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Durch die Anordnung und entsprechende Bemessung des Verteilertauchkolbens l, der als Fortsatz des Schöpfkolbens e ausgebildet ist, kann man die so entstehenden Vorsaugewirkungen auf beide Hübe in erwünschtem Verhältnisse verteilen.
Neu ist hiebei, dass die Flüssigkeit hinter dem schöpfenden Tauchkolben e nicht aus dem Saugwindkesscl a fortgesaugt wird, wie bei den bekannten Pumpen, sondern dass sich Schichte an Schichte an Stelle des ausziehenden Tauchkolbens lagert. Die Geschwindigkeit, mit der diese Platzeinnahme der einzelnen Flüssigkeitsschichten vonstatten gehen soll, lässt sich sehr gut im Verhältnisse zur jeweiligen Kolbengeschwindigkeit dadurch regeln, dass der Ventilstuhl für die am Kolben sitzenden Schöpfventile kegelförmig gestaltet wird.
Beim Auszug des Schöpftauchkolbens lagert sich sodann die Flüssigkeit nicht mit gleicher Geschwindigkeit, wie eben der Kolben weicht, sondern, gleichsam wie bei der Keilwirkung, vermindert im Verhältnisse des Sinus des Keilwinkels. Demzufolge wird der Leistungsverbrauch, der hiezu aufzuwenden ist und für den bekanntlich das Quadrat der Bewegungsbeschleunigung massgebend ist, mit dem Quadrate des Sinus zu dem angewandten Spitzenwinkel (Keilwinkel) vermindert ; dies kommt wieder einer Verbesserung der Ansaugefähigkeit zustatten. Die Schöpfventile sind, wie aus der Zeichnung ersichtlich, pyramidenförmig angeordnet und ihr Aufbau kann über die wirksame Kolbenfläche je nach Bedarf erweitert werden.
Ist eine derartige Erweiterung über den Durchmesser des wirksamen Kolbens, wie sie z. B. die Fig. 1 und 2 zeigen, aus baulichen Rücksichten nicht durchführbar, so kann die Ausbaufläche für die Kolbenventile gegenüber der wirksamen Kolbenfläche durch Anordnung eines Gegenkolbens p im Pumpenraume b relativ erweitert sein, wie dies z. B. in den Fig. 6 und 7 dargestellt erscheint. Ob nun die in Rede stehende Erweiterung gegenüber dem Durchmesser des arbeitenden Kolbens absolut, wie in Fig. 1, oder relativ, wie in Fig. 7, erfolgt, immer kann hiedurch die Spaltgeschwindigkeit in dem Ventilkolben ganz unabhängig von der jeweiligen Kolbengeschwindigkeit nach Erfordernis geregelt werden.
Vorteilhafte Eigenschaften dieser Schöpfventile ergeben sich aus dem Umstande, dass ihre abschliessenden Ventilteile vermöge der beim Hin-und Hergange mit dem Kolben erweckten Massenmomente und zufolge des Widerstandes im durchfahrenen Mittel in vollkommener Weise selbsttätig gesteuert werden.
Demzufolge können die Schöpfventile mit vergleichsweise sehr
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Dort, wo eine Erweiterung der Schöpfventilstuhlungen über den Kolbendurchmesser in Anwendung kommt, wird der Übergang zweckmässig durch ein dach-oder kegelförmiges Zwischenstück M gebildet, durch dessen Gestaltung eine wirbellose Umströmung der ausweichenden Flüasigkcitsteile und Hinlenkung an die Stelle des Verbrauches, nämlich hinter den weichenden Ausschöpfer, unter Hervorrufung einer entsprechenden Geschwindigkeitspressung (Flüssigkeits-
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Einwirkung auf das Insicheinfallen der Vorratnüssigkeit durch äusseren, an die Kolbenstange abzugebendenArbeitsaufwandauszuübengestattet.
Was die Anordnung von Gegenkolben p im bemessenden pumpenraume b betrifft, so ergibt sich dabei die Notwendigkeit des Einbaues von gleichwertigen Verdrängern im vorgelegten Saugraume, damit nicht störende Einwirkungen auf den Unterdruck im Saugraume entstehen. Um aber die Saugwirkungen der zusammengebauten Kolben e + l + p auf die durch Stutzen cl vor-
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In Fig. 4 ist das Schöpfventil/"am Ausgange des Hohlkolbens e angebracht, so duH die stielhweise Entnahme der Hubanteile aus dem Vorratsraume a durch das Schöpfrohr e vetmittelt wird0 Eine solche Anordnung kann durch verschiedene Umstände geboten sein und für viele Fälle auch genügend sich erweisen.
In Fig. 5 ist der Ausschöpfer e als Uberschubteil des bemessenden Auszugszylinders, so wie dies auch in Fig. 3 vorkommt, ausgebildet, mit dem Unterschiede, dass hier der Antrieb vou oben durchgeführt erscheint.
Das Bestreben, die Gewichte der absetzend zu bewegenden Körper, sowohl der starren als auch der unmittelbar oder mittelbar betätigten flüssigen, möglichst herabzumindern, kommt bei den hier behandelten Pumpenausführungen ausser in den schon beschriebenen Massnahmen weiters noch in folgendem zur vollen Geltung :
Um über den Pumpenventilen je nach Bedarf eine ganz seichte Schichte von unzusammendrückbarer Flüssigkeit zu erhalten oder im allgemeinen,
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im Innern der Pumpenräume, nahe an die Ausatrömspalten der Ventile heranreichend, die nach abwärts gekehrten, recht weiten, möglichst tiefliegenden Mündungen von Behältern in die den Pumpenraum erfüllende Flüssigkeit eingebaut, welche Behälter mit Luft oder anderen Gasen unter der mittleren Flüssigkeitapressung angefüllt und im Bedarfsfalle nachfüllbar sind oder aber mit beweglichen, in unmittelbarer Nachbarschaft der Ausströmspalten befindlichen Wandungen versehen seül können.
Die Luft-oder Gasbehälter können sich je nach Umständen auch ausserhalb der Pumpenräume weiter erstrecken, bzw. können solche neben der Pumpe befindliche Gasbehälter durch Verbindungsstücke mit besagten, innerhalb der Pumpe befindlichen Mündungen oder nachgiebigen Wandungen verbunden sein, um so möglichst ausgiebige, daher sanft wirkende Expansionsvolumina zu schaffen. In den Fig. 6 und 7 sind solche Luft oder Gasbehälter r dargestellt. Durch das Röhrchen t in Fig. 7 ist eine Nachfüllung des Luttbehälters r möglich.
Diese für den Schnellbetrieb von Kolbenpumpen ungemein nützlichen Ausgestaltungen haben den Zweck, den absetzend aus den Ventilspalten vorgestossenen Flüssigkeitsströmen und dem Hubvolumen der Ventile ein teilweises Ausweichen in die in nächster Nähe mündenden, elastisch nachgebenden Räume besagter Behälter zu ermöglichen, so dass die diesen Stössen unmittelbar ausgesetzten unelastischen Flüssigkeitsmassen nur auf die zwisehengelagerten kleinen Mengen beschränkt bleiben, wodurch für die sehr rasch erfolgenden Massenbewegungen, die sich der umgebenden Flüssigkeit nicht so leicht mitteilen lassen und deshalb Wirbel mit Reibungwiderstände hervorrufen, kein allzu grosser nutzloser Arbeitsaufwand aufgezehrt wird.
Die Richtung des Hubes des Schöpftauchkolbens verändert nichts im Wesen der Merkmale und Grundsätze, die eben für die Pumpenbauart nach der Erfindung erläutert wurden. Es lassen sich demnach ohne weiters solche Pumpen für alle denkbaren Lagen des Tauchkolbenhubes anwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pumpe mit schöpfendem Tauchkolben und einem der Richtung nach beliebigem Hube, dadurch gekennzeichnet, dass der die Kolbenventile (t) tragende Teil eines hohl ausgebildeten Tauchkolbens (e) ausserhalb des Pumpenzylinders frei im Wasserraum eines Saugwindkessels (a) spielt.