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Die Erfindung bezieht sich auf ein steuerbares Ventil für Beregnungsanlagen, mit über eine Steuerschaltung mit einem Magnetventil verbundenen Fühlern zum Erfassen der Feuchtigkeit, der Helligkeit und/oder der
Temperatur.
Für grosse Berieselungsanlagen sind Vorrichtungen bekanntgeworden (z. B. deutsche Offenlegungs- schrift 1961917), die von einem Temperatur-, einem Feuchtigkeits- und einem Helligkeitsfühler gesteuert werden.
Ausserdem kann eine Verzögerungsschaltung gegen vorzeitiges, erneutes Bewässern vorgesehen sein. Bei einer ähnlichen Vorrichtung (deutsche Offenlegungsschrift 1924305) werden Magnetventile von einem Feuchtigkeits- und einem Helligkeitsfühler gesteuert. Bei einem weiteren bekannten Gerät (USA-Patentschrift Nr. 3, 500, 844) ist ein Magnetventil von einem dem Regenwasser direkt ausgesetzten Nässefühler gesteuert. Dieser Fühler kann an dem mit einem Erdpfahl fest verbundenen Gehäuse des Magnetventils angeordnet sein.
Der Feuchtigkeitsfühler, der im einfachsten Fall aus zwei in den Erdboden gesteckten Elektrodenspiessen besteht, soll bei genügender Feuchtigkeit ein öffnen der Magnetventile unterdrücken. Falls in Glashäusern ein Besprühen der Pflanzenblätter erfolgen soll, kann in ähnlicher Weise mittels des Helligkeitsfühlers ein Besprühen während der Nachtstunden verhindert werden. Schliesslich kann ein Beregnen bei zu tiefen Aussentemperaturen hintangehalten werden, wenn an die Steuerschaltung für die Magnetventile der Temperaturfühler, beispielsweise ein Kontaktthermometer, angeschlossen ist.
Die bekanntgewordenen Geräte sind jedoch für kleinere Gartenanlagen ungeeignet. Dies ist in erster Linie auf den hohen Aufwand der Steuergeräte zurückzuführen, die meist in grösserer Entfernung von den einzelnen Magnetventilen aufgestellt sind.
Es ist ein Ziel der Erfindung, ein gesteuertes Ventil zu schaffen, das auch für den Kleingärtner geeignet ist, d. h. in erster Linie preisgünstig, aber auch einfach in Bedienung und Anwendung ist.
Dieses Ziel lässt sich mit einem Ventil der eingangs erwähnten Art erreichen, bei welchem erfindungsgemäss die Steuerschaltung, das Magnetventil und der Helligkeitsfühler zu einer kompakten, leicht transportablen Einheit zusammengefasst sind.
Durch die Zusammenfassung des Ventils mit der Steuerschaltung und dem Helligkeitsfühler zu einer kompakten Einheit, erlangt eine automatische Beregnung auch für den Kleingärtner Interesse. Denn nun ist der Einbau der Einheit an beliebiger Stelle einer Schlauch- oder Rohrleitung möglich, ohne dass sich der Benutzer mit der Verlegung elektrischer Leitungen im Garten oder im Keller und allen damit verbundenen Gefahren befassen muss.
Die Erfindung wird noch vorteilhafter, wenn die Wasseranschlüsse des Magnetventils als Schnellkupplungen ausgebildet sind.
Auch empfiehlt es sich, an die Steuerschaltung in an sich bekannter Weise einen Temperaturfühler anzuschliessen, um auf diese Weise eine Beregnung bei zu tiefen Temperaturen zu vermeiden.
Die Erfindung samt ihren weiteren Merkmalen und Vorteilen ist im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, welches in den Zeichnungen veranschaulicht ist. Es zeigen Fig. 1 in schematischer, schaubildlicher Darstellung eine Ansicht der Erfindung und Fig. 2 das Schaltbild der Steuerschaltung eines erfindungsgemässen Ventils.
Der Fig. 1 ist ein Gehäuse--l--entnehmbar, in welchem eine Steuerschaltung samt einem von ihr angesteuerten Magnetventil zu einer kompakten Einheit zusammengefasst ist. Eine zu-bzw. abführende Schlauchleitung--2--ist mittels handelsüblicher Schnellkupplungen--3--an die Wasseranschlüsse des Ventils angeschlossen. Die Erfindung ist selbstverständlich auch in starre Rohrleitungen einfügbar, ebenso müssen
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von der Leitung--2--versorgten Regners in den Boden gesteckten Erdspiessen--6, 7--besteht. Ein Temperaturfühler --8-- ist über ein weiteres Kabel--9--an die Steuerschaltung anschliessbar.
An der Oberfläche des Gehäuses--l--ist eine lichtempfindliche Zelle--10--angeordnet, die gleichfalls mit der Steuerschaltung verbunden ist. Auch sind drei Einstellknöpfe--11, 12, 13--vorgesehen, welche zur Einstellung des Sollwertes von Temperatur, Feuchtigkeit und Helligkeit dienen. Das Über- oder Unterschreiten dieser Sollwerte wird jeweils mittels einer Kontrolleuchte--14, 15, 16--angezeigt. Eine weitere Kontrolleuchte--17--gibt Auskunft über den Schaltzustand des Magnetventils.
Einzelheiten einer Ausführungsform der Steuerschaltung sind der Fig. 2 entnehmbar, wobei für die Funktion unwesentliche Schaltungsteile, wie die Stromversorgung und die Ansteuerschaltung für die
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überdies über einen Einstellregler--P-und einen Widerstand-NTC--, einen Heissleiter, der als Temperaturfühler--8- (Fig. l) dient, mit Masse verbunden. Der Ausgang des Operationsverstärkers-Vi- ist über eine Zenerdiode --D1 -- und einen Widerstand --R9 -- zum Eingang eines UND-Gatters-G-geführt.
Der Eingang eines weiteren Operationsverstärkers --V2-- liegt an dem Schleifer eines Potentiometers
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pug-,Potentiometers--Ps--, welches den mittleren Widerstand eines von Widerständen --R5,R6-- und dem Potentiometer --Ps-- gebildeten Eingangsspannungsteilers darstellt. Der Eingang des Operationsverstärkers - ist ausserdem über den Feuchtigkeitsfühler --5-- und einen Regelwiderstand --P6-- mit dem positiven Pol der Spannungsquelle verbunden. Der Ausgang des Operationsverstärkers--Vs--ist über eine Zenerdiode --D3 -- und einen Widerstand --R9 -- an einen dritten Eingang des UND-Gatters-G-- gelegt.
Das Ausgangssignal des UND-Gatters--G--gelangt an die Basis eines npn-Transistors-T--, die an einem, von einem Widerstand --R10-- und einem Regelwiderstand --P7-- gebildeten Basisspannungsteiler liegt. In dem Kollektorkreis des Transistors-T-, dessen Emitter mit Masse verbunden ist, liegt, von einer Schutzdiode-D-überbrückt, die Erregerwicklung eines Relais-A-. Über einen Umschaltekontakt --a-- dieses Relais-A-kann entweder ein Ausgang-Z-oder die Erregerwicklung eines Magnetventils - an die Netzspannung gelegt werden. Parallel zur Erregerwicklung des Magnetventils-M-kann
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D2, D3----R7, Rg, R9- führen Leitungen --k1,k2,k3-- zu nicht gezeigten Ansteuerschaltungen für die Kontrolleuchten-14, 15, 16--, die zweckmässigerweise als Leuchtdioden ausgebildet sind.
Von dem Kollektor des Transistors--T--führt eine Leitung--k4--zu einer Ansteuerschaltung für die Kontrolleuchte --17--.
Die Steuerschaltung arbeitet folgendermassen : Wird der jeweils an den Potentiometern--P : und P6-- eingestellte Sollwert der Temperatur, der Helligkeit oder der Feuchtigkeit über-bzw. unterschritten, so gibt der jeweilige Operationsverstärker --V1,V2 oder V3-- ein O- oder L-Signal an das UND-Gatter-G-ab.
Wenn die Temperatur über, und die Helligkeit sowie die Feuchtigkeit unter ihrem eingestellten Sollwert liegen, liegt an allen drei Eingängen des UND-Gatters--G--ein L-Signal. Auch am Ausgang des Gatters liegt ein L-Signal, welches den Transistor--T--durchsteuert, so dass das Relais--A--anzieht. Über den Kontakt --a-- wird das Magnetventil--M-erregt und der Wasserdurchfluss freigegeben.
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erfindungsgemässen Ventils angeschaltet werden. Dieses zweite Ventil kann nur arbeiten, wenn das Magnetventil - -M-- gesperrt ist. Eine solche Anordnung empfiehlt sich, falls die zur Verfügung stehende Wassermenge nur zur Versorgung eines Regnerkreises reicht.
Der Temperaturfühler wird meist über ein Kabel und mittels eines Steckers mit der Einheit verbunden, wobei dafür Sorge getragen wird, dass nach Abziehen des Steckers der Eingang des Verstärkers--Vl--an negatives Potential gelegt wird. Auf diese Weise ist die Funktion des Gerätes auch sichergestellt, falls kein Temperaturfühler benötigt wird.
Die Erfindung schafft somit ein preisgünstiges, einfach bedienbares und überaus handliches Gerät, welches dank der helligkeits- und Feuchtigkeitssteuerung ohne Schaltuhr zufriedenstellend arbeitet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuerbares Ventil für Beregnungsanlagen, mit über eine Steuerschaltung mit einem Magnetventil verbundenen Fühlern zum Erfassen der Feuchtigkeit, der Helligkeit und/oder der Temperatur,
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