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Das Stammpatent bezieht sich auf einen Skischuh mit einem Luftpolster, welcher Schuh eine steife Schale aus Kunststoff aufweist, wobei der Luftpolster über ein die Schale durchsetzendes Ventil aufblasbar ist. Gegenstand des Stammpatentes ist eine Ausbildung, bei welcher an jedem Schuh ein mit dem Ventil in ständiger Verbindung stehende, mit dem Schuh fest verbundene, von aussen betätigbare Luftpumpe angeordnet ist. Die starre Anordnung der Luftpumpe am Schuh hat hiebei den Vorteil, dass die Handhabung der Pumpe erleichtert ist, da der Träger des Schuhes nur mehr mit einer Hand hinunterlangen muss, um die Pumpe zu betätigen und da überdies auch das im Gelände oft schwierige Ansetzen der Luftpumpe an das Ventil erspart wird.
Die Erfindung zielt nun auf eine Verbesserung der Ausbildung ab und besteht im wesentlichen darin, dass die Pumpe in eine Durchbrechung der Schale, welche vorzugsweise in der Längsmittelebene des Schuhes oberhalb der Ferse angeordnet ist, eingesetzt ist. Dadurch, dass die Ausnehmung für das Einsetzen der Pumpe als eine Durchbrechung der Schale ausgebildet ist, steht die gesamte Stärke der Schale für die Baumasse der Pumpe zur Verfügung, so dass im wesentlichen die gesamte Pumpe innerhalb der Wandstärke der Schale untergebracht werden kann, so dass die Formgebung des Schuhes nicht gestört wird. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Pumpe von innen in die Durchbrechung der Schale eingesetzt.
Auf diese Weise kann das an der Pumpe vorgesehene Ventil mit dem Luftpolster fest verbunden sein und es kann die gesamte Einheit von Pumpe, Ventil und Luftpolster als solche in den Schuh eingesetzt werden. Hiedurch ist die Auswechselbarkeit der Pumpe in einfacher Weise ermöglicht, und die Verbindung dieser Einheit mit der Schale ist wesentlich erleichtert. Vorzugsweise ist hiebei der lichte Querschnitt der Durchbrechung an der Innenseite der Schale grösser als an der Aussenseite der Schale, wobei zweckmässigerweise die Durchbrechung und der Pumpenkörper von schrägen Wänden begrenzt sind. Der Pumpenkörper kann somit einen dichtenden Abschluss der Durchbrechung der Schale bilden.
Bei einer konstruktiv günstigen Ausführungsform der Erfindung ist an der dem Inneren der Schale zugewendeten Seite der Pumpe eine etwa senkrecht zur Sohle über die Umrisse der Pumpe vorragende Schiene befestigt, insbesondere festgeklebt, welche mit der Schale verschraubt ist. Diese Schiene kann in einer Ausnehmung an der Innenseite der Schale eingebettet liegen, so dass Vorsprünge an der Innenseite der Schale weitgehend vermieden sind. Die Schiene kann hiebei aus Kunststoff mit einer eingebetteten Stahleinlage bestehen. Vorzugsweise ist der Pumpenkörper in der Höhenrichtung langgestreckt, da damit eine Vergrösserung des aktiven Pumpenvolumens ohne Beeinträchtigung der Formgebung des Schuhes ermöglicht ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Fig. 1 und 2 stellen einen mit einer Pumpe ausgestatteten Skischuh dar, wobei Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Rückansicht zeigt. Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab einen Längsschnitt durch den rückwärtigen Teil der Schale mit der Pumpe. Fig. 4 zeigt eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV nach Fig. 3.
Mit --1-- ist die den Aussenschuh bildenden Schale aus steifem Kunststoff bezeichnet. Mittig oberhalb der Ferse --2-- weist der Schaft --1-- eine Durchbrechung --3-- auf, in welche die Pumpe--4--einge- setzt ist. Die Durchbrechung --3-- und der Körper der Pumpe --4-- sind in der Höhenrichtung langgestreckt ausgebildet, so dass sich eine gute Einfügung in die Form des Schuhes ergibt. Die Wandungen der Durchbrechung --3-- sind allseitig schräg ausgebildet, so dass sich die Durchbrechung nach aussen zu verjüngt.
Der Körper der Pumpe --4-- kann somit von innen her in die Schale eingesetzt werden, wobei sich die schrägen Wände des Pumpenkörpers dichtend an die schräge Begrenzung der
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Die Schiene --6-- liegt in einer Ausnehmung --24-- der Schale --1--, so dass sich eine verlaufende Innenfläche der Schale ergibt.
Die Pumpe, welche in Fig. 3 und 4 in grösserem Massstab dargestellt ist, besteht aus elastischem Kunststoff. Die Pumpe --4-- weist eine Bodenplatte --9-- auf, welche mit der Schiene --6-- verklebt oder verschweisst ist. In dieser Bodenplatte ist ein Ventilgehäuse --11-- eingesetzt, welches durch ein Loch der
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--6-- hindurchragt.Pumpe --4-- weist eine membranartige Wandung --14-- auf, welche elastisch deformierbar ist. --16-- stellt den Arbeitsraum der Pumpe dar, welcher Druck auf den Wandungsteil --14-- im Volumen verkleinert wird, wodurch sich die Pumpenwirkung ergibt. Ein Teil --18-- der den Arbeitsraum --16-- der Pumpe begrenzenden Wandung ist verstärkt ausgebildet und ist dadurch steifer.
Dieser verstärkte Teil weist eine Klappe --19-- auf, welche durch ihre eigene Elastizität an den Rändern der Wandung --18-- bei - anliegt. Durch die Druckgebung im Raum --16-- wird diese Klappe --19-- überdies noch in der Schliessstellung gehalten. Durch die Pumpenwirkung wird Luft über das Ventil --11, 12-- in den Luftpolster --15-- gepumpt, dessen Wandung --17-- dicht an das Ventilgehäuse --11-- angeschlossen ist und es wird somit der Luftpolster --15-- aufgepumpt. In Fig. 1 ist dieser Luftpolster strichliert angedeutet.
Um den Luftpolster --15-- zu entlüften, genügt ein Druck mit dem Finger auf die Klappe --19--. Die Klappe --19-- wird in die strichliert dargestellte Stellung --19'-- gedrückt, wobei der Ventilschaft --13-niedergedrückt wird, so dass die Luft aus dem Luftpolster --15-- ohne weiteres entweichen kann.
- deutet einen in der Schale-l-angeordneten Innenschuh an. Der Luftpolster --15-- ist zwischen der Schale-l-und dem Innenschuh-21-- angeordnet. Der Luftpolster ist so geformt, dass er die Bereiche a zwischen Aussenknöchel und Innenknöchel einerseits und Achillessehne anderseits und die Bereiche b unterhalb des Aussenknöchels und des Innenknöchels ausfüllt. Druckstellen auf dem Innenknöchel und dem Aussenknöchel werden somit vermieden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skischuh mit einem Luftpolster, welcher Schuh eine steife Schale aus Kunststoff aufweist, wobei der Luftpolster über ein die Schale durchsetzendes Ventil aufblasbar ist, wobei an jedem Schuh eine mit dem Ventil in ständiger Verbindung stehende, mit dem Schuh fest verbundene, nach aussen betätigbare Luftpumpe angeordnet ist, nach Patent Nr.327737, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Pumpe (4) in eine Durchbrechung (3) der Schale (1), welche vorzugsweise in der Längsmittelebene des Schuhes oberhalb der Ferse angeordnet ist, eingesetzt ist.