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Die Erfindung betrifft ein Bauelement, insbesondere ein Spielzeug-Bauelement, welches zumindest an zwei einander gegenüberliegenden Stirnseiten eines zylindrischen oder prismatischen Körpers mit aus Löchern und zugeordneten Zapfen bestehenden Kupplungsorganen versehen und mit gleichen oder gleichartig ausgebildeten
Bauelementen gemeinsam zu einem räumlichen Gebilde kuppelbar ist, wobei die von den beiden Stirnseiten des Körpers bestimmten Ebenen einen Winkel einschliessen, dessen Grösse zwischen 10 und 300 liegt, vorzugsweise etwa 200 beträgt, und die Achsen der Kupplungsorgane senkrecht, vorzugsweise zentrisch zur jeweils zugeordneten Stirnseite verlaufen.
Ein solches Bauelement ist in der USA-Patentschrift Nr. 1, 272, 685 beschrieben und wird dem dort beschriebenen älteren Vorschlag zufolge im Verein mit Bauelementen, deren Stirnseiten senkrecht zur Achse des prismatischen Körpers verlaufen, verwendet, um innerhalb einer aus solchen normalen Bauelementen zusammengesetzten Figur bedarfsweise örtlich Ecken zu bilden.
Ziel der Erfindung ist es, Bauelemente der eingangs bezeichneten Gattung so auszubilden, dass sie unter beliebig variablen Winkeln aneinandergefügt werden können, um solcherart die aus solchen Bauelementen zusammengesetzten körperlichen Gebilde mannigfach zu variieren und deren körperliche Gestalt durch die Wahl des Winkels zwischen jeweils zwei im Gebilde benachbarten Elementen zu bestimmen.
Erfindungsgemäss schliessen die beiden Stirnseiten mit der Längsachse des Körpers gleich grosse spitze Winkel ein.
Die derart gewonnene Symmetrie der erfindungsgemässen Bauelemente erschliesst die Möglichkeit, aus aneinandergefügten Bauelementen wahlweise gerade oder polygonale Stäbe zu bilden ; man kann nämlich dank der erfindungsgemässen Ausbildung der Bauelemente jeweils benachbarte Bauelemente beliebig gegeneinander verdrehen, um auf diese Weise beliebige Winkel zwischen 0 und einer oberen Grenze bilden ; diese obere Grenze entspricht der Hälfte des von den Stirnseitenebenen des Körpers eingeschlossenen Winkels.
Die aus erfindungsgemässen Bauelementen herstellbaren räumlichen Gebilde sind infolgedessen sehr vielfältig gestaltbar, gleichwohl die zur Herstellung eines solchen Gebildes herangezogenen Bauelemente untereinander völlig gleichartig sein können.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden der besseren Verständlichkeit halber nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegenstandes erläutert, das in den Zeichnungen veranschaulicht ist. In diesen zeigt Fig. 1 ein erfindungsgemässes Spielzeug-Bauelement schaubildlich, Fig. 2 eine Ausführungsvariante dieses Elements in einer Seitenansicht und Fig. 3 im Schaubild ein aus solchen Elementen hergestelltes räumliches Gebilde.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, besteht das einzelne Bauelement'aus einem-beim dargestellten Ausführungsbeispiel zylindrischen - Körper --1--, welcher an zwei ein nder gegenüberliegenden Stirnseiten mit Kupplungsorganen, nämlich an einer Stirnseite mit einem Zapfen--2--und an der andern Stirnseite mit einem Loch--3--ausgestattet ist, um mit gleichen oder gleichartig ausgebildeten Elementen gemeinsam zu einem räumlichen Gebilde, wie es etwa in Fig. 3 dargestellt ist, gekuppelt zu werden.
Die mit den Kupplungsorganen, d. h. mit dem Zapfen--2--und dem Loch--3--, ausgestatteten Stirnflächen--4 bzw. 5--des Körpers--l--verlaufen in einander schneidenden Ebenen--6 bzw. 7--
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Die Seitenfläche, d. h. der Mantel des zylindrischen Körpers--l--ist gleichfalls mit Kupplungsorganen zum bedarfsweisen Anschluss eines oder mehrerer gleichartiger Elemente versehen (Fig. 2), doch trifft dies gegebenenfalls nur für einen Teil der erfindungsgemässen Bauelemente zu, welche üblicherweise in der Minderzahl gegenüber jenen Elementen (Fig. l) sein können, die keine solchen seitlichen Kupplungsorgane aufweisen.
Die in den Seitenflächen der Bauelemente vorgesehenen Kupplungsorgane sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel als radial verlaufende Löcher --10-- ausgebildet, in welche als Zapfen--2-ausgebildete Kupplungsorgane anderer Bauelemente formschlüssig passen. Vorteilhafterweise ist etwa in der Längsmitte eines solchen Elements, u. zw. in derselben Querschnittsebene des Körpers --1--, eine Gruppe solcher radialer Löcher --10-- vorgeschen, die zweckmässig als durchgehende Bohrungen ausgebildet sind. Im übrigen können alle Löcher--3 und 10- entweder als Sacklöcher oder als durchgehende Bohrungen des Körpers--l--ausgebildet sein, je nach Beschaffenheit des Materials, Herstellungstechnik und Geschmack frei wählbar.
Hinsichtlich der Dimensionierung der Bauelemente erweist es sich als vorteilhaft, den Durchmesser des Körpers--l--mit mindestens der halben mittleren Länge dieses Körpers zu wählen, den Durchmesser des Zapfens--2--mit etwa einem Viertel des Durchmessers des Körpers--l--und die Länge des Zapfens --2-- mit etwa einem Sechstel der mittleren Länge des Körpers
Selbstverständlich ist die Erfindung in keiner Weise an die Einzelheiten des dargestellten und erläuterten Ausführungsbeispieles gebunden, vielmehr ist der Erfindungsgegenstand hinsichtlich dieser Einzelheiten mannigfach abwandelbar und ausbaufähig ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Insbesondere
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hinsichtlich der Profilierung des Körpers--l--stehen vielerlei Möglichkeiten offen, gleichwohl eine zylindrische Form dieses Körpers besonders empfehlenswert erscheint. Wie schon früher erwähnt, gibt es ferner ausserordentlich vielerlei Möglichkeiten hinsichtlich der Gestaltung der Kupplungsorgane und ihres
Zusammenwirkens ; ausgehend von der besonders einfachen, dementsprechend aber auch besonders robusten Steckverbindung der Bauelemente kann die Kupplung mit allen aus dem Stand der Technik zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln durchgeführt werden, wobei lediglich die daraus resultierenden Vor- und Nachteile hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und praktischer Brauchbarkeit gegeneinander abzuwägen sind.
Werden sogenannte Fremd-Zapfen als Kupplungsorgane verwendet, die also keinen Bestandteil der Körper - bilden sondern ein gesondertes Zubehör bilden, dann mag es sich empfehlen, diese mit Scheibchen auszubilden, die ein zu tiefes Eindringen der Zapfen in die Löcher der Bauelemente verhindern, die Eindringtiefe begrenzen und zwischen aneinandergefügte Bauelemente im Spalt zwischen den gegenüberliegenden Stirnflächen zu liegen kommen.
Selbstverständlich steht es frei, im Rahmen der Erfindung verschiedene Sorten von Bauelementen zu einem
Bauelemente-Satz bzw. Sortiment zu kombinieren und zu vereinigen, beispielsweise Bauelemente verschiedener
Länge, verschiedener Farbe, verschiedenen Durchmessers usw.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Bauelemente ergibt sich schliesslich auch noch daraus, dass sie mit Hilfe ihrer stirnseitigen Kupplungsorgane an einem gemeinsamen Träger, z. B. an einer mit einem Traggriff ausgestatteten Tragplatte, Tragtasche oder Behälter, befestigt werden können. Sind die Bauelemente beispielsweise mit Zapfen --2-- versehen, wie beim erläuterten Ausführungsbeispiel, so genügt als Träger einer
Vielzahl von Bauelementen eine mit Löchern passenden Durchmessers versehene und handlicherweise mit einem
Traggriff versehene Tragplatte zum sicheren Transport und zur Aufbewahrung dieser Vielzahl.
Die zur
Verankerung der Elemente dienenden Löcher einer solchen Platte umschliessen die Zapfen--2-- vorteilhafterweise elastisch und verankern somit diese Zapfen durch Reibung sehr zuverlässig.
Die Schräge der beidseitigen Stirnflächen des Bauelements ist dieselbe, d. h. diese Stirnflächen verlaufen symmetrisch in bezug zu einer in Längsmitte des Körpers-l--verlaufenden Querschnittsebene. Bei den zu einem Bauelemente-Satz gehörenden Elementen ist diese Schräge vorteilhafterweise bei allen Elementen gleich.