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halbkugelförmigen Bodens hinabreicht ; etwas oberhalb desselben ist eine metallene Platte rl angebracht. Seitwärts vom Hahn pl und vorteilhaft etwas oberhalb desselben befindet sich ein zweiter Hahn 81 von denselben Abmessungen, der innen mit zwei Rohren (1, ul versehen ist ; die Summe der Querschnitte dieser Rohre kommt dem Querschnitt des Hahnes s'gleich ; das Rohr tri reicht längs der Zylinderwand bis zum Ansatz des kugelförmigen Teiles herab, wo es wagerecht abgebogen ist und von links nach rechts einen Viertelk-reisbogen beschreibt.
Das Rohr ul hat einfach die Form eines Viertelkreisbogens, welcher im Innern in der Höhe des Hahns b. 1 an der Zylinderwand verläuft u. zw. von rechts nach links, so dass die Enden der beiden Rohre
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Hilfsteilen ausgestattet.
Der sechste Behälter zeigt die gleiche äussere Form wie die übrigen fünf. Der zylindrische Teil trägt jedoch ein Flüssigkeitsstandrohr v (Fig. 2), welches längs seiner ganzen Höhe sich erstreckt ; dieses Rohr wird durch eine Hülle aus Kupfer geschützt, die vorne mit einem Längsschlitz versehen ist und eine Teilung trägt. Innen ist der sechste Behälter mit einem Kühler ausgestattet und kann vorteilhaft ein elektrisches Thermometer mit beweglichem Kontakt besitzen, das aussen mit einer elektrischen Klingel verbunden ist ; unten ist an dem zylindrischen Teil ein Ablasshahn x angebracht.
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eingebracht hat, stellt man in der ganzen Anlage Luftleere her, indem man alle Hähne k öffnet und die Saugpumpe anlässt.
Sodann leitet man in den Behälter l durch seinen Hahn ; 1 solange Wasser ein, bis es die Höhe der Fenster 11 erreicht hat.
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Flüssigkeit auf den aktiven Stoffen hervor, was die Extraktion des Tannins begünstigt. Ist das Hinüberdrücken der Flüssigkeit beendet, so schliesst man die Hähne ml, pl, s2 ; man unterbricht die Verbindung und öffnet neuerdings den Hahn kl von Nr. 1, um daselbst wieder Luftleere herzustellen ; dann füllt man den letztgenannten Behälter von neuem, indem man durch den Hahn s1 Wasser bis zur Höhe der Fenster 11 einleitet.
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innere einen schwachen Luftstrahl eintreten zu lassen, der sich ausdehnt, wobei er die Temperatur herabsetzt ;
diese Luft wird nach Massgabe des Bedarfes durch die Luftpumpe angesaugt, die von solcher Stärke gewählt wird, dass sie in der Anlage ein Vakuum von etwa 10 mm Quecksilber. säule aufrecht erhält, denn die Extraktion erfolgt umso rascher und liefert umso konzentriertere
Extrakte, je höher das Vakuum ist.
In den kupfernen Behältern "l¯i5 streben die Pflanzenstoffe obenauf zu schwimmen, indem sie sich unter dem Einflusse der Luftleere ausbreiten. Um diesen Übelstand zu vermeiden, sind in die Deckel die gelochten Bleche o eingelegt, welche die ganze feste Masse in der Flüssigkeit zurückhalten. Die gelochten Bleche r im unteren Teil der Behälter hindern, dass festes Material aus einem Behälter in den anderen gelangt und die Rohre verstopft.
Die Luftleere bewirkt die Bildung grosser Schaummenge, welche auf der Flüssigkeit schwimmen ; dieser Schaum wird in das Hauptrohr h gesaugt und gelangt aus diesem in den hölzernen Behälter a, wo er sich ansammelt und zu einer Flüssigkeit wird. Letztere, welche eine gewisse Menge Tannin enthält, kann vorteilhaft an Stelle von Wasser zum Füllen der kupfernen
Behälter benutzt werden.
Im Verlaufe der vorangehenden Operationen konnten neben Tannin gewisse Fremdstoffe, wie Harze, Farbstoffe oder sonstige Verunreinigungen in die Extrakte gelangen. Es ist daher am Platz, diese Extrakte einer Klärung zu unterziehen und zu diesem Zweck ist der sechste Be- hälter i6 angeordnet, in welchen die Extrakte, welche die ersten fünf Behälter durchlaufen haben, geschickt werden. In diesem sechsten Behälter werden die Extrakte einer niedrigen Temperatur und der Luftleere ausgesetzt, da die schweren Stoffe die Eigenschaft haben, unter der Einwirkung von Kälte und Luftleere auszufallen.
Zu diesem Zwecke steht der sechste Behälter durch einen Hahn k6 und ein biegsames Metall- rohr mit dem Hauptrohr h, also mit der Luftpumpe in Verbindung. Überdies ist er mit einer
Kühleinrichtung ausgestattet. Letztere kann z. B. durch Luftexpansion betrieben werden und wie in der Zeichnung dargestellt, aus einem eine geeignete Kühlfläche darbietenden Kupferrohr- bündel w bestehen. Jedes Rohr des Bündels steht mit einem seiner Enden mit einem lotrechten
Rohr y in Verbindung, das oben in den Deckel des Behälters i6 in das Behälterinnere einmündet. so dass es mit der Luftpumpe in Verbindung steht. An dem anderen Ende trägt jedes Rohr des
Bündels einen kleinen Hahn z, den man mehr oder weniger öffnet.
Die Luft strömt bei den Hähnen z in das Rohrbündel ein. in welchem die Luftpumpe das Vakuum herstellt und dehnt sich aus. wobei sie eine mehr oder weniger starke Kälte erzeugt, die durch Veränderung der Hahnstellung regelbar ist.
Der Behälter i6 kann vorteilhaft ein elektrisches Thermometer mit beweglichem Kontakt enthalten, der seinerseits mit einem aussen befindlichen Klingelwerk verbunden ist. Auf diese
Weise wird man benachrichtigt, wenn die Temperatur die Grenzen, welche man festgesetzt hat. überschreitet und man kann. um sie auf den gewünschten Grad zu bringen, die Hähne, durch welche die sich dann ausdehnende Luft eintritt, von neuem einstellen.
Die Fremdstoffe werden in dem unteren halbkugelförmigen Teil des Behälters ausgefällt und die reinen Extrakte durch den unten am zylindrischen Teil angebrachten Ablasshahn x ab- gezogen. PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Gerbstoffextrakten, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb
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