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Die Erfindung betrifft eine Hydraulikeinrichtung für Ackerschlepper mit einer Pumpe und einem druckseitig nachgeordneten Mengenteilventil, das primär eine hydraulische Lenkvorrichtung und sekundär mit der Überschussmenge wenigstens einen Hubzylinder versorgt.
Bei den bisherigen Hydraulikeinrichtungen dieser Art besteht der Nachteil, dass bei niedriger
Pumpendrehzahl, also beispielsweise bei Motorleerlauf, die geförderte Ölmenge nicht ausreicht, auch das
Hubwerk zu versorgen. Es ist also nur Lenkbetrieb möglich, weil keine Überschussmenge für den Hubzylinder zur
Verfügung steht. Erst wenn die Pumpe bei höheren Drehzahlen eine grössere Ölmenge fördert, werden sowohl die
Lenkvorrichtung als auch der Hubzylinder ausreichend mit Drucköl beliefert.
Ähnliches gilt für eine andere bekannte Einrichtung, bei der von der die Lenkvorrichtung versorgenden
Pumpenzuleitung eine zu Hubzylinder führende Leitung abzweigt, in der ein Sperrventil eingebaut ist, das erst öffnet, wenn die volle Ölmenge für die Lenkvorrichtung gesichert ist, so dass der Hubzylinder bei niedriger
Pumpendrehzahl überhaupt kein öl zufliesst.
Um hier Abhilfe zu schaffen, ist auch bereits vorgeschlagen worden, eine eigene Pumpe für die
Lenkvorrichtung vorzusehen, was aber den erforderlichen technischen Aufwand beträchtlich erhöht. Es wäre selbstverständlich auch möglich, von vornherein eine grössere Pumpe, d. h. eine Pumpe, die auch bei niederen
Drehzahlen bereits grössere Ölmengen liefert, vorzusehen, doch würde dies ebenfalls mit einer beträchtlichen
Kostensteigerung verbunden sein, wobei ausserdem eine grössere Pumpe wegen der vorhandenen, meist engen
Einbauverhältnisse nicht immer untergebracht werden kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und die eingangs geschilderte
Hydraulikeinrichtung so zu verbessern, dass ohne Verzögerung der Pumpe auch bei niedrigster Pumpendrehzahl nicht nur die Lenkvorrichtung, sondern auch den Hubzylinder mit Drucköl versorgt werden, wobei es sich um eine vergleichsweise einfache und billige Massnahme handeln soll.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass zwischen der Pumpe und dem Mengenteilventil ein zusätzliches Mengenteilventil eingeschaltet ist, das die Druckflüssigkeit primär dem Hubzylinder und senkudär dem ersteren Mengenteilventil zuteilt, wobei der Höchstwert der primären Zuteilmenge des ersteren Mengenteilventiles grösser als jener des zusätzlichen Mengenteilventiles bemessen ist.
Bei niedriger bzw. niedrigster Pumpendrehzahl wird das geförderte öl vom zusätzlichen Mengenteilventil primär dem Hubzylinder zugeteilt, während die Überschussmenge über das erstere Mengenteilventil der
Lenkvorrichtung zufliesst, so dass der Hubzylinder und die Lenkvorrichtung, wenn auch mit verhältnismässig geringer Menge, beliefert werden. Steigt die Pumpendrehzahl und damit auch die Fördermenge an, so wächst die Menge des Sekundärstromes des zusätzlichen Mengenteilventils, wogegen der Primärstrom nur einen vorbestimmten Wert erreicht und dann nicht mehr zunimmt. Durch die wachsende Menge des dem ersteren Mengenteilventil zufliessenden öles steigt zunächst der Primärstrom zur Lenkvorrichtung bis zum vorbestimmten Höchstwert an, wonach dann auch der Sekundärstrom zum Hubzylinder bis zum vollen Mengenwert zunimmt.
Somit wird durch die Anordnung zweier vergleichsweise billiger Mengenteilventile der Vorteil erreicht, dass Lenkvorrichtung und Hubzylinder sowohl bei niedriger als auch bei hoher Pumpendrehzahl mit der erforderlichen Ölmenge versorgt werden. Die Mengenteilwirkung der Ventile erfolgt dabei unabhängig vom Unterschied des Arbeitsdruckes in den verschiedenen Ableitungen.
Eine besonders zweckmässige Konstruktion wird dadurch erreicht, dass die beiden Mengenteilventile in einem gemeinsamen Gehäuseblock untergebracht sind, so dass sich Verbindungsleitungen od. dgl. erübrigen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Hydraulikeinrichtung für einen Ackerschlepper im Schema und Fig. 2 die beiden in einem Gehäuseblock untergebrachten Mengenteilventile im Schnitt.
Die Hydraulikeinrichtung besteht aus einer Lenkvorrichtung--l--und einem Hubzylinder--2--mit Steuergerät--3--, wobei die Ölversorgung über eine Pumpe--4--erfolgt. Der Pumpe-4--ist druckseitig ein Mengenteilventil--5--nachgeordnet, das primär über die Leitung--6--die Lenkvorrichtung --l-- und sekundär mit der Überschussmenge über die Leitung--7--und das Steuergerät --3-- den Hubzylinder--2--versorgt.
Das Mengenteilventil--5--ist beispielsweise so ausgebildet, dass es der Lenkvorrichtung--l--in der Zeiteinheit eine Höchstmenge von 10 1 Drucköl zuteilt und erst den über diese Menge hinausgehenden Überschuss zum Steuergerät--3--bzw. Hubzylinder--2--fliessen lässt. Bei der Pumpe--4--handelt es sich um eine verhältnismässig kleine Pumpe, die bei niedrigster Motordrehzahl bzw. bei der Leerlaufdrehzahl des Motors beispielsweise nur 8 l pro Zeiteinheit fördert. Es ist klar, dass, wenn nicht besondere Massnahmen ergriffen werden, bei diesen niedrigen Pumpendrehzahlen dann keine Druckölförderung zum Hubzylinder --2-- erfolgen kann. Hier setzt nun die Erfindung ein.
In der von der Pumpe--4--zum ersteren Mengenteilventil--5-führenden Leitung-8--ist nun
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--9-- eingeschaltet,--4-- nur 8 I pro Zeiteinheit fördert, so ergibt sich im zusätzlichen Mengenteilventil --9-- eine Primärzuteilung zum Hubzylinder --2-- in der Höhe von 41 pro Zeiteinheit und es steht ein Überschuss von ebenfalls 4 l zur Verfügung, der über das erstere Mengenteilventil --5-- der Lenkvorrichtung --1-- zufliesst, so dass sowohl der Hubzylinder --2-- als auch die Lenkvorrichtung--l--mit einer wenn auch geringen Druckölmenge versorgt werden und demnach aktionsfähig sind.
Die beiden Mengenteilventile--5 und 9--sind in einem gemeinsamen Gehäuseblock--10-- (Fig. 2) untergebracht. Jedes Teilventil besteht aus einem Schieber-5a bzw. 9a--, der durch eine Feder-11-- belastet ist. Mit--12--sind Drosselquerschnitte bezeichnet. Wird von der Pumpe --4-- über die Leitung
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Drucköl- bestimmte Höchstmenge an, so wird der Schieber --9a-- gegen die Kraft der Feder-11verschoben und die Verbindungsbohrung --13-- zum Mengenteilventil --5-- freigegeben, wo der Ölstrom wieder über die Drosselbohrung --12-- in die Leitung --6-- zur Steuervorrichtung --1-- gelangt.
Erst bei weiterem Anstieg der Pumpenfördermenge wird dann auch der Schieber --5a-- gegen die Kraft der Feder - 11-zurückgedrückt und es kann eine Sekundärmenge über die Leitung --7-- zum Steuergerät --3-bzw. Hubzylinder --2-- fliessen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulikeinrichtung für Ackerschlepper mit einer Pumpe und einem druckseitig nachgeordneten Mengenteilventil, das primär eine hydraulische Lenkvorrichtung und sekundär mit der Überschussmenge
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dem Mengenteilverhältnis (5) ein zusätzliches Mengenteilventil (9) eingeschaltet ist, das die Druckflüssigkeit primär dem Hubzylinder (2) und sekundär dem ersteren Mengenteilventil (5) zuteilt, wobei der Höchstwert der primären Zuteilungsmenge des ersteren Mengenteilventiles (5) grösser als jener des zusätzlichen Mengenteilventils (9) bemessen ist.
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