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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für ein Tonfilmgerät, das eine Tonaufnahmeeinrichtung aufweist und für Filmrücklauf und Stillstandsprojektion eingerichtet ist und eine Einrichtung zur selbsttätigen Einstellung bestimmter Betriebsarten des Gerätes aufweist, die durch ein Einzelbild-bzw. Zeitzählwerk gesteuert ist, das gleichzeitig mit dem Rücklaufbetrieb des Gerätes einschaltbar ist, wobei die durch das Zählwerk gesteuerte Einrichtung nach Umschaltung des Gerätes auf Vorlauf und nach Ablauf einer Bildzahl bzw.
Zeitspanne, die gleich der bei Rücklauf -transportierten Bildzahl bzw. gleich der Einschaltdauer bei Rücklaufbetrieb ist, die Tonaufnahmeeinrichtung und gegebenenfalls ein Tonwiedergabegerät einschaltet, wobei die Einschaltung des letzteren vorzugsweise in einer definierten Bildzahl bzw. Zeitspanne vor Einschaltung der Tonaufnahmeeinrichtung erfolgt, nach Patent Nr. 247151, bei dem eine vom Zählwerk angetriebene, eine, beispielsweise spiralförmige, Steuerkurve aufweisende Steuerscheibe od. dgl. und zum Einschalten der Tonaufnahmeeinrichtung des Filmgerätes und/oder des Tonwiedergabegerätes ein von der Steuerscheibe gesteuerter Schalter vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die im Stammpatent beschriebene Vorrichtung konstruktiv zu vereinfachen. Erfindungsgemäss geschieht dies dadurch, dass in der Getriebekette zur Steuerscheibe eine Kupplung zum Unterbrechen ihres Antriebes vorgesehen ist, und dass der Schalter einen, vorzugsweise von einer Kontaktzunge selbst gebildeten, Steuerkurvenfolger aufweist, durch dessen Anschlagen gegen einen Stopanschlag der Steuerscheibe im Vorlauf des Filmgerätes dieselbe in einer den Schalter im Sinne eines Einschaltens der Aufnahmeeinrichtung bzw. des Tonwiedergabegerätes betätigenden Lage anhaltbar ist, wobei vorzugsweise, die Kontaktzunge in dieser Lage über eine Kontaktbrücke der Steuerscheibe mit einem Schleifkontakt des Schalters verbunden ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei veranschaulichen die Fig. l, 2,2A ein Ausführungsbeispiel, Fig. 3 hingegen eine andere Ausführungsform.
In der Beschreibung werden für gleiche Teile gleicher Funktion dieselben Bezugszeichen verwendet wie im
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unten gedrückt.
Der Stromkreis für die Aufnahmeeinrichtungen entspricht im wesentlichen dem im Zusammenhang mit der Konstruktion nach dem Stammpatent beschriebenen Stromkreis. Er braucht deshalb im einzelnen nicht
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Die Taste --13a-- weist einen Ausschnitt--70--auf, der von einem gerätefesten Bolzen--71-durchsetzt ist. An diesem Bolzen --71-- stützt sich mit ihrem einen Ende die Druckfeder --17-- ab, wogegen sie mit ihrem andern Ende an einem Lappen-72-der Leiste-15-anliegt. Die Leiste-15- weist einen Fortsatz --73-- auf, der an seinem Vorderende mit einem Haken --74-- versehen ist. Am Fortsatz ist ein von einer Feder--75--belasteter Mitnehmeranschlag--76--vorgesehen.
Der Haken --74-- und der Anschlag--76--umgreifen einen federnden Kontakt--77--, der um eine Achse
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drehbar--28a- vorgesehen und endet in einem die Achse-21-umgreifenden Kontaktring, mit dem ein ortsfester Schleifkontakt--8--zusammenwirkt.
Im normalen Betrieb wird die Welle--21--von einer ortsfest angeordneten Schnecke --31a-- über
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gebildet ist.
Im Vorlauf des Gerätes wird die Steuerscheibe --28a-- im Sinne des Pfeiles-84- (Fig. 2) angetrieben. Solange jedoch die Taste --13a-- nicht betätigt ist und der Federkontakt --77-- die in Fig. 2 mit vollen Linien dargestellte Stellung einnimmt, verhindert ein mit dem Federkontakt--77-zusammenwirkender Anschlag--85--die Drehung der Steuerscheibe--28a--. Dadurch ist die leitende Verbindung zwischen den Kontakten--77, 78--ständig hergestellt und die Aufnahmebereitschaft gegeben, sobald die Taste-14a-gedrückt und der Schalter --39-- geschlossen ist. Aber auch im Rücklauf des
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ausgebildeten Federkontakt --77-- zusammenwirkt.
Sollte es jedoch erforderlich sein, die Vertonung zu einer Szene neu aufzunehmen, so soll selbstverständlich vermieden werden, dass bei der Neuaufnahme entweder die vorhergehende Szene mitgelöscht wird oder in der Tonaufhahme zwischen den beiden Szenen eine Pause entsteht. Zu diesem Zweck wird über den Betriebsartenschalter-10-das Gerät so lange im Vor- oder im Rücklauf betrieben, bis der Szenenbeginn der
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neu zu vertonenden Szene gefunden ist. Allenfalls kann zu diesem Zweck die Einzelbildschaltung des Projektors zu Hilfe genommen werden.
Ist der Szenenanfang gefunden, so wird die Taste--13a--entgegen der Kraft der Druckfeder--17-betätigt, wodurch der Federkontakt --7-- um die Achse--78--in seine in Fig. 2 strichliert dargestellte Lage schwenkt. In dieser Lage ist die Gegenrast--87--ausser Eingriff mit dem Rastvorsprung--86--. Sobald die Taste--13a--ihre Extremlage erreicht hat, wird sie durch eine in eine Ausnehmung--88--der Leiste--15--einfallende Klinke--89--in dieser Stellung gehalten. Die Klinke --89-- sitzt an einem
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Der Betriebsartenschalter--10--wird nun in die Stellung --RL-- auf Rücklauf geschaltet. Dabei gleitet das Vorderende des Federkontaktes-77-über die Steuerkurve der Steuerscheibe --28a--. Diese Steuerkurve weist im wesentlichen eine Radialnocke -93-- auf, durch die der Federkontakt--77-entgegen der Kraft der Feder --75-- zunächst radial nach aussen gedrückt wird. Sodann aber verläuft die Steuerkurve in einer schraubenlinienförmigen Bahn (vgl. Fig. 1), so dass der Federkontakt --77-- in die in Fig. 1 strichliert dargestellte Lage kommt.
Der Rücklauf geschieht beispielsweise über eine vorbestimmte Zeit oder es ist mit der Steuerscheibe --28a-- ein Endanschlag verbunden, der den Gerätemotor dann ausschaltet, sobald der Federkontakt --77-- an der Steuerkurve der Steuerscheibe --28a-- einen Endanschlag --94-erreicht hat, der gegenüber dem Anschlag --85-- am andern Ende der Steuerkurve angeordnet ist. Da aber die Rücklaufzeit nicht kritisch ist, genügt es, wenn der Benutzer des Gerätes den Rücklauf für wenige Sekunden einschaltet.
Anschliessend wird die Taste --14a-- betätigt und der Schalter--39--geschlossen. Dennoch ist der Stromkreis unterbrochen, weil der Federkontakt--77--an der elektrisch isolierten Steuerkurve anliegt. Wenn also nun der Betriebsartenschalter--10--in die Stellung--VL--geschaltet wird, läuft auch die Steuerscheibe --28a-- im Sinne des Pfeiles--84--mit um, wobei der Federkontakt --77-- die Steuerkurve der Steuerscheibe--28a--entlang gleitet. Es kann jedoch die Tonaufnahme derjenigen Szene nicht gelöscht werden, die der neu zu vertonenden Szne vorangeht, solange der Federkontakt--77--nicht am Ende der Steuerkurve der Steuerscheibe--28a--gegen den Anschlag--85--stösst, die Steuerscheibe
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-28a-- anhältabstützt.
Unter der Wirkung der Feder --98-- liegt der Taststift--96--einerseits an einer an der Welle des Betriebsartenschalters --10-- fixierten Axialnocke --99-- und wird anderseits durch die auf den Hebel - 90-wirkende Druckfeder-92-gegen eine Radialnocke --100-- gedrückt. Bei dem eben beschriebenen Umschalten des Betriebsartenschalters--10--in die Stellung--VL--verdreht sich mit dem Betriebsartenschalter--10--auch der Nockenkörper--99, 100--, wobei der Abtaststift--96 in die in Fig. 2 strichliert eingezeichnete Stellung--96'--relativ zum Nockenkörper gelangt (d. h. der Nockenkörper
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Axialnocke-99-hat--99-- den Stift --96-- entgegen der Wirkung der Feder --98-- axial verschoben.
Sobald jedoch der Betriebsartenschalter--10--seine Stellung--VL--erreicht hat, fällt der Stift --96-- unter der Wirkung der Feder --98-- hinter der Axialnocke --99-- ein. Wird nun nach beendeter Neuvertonung einer Szene der Betriebsartenschalter--10--in die in Fig. 2 dargestellte Stellung 0 zurückgestellt, so wirkt die Mantelfläche --100'-- des Nockenkörpers als Radialnocke, die den Stift--96--und damit den Hebel--90--in bezug auf die Achse--91--im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dadurch kommt die Klinke --89-- ausser Eingriff mit der Ausnehmung --88-- in der Leiste-15-, worauf die Taste --13a-- unter der Wirkung der Feder --17-- in ihre Ausgangslage zurückkehrt.
Gleichzeitig nimmt der Federkontakt--77--wieder seine in Fig. 2 mit vollen Linien dargestellte Stellung ein, in der er die Steuerscheibe--28a--verrastet.
Der Hebel --90-- weist einen Fortsatz --101-- mit einem Anschlag --102-- auf. Am Ende dieses Fortsatzes --101-- ist eine weitere Klinke --103-- um eine Achse --104-- schwenkbar und von einer Schenkelfeder --105-- gegen den Ansclag --102-- belastet. Diese Klinke --103-- dient zum Verrasten der Taste-14a-in der Stellung, in der der Schalter --30-- geschlossen ist.
Sobald nun aber durch die Nockenfläche --100'-- der Hebel --90-- im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, wird auch die Klinke - ausgehoben, worauf die Taste--14a--ebenso wie die Taste --13a-- in ihre Ausgangslage zurückkehrt und der Schalter --39-- geöffnet wird. Sobald aber der Betriebsartenschalter --10-- die Stellung 0 erreicht hat, liegt dem Stift --96-- eine Vertiefung in der Axialnocke--99-gegenüber, so dass der Stift --96-- und damit der Hebel --90-- unter der Wirkung der Feder --92-- wieder im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, bis der Stift an der Radialnocke--100--anliegt.
Es sei hier erwähnt, dass die Verrastung der Steuerscheibe --28a-- über die Rasteinrichtung--86, 87-nicht notwendigerweise erforderlich ist. Es könnte die Anordnung auch so getroffen sein, dass die Steuerscheibe
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--28a-- vor Betätigung der Taste--13a--über einen mit dem Zählwerk --22-- verbundenen Nullsteller --106-- jeweils in die in Fig. 2 dargestellte Ausgangsstellung gebracht werden muss.
Eine andere Ausführungsform der Steuerscheibe --28a-- ist in Fig. 3 dargestellt. Hiebei kann die Taste --13a-- entfallen. Im Vorlauf des Filmes wird die Steuerscheibe--28a--wieder im Sinne des Pfeiles --84-- angetrieben. Solange jedoch der Kontakt --77-- gegen den Anschlag--85--stösst, steht die Steuerscheibe--28a--still, wobei sie vom Antrieb entkuppelt ist bzw. die Reibscheiben--82, 83-- (Fig. l) der Reibungskupplung durchrutschen.
Im Rücklauf des Gerätes jedoch kommt der Kontakt--77--auf den isolierten Teil der spiralförmigen Steuerkurve --110-- zu liegen, wobei ein den Kontakt-79- überdachender Vorsprung--107--den Kontakt--77--ständig über den Kontakt--79--springen lässt. Ein mit der Steuerscheibe--28a--verbundener Endanschlag--94a--öffnet zwar bei jeder Umdrehung
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Erst dann, wenn eine Szene neu zu vertonen ist, wird wieder der Szenenbeginn der zu vertonenden Szene gesucht, die Steuerscheibe--28a--, beispielsweise durch Betätigen des Nullstellers--106-- (Fig. l) in die in Fig. 3 dargestellte Ausgangslage gebracht und die Taste --14a-- betätigt. Der Schaltkreis zur Aufnahme ist dann zwar geschlossen, öffnet sich jedoch sofort, sobald das Gerät auf Rücklauf geschaltet wird.
Es werden nämlich dann die Kontakte--77, 79--voneinander getrennt. Mit der Betätigung der Taste--14a--wurde der Schalter--39--geschlossen, jedoch der im Stromkreis des Gerätemotors--33--gelegene Schalter --109-- geöffnet. Somit erhält der Gerätemotor--33--nur so lange Strom, bis während der Drehung der Steuerscheibe--28a--im Gegensinne des Pfeiles--84--der Endanschlag--94a--den Schalter--108-- öffnet.
Wird nun der Betriebsartenschalter wieder auf Vorlauf geschaltet, so wird gleichzeitig ein Vorlaufschalter --111-- geschlossen. Dadurch kann der Motor--33--wieder Strom erhalten. Die Steuerscheibe --28a-dreht sich nun neuerlich in Richtung des Pfeiles--84--so lange, bis der Kontakt--77--gegen den Anschlag --85-- stösst, worauf die elektrische Verbindung hergestellt ist und die Aufnahme beginnen kann.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. Beispielsweise kann es vorteilhaft sein, um einen längeren Rücklauf über den Bereich der der neu zu vertonenden Szene vorangehenden Szene zu ermöglichen, die Ausbildung der Steuerkurven der Steuerscheibe--28a--gemäss den beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen so zu kombinieren, dass ausgehend von der Ausgangslage, in der die beiden Kontakte --77, 79--geschlossen sind, der Kontakt--77--beim Rücklauf des Filmes erst eine Radialbewegung entsprechend der Steuerkurve --110-- ausführt und dann in eine spiralförmige Bahn übergeleitet wird, wie sie die Steuerscheibe --28a-- der Fig. 1 und 2 aufweist. Auf diese Weise kann die Steuerscheibe --28a-- trotz verhältnismässig langer Rücklaufdauer kleingehalten werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung für ein Tonfilmgerät nach Patent Nr. 247151, bei dem eine vom Zählwerk angetriebene, eine, beispielsweise spiralförmige, Steuerkurve aufweisende Steuerscheibe od. dgl. und zum Einschalten der Tonaufnahmeeinrichtung des Filmgerätes und/oder des Tonwiedergabegerätes ein von der Steuerscheibe
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Steuerscheibe (28a) eine Kupplung (82,83) zum Unterbrechen ihres Antriebes vorgesehen ist, und dass der Schalter (77,79, 80) einen, vorzugsweise von einer Kontaktzunge (77) selbst gebildeten, Steuerkurvenfolger aufweist, durch dessen Anschlagen gegen einen Stopanschlag (85) der Steuerscheibe im Vorlauf des Filmgerätes dieselbe in einer den Schalter im Sinne eines Einschaltens der Aufnahmeeinrichtung bzw.
des Tonwiedergabegerätes betätigenden Lage anhaltbar ist, wobei vorzugsweise die Kontaktzunge (77) in dieser Lage über eine Kontaktbrücke (79) der Steuerscheibe mit einem Schleifkontakt (80) des Schalters verbunden ist.
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