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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken eines Produktes in einem schlauchförmigen Hüllmaterial, unter Verwendung eines an beiden Enden offenen Füllrohres, auf welches das Hüllmaterial in der für das Produkt benötigten Länge aufgebracht wird, wobei das Füllrohr beim Einfüllen des Produktes am dem Einfüllende gegenüberliegenden Ende abgeschlossen und durch relatives Verschieben vom Füllrohr einerseits und Hüllmaterial sowie Produkt anderseits das Produkt mit dem Hüllmaterial überzogen wird. Als zu verpackendes Produkt kommen insbesondere beim Verpacken nachgiebige Lebensmittel, z. B. verarbeitetes Fleisch, in Frage.
Die Verpackung von Fleischprodukten innerhalb eines schlauchförmigen Hüllmaterials, wie z. B. einer natürlichen oder synthetischen Folie oder eines in Umfangsrichtung dehnbaren Netzwerks bzw. Geflechts, erfolgt üblicherweise, indem ein Teil des Materials von einem Vorrat dieses Materials abgetrennt und dieser Teil händisch zur Gänze auf die Aussenoberfläche eines ortsfesten Füllrohres mit offenen Enden aufgebracht wird. Das Material wird gewöhnlich über das Füllrohr von einem Ende desselben ausgehend aufgezogen. Wenn das verwendete Material ein dehnbares Netzwerk ist, ist das Füllrohr so dimensioniert, dass das Netzwerk in Umfangsrichtung ausgedehnt wird, indem es über das Füllrohr gezogen wird.
Dann wird ein Ende des Netzwerkes von dem einen Ende des Füllrohres ein kleines Stück heruntergezogen, so dass es sich zusammenziehen und das eine Ende des Füllrohres verschliessen kann. Das zu verpackende Fleischprodukt wird dann in das Füllrohr durch dessen anderes Ende eingefüllt. Wenn der Füllvorgang beendet ist, wird ein Druck auf das Produkt ausgeübt, um es innerhalb des Füllrohres zusammenzupacken und gleichzeitig wird das Produkt aus dem Füllrohr ausgestossen, wobei es im Netzwerk verbleibt, dessen abgeschlossenes Ende am zusammengepackten Produkt anliegt. Durch fortgesetztes Hineinpacken und Ausstossen wird das Produkt aus dem ortsfesten Füllrohr austretend abschnittsweise in verpackten Zustand erhalten, wobei jeweils auch eine Länge des in Umfangsrichtung dehnbaren Netzwerkes vom Füllrohr abgezogen wird.
Beim Abziehen dieser Länge wird das Fleischprodukt eng vom Netzwerk umgeben, so dass seine Form, die es durch das Hineinpacken in das Füllrohr angenommen hat, aufrechterhalten bleibt. Wenn die für ein Produkt erwünschte Menge aus dem Füllrohr ausgestossen worden ist, wird die dabei gleichzeitig insgesamt vom Füllrohr abgezogene Länge des das Produkt einschliessenden Netzwerks in der Nähe des einen Endes des Füllrohres abgeschnitten, um das auf diese Art verpackte Produkt vom noch auf dem Füllrohr verbleibenden Rest des Netzwerks abzutrennen. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis der auf dem Füllrohr verbleibende Teil des Netzwerks aufgebraucht ist. Dann wird ein neuer Teil von Netzwerk vom Vorrat abgeschnitten und händisch auf das Füllrohr aufgebracht.
Dieses Verfahren, wie es z. B. in der Schweizer Patentschrift Nr. 457248 beschrieben ist, hat zahlreiche
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aufgebrachte Menge von Hüllmaterial ist bald verbraucht, so dass die auf dem Füllrohr befindliche Menge von Hüllmaterial häufig ersetzt werden muss. Daher ist dieses Verfahren relativ zeitraubend. Ein weiterer Grund für die Langsamkeit dieses Verfahrens besteht darin, dass das Aufbringen der jeweiligen Länge von Hüllmaterial auf das Füllrohr händisch erfolgen muss. Das händische Aufziehen des Hüllmaterials auf das Füllrohr führt häufig auch zu einer Verschwendung dieses Materials, indem mehr als die für die Verpackung des Produktes notwendige Menge von Hüllmaterial an den Enden des Produktes verwendet wird.
Ausserdem kann dieses bekannte Verfahren zu einer unerwünschten Verformung des Vorderendes des Produktes führen, so dass dieses eine konische Form annimmt, da das Material, wenn es dehnbar ist, um das Produkt herum zusammengepresst wird. Ein konisches Ende des Produktes ist für den Handel nicht in jedem Fall akzeptabel und kann eine Verschwendung darstellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfacheres und schnelleres Verfahren zum Verpacken eines Produktes zu schaffen, welches unter Vermeidung der erwähnten Nachteile die kontinuierliche Entnahme von schlauchförmigem Hüllmaterial von einem Vorrat dieses Materials beim notwendig absatzweisen Verpacken ermöglicht.
Es ist insbesondere ein Ziel der Erfindung, die Verpackung eines Produktes in einem schlauchförmigen Hüllmaterial in einer Weise zu ermöglichen, die den Aufwand an Handarbeit beim Hantieren mit dem Hüllmaterial verringert, wodurch die Arbeits- und Materialkosten verringert werden und ausserdem eine Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit mit der das Produkt verpackt wird, ermöglicht wird. Vorzugsweise soll es durch das erfindungsgemässe Verfahren möglich sein, verpackte Produkte mit gleichmässigem Querschnitt zu erhalten, d. h. solche Produkte, die an beiden Enden im wesentlichen flach sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass das Füllrohr an einem Ende durch einen Verschlussteil abgeschlossen wird, wonach das Aufbringen des Hüllmaterials auf das Füllrohr ausgehend vom durch den Verschlussteil abgeschlossenen Ende desselben über den Verschlussteil erfolgt, und dass nach dem Einfüllen des Produktes in das Füllrohr durch dessen anderes Ende beim Abziehen des Füllrohres vom darauf angeordneten Hüllmaterial und vom eingefüllten Produkt das Füllrohr vom Verschlussteil wegbewegt wird.
Bei dem Verfahren wird vorzugsweise die für das Produkt benötigte Länge des Hüllmaterials erst nach dem Umhüllen des Produktes vom übrigen Hüllmaterial abgetrennt.
Vorzugsweise wird vor dem Einfüllen des Produktes in das Füllrohr dieses mit dem einen Ende bis zur Anlage am Verschlussteil bewegt, wodurch der gewünschte Abschluss an einem Ende des Füllrohres zustande kommt.
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Das z. B. aus zwei verschiedenen Arten von Material bestehende Produkt kann händisch in das Füllrohr eingefüllt werden, oder der Füllvorgang kann auch maschinell unter einem vorbestimmten Druck erfolgen.
Das Aufbringen bzw. Abziehen des Hüllmaterials wird vorteilhaft durchgeführt, indem das Füllrohr und der an dem einen Ende desselben anliegende Verschlussteil axial in eine Richtung bewegt werden, um die für das Produkt benötigte Länge des ortsfest gehaltenen Hüllmaterials darauf aufzubringen, und dann das Füllrohr, der Verschlussteil und die darauf angeordnete Länge des Hüllmaterials in eine dieser Richtung entgegengesetzte Richtung bewegt werden, um eine zusätzliche Länge von Hüllmaterial von einer dafür vorgesehenen Zuführung abzuziehen.
Zusätzlich können zum Produkt während oder nach dessen Einfüllen in das Füllrohr oder vorzugsweise während des Abziehens des Füllrohres vom eingefüllten Produkt Zusätze zugegeben werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist mit nur geringfügigen Abwandlungen wahlweise auch für das Vakuumverpacken geeignet.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, wobei Fig. 1 eine Ansicht einer Vorrichtung zum Verpacken eines Produktes in einem schlauchförmigen Hüllmaterial und Fig. 2 eine teilweise Ansicht eines ortsfesten unteren Teils der Vorrichtung ist, welcher zum Aufziehen von Hüllmaterial auf ein Füllrohr dient. Die Fig. 2A und 2B zeigen eine andere Ausführungsform dieses unteren Teils, wobei Fig. 2A ein Querschnitt und Fig. 2B eine teilweise, schematische Ansicht ist. Fig. 3 ist eine Ansicht eines innerhalb des ortsfesten unteren Teils bewegbaren Teils der Vorrichtung und Fig. 4 zeigt das Zusammenwirken der beiden unteren Teile im Querschnitt.
Fig. 5 zeigt die in Fig. l links sichtbare Pneumatikeinrichtung, welche die einzelnen Teile der Vorrichtung trägt bzw. bewegt, Fig. 6 ist eine Draufsicht auf die in Fig. 4 dargestellten Teile. Die Fig. 7A, 7B, 7C, 7D und 7E zeigen Verfahrensschritte des erfindungsgemässen Verfahrens an Hand von schematischen Ansichten der gesamten Vorrichtung.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung ist insgesamt mit --1-- bezeichnet und weist eine vertikale Pneumatikeinrichtung --3-- auf, welche auf einer Basis --5-- montiert ist und die einzelnen Teile der Vorrichtung trägt bzw. bewegt. Der obere Teil der Pneumatikeinrichtung-3-trägt ein an beiden Enden offenes Füllrohr-7-, dessen oberes offenes Ende mit --9-- bezeichnet ist. Beim dargestellten
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unteren ortsfesten Teiles, welcher weiter unten erläutert wird, lose bzw. schwimmend angeordneter Teil - vorgesehen, welcher das Hüllmaterial trägt, wie in den Fig. l, 3 und 4 gezeigt ist.
Dieser Tragteil --17-- weist an seinem oberen Ende in Form einer kreisförmigen Platte einen Verschlussteil --19-- auf, welcher zum zeitweisen Verschliessen des unteren Endes --15-- des Füllrohres --7-- dient. Das Verschliessen erfolgt durch Absenken des Füllrohres --7-- bis dessen unteres Ende--15--sich am Verschlussteil --19-- von oben anlegt. Wie in Fig. 4 gezeigt ist, ist der obere Rand--23--des Verschlussteiles --19-- konisch abgeschrägt, um beim Zentrieren des Füllrohres--7--auf dem Verschlussteil - -19-- mitzuhelfen.
Der Tragteil --17-- weist im an den Verschlussteil-19-nach unten anschliessenden Bereich eine Aufziehführung-27-für das Hüllmaterial auf, welche das vordere Ende des von einer Vorratswinde abgespulten schlauchförmigen Hüllmaterials aufnimmt. Als Hüllmaterial kann jedes beliebige geeignete, schlauchförmige, natürliche oder synthetische Material, z. B. ein dehnbares oder undehnbares schlauchförmiges Netzwerk, verwendet werden. Ein geeignetes Hüllmaterial ist das in der USA-Patentschrift Nr. 3, 513, 668 beschriebene, in Umfangsrichtung dehnbare Netzwerk. In der folgenden Beschreibung wird unter Hüllmaterial ein in Umfangsrichtung dehnbares Netzwerk verstanden, wobei darauf hingewiesen wird, dass andere Arten von Hüllmaterialien ebenso verwendet werden können.
Die Aufziehführung-27-für das Hüllmaterial ist durch vier im wesentlichen vertikale Stangen-33- (Fig. 3) gebildet, die jeweils am oberen Ende-35- (Fig. 4)
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--37-- nachdieses beim Aufziehen auf die Aufziehführung--27--gedehnt.
Am Verschlussteil--19--des Tragteiles--17--ist ein aus elastischem Material bestehender Übergangsteil --41-- befestigt, der einen zylindrischen Kragenteil--43--aufweist, der oberhalb und um die obere Fläche des Verschlussteiles--19--herum angeordnet ist. Das untere Ende--45-- (Fig. 3) des Übergangsteiles --41-- läuft nach innen konisch zusammen und die Stangen --33-- verlaufen durch Öffnungen-47-, die im Übergangsteil --41-- angrenzend an dessen zylindrischen Kragenteil-43angeordnet sind.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist unterhalb des Tragteiles --17-- an der säulenartigen Pneumatikeinrichtung --3-- eine Stützeinrichtung --48-- mittels eines Armes --49-- höhenverschiebbar befestigt. Die Stützeinrichtung --48- weist einen Ring--51--auf, der mittels einer Stange --52-- am Arm --49-- befestigt ist. Der Ring --51-- dient zur Führung des schlauchförmigen Hüllmaterials sowie zur Bewegung des schwimmenden Tragteiles-17--während eines Teiles von dessen Bewegung, wie noch weiter unten beschrieben wird.
Der Tragteil --17-- wird bei der vertikalen schwimmenden Bewegung relativ zur säulenartigen Pneumatikeinrichtung--3--durch den ortsfesten unteren Teil--55--der Vorrichtung geführt. Dieser stationäre untere Teil --55-- weist wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, vier Führungspfosten auf, von denen
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Aufziehen des vom Tragteil --17-- aufgenommenen Hüllmaterials auf die Aussen-Oberfläche des Füllrohres - ist am oberen Ende des ortsfesten unteren Teiles-55-eine Einrichtung-67--vorgesehen, welche am oberen Rand des Hüllmaterials angreift. Diese Greifeinrichtung --67-- weist, wenn als Hüllmaterial ein Netzwerk verwendet wird, vier Finger--69--auf, die in Fig. l um den Umfang des Tragteiles--17-herum angeordnet sind.
Wie in den Fig. 4 und 6 dargestellt ist, ist jeder Finger --69-- auf einer mit dem jeweiligen Winkelprofil --59-- verbundenen Platte --71-- mittels einer Stütze --73-- und eines Drehzapfens --75-- schwenkbar gelagert. Jeder Finger --69-- ragt nach oben und innen und hat eine Nut - -77-- an seinem oberen Ende-79- (Fig. 6), durch welche Nut --77-- jeweils eine der Führungsstangen --33- hindurch verläuft.
Das obere Ende Finger-69-umgreift die jeweils in der Nut
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befestigt und drückt den Finger --69-- nach innen auf die jeweilige Stange--33-zu. Unten innen ist an jedem Finger-69--ein Ansatz-86-vorgesehen, welcher in Anlage mit der platte --71-- kommt, um den Finger--69--in einer erhöhten Position zu halten, wenn die Stangen --33-- beim Absenken des Tragteiles --17-- aus den Nuten--77--herausbewegt werden. Wenn als Hüllmaterial ein natürliches oder synthetisches schlauchförmiges Material verwendet wird, können die Finger --69-- der Greifeinrichtung --67-- mit Gummispitzen versehen sein und sind keine Nuten --77-- notwendig.
Eine Trenneinrichtung--91--zum Abtrennen der für das Produkt benötigten Länge des Hüllmaterials nach dem Umhüllen des Produktes ist schematisch teilweise in Fig.1 gezeigt. Die Trenneinrichtung --91-- ist an der säulenartigen Pneumatikeinrichtung--3--stationär befestigt und umgibt den zylindrischen Kragen --43-- des Übergangsteiles --41-- des Tragteiles --17-- unmittelbar oberhalb der Finger-69-. Die Trenneinrichtung --91-- kann einen ringförmigen Rahmen --93-- mit einem beliebigen, darauf montierten geeigneten Trennmechanismus (nicht gezeigt) aufweisen.
Die Trenneinrichtung--91--kann beispielsweise bewegbare Teile enthalten, die Segmente eines Kreises bilden und Schneidkanten aufweisen, wobei die Segmentteile ähnlich wie ein Schieber zur Verringerung des Durchmessers bewegbar sind, um die Schneidkanten
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--41-Stützstangen--101--befestigt.
Zur Unterstützung des Zusammendrückens bzw.-packens des Produktes im Füllrohr --7- ist an der Pneumatikeinrichtung --3-- schliesslich noch ein Druckstempel --103-- stationär befestigt. Der Druckstempel --103-- weist eine kreisförmige Druckplatte --105-- auf mit einem Durchmesser, der nur wenig kleiner als der innere Durchmesser des Füllrohres --7-- ist ; die Druckplatte --105-- ist am unteren Ende einer vertikalen Stange--107--befestigt, die an ihrem oberen Ende mittels eines Stützarmes--109-- fest mit der Pneumatikeinrichtung--3--verbunden ist.
Vorzugsweise ist jedoch die vertikale Stange --107-- nach unten fest jedoch nach oben längsverschiebbar mit dem Stützarm-109-verbunden. Ein
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bzw. steuert und alle Teile der Vorrichtung trägt, ist in Fig. 5 im Schnitt dargestellt. Das darin angeordnete pneumatische System ist mit --121-- bezeichnet. Das System --121-- weist einen ersten, in Längsrichtung sich erstreckenden Hohlkolben --123-- auf,
der innerhalb eines äusseren Zylinders der Pneumatikeinrichtung --3-- verschiebbar gelagert ist und die Stützeinrichtung --48-- mittels des Armes --49-- trägt. Der Arm --49-- ist an der Seitenwand-125-des Kolbens --123-- befestigt und verläuft durch einen vertikalen
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-123-- und der Zylinderwand --129-- ist eine Dichtung --131-- vorgesehen.--135-- des Kolbens --123-- eine erste Kammer-137-. Ein Ein- bzw. Auslass --139-- für die Kammer --137-- ist in der unteren Zylinderwand --133-- vorgesehen.
Ein zweiter Hohlkolben --141-- ist gleitbar innerhalb des ersten Hohlkolbens --123-- angeordnet und ragt aus dessen oberem offenem Ende --143-- heraus. Der zweite Kolben-141-trägt das Füllrohr --7-- mittels des an seiner Seitenwand --145-- befestigten Stützarmes --11--, welcher ebenfalls durch den Schlitz --127-- hindurchgreift. Die untere Wand --147-- des zweiten Kolbens --141-- bildet zusammen mit der Seitenwand --125-- und der unteren Wand --135-- des ersten Kolbens --123-- eine zweite Kammer --149--.
An der Seitenwand --145-- des zweiten Kolbens --141-- ist eine Dichtung
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-151-- vorgesehen,Öffnung in der unteren Wand --135-- des ersten Kolbens-123--, die die erste und die zweite Kammer - 137 bzw. 149-verbindet.
Ein dritter Kolben --161--, der mit der unteren Wand --147-- des zweiten Kolbens --141-- durch eine sich in Längsrichtung erstreckende Stange --163-- verbunden ist, ist in einer dritten Kammer-165- angeordnet, welche innerhalb eines in der Pneumatikeinrichtung --3-- oben befestigten Rohres-167gebildet ist. Das Rohr --167-- ragt aus der Pneumatikeinrichtung --3-- oben heraus und hat dort einen Ein- bzw. Auslass --169-- für die dritte Kammer-165-. An dem dritten Kolben --161-- befindet sich eine Dichtung-171-.
Vom unteren Ein- bzw. Auslass --139-- führt eine Leitung --173-- zu einem Regelventil--175-- (Fig. 1), das die Leitung --173-- wahlweise mit der Atmosphäre (durch eine Leitung-177--) oder mit einer Druckluftquelle --179-- verbindet.
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bzw. Auslass --169-- zu- -183--, das die LeitUng --181-- wahlweise mit der Atmosphäre oder mit eine Druckluftquelle-187- (durch eine Leitung-185--) verbindet.
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--65-- des--48-- zusammenwirken.
Die Funktion der Vorrichtung wird im folgenden an Hand der Fig. 7A bis 7E erläutert.
Um die Vorrichtung betriebsbereit zu machen, wird eine vordere Länge --28-- des schlauchförmigen
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--51-- hindurchTragteil --17-- aufgebracht. Das Netzwerk wird über die Stangen --33-- auf den Übergangsteil-41- über die Finger --69-- hinaus aufgezogen, wobei es in Umfangsrichtung gedehnt wird.
Die anfängliche Stellung des Füllrohres --7-- und des schwimmend innerhalb des unteren stationären Teiles --55-- gelagerten Tragteiles --17-- ist in Fig. 7A gezeigt. Um die Vorrichtung in Gang zu setzen, wird das Ventil --183-- so gestellt, dass die Kammer --165-- mit der Druckluftquelle --187-- verbunden ist. Dadurch wird der dritte Kolben --161-- nach unten bewegt, was wieder ein nach unten Bewegen des zweiten Kolbens --141-- und des daran befestigten Füllrohres --7-- zur Folge hat. Die Luft in der Kammer --149-- wird durch ein Einweg-Entlastungsventil --157-- ausströmen gelassen.
Die untere Stellung
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7BVentil --175-- so gestellt, dass die erste Kammer --137-- über die Leitungen-173 und 177-- entlüftet ist. Dabei werden der erste Kolben --123-- und mit ihm die andern Kolben-141, 161- in die unterste in Fig. 7C dargestellte Stellung bewegt. Die vom ersten Kolben --123-- getragene Stützeinrichtung --48-- mit dem Arm --49-- und dem Ring --51-- und das vom zweiten Kolben-141-getragene Füllrohr-7- befinden sich ebenso in ihrer untersten Stellung.
Während der nach unten gerichteten Bewegung (aus der Stellung Fig. 7B in die Stellung Fig. 7C) sowohl des
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nach unten bewegt wird. Beim nach unten Bewegen des Füllrohres --7-- legt sich also die vordere Länge --28-- des Netzwerkes auf dessen Aussenoberfläche auf. Inzwischen wird während des nach unten Bewegens des Tragteiles --17-- eine weitere Länge-28a-des Netzwerkes durch den Tragteil --17-- gedehnt und auf denselben aufgebracht.
Während des nach unten Bewegens des Füllrohres --7-- entfernt sich dieses vom stationären Druckstempel-103-. Der Tragteil --17-- ist während seiner Bewegung nach unten "schwimmend" innerhalb der Winkelprofile-59-des unteren stationären Teiles-55-geführt. Das untere Ende des Tragteiles-17--, nämlich der Punkt-39--, an dem die Stagnen --33-- zusammenlaufen, befindet sich während des Absenkens in der Nähe des gleichfalls sich absenkenden Ringes-51--. Dadurch wird ermöglicht,
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dass die weitere Länge --28a-- des Netzwerkes frei durch den Ring --51-- hindurch auf den Tragteil - 17-aufgezogen werden kann.
In der in Fig. 7C gezeigten unteren Stellung des Füllrohres-7--wird das zu verpackende Produkt, wie
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B.--19-- abgeschlossen, um einen Behälter zu bilden.
Wenn der Füllvorgang abgeschlossen ist, wird das Ventil --183-- so gestellt, dass die Leitung-181und die dritte Kammer --165-- mit der Atmosphäre verbunden ist und wird das Ventil-175--betätigt, um Druckluft der ersten Kammer-137-zuzuführen. Beide Druckentlastungsventile-153, 157-sind geschlossen. Dadurch wird bewirkt, dass sich der erste Kolben--123--und der daran befestigte Stützteil
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gerichteter Bewegung festhalten.
Am Ende der nach oben gerichteten Bewegung des Füllrohres --7-- und des Tragteiles --17-- trifft das im Füllrohr-7-eingefüllte Produkt auf die Stempelplatte --105-- auf, wodurch die Bewegung des Tragteiles --17-- für einen Augenblick unterbrochen wird, nämlich so lange, bis der ebenso nach oben
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dem Verschlussteil-19-und der Stempelplatte --105-- bewirkt. Die am Stützarm --109-- nur nach oben gleitbar befestigte Stempelplatte-105-wird durch entfernbare Gewichte (nicht gezeigt) belastet, um ein gleichmässiges Zusammenpacken des Produktes, insbesondere des Fleisches, zu bewirken, wobei sie sich aber auch nach oben bewegen kann, um sich an die verschiedenen Längen des Produktes zwischen ihr und dem Verschlussteil--19--anzupasen.
Wenn die Anschläge --191-- an der platte --193-- anliegen und eine weitere Bewegung der
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Netzwerk um das zu verpackende Produkt zusammen.
Hierauf wird die um das zu verpackende Produkt gelegte Länge des Netzwerkes mittels der Trenneinrichtung--91--gerade unterhalb des Verschlussteiles --19-- abgetrennt und das am Verschlussteil --19-- aufliegende verpackte Produkt von diesem entfernt, so dass die Vorrichtung wieder für den nächsten Verpackungsvorgang bereit ist. Das Netzwerk braucht nicht manuell gestreckt zu werden bis die gesamte Vorratswinde--31--aufgebraucht ist.
Selbstverständlich können andere Ausführungsformen der Trenneinrichtung--91--und der säulenartigen Einrichtung --3-- zum Bewegen der beweglichen Vorrichtungsteile verwendet werden. Auch der Tragteil --17-- kann in einer andern geeigneten Weise aufgebaut sein, um das Hüllmaterial vor dem Aufbringen auf das Füllrohr aufzunehmen.
In den Fig. 2A und 2B ist eine andere Ausführungsform einer Greifeinrichtung --67'-- zum Erfassen des Hüllmaterialendes gezeigt. Diese weist einen hohlen Ring --90-- auf, welcher anstatt der Finger --69-- an den Winkelprofilen --67-- befestigt ist. Der Ring-90--hat einen Innendurchmesser, der etwas grösser als der Aussendurchmesser des Füllrohres-7-ist. An der Innenfläche --92-- des Ringes --90-- ist eine dehnbare Membran --94-- angeordnet. Die Ränder --96,98-- der Membran --94-- sind zwischen Halteringen --100 und 102--, die je an einer Abwinkelung--104 bzw. 106--der Membran--94-anliegen, eingeklemmt. Die Halteringe-100, 102- sind mit dem Ring --90-- lösbar mittels Schraubenbolzen--108--verbunden.
Eine (nicht gezeigte) Druckluftquelle ist mit einer Bohrung--112-im Ring-90--, die an der Innenfläche-92-des Ringes hinter der Membran-94-mündet, über eine Leitung --110-- verbunden. Ein Ventil-114--, das in der Leitung --110-- angeordnet ist, regelt den Zufluss von Luft zur Bohrung--112--oder lässt Luft durch die Bohrung --112-- ausströmen, je nach der Stellung des Ventils --114--.
Die Greifeinrichtung --67'-- ist insbesondere für den Fall der Verwendung von natürlichem oder synthetischem Hüllmaterial, wie z. B. eines Plastikfìlms oder Papier, geeignet. Während sich das Füllrohr --7-und der Tragteil --17-- relativ zur Greifeinrichtung --67'-- aus der in Fig. 7B gezeigten Stellung in die
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7C,gedehnt. Dadurch wird das zwischen der Membran--94--und dem Füllrohr --7-- angeordnete Hüllmaterial in bezug auf den Ring--90--ortsfest gehalten.
Sobald das Hüllmaterial, wie in Fig. 7C gezeigt ist, auf das Füllrohr--7--aufgezogen ist, wird das Ventil--114--in die Entlüftungsstellung gebracht, worauf dann sowohl der Tragteil--17--als auch das Füllrohr --7-- in die in Fig. 7D gezeigte Position gehoben werden.
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Ringes--90--befindlicheFüllrohr --7-- umgebende Hüllmaterial nun an diesem fest anliegend nach oben mitgenommen, ohne dass es durch die dehnbare Membran--94--behindert wird, die nun an der Innenfläche --92-- des Ringes --90-- anliegt. Das Hüllmaterial kann nicht vom Füllrohr--7--heruntergleiten, da dies vom Ring--51-- am unteren Ende des Tragteiles --17-- verhindert wird.
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Die gleiche Vorrichtung, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, kann auch zum Verpacken von Fleisch ohne die Verwendung von Hüllmaterial verwendet werden. Manche Fleischprodukte, wie z. B. geflocktes Fleisch, können unter Anwendung eines genügenden Druckes verpackt werden, um ihre Form ohne ein Hüllmaterial beizubehalten. Bei der Verpackung von solchem Fleisch kann die gleiche Abfolge der Arbeitsschritte der Vorrichtung, wie sie in den Fig. 7A bis 7E gezeigt ist, angewendet werden, mit der Ausnahme, dass kein Netzwerk der Maschine zugeführt wird.
Gegebenenfalls kann der Ring --51-- der Stützeinrichtung --48-- höhenverstellbar am Arm-49-- befestigt sein. Der Ring--51--kann dann, wenn Hüllmaterial verwendet wird, so angeordnet werden, dass
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kein Hüllmaterial verwendet wird, in einer immer an das untere Ende des Tragteiles--17--angrenzenden Stellung angeordnet werden, so dass das Füllrohr --7-- unmittelbar am Verschlussteil --19-- anliegen kann, wenn sich der Arm--11--in der dem Arm--49--benachbarten Stellung befindet.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung kann, wenn erwünscht, nicht nur für das Verpacken von Produkten, wie z. B. Fleisch mit oder ohne Hüllmaterial verwendet werden, sondern es ist auch während des Verpackens möglich, Zusätze, wie z. B. Gewürze in einer Trägerflüssigkeit dem Fleischprodukt zuzuführen. Zu diesem Zweck braucht lediglich der aus Fig. 1 ersichtliche Druckstempel--103--durch eine Zuführeinrichtung ausgetauscht zu werden.
Es ist auch möglich, statt des Druckstempels eine Vakuumverpackungseinrichtung zu verwenden.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung kann auch zum Verpacken von Produkten, die aus zwei oder mehreren Materialien bestehen, verwendet werden. Zum Beispiel können Fleischverarbeitungsprodukte durch einen Zusatz von Streifen aus Fett oder Schinken an ihrer Aussenfläche verbessert werden. Es ist z. B. möglich, an der Innenfläche des Füllrohres-7-Streifen aus Fett oder Schinken aufzubringen, wenn sich das Füllrohr --7-- in der in Fig. 7C gezeigten Position befindet, kurz bevor das verarbeitete Fleisch darin eingefüllt wird.
Die Streifen können in der erforderlichen Lage gehalten werden, indem sie auf die obere Kante--9--des Füllrohres --7-- oder eine andere Einrichtung aufgelegt werden. Die Druckstempelplatte-105-und der Verschlussteil--19--können ersetzt oder mit anderer Form ausgebildet werden, um dem Ende des zu verpackenden Produktes eine andere erwünschte Form zu geben.
Die vielseitige Verwendbarkeit und Anpassbarkeit der beschriebenen Vorrichtung für andere Zwecke zeigt die vielseitigen Möglichkeiten, die durch das erfindungsgemässe Verfahren eröffnet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verpacken eines Produktes in einem schlauchförmigen Hüllmaterial, unter Verwendung eines an beiden Enden offenen Füllrohres, auf welches das Hüllmaterial in der für das Produkt benötigten Länge aufgebracht wird, wobei das Füllrohr beim Einfüllen des Produktes am dem Einfüllende gegenüberliegenden Ende abgeschlossen und durch relatives Verschieben vom Füllrohr einerseits und Hüllmaterial sowie Produkt anderseits
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einem Ende durch einen Verschlussteil (19) abgeschlossen wird, wonach das Aufbringen des Hüllmaterials (29) auf das Füllrohr (7) ausgehend vom durch den Verschlussteil (19) abgeschlossenen Ende desselben über den Verschlussteil (19) erfolgt, und dass nach dem Einfüllen des Produktes in das Füllrohr (7) durch dessen anderes Ende beim Abziehen des Füllrohres (7) vom darauf angeordneten Hüllmaterial (29)
und vom eingefüllten Produkt das Füllrohr (7) vom Verschlussteil (19) wegbewegt wird.
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