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Bei Drehgestellen mit v-förmigen Gummischichtfedern zur Abfederung der Achslager gegenüber dem Drehgestellrahmen werden diese Federn paarweise, u. zw. links und rechts vom Achslager je eine Gummischichtfeder, angeordnet. Zur Abstützung am Drehgestellrahmen müssen dessen Langträger schwanenhalsartig die Achslager mit den Gummischichtfedern von oben umgreifen, wobei unterhalb der Achslager die Rahmenträgerbogen durch kurze Zuganker geschlossen werden müssen, um die von den Federn herrührenden Kräfte aufnehmen zu können.
Soll nunmehr an Stelle von Stahl als Rahmenwerkstoff Aluminium treten, ist die vorbeschriebene Form nur sehr schwierig als Schweisskonstruktion nachzubilden, wobei zum Ausgleich von Festigkeitseinbussen im Bereich der Schweissnähte Materialanhäufungen kommen, die den Hauptzweck der Aluminiumkonstruktion, ein leichteres Drehgestell zu erhalten, nur in bescheidenem Mass erreichen lassen. Aufgabe der Erfindung ist daher, einen Drehgestellrahmen, der im wesentlichen aus Aluminium-Strangpressprofilen und allenfalls aus leicht anschweissbaren Aluminiumgussteilen besteht, herzustellen.
Es sind zweiachsige Drehgestelle bekannt, bei welchen jedes Achslager über zwei gleiche und in gleichem Abstand von der Achslagermitte auf seitlichen Konsolen des Achslagergehäuses angeordnete Federn aus elastischem Material (Gummi od. dgl.) gegenüber dem Drehgestellrahmen abgefedert ist, wobei die den jeweiligen Drehgestell-Längsenden näheren Federn jedes Achslagerfederpaares oberhalb und die der Drehgestell-Quermitte näheren Achslagerfedern unterhalb der Horizontalebene durch die Achsmitten angeordnet sind.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1277295 ist eine weitere Drehgestellbauart zu entnehmen, bei welcher pro Achslager nur eine, auf der der Drehgestellquermitte zugekehrten Seite des Achslagers angeordnete Gummischubfeder vorgesehen ist und die Achslager zur Aufnahme der von den Federn herrührenden und zu den Drehgestell-Längsenden hin gerichteten Horizontalkomponenten der Achslast mittels eines waagrecht verlaufenden Zugankers verbunden sind.
Um die zuvor aufgezeigten Aufgaben an einem Drehgestell, das insbesondere in Aluminium-Leichtbauweise herstellbar ist, lösen zu können, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, bei einem Drehgestell der eingangs umschriebenen Bauart die Stützflächen der vorzugsweise als geschichtete Schubgummifedern ausgebildeten Achslagerfedern am Achslagergehäuse bzw. an den Rahmenkonsolen in einem zur Drehgestell-Längsmitte
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bekannter Weise mittels eines Zugankers zu verbinden.
Bei einem derartigen Drehgestell können durch die Symmetrie der Auflagermitten der Federn das Achslager verdrehende Momente nicht auftreten. Weiters führt auch die Auflagerebene durch die Achslagermitte, so dass die Schubkräfte ebenfalls momentenfrei vom Achslager aufgenommen werden. Die in Höhe der Achslagermitten liegende Verbindungsstange hat im Gegensatz zur bekannten Ausführung ausschliesslich Zugkräfte aufzunehmen und kann gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung auch durch ein Stahlseil, dieses zum Ausgleich der Dehnung mit Spannschloss versehen, ersetzt werden.
Der Neigungswinkel der Stützflächen der Achslagerfedern gegenüber der Horizontalen liegt gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal vorzugsweise in einem Bereich von 60 bis 750.
Der Zuganker verläuft zwecks momentenfreier Horizontalbelastung der Achslager in vorteilhafter Weise in der Höhe zwischen den Achslagerfedern in der horizontalen Achsmittenebene und ist zwecks Ausschaltung von Biegemomenten im Zuganker an den Achslagergehäusen mittels eines Gelenkbolzens angeschlossen.
Um Federsetzungen ausgleichen bzw. eine Anpassung an ungleiche Federn erzielen zu können, ist der Zuganker zweckmässig in seiner Länge einstellbar ausgeführt.
V-förmige Gummischubfedern haben sich als Achslagerfedern für Schienenfahrzeuge gut bewährt. Es ist auch vorteilhaft, beim erfindungsgemässen Drehgestell die Achslagerfedern in bekannter Weise bezüglich der Achsnormalen symmetrisch und im Querschnitt parallel zur Achsmitte V-förmig auszubilden.
Um den in seiner Länge genau einzuhaltenden Zuganker vor den äusseren Einflüssen zu schützen, ist dieser gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung innerhalb eines Hohlraumes des als Kastenprofil ausgebildeten Drehgestell-Längsträgers angeordnet.
Stranggepressre Leichtmetallprofile sind in jeder gewünschten Profilform ohne besondere Schwierigkeiten (im Vergleich zu Stahlprofile) herstellbar. Es erweist sich daher nach einem weiteren Erfindungsmerkmal als sehr vorteilhaft, die Drehgestell-Längsträger aus zwei symmetrischen, gepressten, im wesentlichen E-förmigen Leichtmetallprofilen herzustellen, die zu einem an der Unterseite offenen Kasten zusammengeschweisst sind, an dessen Stirnflächen die Konsolen für die Federstützflächen angesetzt sind.
Eine völlig momentenfreie Federabstützung wird erreicht, wenn die Achslagerfedern eines Achslagers mit ihren Stützflächen am Achslagergehäuse im gleichen Abstand ober- und unterhalb der Horizontalebene durch die Achslagermitten angeordnet sind.
Die Anordnung einer an sich bekannten Federwegbegrenzung in der Form eines elastischen Anschlages erweist sich auch hier als vorteilhaft.
Wenn der Einbau einer Schienenbremse in das Drehgestell vorgesehen ist, kann die Verbindungsstange oder das Zugseil, da deren Abstand von der Schienenoberkante von der Federung unabhängig ist, zur Steuerung der Höhe des Bremsmagneten gegenüber dem Drehgestellrahmen herangezogen werden. Diese Magnete hängen, wenn sie nicht über einen, auf den Achslager sitzenden eigenen Tragrahmen verfügen, auf im Drehgestellrahmen
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gelagerten Hebeln, die so bewegt werden müssen, dass die Magnete einen konstanten Abstand zur Schiene halten, wenngleich der Rahmen Federbewegungen macht. Eigene, nur zur Steuerung dienende, von Achslager zu Achslager laufende Träger, werden als bekannt vorausgesetzt.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
Die Fig. l zeigt die Seitenansicht des Drehgestells. Der Längsträger des Rahmens wird aus einem Mittelteil
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Eine weitere Funktion wird diesen Teilen zuteil, wenn der Drehgestellrahmen mit eingebauten Achsen gehoben werden muss, z. B. beim Heben des gesamten Wagens zum Eingleisen. Dann stützt sich das Achslager --4-- mit seinen, dem Anschluss der Zugstange--7--dienenden Augen auf dem Zwischenstück --3-- ab, wobei das auftretende Moment vom unteren Federpaket--6--aufgenommen wird. In der Fig. l ist weiters zu
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Auflagen für die Schichtfedern--6--, in einem Winkel von etwa 700 zur Horizontalen. Senkrecht über der Achslagermitte ist die Aufnahme eines Anschlagpuffers--14--dargestellt.
Die Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch das untere Federpaket--6-. Man erkennt die bekannte V-Form zur Übertragung von Seitenkräften sowie das, in die unten offene Konsole --2-- eingesetzte und mit diesem verschraubte Zwischenstück--3--. In den Fig. l und 2 ist der mittels Gelenkbolzen--8--an das Achslagergehäuse-4--angeschlossene Zuganker--7--ersichtlich.
In Fig. 4 ist dargestellt, wie der Zuganker--7--zur Steuerung der Höhenlage des Schienenbremsmagneten--9-herangezogen werden kann. Im Rahmenmittelteil - 1-- ist eine beidseits mit gleichlangen Hebeln--11--fest verbundene Welle --12-- gelagert. Der innerhalb des Trägers befindliche Hebel wird mit dem Bolzen --13-- an den Zuganker--7--angeschlossen, wobei in vorliegender Konstruktion der Hebel über ein Langloch verfügt und der Bolzen--13--in einen Lappen im Zuganker - -7-- eingeschraubt wird. Dies wird durch eine Montagebohrung im Rahmenmittelteil--l--ermöglicht. Der aussen liegende Hebel nimmt den Schraubbolzen einer bekannten Feder zur Magnetaufhängung auf. Damit wird,
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--7--PATENTANSPRÜCHE :
1. Zweiachsiges Drehgestell für Schienenfahrzeuge, bei dem jedes Achslager über zwei gleiche und im gleichen Abstand von der Achslagermitte auf seitlichen Konsolen des Achslagergehäuses angeordnete Federn aus elastischem Material (Gummi od. dgl.) gegenüber dem Drehgestellrahmen abgefedert ist, wobei die den Drehgestell-Längsenden näheren Federn jedes Achslager-Federpaares oberhalb und die der Drehgestell-Quermitte näheren Achslagerfedern unterhalb der Horizontalebene durch die Achsmitten angeordnet sind,
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ausgebildeten Achslagerfedern (6) am Achslagergehäuse (4) bzw. an den Rahmenkonsolen (2) in einem zur Drehgestell-Längsmitte abfallenden Winkel geneigt angeordnet sind und die beiden Achslagergehäuse (4) auf jeder Drehgestell-Längsseite in bekannter Weise mittels eines Zugankers (7) verbunden sind.
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