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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Bauelementes mit regellos gebrochenem Aussehen der Vorderfläche durch Abreissen eines Teiles einer verdichteten halbtrockenen Materialmischung, aus der das Bauelement geformt werden soll in einer Giessform, bei der ein Rahmen zum Festhalten des abzureissenden Materials von der Masse des verdichteten Materials, das das Bauelement bilden soll, vorgesehen ist, wobei der Rahmen nach der Verdichtung des Materials relativ zur Giessform bewegt wird, um das Abreissen zu bewirken. Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die USA-Patentschrift Nr. 1, 523, 710 bekanntgeworden, die einen Deckel für die Gussform zeigt, der die in dieser Form eingefüllte und bereits verdichtete Masse dort festhält.
Durch diese bekannte Vorrichtung sind keine Elemente geoffenbart, die beim Abreissen eines Teiles der Materialmischung einen zufriedenstellenden Bruch gewährleisten.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der Rahmen freiliegende, in das Innere des Materials einzubettende, in der Ebene der Vorderfläche liegende Stäbe und/oder im wesentlichen normal zur Vorderfläche liegende Stangen trägt.
Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung weisen die Stangen an ihren Enden kleine Köpfe auf, deren Grösse in der Ebene der Frontfläche so bemessen ist, dass an der Vorderfläche des Bauelementes keine bemerkbaren Eindrücke gebildet sind.
Die Stangen können erfindungsgemäss entlang ihrer Längsausdehnung mit Widerhaken ausgestattet sein.
Endlich sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Stäbe nach Art eines im wesentlichen rechtwinkeligen Gitterwerkes angeordnet, so dass in der abgerissenen Vorderfläche des Bauelementes Rillen entsprechend dem durch das Gitterwerk vorbestimmten Muster gebildet sind.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
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1Fig. 5 veranschaulicht eine konstruktive Einzelheit.
Die in den Zeichnungen dargestellte Einrichtung dient zur Herstellung von Wandblöcken, die etwa 40 cm lang, 40 cm breit und 10 cm hoch sind. Der Block hat demnach im nicht völlig ausgehärteten Zustand ein Gewicht von etwa 30 bis 40 kg, das unter anderem auch von der Körnung der Zuschläge abhängig ist, aber jedenfall bei weitem ausreicht, um die Adhäsionskräfte des nicht ausgehärteten Betons auf einer durch die Teile - -17-- unterbrochenen Fläche von etwa 1600 cm2 zu überwinden. Selbstverständlich kann die Einrichtung so abgeändert werden, dass Mauerblöcke im gleichen Verhältnis von etwa 4 : 4 : 1 auch in andern Abmessungen hergestellt werden können.
Die Einrichtung gemäss Fig. 1 besitzt ein Traggerüst, das ein flaches, horizontales Bett --10-- umfasst, auf
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einen Hohlraum, dessen Abmessungen gemäss der Breite und Länge des Bauelementes gewählt werden, das hergestellt werden soll. Die Seitenwände sind aus Stahl oder Gusseisen hergestellt und die so gebildete Einheit ist mit Bezug auf das Bett --10-- aufwärts bewegbar. Zu diesem Zweck weist die Einrichtung ein Paar Hebevorrichtungen --13-- auf, die an dem Traggerüst befestigt sind. Die Hebevorrichtungen können in geeigneter Weise betätigt werden und es sind vorzugsweise Führungen vorgesehen, um eine ruhige Aufwärtsbewegung der Seitenwandeinheit zu gewährleisten.
Die Einrichtung umfasst auch eine Platte-14-, die von solcher Grösse ist, dass sie in den Formhohlraum eintreten kann. Sie ist an einer nicht dargestellten Gleitvorrichtung befestigt, die von dem Traggerüst getragen wird. Auch eine Betätigungseinrichtung --15--, wie z. B. eine hydraulische Kolben-Zylinder-Kombination, ist vorgesehen.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel trägt die Platte--14--einen Rahmen--16--, der in der Fig. 5 genauer dargestellt ist. Der Rahmen ist aus Stahl oder einem ähnlichen Bandmaterial hergestellt und besitzt Öffnungen, mittels derer er an der unteren Fläche der platte --14-- befestigt werden kann. An dem Rahmen --16-- sind mehrere Stäbe --17-- befestigt, die vorteilhafterweise einen runden Querschnitt besitzen und die in einer Ebene vorgesehen sind, die im wesentlichen parallel, aber räumlich getrennt von der unteren Fläche der Platte--14--verläuft. Die Stäbe --17-- sind so angeordnet, dass sie dem gewünschten Linienmuster an dem fertigen Mauerblock entsprechen.
In dem Beispiel gemäss Fig. 5 sind diese Stäbe so vorgesehen, dass der fertige Mauerblock das Aussehen einer Anzahl kleinerer Blöcke hat. Bei einer Betätigung befinden sich die Teile der Einrichtung in der in Fig. 1 wiedergegebenen Lage und es wird eine halbtrockene Mischung des Materials, aus dem der Mauerblock hergestellt werden soll, den Formhohlraum gegeben. In einem Ausführungsbeispiel umfasst dieses Material eine Mischung aus Zement, Sand und Steingrus und die Menge des in den Formhohlraum einzugebenden Materials kann automatisch gesteuert werden.
Wenn sich das Material in dem Formhohlraum befindet, wird die platte --14-- durch Betätigung der "Antriebsvorrichtung --15-- in den Formhohlraum abgesenkt und die Mischung wird zusammengedrückt ; die Verfestigung kann durch die Tätigkeit einer Vibrationseinrichtung --18-- unterstützt werden, die an der Einrichtung angeordnet ist. Wenn das erforderliche Mass an Verfestigung erreicht worden ist, nehmen die den Giesskasten bildenden Teile die in Fig. 2 wiedergegebene Stellung ein. Es wird dann die Seitenwandeinheit des Giesskastens gemäss Fig. 3 nach oben bewegt
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und während dieser Bewegung wird die Platte gegen eine Bewegung festgehalten. Die Aufwärtsbewegung der Wandeinheit bewirkt ein Ausstossen der verfestigten Masse, wobei die Platte als Ausstosser wirkt.
Das Ausstossen der zusammengedrückten Masse wird so lange fortgesetzt, bis die unteren Kanten der Wandeinheit im wesentlichen in einer Ebene mit den Stäben-17-des Rahmens liegen. Sobald dies der Fall ist, wird auch die Platte nach oben bewegt, wodurch ein Zerbrechen der verfestigten Masse entlang der Ebene
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Die zerbrochene Fläche der verfestigten Masse bildet die Vorderfläche des fertigen Mauerblockes und diese
Fläche trägt Linien in Form von Rillen, die im allgemeinen einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzen.
Ausserdem hat die Vorderfläche des Mauerblockes zwischen den Rillen ein willkürlich zerbrochenes Aussehen und im allgemeinen haben keine zwei mittels der Einrichtung hergestellten Blöcke dieselben
Oberflächenkonturen und dasselbe Aussehen. Eine aus solchen Mauerblöcken hergestellte Wand hat daher nicht gleichförmig den Musterungseffekt, der sich bei Mauerblöcken ergibt, die unter Benutzung eines vorgeformten
Pressstempels hergestellt werden.
Wenn also die platte --14-- in den Formhohlraum abgesenkt wird, werden die Teile-17-in die
Materialmasse in den Formhohlraum gepresst. Da ferner eine Verfestigung stattfindet, während sich die Teile innerhalb des Materials befinden, wird auch das Material zwischen den Stäben --17-- und der Fläche der
Platte verfestigt. Diese Tatsache ist wichtig, weil sie ein Zerbrechen der zusammengepressten Masse gestattet. Das zwischen den Stäben --17-- und der Fläche der Platte zurückgehaltene zusammengepresste Material wird vor der Formung des nächsten Blockes entfernt ; dies kann dadurch erreicht werden, dass die Platte in Schwingungen versetzt wird, so dass das zurückgehaltene Material in die Formhohlräume fällt, bevor frisches Material eingeführt wird.
In diesem Fall wird das von früher zusammengepresste Material dem nächsten Block einverleibt, der hergestellt wird. Wenn es gewünscht wird, kann das schon früher verfestigte Material auch aus der Einrichtung entfernt und anderwärts verwendet werden.
Wie erwähnt, wird die zusammengepresste Masse nur teilweise aus der Wandeinheit ausgestossen.
Selbstverständlich kann auch ein vollständiges Ausstossen vor einem Zerbrechen der verfestigten Masse stattfinden.
Die Stäbe-17-sind an dem Rahmen-16-gemäss der gewünschten Ausbildung der Linien oder
Rillen in dem fertigen Mauerblock befestigt. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Linien oder
Rillen regelmässig angeordnet. Sie können aber auch so vorgesehen werden, dass eine besondere Umrissgestaltung erreicht wird, z. B. ein Kreis oder ein Quadrat. Diese Technik ist besonders auf Dekorationsplatten anwendbar.
Andere Arten im Handel befindlicher Formmaschinen können so eingerichtet werden, dass dasselbe Ergebnis erreicht werden kann. Es werden beispielsweise Maschinen erzeugt, bei denen die Blöcke direkt auf dem Fussboden der Erzeugungsstätte abgelegt werden, wobei sich die Maschine entlang des Bodens bewegt und die Blöcke mit Zwischenräumen auf dem Boden ablegt. In diesem Fall wird das Traggerüst der Maschine abgeändert, indem die Grundplatte--11--und das Bett--10--weggelassen und durch den Boden der Herstellungsstätte ersetzt werden ; ferner wird die Vibrationsvorrichtung--18--an der Platte oder an der Wandeinheit befestigt.
Bei einer andern bekannten Form einer für diesen Zweck geeigneten Maschine wird der verfestigte Block aus der Formhöhlung dadurch ausgestossen, dass die Grundplatte durch die Wandeinheit bewegt bzw. dadurch, dass nach der Verfestigung die Wandeinheit abgesenkt wird ; in diesem Fall wirkt die Grundplatte als Ausstosser.
Das Ziel des Zerbrechens des Blockes durch Entfernung des Rahmens kann auch erreicht werden, wenn sich der Rahmen in andern Stellungen befindet. Es ist z. B. denkbar, den Rahmen --16-- vertikal an einer Seitenwand --12-- des Giesskastens anzuordnen, wobei die Stäbe-17-von der Seitenwand räumlich getrennt sind. Die Mischung wird in den Formhohlraum eingebracht und unter Benutzung der Platte verfestigt, worauf die verfestigte Masse aus dem Formhohlraum entfernt wird ; danach wird der Rahmen wegbewegt und hinterlässt die gewünschte Oberfläche an der Seite des Blockes. In diesem Fall müssen die Abmessungen der Form geändert werden, um einen Block mit den gewünschten Dimensionen herzustellen.
Bei einer andern Anordnung kann der Rahmen --16-- in der Nähe der Grundplatte der Form angeordnet sein, wobei sich die Stäbe--17--im wesentlichen parallel zu dieser und im Abstand von ihr erstrecken. Eine halbtrockene Mischung wird in die Formhöhlung eingebracht und verfestigt. Die verfestigte Masse wird aus der Form entfernt und auf eine ihrer Seitenflächen oder auf die Fläche gestellt, die in der Form die obere war, und hierauf der Rahmen entfernt. Dies ergibt einen Mauerblock, bei dem die Vorderfläche das gewünschte Muster und den entsprechenden Oberflächenzustand zeigt.
Die Abmessungen des beschriebenen Bauelementes gewährleisten einen zufriedenstellenden Bruch zwischen den die Teile begrenzenden Stangen. Wenn der Abstand der Stäbe vergrössert wird, kann sich unter Umständen kein zufriedenstellender Bruch ergeben. Dies wird z. B. dadurch vermieden, dass an dem Rahmen--16-zwischen den Stäben --17-- weitere Teile in Form dünner Stangen angeordnet werden, die sich im rechten Winkel zur Stampfplatte erstrecken. Diese Stangen können mit kleinen Köpfen oder mit scharfen Enden und mit Widerhaken entlang ihrer Längsausdehnung ausgestattet sein. In dem Fall, in dem die Stangen mit Köpfen versehen sind, ist deren Grösse so bemessen, dass auf dem fertigen Bauelement keine bemerkbaren Eindrücke entstehen.
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Die Stäbe--17--können gegebenenfalls auch weggelassen werden, wenn keine Linien oder Rillen an dem fertigen Bauelement erforderlich sind. In diesem Fall werden nur normal zur Vorderfläche liegende Stangen zum Rahmen angeordnet, so dass dennoch ein zufriedenstellender Bruch gewährleistet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung eines Bauelementes mit regellos gebrochenem Aussehen der Vorderfläche durch Abreissen eines Teiles einer verdichteten halbtrockenen Materialmischung, aus der das Bauelement geformt werden soll, in einer Giessform, bei der ein Rahmen zum Festhalten des abzureissenden Materials von der Masse des verdichteten Materials, das das Bauelement bilden soll, vorgesehen ist, wobei der Rahmen nach der Verdichtung des Materials relativ zur Giessform bewegt wird, um das Abreissen zu bewirken,
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einzubettende, in der Ebene der Vorderfläche liegende Stäbe (17) und/oder im wesentlichen normal zur Vorderfläche liegende Stangen trägt.