann. Um eine Sprungbildung durch den harten Widerstand des Profilkörpers--11--im Bereich des Überganges zur Aussenplatte --2-- zu vermeiden,
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--11-- dieKrafteinwirkung auf den oberen Arm --41b-- eine wesentlich grössere Krafteinwirkung des zweiten, den Profilkörper--11--berührenden Hebels--41a--auf den Profilkörper--11--und die zum Teil auf diesem liegende Aussenplatte--2--, wodurch sie in die nutartige Ausnehmung des Formstückes--18-- gepresst wird. Dabei entsteht eine formschlüssige Verbindung zwischen Schiene --15-- und Aussenplatte --2--.
Während dieses Einschiebens gleitet der Profilkörper--11--an der Oberfläche des Betonfundamentes
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Fig. 3 zeigt die am Profilstück-11-angebrachte, zur Aufnahme der Metallplatte --14-- und des Formkörpers --13-- dienende nutartige Profilierung-22--. Die in das Profilstück-11-eingelassene
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stossförmigen Belastungen ermöglicht wird.