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Die Erfindung betrifft eine Auspuffanlage für einen, vorzugsweise im Heck eines Fahrzeuges angeordneten, Vierzylinder-Boxermotor mit für jeden Zylinder getrennt zum Auspuffschalldämper geführten, denselben Innendurchmesser aufweisenden Abgasrohren, wobei zwei Abgasrohre in dem in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen vorderen Teil und zwei Abgasrohre in dem in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen hinteren Teil des Motors an diesen angeschlossen sind und die an den hinteren Teil des Motors angeschlossenen beiden Abgasrohre zur Erzielung einer gleichen Länge für alle Abgasrohre mit einer zusätzlichen Krümmung versehen sind und wobei der Innenraum des Schalldämpfers mit zwei Auslassrohren in Verbindung steht.
Es sind bereits zahlreiche Auspuffanlagen dieser Art bekannt. So wurde beispielsweise bereits vorgeschlagen, diejenigen Abgasleitungen, die mit den in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen hinteren Zylindern verbunden sind, bogenförmig auszubilden, damit alle Abgasleitungen die gleiche Länge erhalten. Bei der bekannten Ausführungsform ergibt sich jedoch hiedurch eine sperrige, aus Platzgründen meist schwer unterzubringende Anordnung. Bei einer andern bekannten, in der deutschen Auslegeschrift 1008054 beschriebenen Auspuffanlage sind die einzelnen Abgasrohre innerhalb des Schalldämpfers um einen solchen Betrag verlängert, dass sie untereinander die gleiche Gesamtlänge aufweisen. Bei dieser bekannten Konstruktion wird wieder die Länge des Schalldämpfers der Auspuffanlage übermässig gross, was einen hohen Materialaufwand und einen grossen Platzbedarf bedingt.
Es ist weiters eine Auspuffanlage für Vierzylinder-Heckmotoren bekannt, die zwei Vorschalldämpfer und anschliessend zwei nach hinten gerichtete Nachschalldämpfer aufweist. Mit einer solchen Auspuffanlage lässt sich zwar eine gute Geräuschdämpfung erzielen, jedoch ist diese Auspuffanlage nicht nur sehr konstruktionsaufwendig und daher teuer, sondern erfordert auch einen entsprechend grossen Platzbedarf.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, ein in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen am hinteren Teil des Motors angeschlossenes Abgasrohr in Form einer S-förmigen Schlinge anzuordnen und dieses Abgasrohr mit einem am in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen vorderen Teil des Motors angeschlossenen Abgasrohr in einem gemeinsamen Rohr zusammen zu führen, welches ausserhalb des Schalldämpfers angeordnet ist (USA-Patentschrift Nr. 3, 545, 414). Auch diese bekannte Auspuffanlage erfordert einen grossen Platzbedarf. Es ist auch bekannt, die Mündung der Auslassrohre durch im Innenraum des Schalldämpfers angeordnete Abdeckbleche abzudecken (brit. Patentschrift Nr. 696, 408).
Die gegenständliche Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Auspuffanlagen zu vermeiden und eine Auspuffanlage zu schaffen, die einerseits eine gute Dämpfung der Explosionsgeräusche bewirkt und anderseits nur einen geringen Leistungsverlust verursacht. Die Erfindung geht hiebei von der Erkenntnis aus, dass eine optimale Funktionsweise der Auspuffanlage nicht nur durch eine Abstimmung der Längen der einzelnen Abgasleitungen, sondern auch durch Veränderung des Volumens des Schalldämpfers bzw.
Anpassung des Abgasgegendruckes erzielt wird. Die erfindungsgemässe Auspuffanlage ist gekennzeichnet, durch die Kombination der Merkmale, dass die im hinteren Teil des Motors angeschlossenen Abgasrohre vor der Mündung in den Schalldämpfer in einer im wesentlichen S-förmigen Schlinge verlaufen, dass jeweils ein im vorderen Teil des Motors angeschlossenes und ein im hinteren Teil des Motors angeschlossenes Abgasrohr über einen Einlaufsammler in ein im Innenraum des Schalldämpfers angeordnetes und an seinem freien Ende offenes Sammelrohr zusammengeführt sind, dessen Innendurchmesser sich zum Innendurchmesser eines Abgasrohres wie 1, 1 : 1 bis 1, 2 : 1, vorzugsweise wie 1, 14 :
1 verhält und das im wesentlichen die halbe Länge eines Abgasrohres aufweist, dass die Mündungen der Auslassrohre durch im Innenraum des Schalldämpfers angeordnete Abdeckbleche abgedeckt sind und dass sich der freie Innendurchmesser eines Auslassrohres zum Innendurchmesser eines Abgasrohres wie 1 : 1, 2 bis 1 : 1, 3, vorzugsweise wie 1 : 1, 22 verhält. Auf diese Weise wird eine Auspuffanlage geschaffen, deren einzelne Konstruktionselemente derart aufeinander abgestimmt sind, dass nicht nur die Lautstärke der Explosionsgeräusche auf den zulässigen Höchstwert verringert wird, sondern auch eine vorteilhafte Beeinflussung der Leistungskennlinie des Motors erzielt wird, so dass ein verbesserter Ladungswechsel in den einzelnen Zylindern durch Entstehen eines Vakuums erfolgt.
Trotzdem weist die erfindungsgemässe Auspuffanlage eine einfache konstruktive Ausbildung und eine kompakte, platzsparende Bauart auf, so dass sie billig hergestellt und leicht untergebracht und montiert werden kann. Die erfindungsgemässe Auspuffanlage eignet sich besonders gut für im Heck eines Fahrzeuges angeordnete Boxermotoren, bei welchen die Länge der einzelnen Abgasrohre nur gering ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Auspuffanlage, Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. l, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. l, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2 und Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4 dar.
Die erfindungsgemässe Auspuffanlage für einen Vierzylinder-Boxermotor weist einen Schalldämpfer--l- auf, der aus einem zylinderförmigen Teil besteht, der an seinen beiden Enden durch Deckel abgeschlossen ist. Zu
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den in Fahrtrichtung gesehen hinteren Zylindern des Boxermotors verbunden sind. Diese Abgasrohre --3-weisen eine zusätzliche Krümmung in Form einer im wesentlichen S-förmigen Schlinge auf, so dass die gestreckte
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Länge aller Ablaufrohr, gemessen vom Anschluss an den jeweiligen Motorzylinder bis zur Mündung in den Schalldämpfer--l--gleich gross ist.
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Einlaufsammler--4--in ein im Innenraum des Schalldämpfers--l--angeordnetes und an seinem freien Ende offenes Sammelrohr --5-- übersgeht.
Der Innendurchmesser eines Abgasrohres--2, 3--verhält sich hiebei zum Innendurchmesser eines Sammelrohres --5-- wie 1:1,14. Die Länge des Sammelrohres gemessen von der übergangsstelle am Einlaufsammler --4-- bis zum freien Ende, beträgt etwa die Hälfte der Länge eines Abgasrohres--2--bzw. der gestreckten Länge eines Abgasrohres--3--.
Der Innenraum des Schalldämpfers--l--steht mit zwei Auslassrohren--6--in Verbindung, die
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