AT326149B - Verfahren zur verhinderung des ausbrennens von kohlenstoff bei der vorwarmung der rohmehlmischung für das gips-schwefelsaureverfahren in einem schwebegaswarmetauscher - Google Patents

Verfahren zur verhinderung des ausbrennens von kohlenstoff bei der vorwarmung der rohmehlmischung für das gips-schwefelsaureverfahren in einem schwebegaswarmetauscher

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AT326149B
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Chemie Linz Ag
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation

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Description


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   Beim Gips-Schwefelsäure-Verfahren ist es bekannt, dass das den Drehrohrofen verlassende   SO-hältige   Gas analog zum Zementverfahren auf Calciumcarbonatbasis zum Vorwärmen des Rohmehles in einem Schwebegaswärmetauscher verwendet werden kann. 
 EMI1.1 
 nachfolgenden Schwebegaswärmetauscher offenbar bewusst eine gewisse Ausbrennung des Kohlenstoffes im Rohmehl in Kauf genommen wird, wie aus der CO2-Bilanz des Verfahrens mit und ohne Schwebegadwärmetauscher und dem abnormal hohen C-Gehalt des eingesetzten Ofenmehles ersichtlich ist. 



   Bei einem andern bekannten Verfahren,   z. B. österr. Patentschrift Nr. 273784,   wird daher die Temperatur im Schwebegaswärmetauscher durch Zugabe von kaltem Gips knapp vor dem Ofeneingang so weit verringert, dass zwar die Gefahr des Ausbrennens durch Absenkung der Gastemperatur unter etwa 7300C sicher gebannt, gleichzeitig aber auch die Wirksamkeit des Wärmetauschers sehr beschnitten wird. 



   Beim Verfahren gemäss der deutschen Offenlegungsschrift 2044048 wird dagegen vorgeschlagen, durch entsprechende Regelung der ölgespeisten Ofenflamme im Rohmehlvorwärmer eine Atmosphäre einzustellen, die maximal 0, 5% Sauerstoff und mindestens 0, 1% CO enthält. Diese Werte sollen erforderlich sein, um das Ausbrennen des Kohlenstoffes im Schwebegaswärmetauscher zu unterbinden, wobei Gastemperaturen von etwa 7600C zur Anwendung kommen. 



   Beim praktischen Betrieb eines Schwebegaswärmetauschers im Rahmen des Gips-Schwefelsäure-Verfahrens zeigte sich, dass bei einem maximalen Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre des Schwebegaswärmetauschers von 0, 5% in der nachfolgenden Schwefelsäurefabrikation Schwierigkeiten auftreten, da in den zwangsläufig im Gasweg eingeschalteten Entstaubungseinrichtungen wie z. B. Elektrofiltern eine Schwefelabscheidung zu verzeichnen ist, die zur Verstopfung dieser Einrichtungen führt.

   Ferner zeigte sich, dass die Gefahr der Kohlenstoffausbrennung wesentlich überschätzt wurde und dass es im Gegensatz zur bisherigen Lehrmeinung möglich ist, trotz üblich hoher Abgastemperaturen von 700 bis etwa gegen 9000C am Eingang des Schwebegaswärmetauschers mit einem   02-Gehalt   in der Atmosphäre des Schwebegaswärmetauschers von 0, 6 bis 2, 0% zu arbeiten, ohne dass eine störende Ausbrennung des Kohlenstoffgehaltes auftritt, wobei gleichzeitig die Schwefelabscheidung im Entstaubungsteil der Anlage vermieden wird. 



   Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Verhinderung des Ausbrennens von Kohlenstoff bei der Vorwärmung der Rohmehlmischung für das Gips-Schwefelsäureverfahren in einem Schwebegaswärmetauscher mittels der dem vorgeschalteten Drehrohrofen verlassenden Gase unter gleichzeitiger Verhinderung der Schwefelabscheidung im Entstaubungsteil der Anlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Atmosphäre im Schwebegaswärmetauscher auf einen Sauerstoffgehalt von 0, 6 bis 2, 0 Vol.-%, vorzugsweise 0, 7 bis 1, 5 Vol.-% eingestellt wird. 



   Die Möglichkeit, die Rohmehlvorwärmung im Schwebegaswärmetauscher in einer Gasatmosphäre mit einem   02-Gehalt   bis zu   2, 0 Vol.-%   durchzuführen, wobei die zwischen dem Drehrohrofen und dem zwangsläufig stationären Wärmetauscher eindringenden variablen Falschluftmengen mit inbegriffen sind, hat zur Folge, dass deren unvermeidbare Kompensierung in weniger engen Grenzen erfolgen kann, was vom regeltechnischen Standpunkt vorteilhaft ist. Die zulässige Höchsttemperatur, welche die Abgase haben können, ohne dass eine Kohlenstoffausbrennung zu befürchten ist, ergibt sich aus der Ofenfahrweise bzw. aus der Eigenart des jeweils verwendbaren Wärmetauschers und kann im grosstechnischen Massstab leicht ermittelt werden. 



   Die Einstellung der erfindungsgemässen Sauerstoffkonzentrationen kann nach einem älteren Verfahren der Patentinhaberin direkt durch Einblasen der sogenannten Tertiärluft, vorzugsweise in mehreren Teilströmen in den Schwebegaswärmetauscher erfolgen, wobei die an der Ofenkopfdichtung zwischen Drehrohrofen und dem zwangsläufig stationär angeordneten Schwebegaswärmetauscher in relativ geringen, aber wechselnden Mengen eindringende Falschluft durch entsprechende Regulierung dieser Teilströme ausgeglichen werden kann. 



   Beispiel : Einem Drehofen von 70 m Länge und 3, 2 m lichtem Durchmesser ist ein Gegenstrom-Ofenmehlvorwärmer vorgeschaltet. Der Vorwärmer wird mit 20 stuto Ofenmehl üblicher Qualität, welches im wesentlichen aus 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 80% <SEP> einer <SEP> Kalziumsulfatkomponente
<tb> 11% <SEP> Flugasche
<tb> 4% <SEP> Sand
<tb> 5% <SEP> Koks
<tb> 
 besteht, beschickt. Der Gehalt an reinem Kohlenstoff beträgt 4, 0%, bezogen auf die Gesamtrohmehlmenge. Beim Durchgang durch den Vorwärmer, in dem das Ofenmehl stündlich mit 20000 Nm3/h Abgas von   1,     0 VoI.-% 02   einer Temperatur von 830 C unmittelbar am Ofeneingang in Berührung kommt, erfährt das Ofenmehl keine Veränderung seiner ursprünglichen Zusammensetzung und eine Abscheidung von Schwefel in den nachgeschalteten Apparaten findet gleichfalls nicht statt.

   Das gleiche gilt für einen Sauerstoffgehalt von bis zu 2, 0 Vol.-%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Verhinderung des Ausbrennens von Kohlenstoff bei der Vorwärmung der Rohmehlmischung für das Gips-Schwefelsäureverfahren in einem Schwebegaswärmetauscher mittels der dem vorgeschalteten Drehrohrofen verlassenden Gase unter gleichzeitiger Verhinderung der Schwefelabscheidung im Entstaubungsteil EMI2.1
AT693373A 1973-08-07 1973-08-07 Verfahren zur verhinderung des ausbrennens von kohlenstoff bei der vorwarmung der rohmehlmischung für das gips-schwefelsaureverfahren in einem schwebegaswarmetauscher AT326149B (de)

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