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Der in der österreichischen Patentschrift Nr. 25467 beschriebene selbstregelnde
Belastungswiderstand, welcher auch als Vergleichskilowatt bezeichnet wird, besteht bekanntlich in der Hintereinanderschaltung von entsprechenden Gruppen sogenannter Variations"- widerstände mit einem oder mehreren konstanten Widerständen. Die Variationswiderstände werden in der Regel aus Eisendraht in der Ausführungsform der bei Lampen üblichen
Schutzwiderstände angewendet. Bei einer Betriebsspannung von z. B. 220 Volt wurde ein
Kilowatt nach den bisherigen Erfahrungen am zweckmässigsten aus 20 Widerständen aus
Eisendraht, deren jeder für 0, 258 Ampere Stromaufnahmefähigkeit bestimmt ist, gebildet werden.
Man erhält somit zirka 5,18 Ampere Eichstrom und da an den Variationswider- ständen normal zirka 27 Volt vernichtet werden sollen, so verbleiben an den Enden des konstanten Widerstandes noch 193 Volt als Messspannung. Das Produkt 5,18 mal 193 ergibt genügend genau 1 Kilowatt.
Wie ersichtlich, würde bei Anwendung von Variationswiderständen dieser Type, welche etwa bei nur 10 Volt zu hoher oder zu niedriger Betriebsspannung den Strom infolge der
Veränderung ihres Eigenwiderstandes, indem sie in veränderliche Glut geraten, konstant halten, eine normal um zirka 27 Volt verringerte Spannung am Nebenschluss des zu prüfenden Zählers herrschen. Dies ist bei 220 Volt-Anlagen eine Verringerung der normalen
Messspannung um zirka 12%, bei 110 Volt-Anlagen aber um zirka 240'0'Eine solehe Spannungsreduktion am Zäblernebenschluss wird sich zumal bei den höheren Spannungen bei Gleichstromzählern in keiner Weise störend bemerkbar machen, da die Zählerkonstante durch die Spannung nicht merklich beeinflusst wird.
Auch bei den meisten Wechsel-und Drehstromzählern selbst Ferraris'schen Systems würde der hierdurch bedingte Fehler der
Konstante kaum mehr als l'/Q betragen. Es existieren aber in neuerer Zeit auch Wechsel- stromzählertypen, welche von der Eichspannung in höherem Masse abhängig sind. Um den hierdurch bedingten Ungenauigkeiten beim Eichen mittels #selbstregelnder" Belastungs- widerständc zu begegnen. wird nachstehend eine Ausführungsform für Wechselstrom-und
Drehstromzweckebeschrieben.
Die neue Anordnung beruht auf der Anwendung eines kleinen Messhansformators. dessen primäre Wicklung an die Enden des konstanten Widerstandes des selbstregelnden Belastungswiderstandes am einfachsten angelegt werden kann, sö dass z. B. bei 110 Volt
Eichungen zirka 83 Volt an dieser Transformatorwicklung herrschen.
Die sekundäre
Wicklung dieses kleinen Transformators erzeugt nun eine Spannung von normal 11 LI Volt, also möglichst gleich der Netzspannung ; es entspricht dies somit einem Umformung- verhältnis 83 : 110. Würde die Netzspannung während der Eichung auch anders als 11 () Volt sein, so wäre doch, wie bekannt, durch die Eigenschaften der dem konstanten
Widerstande vorgeschalteten Variatoren die Messspannung untransformiert fast unveränderlich
83 Volt ; demgemäss wurde auch die durch Transformation erhöhte Spannung dauernd nahezu mathematisch genau trotz Auftretens der Spannungsschwankungen des Netzes
110 Volt bleiben.
Dasselbe ist analog bei anderen Betriebsspannungen mit geeigneten-
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z. B. bei 220 Volt leicht auszuführen ; im letzteren Falle beträgt das Umformungsverhaltnis z. B. 193 : 220 Volt. Der Vorteil des Verfahrens besteht also nicht allein darin, dass gegenüber der Eichung mittels selbstregelnden'Belastungswiderstandes ohne Transformation die normale Spannung statt einer erniedrigten auf den Zählernebenschluss wirkt, sondern auch in dem Umstande, dass ein etwaiger durch nichtnormale Spannung und Nebenschlusserregung auch bei den üblichen mit Wattmetern oder dgl.
Instrumenten ausgeführten Eichungen verursachter Eichfehter hier eliminiert wird, da die Spannung fast unverändert mit 110,220 Volt usw. auf den Zählernebenschluss wirkt.
Eine weitere Vereinfachung dieses Transformationsverfahrens besteht in der Anwendung der sogenannten Sparschaltung"oder der"teilweisen"Transformation, wodurch die Messtransformatoren verkleinert und verbilligt werden (sogenannte Divisoren). Im vorliegenden Falle ist die Spannung im Gegensatz zu der üblichen Anwendung der Divisoren bei Lampen zu erhöhen. Es wird am einfachsten einem Teil einer einzelnen Transformatorwicklung die durch die Variationswiderstände reduzierte Spannung von z. B. 83 Volt in einem 110 VoltNetz zugeführt. An den Enden der Transformatorwicklung in ihrer ganzen Länge herrscht alsdann bei entsprechender Wahl der Verhältnisse die gewünschte erhöhte Spannung von 110 Volt, welche dem Zähternebenschluss zugeführt wird.
Auf diese Weise erreicht man den vorher erörterten Vorteil somit schon mit einer einzigen entsprechend unterteilten Transformatorwicklung. Analog kann man auch eine mehrfache Transformation sowohl in kompletter, wie auch in Sparscbaltung ohne Schwierigkeiten ausführen und auf diese Weise
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