AT31802B - Verfahren zum Waschen und Trocknen von Kunstfäden auf den Spulen. - Google Patents

Verfahren zum Waschen und Trocknen von Kunstfäden auf den Spulen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Waschen und Trocknen von Kunstfäden auf den Spulen. 
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 aus dieser durch Spulen aufgewunden werden. Da nun aber die   Knnstfäden   in diesen) Zustande eine äusserst geringe Festigkeit haben, so ist es selbstverständlich, dass man das Fadenmaterial in diesem aufgewundenen Zustande zu waschen und zu trocknen versuchte. 



   Dies bot nun bisher die grössten Schwierigkeiten, denn erstens müssen die im Kunstfaden noch enthnltenen Chemikalien auf das Sorgfältigste entfernt werden, wenn man die Existenz eines Fadengebildes durch das nachfolgende   Trocknen nicht überhaupt in   Frage stellen will, und zweitens bieten die ziemlich engen Lagen der Fäden auf den Spulen dem Eindringen der Waschflüssigkeit einen grossen Widerstand. Diese Schwierigkeiten hat man wohl bis jetzt dadurch zu überwinden versucht, dass man das Waschwasser in Form eines Hegens auf die mit dem Fasermaterial versehenen Spulen   auffallen lie ss.   



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein   Verfahren, bei dem   die   angefahren   
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 mit Seitenansicht der Spule darstellt, werden eine oder mehere derartige Spulen a. die- mit   Fadonmaterial b in bolicbiger   Weise bewickelt sind, in einen   Waschtrog r   derart   t, iii-     geset/t, dass sie sich   darin um ihre   wagerecht   liegende Achse d drchen konnen, die durch die Wandung des Waschtroges hindurchgeführt ist und von aussen her in beliebiger Weise   angetrieben wird. Man lässt   dabei die Spulen etwa zur Hälfte eintauchen, so dass die Flüssig-   keit nahezu bis an   die Achse reicht.

   Darauf setzt man die Spulen in der Richtung der
Fäden so langsam in Umdrehung, dass die Waschflüssigkeit durch die Zentrifugalkraft nicht   mitgenommen   wird. Gerade auf dieser Langsamkeit der   Umdrehung beruht die neue tech-   nische Wirkung. Denn da bei der langsamen   Umdrehung   der Spulen die Zentrifugalkraft fast gleich Null ist, so hat die durch Absorption und Adhäsion mit   hochgenommene Waseb-   
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 entgegengesetzt sein. Während der weiteren Bewegung vom höchsten Punkt bis zum Wiedereintritt in die Waschflüssigkeit, d. h. von   B-C   wird dagegen die Eigenbewegung in derselben Richtung erfolgen wie die Bewegung der Fäden und die Waschflüssigkeit wird daher der Bewegung der   Fäden voraneilen.

   Hiedurch   wird eine intensive Durchdringung des ganzen Fadenmaterials mit der Waschflüssigkeit erzielt. Auf der anderen Seite hat die eingedrungene und in dem oberen Teile der Umdrehung mitgenommene Flüssigkeit beim Wiedereintreten des Fadenmaterials in die Waschflüssigkeit, also während der Bewegung von C--A durch die Waschflüssigkeit hindurch, infolge der langsamen Drehung ausreichend Zeit, sich durch neue Waschflüssigkeit zu ersetzen, da sie durch die aufgenommenen chemikalien ein höheres spezifisches Gewicht bekommen hat als die Waschflüssigkeit. Auf diese Weise wird ein vollkommenes und rationelles Auswaschen der Kunstfäden mittels einer sehr einfachen und daher billigen Einrichtung erreicht. 



   Um die so gewaschenen Kunstfäden zu trocknen, muss man sie auch während des Trocknens auf den Spulen lassen, denn, wie schon gesagt, haben die Fäden bis zu diesem Zeitpunkt eine so geringe Haltbarkeit, dass ein praktisch ausführbare Abspulen unmöglich ist. Würde man nun einfach die bewickelten Spulen in einen Trockenraum stellen, so   würde sich naturgemäss   der Rest der Waschflüssigkeit an der tiefsten Stelle der Spule ansammeln.

   Die Praxis hat aber ergeben, dass diese Stellen der Kunstfäden später eine geringere Haltbarkeit und auch ein anderes Verhalten Farbstoffen gegenüber haben, als die zuerst trocken gewordenen Stellen der   Kunstfäden.   Um diese Übelstände zu vermeiden. hat es sich als am zweckmässigsten erwiesen, wenn man den Spulen bei horizontaler Lage der Achsen und in der Richtung der Fäden auch während des Trocknens eine langsame
Drehung gibt, so dass der Rest des Waschwassers wohl mit hochgenommen wird, aber Zeit hat, sich gleichmässig im gesamten Fadenmaterial zu verteilen. Mit anderen Worten, die
Drehung muss so langsam sein, dass die Zentrifugalkraft nicht zur Wirkung kommt.

   Durch diese Art des Trocknens erhält man ein in seiner Festigkeit und seinem Verhalten Farb- stoffen gegenüber ganz gleichmässiges Fadenmaterial und die Trocknung verläuft noch einmal so rasch als bei Stillstand der Spulen. 



   Die Anordnung beim Trocknen kann der beim Waschen ganz entsprechend sein, nur   slid natürlich   die Spulen frei und nicht in eine Flüssigkeit eintauchend gelagert.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Waschen und Trocknen von KunstfÅaden auf den Spulen, dadurch g'kenn/oichnet, dass die Spulen, die während des Waschens nur teilweise in die Wasch- EMI2.1
AT31802D 1905-06-15 1907-01-02 Verfahren zum Waschen und Trocknen von Kunstfäden auf den Spulen. AT31802B (de)

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