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Die Erfindung betrifft eine Halle zur bedarfsweisen Umwandlung von im Freien liegenden Anlagen, insbesondere Freibädern, in überbaute Anlagen, insbesondere Hallenbäder, die aus mindestens zwei ineinande,--'-bpr" Einheiten besteht, die mittels Laufrädern, Laufrollen od. dgl. auf jeder der Einheiten zugeordneten U-Profil-Schienen verschiebbar sind.
In Gegenden mit Klimaschwankungen und unbeständigen Witterungsverhältnissen sind im Freien befindliche Anlagen, insbesondere Sportanlagen, nur beschänkt benutzbar, weshalb neben derartigen
Freiluftanlagen auch Hallenanlagen gebaut werden. Besonders Besitzer von im Freien liegenden Schwimmbädern haben den Wunsch, diese Bäder das ganze Jahr über benutzen zu können, ohne im Sommer auf ein ganz im
Freien liegendes Bad verzichten zu müssen. Häufig wird das Wasser auch von im Freien liegenden Bädern mit
Hilfe von Heizeinrichtungen erwärmt, um das Bad zumindest in der übergangszeit benutzen zu können. Infolge der Wärmeabstrahlung an die umgebende Luft ist aber eine derartige Beheizung äusserst kostspielig, ganz abgesehen davon, dass die Benutzung des Bades in den kälteren Monaten trotz Heizung nicht möglich ist.
Es ist bereits bekanntgeworden, Freiluftbäder zur möglichsten Verhinderung der Wärmeabstrahlung mit
Kunststoff-Folien oder andern Kunststoffabdeckungen für die Zeit der Nichtbenutzung abzudecken. Das
Abdecken und die Entfernung der Abdeckung sind aber zeitraubend und für die ganzjährige Benutzung des
Bades ist die Abdeckung unbrauchbar.
Es sind auch schon Hallenbäder bekanntgeworden, bei denen die Wände aus Glas oder Kunststoff bestehen, die in der warmen Jahreszeit entfernt bzw. so weit verschoben werden können, dass das Bad lediglich von einem auf einzelnen Säulen ruhenden Dach überdeckt ist. Ein derartiges Bad stellt jedoch auch bei entfernten
Seitenwänden kein vollwertiges Freiluftbad dar.
Ähnliche Probleme liegen auch bei Tennisplätzen, Minigolfplätzen, aber auch bei Gärtnereien vor. Viele in den warmen Montaten im Freien stehende Pflanzen müssen in der kalten Jahreszeit vor Witterungseinflüssen geschützt und daher in Gewächshäuser gebracht werden, was Jahr für Jahr wiederholt werden muss und sehr zeitraubend ist.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, in kürzester Zeit beispielsweise ein Freiluftbad in ein vollwertiges Hallenbad umzuwandeln, über im Freien befindliche Pflanzen in kürzester Zeit ein Gewächshaus zu errichten oder einen Tennisplatz in eine Tennishalle umzuwandeln.
Erfindungsgemäss ist zur Erlangung dieses Zieles eine Halle der eingangs genannten Art vorgesehen, bei der die Laufräder in die Aufbauten der einzelnen Einheiten tragenden U-Profil-Trägern gelagert sind, deren offene Seiten der offenen Seite der U-Prossl-Schienen und damit dem Untergrund zugewandt sind, wobei die Einheiten gegen den Untergrund abgeschlossen sind.
Die Erfindung ermöglicht es, beispielsweise ein Freibad in wenigen Minuten in ein vollwertiges Hallenbad oder umgekehrt umzuwandeln. Die aus mehreren Einheiten bestehende Halle kann auf den Schienen ineinandergeschoben werden, wodurch die darunter befindliche Anlage in eine Freiluftanlage verwandelt wird. Ist genügend Platz vorhanden, so kann die zusammengeschobene Halle von der Anlage ganz weg geschoben werden, wodurch eine vollwertige Freiluftanlage geschaffen wird. Dadurch, dass die einander gegenüberliegenden Stirnflächen der Träger einerseits und der Schienen anderseits sehr nahe aneinander gebracht werden können, kann der verbleibende Luftspalt auf ein Minimum reduziert werden, was für eine gute Luftisolierung, insbesondere für Schwimmhallen, von besonderer Bedeutung ist.
Das Verschieben kann von Hand oder durch motorischen Antrieb erfolgen.
Die Zahl, die Abmessungen, die Form und das Material der einzelnen Einheiten sind beliebig und hängen von den jeweiligen Erfordernissen und Wünschen ab. Die Einheiten können beispielsweise in Stahlbau-,
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Ziegeln aufgebautem Mauerwerk mit armierten Decken, aus Glas, Glasbausteinen od. dgl. bestehen.
Zur Vermeidung von Kältebrücken können selbstverständlich dem Fachmann geläufige Dichtungmassnahmen getroffen werden.
Zweckmässigerweise sind mit den freien Schenkelrändern der U-Profil-Träger am Untergrund gleitende Gleitschuhe verbunden.
Hiedurch werden in einfacher Weise Kältebrücken zwischen dem Untergrund und der Halle selbst weitgehend vermieden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der Zeichnungen, in denen einige Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Fig. l zeigt eine schematische Seitenansicht einer aus drei ineinanderschiebbaren Einheiten bestehenden Halle, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine Vorderansicht hiezu.
Die Fig. 4 und 5 zeigen vorteilhafte Ausbildungen der Laufräder, Fig. 6 zeigt eine stirnseitige Ansicht einer beispielsweise aus Kunststoff bestehenden gewölbeförmigen Halle und Fig. 7 eine Seitenansicht einer Halle, bei der sich die grösste Einheit in der Mitte befindet und die beiden Randeinheiten in diese hineinschiebbar sind.
Bei dem in den Fig. l bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Halle aus drei Einheiten --l, 2, 3--, wobei die an dem einen Ende angeordnete Einheit--l--am grössten ist und die Einheit --2-- in die Einheit--l--sowie die Einheit--3--in die Einheit--2--hineinschiebbar sind. Die
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