AT330200B - Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate - Google Patents

Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate

Info

Publication number
AT330200B
AT330200B AT212374A AT212374A AT330200B AT 330200 B AT330200 B AT 330200B AT 212374 A AT212374 A AT 212374A AT 212374 A AT212374 A AT 212374A AT 330200 B AT330200 B AT 330200B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
methyl
general formula
hydride
barbituric acid
sodium
Prior art date
Application number
AT212374A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA212374A (de
Original Assignee
Kendall & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from AT963871A external-priority patent/AT321937B/de
Application filed by Kendall & Co filed Critical Kendall & Co
Priority to AT212374A priority Critical patent/AT330200B/de
Publication of ATA212374A publication Critical patent/ATA212374A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT330200B publication Critical patent/AT330200B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindungbetrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer 5-substituierter 5-Phenylalkylbarbitursäurederivate der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin m die ganzen Zahlen 1 oder 2,   R1   und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl oder Äthyl bedeuten, vorausgesetzt, dass der Rest   (CRR)-- nicht   mehr als eine Äthylgruppe oder mehr als zwei Methylgruppen enthält, und dass, wenn m = 1 ist, der genannte Rest wenigstens 1 Wasserstoffatom und wenn m = 2 ist, der genannte Rest wenigstens zwei Wasserstoffatome enthält, einer der Reste R3 und R4 jeweils 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 Äthyl bedeutet. 



   Es wurde gefunden, dass die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel (I), worin Z die eben genannte Bedeutung hat, wertvolle Analgetika sind und gute Wirksamkeit bei der Behandlung von Schmerzsymptomen aufweisen. Die Verbindungen der Formel (I), worin Z Hydroxyl bedeutet, sind wertvolle Zwischenprodukte bei der Herstellung äusserst wirksamer Analgetika. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Barbitursäurederivat der allgemeinen Formel 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 obige Bedeutung hat, steht, und   R., R , m   und X die oben genannte Bedeutung haben, mit Methyljodid in Gegenwart von Lithiumhydrid oder mit   Brom-,     Chlor- oder Jodmethylmethyläther   (samt gegebenenfalls anschliessender Umsetzung mit Essigsäureanhydrid in Gegenwart eines Lewissäure-Katalysators) oder mit einem Halogenmethylacetat in Gegenwart einer Base zu Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.7 
 umsetztundgewünschtenfalls, wenn in der so erhaltenen Verbindung (Ib)   Z1   Wasserstoff bedeutet und die üb-   rigen Substituenten die eben genannte   Bedeutung haben,

   diese mit wässerigem   HO in   Gegenwart von Essigsäure in eine Verbindung der allgemeinen Formel (I)   überführt,   in welcher Z für OH steht und die übrigen Substituenten die oben genannte Bedeutung haben, und nötigenfalls in diese Verbindung mittels einer Carbon- 
 EMI1.8 
 
 EMI1.9 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 dieten. 



   Sie erfolgt, indem eine 5-substituierte Barbitursäure der allgemeinen Formel 
 EMI2.3 
   in welcher R   und Z wie oben definiert sind, mit Methyljodidin Gegenwart von Lithfumhydrid oder mit Brom-, Chlor- oder Jodmethylmethyläther in Gegenwart einer Base, wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Kalium-tert.Butoxyd oder Triphenylmethyl-Natrium, umgesetzt wird. 



   Bevorzugt ist weiterhin die Herstellung von neuen Barbitursäurederivaten der allgemeinen Formel 
 EMI2.4 
 worin   Rg"und R "entweder   die Bedeutung von R   3'und R4',   wie soeben angegeben, haben oder beide für Acetoxymethyl stehen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass man von   5- Propionoxy-5- (1-phenyläthyl) -barbitur-   säure ausgeht und diese mit Methyljodid in Gegenwart von Lithiumhydrid oder mit Brom-Chlor- oder Jodmethylmethyläther in Gegenwart einer Base, wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Kaliumtert.

     Butoxydoder Triphenylmethyl-Natrium,   umsetzt, und nötigenfalls in der erhaltenen Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.5 
 beide Methoxy-Gruppen durch Einwirkung von Essigsäureanhydrid in Gegenwart eines Lewissäurekatalysators gegenAcetoxygruppen austauscht oder die 5-Propionoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure in Gegenwart einer Base, wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Kalium-tert. Butoxyd oder Triphenylmethyl-Natrium, unmittelbar mit einem Essigsäurehalogenmethylester umsetzt. 



   Zu den Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel (Ia), in welchen   Z,   für Wasserstoff steht und die übrigen Substituenten die oben genannte Bedeutung haben, gelangt man beispielsweise in einer Umsetzungnach dem folgenden Reaktionsschema : 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 
 EMI3.6 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Lithiumhydrid erfolgt im allgemeinen bei Temperaturen von 0 bis 50 C ; die Umsetzung mit   Brom-,   Chloroder Jodmethylmethyläther in Gegenwart einer Base bei Temperaturen   von -100C   bis zum Siedepunkt des jeweils eingesetzten Verdünnungsmittels, wonach, wenn erwünscht, die Umsetzung mit Essigsäureanhydrid in Gegenwart eines Lewissäure-Katalysators, z. B.

   Stannichlorid, Aluminiumchlorid oder Bortrifluorid erfolgt, desgleichen die Umsetzung mit einem Halogenmethylacetat in Gegenwart einer Base. 



   Die gegebenenfalls gewünschte Überführung der so erhaltenen Verbindungen (Ib), in denen   Z1   Wasserstoff bedeutet, und R3 und R4 eine der obengenannten Bedeutungen hat, in   solche Verbindungen (I), in   welchen Z für OH steht, erfolgt, wie schon beschrieben, durch Umsetzung mit Essigsäure und   H2 0 . Zur   Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in denen Z für   RgCOO-steht,   worin   Rg   die obengenannte Bedeutung hat, wird die Verbindung (I) (Z = OH) mit einer organischen Säure, wie z. B. mit Essigoder Buttersäure, oder mit einem Säureanhydrid in Gegenwart einer starken Mineralsäure umgesetzt.

   Eine weitere Möglichkeit zur Durchführung der Acylierung besteht darin, die Verbindung (I) in Gegenwart einer Base mit einem   Säurechlorid   umzusetzen. In den oben angeführten Reaktionen können Reaktionstemperaturen von   OOC   bis zum Siedepunkt des Reaktionsmediums angewendet werden. 



   Die Umsetzung zu Verbindungen, in welchen Z   für-OS1 (R) 3 steht,   aus Verbindungen (I) (Z = OH) erfolgt mit Trimethylchlorsilan oder   Triäthylehlorsilan   in Gegenwart einer Base, wie z. B. Pyridin oder Triäthylamin. Vorzugsweise wird auch diese Umsetzung bei Temperaturen von etwa   OOC   bis zum Siedepunkt des Reaktionsmediums durchgeführt. 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 wie z. B. Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd, Dimethylacetamid oder Hexamethylphosphorsäureamid vorgenommen. 



   Die Verbindungen der Formel (I) werden mit guter Ausbeute und in ausgezeichneter Reinheit erhalten und können aus den Reaktionsgemischen nach Verfahren wie Destillation, Kristallisation bzw. Säulenchromatographie abgetrennt werden. 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 



   Wenn X in der Formel (I) einen andern Substituenten als Wasserstoff darstellt, so befindet es sich vor- zugsweise in p-Stellung. 



   Die Verbindungen können nach herkömmlichen Verfahren in jede beliebige Formulierung für perorale oder parenterale Verabreichung übergeführt werden. 



   Die Wirksamkeit und Toxizität dieser Verbindungen sind so beschaffen, dass jede Dosierungseinheit zwi- schen 5 und 500mg Wirkstoff enthalten kann. Die Kompositionen für die perorale Verabreichung können flüs- sigoder fest sein und die Form von Sirupen, isotonischen Lösungen, Tabletten oder Kapseln aufweisen. Ge- eignete feste, physiologisch verträgliche Trägermittel sind Lactose, Magnesiumstearat, Traubenzucker,
Talk, Stearinsäure, Gelatine und Polyvinylpyrrolidon. Geeignete flüssige, physiologisch verträgliche Trägermittel sind Erdnuss-, Oliven- oder Sesamöl und Wasser. Das Trägermittel kann daneben auch eine Ver- zögerungssubstanz wie z. B. Glycerinmonostearat oder Glycerindistearat allein oder zusammen mit einem Wachs enthalten. 



   Bei Verwendung eines festen Trägermittels kann die Zubereitung in Tablettenform, von einer harten Gelatinekapsel umgeben oder in Form von runden oder länglichen Pastillen verabreicht werden. Die Menge des festen Trägermittels kann innerhalb eines weiten Bereichs variiert werden, vorzugsweise liegt sie jedoch zwischen 25 mg und 1 g. Wird ein flüssiges Trägermittel eingesetzt, so kann die Zubereitung die Form einer weichen Gelatinekapsel, einer Ampulle oder einer flüssigen Suspension haben. 



   Für parenterale Verabreichung kann das Trägermittel eine sterile, parenteral verträgliche Flüssigkeit sein, wie z. B. Wasser oder ein Öl, z. B. Erdnussöl, welche man in Ampullenform verabreicht. 



   Obwohl alle der oben angeführten Formulierungen gute Wirkung besitzen, ist doch die Form von Tabletten zur peroralen Verabreichung zu bevorzugen. 



     Alle nachstehend angeführten Testversuche wurden an   voll entwickelten männlichen Albinomäusen (Stamm Charles River) durchgeführt, die Dosierung bestand aus dem in   10%igem wässerigem Akaziengummi   suspendierten Wirkstoff und wurde wie angegeben peroral und/oder subkutan verabreicht. 



   Die akute, perorale Toxizität und akute intraperitoneale Toxizität wurden auf herkömmliche Weise festgestellt. Die Ergebnisse werden durch   LDso ausgedrückt,   die Dosis, welche nötig ist, um eine tödliche Wirkung in 50% der behandelten Tiere hervorzurufen, wurde graphisch bestimmt. 



   Die analgetische Wirksamkeit wurde nach zwei bekannten Verfahren bestimmt. Einerseits wurde nach 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Eddy, N. B., und Leimbach, D., J. Pharmacol. Exptl. Therap.   Bd. 107 [1953], S. 385   mit den nachstehend an- geführten Änderungen verfahren. Die Mäuse werden vorgetestet, indem man sie einzeln auf die gereinigte
Oberfläche eines Kupfer-Wasserbades, das auf Temperaturen von 54 bis   550C   gehalten wird, setzt. Die Reaktionszeit auf diesen unangenehmen, thermischen Reiz ist die Zeit in Sekunden, welche dafür nötig ist, dass die Tiere sich die Pfoten lecken oder so hoch springen, dass alle vier Pfoten die Oberfläche der Platte verlassen.

   Danach wird das Mittel peroral oder subkutan verabreicht, im allgemeinen in fünf Dosierungsstufen (10 Mäuse pro Dosierungsstufe), und die Reaktionszeiten werden nach Intervallen von 1/2   h, 1h   und 2h neuerlich bestimmt. Der Zeitpunkt der Spitzenwirkung ist jener Zeitpunkt, zu welchem die grösste Anzahl der Tiere unter der Schutzwirkung des Mittels steht. Aus den Reaktionszeiten vor der Behandlung werden das Mittel und die Standard-Abweichungen errechnet.   Als"Cut off"-Zeit   wird die mittlere Reaktionszeit plus 2 Standardabweichungseinheiten angenommen. Reaktionszeiten, welche mit diesem Zeitpunkt zusammenfallen oder ihn überschreiten, werden   als analgetische Reaktionen angesehen. Die ED -Dosis, welche nötig ist,   um in 50% der Tiere eine analgetische Reaktion hervorzurufen, wird graphisch bestimmt. 



   Anderseits wurde das in   Proc. Soc. Exptl. Bio !. und Med. Bd. 95 [1957], S. 729, beschriebene Verfahren   von E. Siegmund et al im allgemeinen befolgt. Das Verfahren beruht auf dem Antagonismus sowohl nichtnarkotischer als auch narkotischer Analgetika auf ein in Mäusen durch intraperitoneale Injektionen von Phenylp-chinon hervorgerufenes Syndrom. Das Syndrom ist durch intermittierende Kontraktionen des Unterleibs, Verdrehen des Rumpfes   und Ausstrecken   der Hinterbeine gekennzeichnet, es setzt 3 bis 10 min nach Verabreichung der Injektion ein und hält mehr als 1 h lang an. Das Testmittel wird in 4 bis 5 Dosierungsstufen peroral verabreicht. Zum Zeitpunkt der Spitzenwirkung werden 0, 25 ml einer 0, 02%igen Lösung von Phenylp-chinon in 5% (wässerigem) Äthylalkohol intraperitoneal eingespritzt.

   Die Hemmung des Syndroms wird als analgetische Reaktion gewertet. Die Dosierungsmenge   EDgo, welche notig   ist, um diese Wirkung in 50% der Mäuse hervorzurufen, wird graphisch bestimmt. 



   In den nachstehend angeführten Beispielen sind die Teile, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, Gewichtsteile. 



   Beispiel 1:88 mg Lithiumhydrid wurden zu einer Lösung von 1,5 g 5-Propionoxy-5-(1-phenyläthyl)barbitursäure und 20 ml Dimethylformamid hinzugegeben und die Lösung 1/2 h lang auf   500C   erhitzt. Dann wurden 2 mg Methyljodid hinzugefügt, die Lösung bei   500C   über Nacht gerührt und danach in Eiswasser gegossen. Das Produkt wurde mit Äthylacetat extrahiert. Die kombinierten Extrakte wurden mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, filtriert und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungmittel wurde in einem Buchi Rotationsverdampfer abgedampft und das erhaltene Öl auf 230 g Silikagel chromatographiert. Danach wurde mit 10% Äthylacetat in Benzol eluiert.

   Nach Abdampfen des Lösungsmittels wurde   ein blassgelbes Öl   erhalten, das beim Stehen als   1, 3-Dimethyl-5-propionoxy-5- (1-phenyläthyl)-barbitur-   
 EMI5.1 
 :gefunden : C   61, 47 ;   H 5, 93 ; N   8, 32.   



   Diepharmakologische Untersuchung ergab eine analgetische Wirksamkeit definiert durch   den"Heizplat-   ten   EDgo"- (oral)-Wert   von 100 mg/kg. 



   Beispiel2 :Eswurden1,5g5-Propionoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäurein20mlfrischdestilliertem, trockenem Dimethylformamid gelöst. 44 mg Lithiumhydrid wurden zugegeben, und das erhaltene Gemischwurde1/2hlangbei 50 bis   600C   gerührt. Dann wurde 1 ml Methyljodid hinzugefügt, das Gemisch wurde2h lang bei einer Temperatur von   600C   stehengelassen und danach wieder 1 ml Methyljodid zugefügt. Das Reaktionsgemisch wurde 16 h lang bei 60 bis   700C   stehengelassen, und dann unter vermindertem Druck der Überschuss an Methyljodid abgedampft. Die zurückbleibende Lösung wurde in natriumchloridhaltiges Eiswasser gegossen, das Produkt mit Äthylacetat extrahiert, die Äthylacetatlösung mit Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel abgedampft.

   Das erhaltene ölige Produkt wurde mittels Säulenchromatographie an 300 g trockenem Silikagel gereinigt und mit   30% iger Äthylacetatlosung   in Benzol eluiert, wobei ein reines Öl, nämlich 1-Methyl-5-propionoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure erhalten wurde. 



   Analyse für   C H N Og :   berechnet : C 60, 37 ; H 5, 70 ; N 8, 80 ; gefunden : C   60, 19 ;   H 5, 71 ; N   9, 00.   



   Die pharmakologische Untersuchung ergab einen   Heizplatten-EDgo- (oral)-Wert   von etwa 32 mg/kg. 



   Beispiel3 :2,48g(0,01Mol)5-Hydroxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäurewurdenin50mlDimethylformamid gelöst. Zu der Lösung wurden 176 mg (0, 022 Mol) Lithiumhydrid zugegeben und die Lösung 15 min lang bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurden 2 g (0, 025 Mol) Chlormethylmethyläther zugegeben und die 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 Reaktionsmischung 2 h lang gerührt. Die Reaktionsmischung wurde mit Eis abgeschreckt und das entstandene Produkt mit   Äthylacetat   extrahiert. Die Äthylacetatlösung wurde mit   Natriumchloridlösung   gewaschen, getrocknet und das   Äthylacetat   abgedampft. Das zurückbleibende Öl wurde   säulenchromatographisch   (200 g Silikagel) gereinigt und nach Elution mit Äthylacetat wurde 1,3-bis(methoxymethyl)-5-hydroxy-5-(1-phenyl- äthyl)-barbitursäure gewonnen. 



   Analyse für C16   Hzo 06Nz :   berechnet : C 57, 13, H 5, 99, N   8, 33,   gefunden : C 57, 26, H   6, 05,   N   8, 28.   



   Beispiel4 :1,5g5-Propionoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäurewurdenin10mlfrischdestilliertem, trockenem Dimethylformamid gelöst. Zu dieser Lösung wurden 160 mg Lithiumhydrid hinzugefügt. Nach 5minutigem Rühren der Reaktionslösung bei Raumtemperatur wurden   2, 6 ml Methylchlormethyläther   zugegeben und das Reaktionsgemisch weiter über Nacht gerührt. Es wurde danach mit Eiswasser abgekühlt und sofort mit Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatlösung wurde mit Natriumchloridlösung gewaschen, getrocknet und das Äthylacetat verdampft, wobei ein Öl erhalten wird.

   Dieses Öl wurde mittels Säulenchromato- 
 EMI6.1 
 
Analyse für C14H16O3N2: berechnet : C 64, 60 H 6, 20 N 10, 76 gefunden : C 64, 49 H 6, 28 N 10, 97 
30 g der erhaltenen 1,3-Dimethyl-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure wurden zu 90 ml einer aus   30%1gem   H2 02 in 300 ml Essigsäure bestehenden Lösung zugegeben, und das entstandene Gemisch auf 60 C erhitzt, wobei eine homogene Lösung erhalten wurde, welche bei Raumtemperatur über Nacht gerührt wurde. Danach wurden zu der Reaktionslösung 100 ml Wasser und 200 ml Methanol hinzugefügt. Nach Eindampfen zur Trockne wurde Benzol zugegeben und die entstandene Lösung wurde eingedampft, um überschüssige Essigsäure   und Peroxyd   zu entfernen.

   Es wurde eine weisse, feste Substanz erhalten und nach Umkristallisation aus Aceton wurden 27 g 1,3-Dimethyl-5-hydroxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure gewonnen. 



   Analyse für Ce H16   ON :   berechnet : C 60, 86 H 5, 84 N 10, 14 gefunden : C 60, 92 H 5, 89 N 9, 96 
Beispiel 6 : 5g der wie in Beispiel 5 beschrieben erhaltenen 1, 3-Dimethyl-5-hydroxy-5- (1-phenyl-   äthyl)-barbitursäure wurden   zu einer Lösung von 40 ml Propionsäure und 5 ml konzentrierter Schwefelsäure zugegeben. Nach 20-stündigem Erhitzen auf   650C   wurde das Reaktionsgemisch in 500 ml Eiswasser abgekühlt. Der gebildete Feststoff wurde abfiltriert und in Benzol gelöst. Die Reinigung erfolgte mittels Chromatographie an 270 g Silikagel. Eluiert wurde mit einem Lösungsmittel, das aus 20 Vol. -% Äthylacetat und 80   Vol.-%   Benzol bestand, danach wurde das Lösungsmittel verdampft und ein Öl, das während des Stehens 
 EMI6.2 
 



   Analyse für C17 H20 O5N2: berechnet : C 61, 43 H 6, 07 N 8, 43 gefunden : C 61, 47 H 5, 93 N   8, 32.   



   Beispiel 7 : Zu einer Lösung von 2,5 g 1,3-Dimethyl-5-hydroxy-5-(1-phenyläthyl)barbitursäure in 25 ml Pyridin wurden   1,   1 g Trimethylchlorsilan zugefügt. Nach Kochen am   Rückfluss   über Nacht wurde die Mischung auf Raumtemperatur abgekühlt und in mit 25 ml konzentrierter Salzsäure versetztes Eiswasser gegossen. Das Produkt wurde mit Äthylacetat   extrahiert, die Äthylacetatlösung   mit Natriumchloridlösung gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel abgedampft. Das entstandene, ölige Produkt wurde mittels Säulenehromatographie auf 230 g Silikagel gereinigt. Nach Elution mit 20%igem Äthylacetat in Benzol wurde eine 
 EMI6.3 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 barbitursäure identifizieren liess, erhalten. 



   Analyse für   CHNSi :   berechnet : C 58, 59 H 6, 94 N 8, 03 Si 8, 06 gefunden : C 58, 39 H 7, 02 N 7, 94 Si 8, 12 
 EMI7.1 
 : 3, 0 g 5-Propionoxy-5- (1-phenyläthyl)-barbitursäure wurden in 25 ml Dimethylformamidgossen und das Produkt mit Äthylacetat extrahiert. Die   Äthylacetatlösung   wurde über Natriumsulfat getrocknet, filtriert, das Lösungsmittel abgedampft und ein Öl erhalten, das mittels Chromatographie an 200 g Si- likagel gereinigt und mit einem Lösungsmittelgemisch aus 9 Vol.-Teilen Benzol und 1   Vol.-Teil Äthylacetat   eluiert wurde, wobei ein farbloses Öl erhalten wurde, das als   1, 3-bis-Acetoxymethyl-5-propionoxy-5- (1-   phenyläthyl)-barbitursäure zu identifizieren war.

   Das Infrarotspektrum zeigte charakteristische Carbonylbande bei 1761 bis 1695   cm"   und eine   C-O   Bande bei 1250   em¯I.   Eine Bande bei 1610   crn wies   auf das Vorhandensein einer aromatischen Gruppe hin. 



   Analyse für C21H24O9N2: berechnet : C 56, 24 H 5, 39 N 6, 25 gefunden : C 56, 03 H 5, 23 N 6, 30 
Die pharmakologische Untersuchung ergab beim Heizplatten-Test eine ausgezeichnete analgetische Wirksamkeit : ED   go- (oral)   = 41 mg/kg. 



   Beispiel 9 : 2 g 1,3-Bis-methoxymethyl-5-propionoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure, 5 g Essigsäureanhydrid und 0, 05 g SnCl4 (Lewissäure) werden bei   250C   20 h gerührt, danach in 500 g Eis gegossen unddas Produkt mit Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatlösung wurde über Natriumsulfat getrocknet, filtriert, das Lösungsmittel abgedampft und ein Öl erhalten, das mittels Chromatographie an 200 g Silikagel gereinigt und mit einem Lösungsmittelgemisch aus 9   Vol.-Teilen   Benzol und 1   Vol.-Teil Äthylacetat   eluiert 
 EMI7.2 
    3-bis-Acetoxymethyl-5-propionoxy-5- (1-phenyl-äthyl)-barbitursäure   zu identifizieren war. 



   Die Analysen-Kenndaten des erhaltenen Produktes stimmten mit denen des nach Beispiel 8 erhaltenen Produktes überein, es zeigte die gleiche analgetische Wirksamkeit. 



   Beispiel 10 : [Z = Alkoxy   (OR5) ]     2, 76   g 5-Äthoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure wurden in 25 ml frisch destilliertem, trockenem Di- 
 EMI7.3 
 das Reaktionsgemisch wurde weiter über Nacht gerührt. Es wurde danach mit Eiswasser abgekühlt und sofort mit Äthylacetat extrahiert. Die   Äthylacetatlösung   wurde mit   Natriumchloridlösung   gewaschen, getrocknetund das Äthylacetat verdampft, wobei ein Öl erhalten wird. Dieses Produkt wurde mittels Säulenchroma- 
 EMI7.4 
 iger benzolischer Äthylacetatlosunggefunden : C   59, 12 ;   H   6, 75 ;   N   7, 58.   



   Diepharmakologischen Tests ergaben eine analgetische Wirksamkeit, definiert als Heizplatten   ED 50 -   (oral)-Wert von   17, 1 mg ! kg (10, 3   bis   23, 7).   

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellungneuer 5-substituierter-5-Phenylalkylbarbitursäurederivate der allgemeinen Formel EMI7.5 <Desc/Clms Page number 8> worin m die ganzen Zahlen 1 oder 2, R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl oder Äthyl bedeuten, vorausgesetzt, dass der Rest #CR1R2#m nicht mehr als eine Äthylgruppe oder mehr als zwei Methylgruppen enthält, und dass, wenn m = 1 ist, der genannte Rest wenigstens 1 Wasserstoffatom und wenn m = 2 ist, der genannte Rest wenigstens zwei Wasserstoffatome enthält, einer der Reste Rg und R4 jeweils EMI8.1 EMI8.2 EMI8.3 oder Äthyl bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Barbitursäurederivat der allgemeinen Formel EMI8.4 EMI8.5 EMI8.6 genwart von Lithiumhydrid oder mit Brom-,
    Chlor- oder Jodmethylmethyläther (samt gegebenenfalls anschliessender Umsetzung mit Essigsäureanhydrid in Gegenwart eines Lewissäure-Katalysators) oder mit einem Halogenmethylacetat in Gegenwart einer Base zu Verbindungen der allgemeinen Formel EMI8.7 umsetztund gewünschtenfalls, wenn in der so erhaltenen Verbindung (Ib) Z1 Wasserstoff bedeutet und die übrigen Substituenten die eben genannte Bedeutung haben, diese mit wässerigem H202 in Gegenwart von Essigsäure in eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) überführt, in welcher Z für OH steht und die übrigen Substituenten die oben genannte Bedeutung haben, und nötigenfalls in diese Verbindung mittels einer Carbon- EMI8.8 EMI8.9 2.
    Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von neuen Barbitursäurederivaten der allgemeinen Formel EMI8.10 worin Rit Methyl oder Äthyl bedeutet, Z die im Anspruch 1 gegebene Bedeutung hat, einer der Reste Ru'un RI für Methyl und der andere für Wasserstoff steht oder beide Reste Rg'und R ! Methyl bzw. Methoxymethyl bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass eine 5-substituierte Barbitursäure der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 9> EMI9.1 in welcher R und Z wie oben definiert sind, mit Methyljodid in Gegenwart von Lithiumhydrid oder mit Brom-, Chlor- oder Jodmethylmethyläther in Gegenwart einer Base, wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Kalium-tert. Butoxyd oder Triphenylmethyl-Natrium, umgesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 zur Herstellung von neuen Barbitursäurederivaten der allgemeinen Formel EMI9.2 worin Rg"und R "entweder die Bedeutung von R g'und R 'in Anspruch 2 haben oder beide für Acetoxymethylstehen,dadurchgekennzeichnet,damanvon5-Propionoxy-5- (1-phenyläthyl)-barbitursäure ausgeht und diese mit Methyljodid in Gegenwart von Lithiumhydrid oder mit Brom-jChlor-oder Jodmefhyl- methyläther in Gegenwart einer Base, wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Kalium-tert.
    Butoxyd oder Triphenylmethyl-Natrium, umsetzt, und nötigenfalls in der erhaltenen Verbindung der Formel EMI9.3 beideMethoxy-Gruppen durch Einwirkung von Essigsäureanhydrid in Gegenwart eines Lewissäure-Katalysators gegen Acetoxygruppe austauscht oder die 5-Propinoxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure in Gegenwart einer Base, wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid, Kalium-tert. Butoxyd oder TriphenylmethylNatrium, unmittelbar mit einem Essigsäurehalogenmethylester umsetzt.
AT212374A 1970-11-09 1974-03-14 Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate AT330200B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT212374A AT330200B (de) 1970-11-09 1974-03-14 Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US8819370A 1970-11-09 1970-11-09
AT963871A AT321937B (de) 1970-11-09 1971-11-09 Verfahren zur herstellung einer neuen 5-substituierten 5-phenylalkyl-barbitursäure
AT212374A AT330200B (de) 1970-11-09 1974-03-14 Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA212374A ATA212374A (de) 1975-09-15
AT330200B true AT330200B (de) 1976-06-25

Family

ID=27148288

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT212374A AT330200B (de) 1970-11-09 1974-03-14 Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT330200B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA212374A (de) 1975-09-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69332577T2 (de) Verfahren zur Herstellung von 13-Ether-Derivaten von Milbemycinen und Zwischenprodukte
DE2244324C2 (de) 3-Benzoylpropionsäuren mit dreifach substituiertem Benzylrest, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
DE2717990C2 (de)
DE2458164A1 (de) Verfahren zur herstellung von neuen heterocyclischen verbindungen
DE3406061C2 (de)
DE3247860C2 (de)
CH649295A5 (de) Optisch aktive oder razemische brom-e-homo-eburanderivate.
CH651563A5 (de) Hydroxyimino-oktahydro-indolo(2,3-a)chinolizin-derivate sowie verfahren zu ihrer herstellung.
DD272648A5 (de) Chromon-derivate
DE2504045B2 (de) 16,17 dihydro-apovincaminsaeure-2- hydroxypropylester, deren salze, verfahren zu ihrer herstellung und arzneimittel
AT330200B (de) Verfahren zur herstellung neuer 5-substituierter 5-phenylalkylbarbitursaurederivate
DE3102769A1 (de) &#34;bis-moranolinderivate&#34;
DE2929760C2 (de)
DE2242454A1 (de) 1-aethyl-imidazole, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als arzneimittel
DE3424586A1 (de) 3-aminocarbonylmethoxy-5-phenyl-pyrazol-verbindungen sowie verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel
DE69016914T2 (de) Phospholipidderivate.
DE2748466A1 (de) 4a-aryloctahydro-1h-2-pyrindine
DE3721223A1 (de) Glycinderivate
DE2618936C3 (de) N-Acyl-glutamine, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende pharmazeutische Zubereitungen
DE2647969A1 (de) Cyclische amide, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneipraeparate
EP0000013B1 (de) 4-Phenyl-8-amino-tetrahydroisochinoline, diese enthaltende pharmazeutische Präparate und Verfahren zur Herstellung dieser Präparate
DE3784913T2 (de) Eicosattraynsaeureamide, ihre verwendung in der arzneimittelkunde und kosmetika, ihre herstellung und verfahren zur herstellung von eicosattraynsaeure.
DE2155469C2 (de) 5-Hydroxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure-Derivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende analgetische Mittel
DE2433268C2 (de) 5-Pivaloyloxy-5-(1-phenyläthyl)-barbitursäure, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltendes pharmazeutisches Mittel
DE2704365C2 (de) Zimtsäureamide, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Zubereitungen, welche diese Verbindungen enthalten

Legal Events

Date Code Title Description
EIH Change in the person of patent owner
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee
UEP Publication of translation of european patent specification