DE100748C - - Google Patents
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- DE100748C DE100748C DENDAT100748D DE100748DA DE100748C DE 100748 C DE100748 C DE 100748C DE NDAT100748 D DENDAT100748 D DE NDAT100748D DE 100748D A DE100748D A DE 100748DA DE 100748 C DE100748 C DE 100748C
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/36—Induction meters, e.g. Ferraris meters
- G01R11/40—Induction meters, e.g. Ferraris meters for polyphase operation
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- Measuring Instrument Details And Bridges, And Automatic Balancing Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Eine Anordnung, um m'it drei Dynamometern die in einem Drehstromsystem verbrauchte
Energie zu messen, wurde zuerst von Gorges, E. T. Z. 1891, Seite 213, angegeben;
diese Methode hat vor allem den Nachtheil, dafs die Spannungsspulen der drei Dynamometer
umgeschaltet werden müssen; soll die Methode daher auf registrirende Instrumente
angewendet werden, so wird es erforderlich, jedes Dynamometer mit zwei Spannungsspulen
zu versehen.
Im Folgenden ist eine Anordnung zur Messung der in Dreiphasensystemen verbrauchten
Energie mit Hülfe von drei Ferraris-Mefsgeräthen angegeben.
Mit Induktionszä'hlern kann man die Energie eines Dreiphasennetzes messen, wenn die eine
von den drei in die Zuleitung eingeschalteten Hauptstromspulen mit einer Nebenschlufsspule
zusammenwirkt, deren Strom mit der Spannung zwischen den beiden anderen Zuleitungen in
Phase ist, und !wenn die in die beiden anderen Zuleitungen eingeschalteten Hauptstromspulen
beide mit einer oder je einer Nebenschlufsspule zusammenwirken, deren Strom um einen
im Bereich von 90 ° liegenden Winkel gegen die zwischen den betreffenden Zuleitungen
herrschende Spannung verschoben ist. In Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung bedeuten I, II, III
Hauptstromspulen , welche in die drei Zuleitungen eingeschaltet sind, a,b,c Nebenschlufsspulen,
von welchen α und c mit I und III, und b mit Il zusammen auf einen oder mehrere
in beliebiger Art mit einander gekuppelte me- ' tallische Drehkörper einwirken.
Nach der eingangs gemachten Voraussetzung seien die Nebenschiufsspulen α und c, welche
mit den Hauptstromspulen I und III zusammenwirken, von einem auf der Spannung E3 senkrecht
stehenden Strom, die Nebenschlufsspule b hingegen von einem mit der Spannung E3 in
Phase befindlichen Strom durchflossen. Es soll nun in Nachfolgendem gezeigt werden, dafs
bei Verwendung von drei Mefsgerä'then in der erläuterten Schaltung die Summe der auf dieselben
ausgeübten Drehmomente unter bestimmten Voraussetzungen stets dem . Energieverbrauch
im Dreiphasennetze proportional ist.
Es stellen
E1, E.2 und
die PhasenSpannungen des Dreiphasensystems dar, welche einander gleich und gleich ioo Volt angenommen
werden sollen. Die Ströme in den Zuleitungen seien mit J, die von den Hauptleitungen
abgenommenen Netzströme mit i bezeichnet (Fig. 2). Die Ströme i fallen bei
induktionsloser Belastung mit E zusammen, die Ströme J ergeben sich aus den Gleichungen :
J1=Z1-Z3,
Werden nun drei gleiche induktionslose Ströme i von beispielsweise 10 Ampere abgenommen,
so haben die Ströme J, welche in den drei Zuleitungen fliefsen, die in Fig. 3 gezeichnete
Lage, d.h. sie sind ebenfalls einander gleich und gleich 17,32 Ampere und
gegen die gleichbezeichneten Spannungen E um 30 ° verschoben. Die Nebenschlufsströme
der Mefsgeräthe sollen hierbei, wie ange-
nommen wird, die mit ia if, ic bezeichnete
Lage haben.
Der gesammte Wattverbrauch im Dreiphasennetz ist jetzt: ■-.,■.,.,
3 · io · 100= 3000 Watt. .
Mit Berücksichtigung des Umstandes, dafs das Drehmoment eines Mefsgeräthes proportional
einem constanten Coefficienten C, proportional dem Hauptstrom und proportional dem Sinus des Verschiebungswinkels zwischen
Hauptstrom und Nebenschlufsstrom ist, betragen die Drehmomente der drei Mefsgerätbe:
D1 = C1 ■ 17,32 · sin 6o° = C1 ■ 1 5,00,
D3 — Cui ■ l7,r- · sin 6o° = C111 ■ 1 5,00,
2 = W/ ■ 17 W ■ sin 9°° = W.
17,32
Angenommen, es sei nunmehr nur ein Zweig belastet, und zwar sollen
i. von den Leitungen I und III 30 Ampere abgenommen werden; es ist dann J2 = O
und J1 = J3 = 30 Ampere, und beide Ströme
fallen in die Richtung von E3 (Fig. 4). Dann
sind die Drehmomente
D1 = C1
Ds =
■ 30 · sin go° = C1 ■ 30,
· 3° · si" 9°° = C111 ■ 30,
A2=O =0,
während der gesammte Energieverbrauch wieder 3000 Watt beträgt.
2. Es sollen von den Leitungen II und III 30 Ampere abgenommen werden; es ist dann
J1 = O und J2 = /3 = 30 Ampere und beide
Ströme fallen in die Richtung von E2 (Fig. 5). Die Drehmomente sind dann:
D1= O
D2= C
= 0,
30 · sin 6o° = Cn ■ 25,9,
Da = C1n · 3° · sin 30° = C1n ■ ι 5,0.
Der totale Energieverbrauch beträgt wieder 3000 Watt.
Es sollen nun die Werthe von C1 Cn C1n
aus diesen drei Belastungen so bestimmt werden , dafs die Summe der drei Drehmomente
bei jeder dieser drei Belastungen gleich 3000 ist.
.1.5 ■ C1 + 15 · C1n 4- 17)32 · Cn = 3000,
30 · C1 4- 30 ■ C111 = 3000,
25>9 · Cn 4- 15,0 · C111 = 3000.
Durch Auflösung der Gleichungen 3000 — 30 · C111
3000
-Ie1-C1n
25,9
C — 3°00 ~ 25'9 ' C" in— ,5
erhält man für die constanten Coefficienten C die Werthe
. ft η C , Ζ"1 . ' ι'
Cn =
Kuppelt man somit drei solche Mefsgeräthe, bei welchen C1 = C1n = 50 und Cn = 86,5 ist,
so giebt die Summe der Drehmomente ein Mafs für die gesammte im Drehstromnetz verbrauchte
Arbeit, und zwar sowohl für den Fall, dafs alle Zweige gleich belastet sind, als
auch dann, wenn nur von den Leitungen I und III bezw. II und III Strom abgenommen
wird. Ein derartiges Verhältnifs kann man bei einem Mefsgerä'th beispielsweise dadurch herstellen,
dafs man den drei Nebenschlufsmagneten gleich starken Magnetismus und den drei Hauptstromspulen gleiche Form und gleichen
Abstand von ihren Nebenschlufsmagneten giebt, und als Zahl der Windungen bei den
Hauptstromspulen I und III je 50, bei der Hauptstromspule II dagegen 86,5 wählt.
Man kann sich nun mit Zuhülfenahme der angewendeten Methode leicht davon überzeugen,
dafs bei einem Mefsgeräth, dessen Constanten die oben abgeleiteten Werthe C1 = C111 = 50
und C11 = 86,5 besitzen, das totale Drehmoment
auch dann ein Mafs für die im Dreiphasennetz verbrauchten Watt darstellt, wenn nur von den Leitungen I und II Strom abgenommen
wird. In diesem Falle ist, wenn beispielsweise wieder 30 Ampere abgenommen werden , J3 = O und J1 = J2 = 30 Ampere,
und beide Ströme fallen in die Richtung von E1 (Fig. 6). Die Drehmomente betragen
dann: ■
£»3 = O,
D1 = 50 · 30 · sin 300 = 750,
D2 = 86,5 · 30 · sin 6o° = 2250,
D1 4- D2 = 3000.
Man erkennt daraus, dafs das totale Drehmoment wieder gleich der Wattzahl ist.
Bei dem beschriebenen Mefsgeräth ist also das totale Drehmoment gleich den in dem
Dreiphasennetz verbrauchten Watt, gleichgültig, ob von allen drei Leitungen oder nur von
zwei Leitungen Strom abgenommen wird, wenn nur die Constanten in dem Verhältnifs
stehen:
r ■ c · r = 50 ■· 86,5 : 50, : ■
Auf ganz dieselbe Art kann man sich überzeugen, dafs die Angaben des Mefsgeräthes
bei jeder beliebigen induktiven oder induktionslosen Belastung richtig sind.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Schaltung des Mefsgeräthes mufs der Strom in b mit der
Spannung E3 zwischen I und III zusammenfallen, während der Strom in a, ebenso der
in c auf der Spannung E3 senkrecht stehen
mufs. Da die Ströme in α und c also in derselben Phase sind, kann man auch statt der
beiden Nebenschlüsse α und c nur einen
solchen verwenden und mit diesem sowohl I
als auch III zusammenwirken lassen. Hierbei können die Hauptstromspulen I und III auch
in eine vereinigt werden, indem man dieselben als bifilare Wickelung in einander anordnet.
Die Erzeugung dieses Stromes ia(ic), der um
einen im Bereich von 900 liegenden Winkel gegen U3 verschoben sein mufs, kann auf sehr
verschiedene Art geschehen. Man kann einfach zwischen I und III abzweigen und eine
Drosselspule vorschalten. Hierbei kann man die Zählerangaben durch die Anwendung bekannter
Hülfsmittel von den in den Stromverbrauchern auftretenden Phasenverschiebungen
unabhängig machen; ferner kann man als Spannung (s. Fig. 7) unter entsprechendem Anschlufs
E2 verwenden, wobei man durch Drosselung die noch fehlenden 300. leicht erreicht.
Diese Drosselung kann unter Umständen durch die Nebenschlufsspule selbst erreicht werden; ferner kann man ia(ic) abnehmen
von Leitung II und von dem Punkt O (Fig. 8), in dem zwei zwischen die Leitungen
I und III geschaltete Widerstände zusammenstofsen; sind diese Widerstände einander
gleich und ohne Selbstinduktion, so ist die Spannung zwischen O und II um 90°
gegen EB verschoben und man mufs den
Nebenschlufsspulen α und c einen geringen Selbstinduktionscoefficienten im Verhältnifs zu
ihrem Ohm'schen Widerstand geben, damit iafic) mit Spannung O/II praktisch zusammenfällt.
Wählt man dagegen die Widerstände verschieden grofs, so erreicht die Spannung O/II
nicht genau 900 und man kann den Nebenschlufsspulen mehr Selbstinduktion, d. h. mehr
Magnetismus geben und somit mehr Zugkraft erreichen. Es können auch zwei einzelne
Mefsgeräthe nach dieser Schaltung ausgeführt und die Angaben beider z. B. durch ein
Differentialwerk combinirt werden.
Von dem Hum me 1 'sehen, wie dem Siemens'schen Drehstromzähler nach Ferraris-Princip
unterscheidet sich der vorliegende dadurch, dafs bei Hummel und Siemens zwei
Mefsgeräthe combinirt werden und demzufolge zwei Hauptstromspulen vorhanden sind, während
in dem vorliegenden Drehstromzähler drei Mefsgeräthe combinirt werden und also drei Hauptstromspulen vorhanden sein müssen.
Claims (4)
1. Induktionsmefsgeräth für Dreiphasenstrom,
gekennzeichnet durch die Combination dreier Mefsgeräthe, welche in der Weise beeinflufst werden, dafs zwei in die Hauptleitungen
(I und III) eingeschaltete Hauptstromspulen mit ■ einer oder zwei Nebenschlufsspulen
(a und c) zusammenwirken, deren Strom gegen die zwischen den genannten
Hauptleitungen (I und III) herrschende Spannung um 900 verschoben ist, während
die in die dritte Hauptleitung (II) eingeschaltete Hauptstromspule mit einer Nebenschlufsspule
(b) zusammenwirkt, deren Strom mit der Spannung zwischen den beiden anderen Hauptleitungen (I und III)
in Phase ist, und wobei die Kraftwirkung der drei einzelnen Mefsgeräthe derart geregelt
wird, dafs die Combination die gesammte Arbeit im Drehstromnetz mifst.
2. Bei dem durch Anspruch 1 gekennzeichneten
Mefsgeräth die besondere Anordnung, dafs die Abnahme des um 900 verschobenen
Stromes von betreffender Spannung durch Drosselung mit oder ohne Benutzung einer Vorrichtung zur Ausgleichung der in
den Stromverbrauchern auftretenden Phasenverschiebungen erfolgt.
3. Bei dem durch Anspruch 1 gekennzeichneten Mefsgeräth die besondere Anordnung,
dafs die Abnahme des um 900 verschobenen Stromes von einer anderen bereits
um 6o° verschobenen Spannung erfolgt, so dafs nur noch eine weitere Drosselung von 300 entweder durch eine Drossel- oder
durch die Nebenschlufsspule selbst vorzunehmen ist.
4. Bei dem durch Anspruch 1 gekennzeichneten Mefsgeräth die besondere Anordnung,
dafs die Abnahme des um 900 verschobenen Stromes von einem Punkt, in dem
zwei zwischen die betreffende Spannung eingeschaltete Widerstände zusammenstofsen,
und der dritten Leitung erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100748C true DE100748C (de) |
Family
ID=371534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100748D Active DE100748C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100748C (de) |
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0
- DE DENDAT100748D patent/DE100748C/de active Active
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