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Speisung von taktweise arbeitenden, mit einem Kolben ausgestatteten Druckgiessmaschinen od. dgl., welche
Einrichtung eine die Dauer des Dosiervorganges bestimmende Zeitschaltvorrichtung und eine pneumatische, einen überdruck im Ofenraum oberhalb des Metallbadspiegels beeinflussende Regelvorrichtung aufweist, welch letztere zwischen einer Druckgasquelle und dem Ofen angeordnet ist und aus der Kombination eines Ventils und eines mit diesem gekoppelten Balges besteht, der über eine Druckleitung an den oberen Teil des Ofenraumes angeschlossen ist, wobei Ventilteller und Balgdeckel durch einen Schaft verbunden sind, der in Abhängigkeit vom
Füllstand der im Ofenraum befindlichen Metallschmelze sowie des darüber vorhandenen Druckes axial verschiebbar ist,
und wobei zur Steuerung des Ventils in Abhängigkeit vom Füllstand der im Ofenraum befindlichen Metallschmelze ein Schwimmer vorgesehen ist.
Eine Einrichtung der oben genannten Art ist aus der österr. Patentschrift Nr. 323922 bekannt. Bei dieser
Einrichtung wird der Badspiegel des sich im Ofen befindlichen flüssigen Metalles mittels eines Schwimmers abgetastet, wobei die Bewegung des Schwimmers über Hebelarme, Rollen, usw. auf das Regelventil übertragen wird. Entsprechend der Badspiegelhöhe wird das Regelventil zum Durchtritt von Luft bzw. Treibgas mehr oder weniger geöffnet. Diese bekannte Einrichtung bringt aber den Nachteil mit sich, dass durch den grossen mechanischen Aufwand kaum erfassbare Einflussgrössen auftreten, wie beispielsweise mechanische Reibung oder
Verschmutzung von Gelenken, so dass die Einrichtung in ihrer Wirksamkeit Schwankungen unterliegt.
Ferner ist bei dieser bekannten Einrichtung auch die Anfahrjustierung durch die Vielzahl verstellbarer Gelenke und
Hebelarme äusserst kompliziert und ausserdem auch schwer reproduzierbar.
Der gravierendste Nachteil dieser Einrichtung ist aber darin zu sehen, dass die mit der Durchführung durch die Ofenwand entstehenden Probleme nur mit aufwendigen Mitteln gelöst werden können, vor allem in Hinblick darauf, dass die Ofenwand zur Bewegungsübertragung des Schwimmers einen Schlitz aufweisen muss.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 2233001 ist eine Vorrichtung zur automatischen Druckregelung unterhalb eines Flüssigkeitsspiegels durch Steuerung des Druckes eines gasförmigen Mediums oberhalb des Flüssigkeitsspiegels bekannt. Die automatische Druckregelung dieser bekannten Vorrichtung besteht aus vielen einzelnen Steuerungsgliedern ; dadurch ist aber eine grosse Störanfälligkeit gegeben. Ferner ist eine solche bekannte Anlage durch den grossen Aufwand natürlich sehr kostspielig.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zur Förderung gleicher Volumina flüssigen Metalles zu schaffen, deren mechanischer Aufbau einfach und deren Justierung bei der Inbetriebnahme leicht durchzuführen ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung der eingangs umrissenen Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Schwimmer entweder in an sich bekannter Weise unmittelbar am unteren Ende des Schaftes befestigt ist, der mittels einer Stopfbüchse durch die Ofenwand hindurchgeführt ist, oder aber mit dem Schaft über eine Kurbelwelle gekoppelt ist, die in einem druckdichten Lager in der Ofenwand gelagert ist.
Die Erfindung geht von der Tatsache aus, dass die Regelgrösse linear ist und durch einen symmetrischen Schwimmer direkt dem Regelventil zugeführt wird. So wird bei sinkendem Badspiegel der Auftrieb linear reduziert, wodurch das Regelventil sich immer mehr öffnet und der Druck des Treibgases im Ofen sich entsprechend erhöht.
Um diese Druckerhöhung im Ofen auch aufrechterhalten zu können bzw. den Austritt von Druckluft hintanzuhalten, hat sich als Abdichtung eine Stopfbüchse bzw. ein druckdichtes Lager bestens bewährt. Mit diesen einfachen Aufwendungen, die auch die Reibungseinflüsse auf ein Minimum reduzieren, ist daher die Funktionsfähigkeit immer gewährleistet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Schwimmer die Form von zwei koaxialen Kreiszylinder auf, von denen der untere den grösseren Querschnitt besitzt.
Durch den grösseren Querschnitt am unteren Ende des Verdrängungskörpers wird der Anfangsschliessdruck erhöht.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist auf einer etwa waagrechten Kurbel der Kurbelwelle ein Gegengewicht verschiebbar gelagert, das zum Kompensieren des Gewichtes des Schwimmers dient.
Einem weiteren Erfindungsgedanken zufolge erfolgt die Anfangsöffnung des Regelventils derart, dass auf das obere Ende des Schaftes ein Gewicht aufgesetzt ist, welches dem Auftrieb des Schwimmers entgegenwirkt.
Die Erfindung wird an Hand der beiden in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei auch weitere Vorteile der erfindungsgemässen Einrichtung aufgezeigt werden. Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel der Dosiereinrichtung und Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Auftriebsbewegung des Schwimmers über eine Kurbelwelle dem Regelventil zugeführt wird.
In Fig. 1 ist eine Wand--l--eines druckdichten Warmhalteofens (induktions-oder widerstandsbeheizt) angedeutet. An der Wand--l--ist unter Zwischenschaltung eines höhenverstellbaren Distanzstückes--2-- ein Regelventil --3-- angeordnet. Das Regelventil--3--weist einen Ventilteller--4--auf, der auf einem
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--5-- befestigt--5-- in einer druckdichten Stopfbüchse-17-durch die Wand --1-- geführt, wobei die Stopfbüchse --17- im Distanzstück--2--, das mit Isolationsmaterial gefüllt ist, ihren Sitz hat.
In diesem Distanzstück --2-- ist eine mechanische Kupplung --7-- vorgesehen, die zum Auswechseln des Schwimmers-6, 16- dient. Am andern Ende des Schaftes--5--ist ein Balg--8--angeordnet, wobei zwischen Regelventil
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3--und Balg--8--ein Zwischenstück--9--vorgesehenstrichpunktiert dargestellt ist, wird der Druck im Innenraum des Ofens in den Balg geleitet. Am Schaft--S-- sind ausserdem noch Gewichte --11-- zur Beeinflussung des Auftriebes des Schwimmers--6, 16-vorgesehen.
In Fig. 2 ist eine Steuerung des Regelventils --3-- dargestellt, bei der die Auftriebsbewegung des Schwimmers-6, 16-über eine Kurbelwelle-12-, die in einem druckdichten Lager --18-- gelagert ist, und über einen Hebelarm--13--auf den Schaft --5-- übertragen wird. Die Kompensierung des Eigengewichtes des Schwimmers--6, 16--erfolgt über ein Gewicht--14--, das auf einer etwa waagrechten Kurbel der Kurbelwelle--12--verstellbar angeordnet ist. Die Öffnung des Regelventils--3--bei der Inbetriebnahme des Ofens wird aber auch hier durch die Anordnung von Gewichten--11--am Schaft erreicht. Ebenso wird über die Leitung--10--der Druck im Innenraum des Ofens in den Balg--8-geleitet.
Die Justierung der Steuerung bei der Inbetriebnahme des Ofens ist äusserst einfach und wird nachstehend beschrieben.
In den Ofen wird die Schmelze bis zur Marke "Min" eingefüllt und der Schwimmer--6, 16--mit dem
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--14-- so--16-- des Schwimmers, wie gezeichnet, knapp unter die Badoberfläche zu liegen kommt. In dieser Stellung wird der Schaft--5-von Hand nach oben gedrückt, so dass das Regelventil --3-- geschlossen ist. Die Kurbelwelle--12--und der Hebelarm--13--werden in dieser Stellung mit einer Halteschraube im Punkt --15-- starr untereinander verbunden. Damit wirkt nun auf das Regelventil--3--eine Schliesskraft, die
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Bei einem eventuellen Nachfüllen stellt sich somit auch die Ausgangssituation wieder ein.
Bei beiden Ausführungsbeispielen ist die Leitung--10--vorgesehen, die dazu dient, beim Nachfüllen des Dosierofens während der Giesszeit wieder richtige Druckverhältnisse zu schaffen. Ausserdem wirkt die Leitung --10-- als Rückkopplung, um die Regelung stabil zu halten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Fördern gleicher Volumina schmelzflüssigen Metalles für die Speisung von taktweise arbeitenden, mit einem Kolben ausgestatteten Druckgiessmaschinen od. dgl., welche Einrichtung eine die Dauer des Dosiervorganges bestimmende Zeitschaltvorrichtung und eine pneumatische, einen Überdruck im Ofenraum oberhalb des Metallbadspiegels beeinflussende Regelvorrichtung aufweist, welch letztere zwischen einer Druckgasquelle und dem Ofen angeordnet ist und aus der Kombination eines Ventils und eines mit diesem gekoppelten Balges besteht, der über eine Druckleitung an den oberen Teil des Ofenraumes angeschlossen ist, wobei Ventilteller und Balgdeckel durch einen Schaft verbunden sind,
der in Abhängigkeit vom Füllstand der im Ofenraum befindlichen Metallschmelze sowie des darüber vorhandenen Druckes axial verschiebbar ist, und wobei zur Steuerung des Ventils in Abhängigkeit vom Füllstand der im Ofenraum befindlichen Metallschmelze ein
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sich bekannter Weise unmittelbar am unteren Ende des Schaftes (5) befestigt ist, der mittels einer Stopfbüchse (17) durch die Ofenwand hindurchgeführt ist, oder aber mit dem Schaft (5) über eine Kurbelwelle (12) gekoppelt ist, die in einem druckdichten Lager (18) in der Ofenwand gelagert ist.
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