AT33687B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Malz. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Malz.

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AT33687B
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Herman Dr Heuser
Theodore Brain
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Herman Dr Heuser
Theodore Brain
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
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  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Verrichtung zur Herstellung von Malz. 



   Wie bekannt, schliesst das Mälzen als wesentliche Phasen in erster Reihe das Einweichen, dann das Keimen und schliesslich das Trocknen oder Darren der gekeimten Körner in sich. Das voreingeweichte Getreide, wie beispielsweise Gerste, Korn, Mais, Weizen und Hafer, wird behufs Vermälzens gewöhnlich in einen Keimraum oder-apparat, u. zw. von den   Einweichgefässen   in nassem oder feuchtem Zustande eingebracht. 



   Das Verfahren nach vorliegender Erfindung gründet sich auf der Entdeckung, dass nach dem Einweichen den Hülsen des eingeweichten Getreides Feuchtigkeit oberflächlich anhaftet und eine Feuchtigkeitsschicht bildet, welche dem Keimen schädlich ist, indem sie den Zutritt von Sauerstoff, welcher zum Wachstum unbedingt notwendig ist, zu dem Kern und insbesondere zu dem keimenden Ende des Kerns im Anfangsstadium des Keimens, in welchem die Lebenskraft des Kernes am schwächsten ist, verhindert. Nach vorliegendem Verfahren nun wird diese Oberflächenfeuchtigkeit vor dem Keimen entfernt, wodurch für das Mälzen selbst als auch für die weitere Verarbeitung und für das Brauen bedeutende Vorteile erzielt werden. 



   Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht in teilweiser Seitenansicht eine neue Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach vorliegender Erfindung. 



   In einem luftdicht abgeschlossenen Rohr 3 ist eine mit   Schneckennügeln-5   ausgestattete Welle 4 angeordnet, die eine Förderschnecke 2 bildet, deren Gänge der Innenwand des Rohres 3 so dicht als möglich benachbart liegen, ohne jedoch mit derselben in Berührung zu stehen. Eine   ähnliche Schnecke 6 führt   von der (hier nicht dargestellten) Einweichvorrichtung in eine   Kammer 7,   welche die Verbindung zwischen dem Abgabeende der Schnecke 6 und dem Eingabeende der
Schnecke 2 bildet und einen erweiterten Teil 8 zwischen ihren Enden enthält, in dem ein aus einer Welle 70 mit radial sich erstreckenden Armen 11 bestehendes Ventil 9 angeordnet ist.

   Die Arme 11 erstrecken sich bis dicht an die Innenwand des Abteils 8 und sind so gestaltet, dass sie die Verbindung zwischen den   Förderschnecken   6 und 2   abschliessen.   Eine Kammer 12 verbindet ferner das Abgabeende der Schnecke 2 mit dem Eingabeende einer dritten Schnecke   15,   welche zu dem   (nicht dargestellten) Keimraum führt   und ähnlich wie die Schnecke 6 gebaut ist. Auch die Kammer 1'7 besitzt einen verbreiterten Teil 13 zwischen ihren Enden, welcher ein dem Ventil 9 
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 mit einer   gemeinsamen,   in der Zeichnung nicht ersichtlichen, Antriebswelle verbunden, so dass sie mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen.

   Der Oberteil der Röhrenkammer 12 steht durch ein Rohr 22 mit einer (nicht dargestellten)   Trockenluftzuführung   in Verbindung, welche Trockenluft zur Entfernung der   Oberfächenfeuehtigkeit   des eingeweichten Getreides dient. Auf dem Eintrittsende des Rohres 3 ist der konisch   erweiterte Unterteil 24 eines Knierohres   23 befestigt. welches mit einem gewöhnlichen Saugventilator in Verbindung steht. Es ist vorteilhaft, die Luft auf ungefähr 93-940   C oder sogar darüber zu   erhitzen. Die Arbeitsweise ist die folgende :
Nachdem das Getreide eingeweicht worden und den   Einweiehgefässen   in üblicher Weise   entnommen wurde, werden   die Schnecken 6,2 und 15 sowie die Ventile 9 und   14   und der Saugventilator in Umdrehung versetzt.

   Letzterer saugt   Trockenluft   durch das Rohr 3 hindurch. Das eingeweichte Getreide gelangt durch die Schnecke 6 in   die Kammer 7. von wo   es durch das Dreh- 
 EMI1.2 
 den   Getreidekörnern genügend   lange in Berührung, so dass alle oder nahezu alle Feuchtigkeit von deren Oberfläche entfernt wird. Das so entfeuchtete Gut wird dann durch das Drehventil 74 der Schnecke 15 übergehen, welche es nach dem   Keimraum   befördert, wo dasselbe in der üblichen
Weise dem Keimverfahren unterworfen wird. 



   Der Zustand des Gutes kann von Zeit zu Zeit dadurch beobachtet werden, dass man durch ein bei 25 im Boden der Kammer 12 angeordnetes Türchen eine Handvoll des Gutes   entnimmt   und besichtigt. 



  Der Zweck und die Wirkung des Mälzens ist der, den mehligen Körper des   Getrcidekornes,   
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 stehung einer solchen überschüssigen Menge enzymotischer Körper, als für die verschiedenen
Verwendungszwecke des Malzes, wie z.   B. für   die Verzuckerung der leicht umwandelbaren Stärke, wenn je nach Verwendung des Malzes der richtige Zusatz anderer Stärkemittel erfolgt, notwendig ist. Je   gründlicher die Auflösung dieses Mehlkörpers   des Kornes bewirkt wird, desto besser ist das Endprodukt. 



   Als besonders wichtige Vorteile des Verfahrens nach vorliegender Erfindung mögen folgende erwähnt werden :
Durch Befreien des Gutes von der nachteiligen Oberflächenfeuchtigkeit als Zwischenphase zwischen dem Einweichen und Keimen, also auf seinem Wege zum   Keimverfahren,   wird nicht nur eine gründliche Auflösung des mehligen Bestandteils des Kornes beim Keimen erzielt, sondern auch vom bakteriologischen Standpunkt ein reineres Keimen selbst, so dass ein äusserst hoch- klassiges Malz als Endprodukt resultiert. Ferner kann das Getreidekorn in viel kürzerer, Zeit zu keimen veranlasst werden, so dass die Enzyme mehr Zeit zum Wachsen und zur Einwirkung auf den Mehlkörper gewinnen.

   Weiter entwickelt das diesem Verfahren nach dem Einweichen ausgesetzte Gut Keime und Wurzeln gleichförmiger   Länge   und Dicke, wobei nur äusserst wenige
Kerne ungekeimt bleiben. Wenn dagegen das eingeweiehte Gut dem Keimverfahren in feuchtem
Zustande, wie bisher, unterworfen wird, gelangt nur ein Teil des Gutes zu einem unvollständigen
Keimen. Solche unvollkommen gewachsene und ungekeimte Körner stellen selbstverständlich einen direkten Verlust von Malzextrakt vor und ergeben ausserdem kein hochklassiges Produkt, so dass Bier z. B., welches aus Malz gebraut wird, das eine grosse Menge ungewachsener Körner enthielt, keine besonders gute Qualität ergibt. Auch Backhefe, die aus solchem Malz hergestellt wird, hat nicht die richtige Gärkratt.

   Weiters hat dieses Verfahren, da es ein rascheres und gleich-   mässigeres   Wachsen des   eingeweichten Getreides hervorruft,   den Vorteil, dass der   Keimprozess   selbst bei niedrigeren Temperaturen vorgenommen werden kann als bisher, wodurch eine grössere Menge wertvoller Substanzen in den Kernen   zurückbleibt,   so dass das fertige Malz nicht nur an Menge, sondern auch seiner Beschaffenheit nach bedeutend besser ist. Als ein weiterer Vorteil dieser   Behalldlungswcise   darf auch die verringerte Menge von Bakterien und andere Pilze, welche stets den Schalen eingeweichter Gerste und sonstigem Getreide   anhaften,   nicht unerwähnt bleiben.

   Diese Verringerung ist eine Folge der Einwirkung der angewendeten Trockenluftströme, die durch ihre innige Berührung mit jedem Getreidekorn den grösseren Teil dieser Organismen abführen. 



  Die an den Schalen   der Körner zurückbleibenden Bakterien können   sich nicht rasch vermehren, da während des   Keimverfahrens   die zu ihrem Gedeihen notwendige Feuchtigkeit den   Körnern   entzogen worden ist.   Die Entfernung   dieser   Organismen   hat weiter den Vorteil, dass der Geruch und der   Geschmack   des Malzes ebenfalls bedeutend verbessert werden. 
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   PATENT-ANSPRÜCHE :   l.   Verfahren zur Herstellung von Malz, dadurch gekennzeichnet, dass die dem. Keimgut nach dem Einweichen anhaftende Oberflächenfeuchtigkeit vor dem Keimen entfernt wird, ohne die innerhalb des   Kornes   vorhandene Feuchtigkeit zu   beeinträchtigen.  

Claims (1)

  1. ').. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Keimgut nach dem Einweichen anhaftende Obernächenfeuchtigkeit auf seinem Wege zur Keimkammer durch Verdunsten entfernt wird, indem beispielsweise Trockenluftströme der Förderrichtung des Keimgutes entgegen und unter Berührung des letzteren durch das Malzgut hindurchgeschickt werden. EMI2.2 angeordnet sind.
    Hiezu 1 Blatt Zeichnungen.
AT33687D 1907-05-31 1907-05-31 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Malz. AT33687B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955585C (de) * 1954-08-18 1957-01-03 Franz Kuehtreiber Dipl Ing Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Erzeugung von Malz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955585C (de) * 1954-08-18 1957-01-03 Franz Kuehtreiber Dipl Ing Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Erzeugung von Malz

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