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Es ist bekannt, Skischuhe mit einem aufblasbaren Luftpolster auszustatten, welcher sich an den Fuss des
Trägers anlegt. Bei Skischuhen, welche einen besonderen Innenschuh aufweisen, kann ein solcher aufblasbarer
Luftpolster auch im Innenschuh vorgesehen sein. Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 337751 ist es bekannt, einen Skischuh mit einem Ventil ähnlich einem Fahrradventil auszubilden, an das eine Pumpe angesetzt wird.
Vor der Abfahrt wird der Luftpolster aufgepumpt, so dass der Fuss festsitzt, und in Ruhestellung kann der
Luftpolster jeweils wieder entlüftet werden, um den Fuss ausruhen zu lassen. Dies setzt einerseits voraus, dass der
Skiläufer stets die Pumpe bei sich trägt. Wenn der Skiläufer die Pumpe vergisst, so bringt dies eine Gefährdung mit sich, da ja der Schuh so berechnet ist, dass er nur mit dem aufblasbaren Luftpolster richtig sitzt. Anderseits muss die Pumpe jeweils an das Ventil des betreffenden Schuhes angeschlossen werden, wobei auch das
Aufpumpen verhältnismässig mühsam ist, insbesondere wenn man bedenkt, dass sich bei dieser Tätigkeit der
Skiläufer in der gebückten Stellung befinden muss.
Es sind weiters Skischuhe bekannt, welche eine steife Schale aus Kunststoff aufweisen. Solche Schalen besitzen insbesondere an der Rückseite des Fusses eine verhältnismässig grosse Wandstärke. Gerade bei solchen
Skischuhen erscheint die Anordnung eines aufblasbaren Luftpolsters besonders günstig.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen Skischuh mit einem Luftpolster, welcher Schuh eine steife Schale aus Kunststoff aufweist, wobei der Luftpolster über ein die Schale durchsetzendes Ventil aufblasbar ist. Die
Erfindung zielt darauf ab, bei einem solchen Skischuh die Nachteile, welche die bekannten Luftpolster aufweisen, zu vermeiden. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass an jedem Schuh eine mit dem Ventil in ständiger Verbindung stehende, mit dem Schuh fest verbundene, von aussen betätigbare Luftpumpe angeordnet ist. Dadurch, dass die Luftpumpe in ständiger Verbindung mit dem Ventil steht, wird das Mitführen der Luftpumpe erspart und es wird die Gefahr des schlechten Sitzes des Schuhes im Falle eines Vergessens oder eines Verlustes der Luftpumpe ausgeschaltet. Überdies wird die Arbeit des Anschliessens der Luftpumpe vermieden.
Dadurch, dass der Luftpumpe fest am Schuh befestigt ist, ist der Gegenhalt beim Pumpen durch den
Schuh gegeben, so dass der Skiläufer nur mit einer Hand zum Schuh hinuntergreifen muss.
Gemäss der Erfindung kann das Ventil in eine Ausnehmung der Schale münden, in welcher die Luftpumpe zumindest teilweise untergebracht ist. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Schale eine verhältnismässig grosse Wandstärke aufweist, wobei durch die an einer Stelle vorgesehene Ausnehmung kaum eine Schwächung der
Schale eintritt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die die Luftpumpe aufnehmende Ausnehmung oberhalb der Ferse angeordnet. An dieser Stelle wirkt die Luftpumpe am wenigsten störend. Es kann hier die Wandstärke, ohne die Formgebung der Schale zu beeinträchtigen, überdimensioniert werden und es kann daher an dieser Stelle eine die Luftpumpe aufnehmende Ausnehmung am günstigsten untergebracht werden. Hiebei weist bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung die Luftpumpe eine die Ausnehmung abschliessende elastische Membran auf. Damit kann sich die Luftpumpe an die Linienführung der Schale anpassen und durch Fingerdruck auf diese Membran kann das Aufpumpen erfolgen.
Gemäss der Erfindung kann die die Luftpumpe aufnehmende Ausnehmung seitlich offen bzw. in der Seitenansicht gesehen in den Schuh eingeschnitten sein. Weiters kann die Luftpumpe um die Achse des Ventils verdrehbar bzw. auf dieses aufschraubbar sein. Dies wird durch die seitlich offene Ausbildung der Ausnehmung zum Fassen des Pumpenkörpers ermöglicht. Das Aufschrauben einer Luftpumpe auf ein am Schuh angeordnetes nach Art eines Fahrradventils ausgebildeten Ventils ist aus der Schweizer Patentschrift Nr. 337751 an sich bekannt, jedoch handelt es sich hier um eine Pumpe, welche lediglich zum Zwecke des Aufpumpens mit dem am Schuh angeordneten Ventil verbunden und nach dem Aufpumpen wieder abgenommen wird.
Gemäss der Erfindung kann der Luftpolster durch Lockerung einer zwischen der Luftpumpe und dem Luftpolster angeordneten Dichtung entlüftbar sein. Mit einfachen Mitteln kann somit jeweils nach der Abfahrt der durch den Luftpolster auf den Fuss des Trägers ausgeübte Druck vermindert werden. Gemäss der Erfindung kann hiebei die Anordnung so getroffen sein, dass das zwischen der Luftpumpe und dem Luftpolster vorgesehene Ventil im Pumpenkörper angeordnet ist, dass das Ventil mit einem Anschlussstutzen des Luftpolsters durch ein nach Art eines Bajonettverschlusses ausgebildetes Steilgewinde unter Zwischenschaltung einer Dichtung verbunden ist und dass der Pumpenkörper um die Achse des Stutzens um wenigstens 900 verdrehbar ist.
Es kann dann durch Verdrehen des Pumpenkörpers etwa um 900 die Dichtung zwischen Stutzen und Ventil geöffnet werden, so dass die Entlüftung des Luftpolsters in einfacher Weise über diesen Stutzen erfolgen kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den Schuh ; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Schuhes ; Fig. 3 zeigt eine Ansicht von hinten in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2 ; Fig. 4 zeigt die Pumpe im Schnitt ; Fig. 5 und 6 zeigen ein Detail ; Fig. 7 zeigt einen horizontalen Schnitt durch die Schale mit der Pumpe bei einer abgewandelten Ausführungsform.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. l bis 6 besteht die Schale--l--aus Kunststoff, in welcher ein Innenschuh--2--angeordnet ist. In diesem Innenschuh befindet sich ein aufblasbarer Luftpolster--3--.
Oberhalb der Ferse weist die Schale eine Ausnehmung--4--auf, welche als seitlich offener Einschnitt ausgebildet ist. In diese Ausnehmung ist eine Luftpumpe--5--eingesetzt. Der Pumpenkörper kann
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--3-- angeordnet.Ausnehmung --4-- eingesetzt werden und durch Drehung entgegen der Richtung des Pfeiles-18-in Fig. 3 so festgespannt werden, dass die Dichtung --13-- abschliesst. Durch Drehung in der Richtung des Pfeiles --18-- kann die Dichtung --13-- gelockert bzw. von ihrem Sitz abgehoben werden, so dass der Luftpolster entlüftet wird.
Fig. 7 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, bei welcher die Luftpumpe --5-- in einer Ausnehmung - -19-- allseitig eingeschlossen liegt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skischuh mit einem Luftpolster, welcher Schuh eine steife Schale aus Kunststoff aufweist, wobei der
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an jedem Schuh eine mit dem Ventil (11) in ständiger Verbindung stehende, mit dem Schuh fest verbundene, von aussen betätigbare Luftpumpe (5) angeordnet ist.
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