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Die Erfindung betrifft eine Wandkonstruktion, insbesondere für den Stahlskelettbau, mit Wandplatten. Bei bekannten Ausbildungen dieser Art sind die Wandplatten entweder fest mit einer Trägerkonstruktion verbunden oder sie stellen selbst die tragenden Wandelemente dar, die mit dem Baukörper fest verbunden sind. Rohre bzw.
Kabel von Gas-, Wasser- bzw. Elektroinstallationen sind bei diesen bekannten Konstruktionen entweder hinter den Wandplatten oder in den Wandplatten verlegt. In beiden Fällen ist es aber bei der Durchführung von Reparaturen an diesen Installationssträngen sowie bei Neuverlegungen unvermeidlich, die fest verlegten Wandplatten zu zerstören.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 441699 sind Wandplatten mit einem in ein Nutenprofil einrastenden Profil bekanntgeworden. Zu diesem Zweck sind die Ränder der Platten zu einem widerhakenartigen Profil abgewinkelt, wodurch die Wandplatten in den Nuten verrastet werden können. Nach der Befestigung in den Nutenprofilen können solche Platten nur mehr schwer oder nur mit Spezialwerkzeugen wieder gelöst werden.
Darüber hinaus erfordert die Ausbildung dieses widerhakenförmigen Profils an einer Kante der einzurastenden Platte eine präzise Fertigung und Anbringung der Nutenprofile, wodurch sich eine aufwendige Konstruktion ergibt.
Die Erfmdung zielt nun darauf ab, diese Nachteile bei einer Wandkonstruktion für Bauwerke, insbesondere für den Stahlskelettbau, mit Wandplatten, Stehern und einen rinnenförmigen Abschnitt aufweisenden horizontalen Schienen, in welche die Wandplatten einhängbar sind, zu vermeiden und besteht im wesentlichen darin, dass die freie Aussenwand des rinnenförmigen Abschnittes der mit den Stehern beiderseits derselben starr verbundenen und durch Abstandhalter versteiften Schienen schräg nach aussen verläuft und dass die Wandplatten mit an deren Rückseite befestigten abwärtsgerichteten Pratzen in die Aussenwand der rinnenförmigen Abschnitte eingehängt sind.
Mit diesen an den Wandplatten angeordneten Pratzen können die Wandplatten in einfacher Weise in die rinnenförmigen Abschnitte der Schienen eingehängt werden, wodurch nicht nicht nur die Montage der Wandplatten wesentlich vereinfacht wird, sondern vor allem die Wandplatten jederzeit auch wieder leicht entfernt werden können. Somit ist es bei der Durchführung von Reparaturen an in Hohlräumen hinter den Wandplatten verlegten Installationssträngen nicht mehr notwendig, die Platten zu zerstören, da die Installationsstränge durch Abheben der Platten von den Stehern jederzeit ohne weiteres zugänglich sind. In diesen Hohlräumen können auch Materialien zur Wärme-und Schallisolation aufgenommen werden.
Die erfindungsgemässe Konstruktion hat sich besonders vorteilhaft beim Bau von Krankenhäusern bewährt, da auf diese Weise jederzeit die erforderlichen elektrischen und sanitären Installationen verändert oder neu verlegt werden können und jeder Raum jederzeit umgewidmet werden kann.
Da die in die rinnenförmigen Abschnitte eingreifenden Pratzen Übertragungselemente für den von der Wand aufgenommenen Raumschall darstellen, ist es zur Schalldämpfung zweckmässig, wenn die Pratzen unter Zwischenschaltung von Dichtungsmaterial in die rinnenförmigen Abschnitte eingreifen.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert. Fig. 1 und 2 zeigen eine Wand, wobei Fig. l einen Vertikalschnitt nach Linie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach Linie 11-11 der Fig. l darstellt. Fig. 3 zeigt ein Detail nach Fig. l in grösserem Massstab.
Wie Fig. 1 zeigt, sind Steher--l--aus U-oder C-Profilen zwischen Obergurten--2-eines jeweils unteren Primärträgers-3-und Untergurten-4-eines jeweils oberen Primärträgers einer Deckenkonstruktion eingesetzt. Am oberen Ende ist der Steher über eine mit ihm verschweisste Platte-5--, einer Gegenplatte--6--und einem Schraubenbolzen --7 -- an den Untergurten--4-eines Primärträgers der nächstfolgenden Deckenkonstruktion verbunden.
An den Stehern-l-sind horizontale C-förmige, einen rinnenförmigen Abschnitt --10-- aufweisende Schienen--8--angeschraubt, die in Abständen noch durch Abstandhalter--9--versteift sein können. In die rinnenförmigen Abschnitte--10--dieser Schienen greifen Pratzen--11--ein, welche mit den Wandplatten-12, 13-verschraubt sind (s. Fig. 3 in grösserem Massstab). Die freie Aussenwand-8'--der
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dieser Platten-12, 13-sind gestuft ausgebildet, wobei jeweils beide Ränder der Platte --12-- die Ränder der platte --13-- übergreifen. Die platte --12-- kann schmäler ausgebildet sein als die Platte-13-.
Es kann auf diese Weise die Platte--12--durch Anheben aus ihrer Verankerung gelöst werden, wobei, wie Fig. 1 zeigt, genügend Spielraum zum Anheben gegeben ist. Hierauf können die platten --13-- verschoben und gleichfalls aus der Verankerung herausgehoben werden. Auf diese Weise wird ein durch alle Stockwerke hindurchgehender Zwischenraum --15-- zugänglich, in welchem beliebige Installationsleitungen verlegt sein können. Die Vertikalfugen--16--zwischen den Platten sind mit einer Asbestschnur und mit dauerplastischem Kitt verschlossen, so dass ein dichter Anschluss entsteht.
Es können ebenfalls desweiteren oben zwischen den Wandplatten-12, 13- und den Deckplatten --17-- Dichtungen --18-- aus Asbest und zwischen den Wandplatten und dem Fussboden Dichtungen --19-- vorgesehen sein. In den rinnenförmigen Abschnitt --10-- ist gleichfalls Dichtungsmaterial eingelegt, um eine Schalldämmung zu gewährleisten. Diese Dichtungen sollen aus dauerelastischem Material bestehen, wie es beispielsweise unter dem Markennamen "Neopren" bekannt ist.
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stehen--21-- und Untersicht miteinander in Verbindung, so dass beliebige Installationen verlegt werden können.
Sowohl die vertikalen Hohlräume-15-als auch die horizontalen Hohlräume-20-können zur besseren Isolierung mit Isoliermaterial, wie beispielsweise Glas- oder Steinwolle ausgefüllt werden.
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Zwischenraum zwischen zwei Trägerteilen eines Sekundärträgers die Verlegung von Installationen ermöglichen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wandkonstruktion für Bauwerke, insbesondere für den Stahlskelettbau, mit Wandplatten, Stehern und einen rinnenförmigen Abschnitt aufweisenden horizontalen Schienen, in welche die Wandplatten einhängbar sind,
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