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Die Erfindung betrifft eine Krawattenhalterung zum lösbaren Befestigen einer Fertigkrawatte am Kragenband eines Hemdes.
Solche Halterungen für Fertigkrawatten haben die Form eines zwei Flügel aufweisenden Halbmöndchens, an welchem ein aus Klemmbügel und Klemmfeder bestehender Klemmechanismus angeordnet ist (vgl. z. B. österr.
Patentschrift Nr. 238667). An solchen Krawattenhalterungen sind auch formgebende Elemente zur geschmacklichen Drapierung des Knotens bekannt, vgl. z. B. USA-Patentschrift Nr. 2, 735, 107. Vielfach wurde von Krawattenträgern gewünscht, dass sich unterhalb des Krawattenknotens eine Vertiefung befindet, wodurch ein adrettes Aussehen der Krawatte gewährleistet wird.
Diesem Bedürfnis kommt die Erfindung entgegen, indem sie im zentralen Vorderabschnitt des Halters eine kurze, rohrförmige Vertiefung (Kammer) vorsieht, in die zur Bildung eines Grübchens unter dem Knoten der fertigen Krawatte ein Teil des Krawattenstoffes hineingedrückt werden kann, hinter welcher Vertiefung an deren Rückwand der federnde Klemmechanismus befestigt ist, welcher mit einem Abstützschaft zusammenwirkt, wobei der Klemmarm und der Abstützschaft je ein Lochpaar im Krawattenstoff durchsetzen und solcherart die Bildung des Knotens ermöglichen und zu dessen Stabilität beitragen.
Die Erfindung kommt sohin nicht bloss den modischen Wünschen des Krawattenträgers entgegen, sondern es wird gleichzeitig der Krawattenknoten form stabilisiert.
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teilweise Seitenansicht und zeigt, teilweise im Schnitt, wie die erfindungsgemässe Fertigkrawatte getragen wird ; Fig. 2 ist eine vergrösserte Vorderansicht des Krawattenhalters, wobei sich der Klemmarm in Verschlussstellung befindet, also hinunterzu gerichtet ist ; Fig. 3 ist eine Hinteransicht des Halters, wobei sich der Klemmarm in Verschlussstellung befindet, also hinunterzu gerichtet ist ; Fig. 4 ist ein Grundriss desselben ; Fig. 5 ist ein Querschnitt entlang der Linie 5-5 der Fig. 2 ;
Fig. 6 gibt eine teilweise perspektivische Hinteransicht der gebundenen Krawatte wie sie getragen wird und Fig. 7 ist ein teilweiser Grundriss der Krawatte selbst, bevor sie am Krawattenhalter befestigt wird.
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Hemdkragens--12--an--K-- der Krawatte--10--ist mittels eines erfindungsgemäss konstruierten Krawattenhalters--13-- gestützt und lösbar am Kragenband--11--befestigt. Der Halter umfasst ein mit zwei Flügeln ausgestattetes halbmondförmiges Formglied--14--, eine Federplatte--16--und einen Klemmarm--17--.
Der erfindungsgemässe Krawattenhalter besteht aus einem Formglied--14--, das vorzugsweise aus einem etwas nachgiebigen Kunststoff, wie Polyäthylen, oder aus einem andern konventionellen Material, z. B. aus Metall oder aus einer Faserplatte hergestellt ist. Seine Form ist etwa dreieckig ; es weist einen unteren, zentral
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Seitenkanten--20--des Formgliedes--14--konvergieren bogenförmig nach unten zum Spitzenabschnitt --18-- hin.
Ein kurzer vorderer Wandteil--21--bildet eine Brücke über den Flügeln--19--. Unmittelbar unter der Wand--21--ist eine etwa schlüssellochförmige Öffnung geformt, die die etwa rohrförmige vordere
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Die Federplatte--16--und der Klemmarm--17--sind im wesentlichen konventionell ausgeführt. Der Krawattenhalter ist auch mit einem Abstützschaft --26-- versehen, der einen einstellbaren Kopf--27-- aufweist, so dass der Fall der Krawatte variiert werden kann. Alles das ist aus dem Stand der Technik bekannt.
Die erfindungsgemässe Krawattenhalterung erfordert auch ein besonderes Zusammenlegen der Krawatte selbst, was in den Fig. 6 und 7 dargestellt ist. Die Krawatte--30--hat die konventionelle Länge von Fertigkrawatten und ist mit vier Löchern versehen, mittels welcher die Krawatte gebunden ist. Diese Löcher befinden sich etwa in der Mitte der Krawatte. Die Löcher--31 und 32--sind kleiner, der angrenzenden Kanten --33-- nähet und sie können etwa 74 mm voneinander entfernt sein. Die Löcher--34 und 35-sind etwas grösser, in Querrichtung weiter im Inneren der Krawatte angeordnet und sie können etwa 100 mm voneinander entfernt sein.
Die Löcher--34 und 35--sind daher in Längsrichtung über bzw. unter den Löchern--31 und 32--angeordnet.
Die Krawatte--30--wird in bekannter Weise um den Krawattenhalter drapiert ; die Löcher--31 und 32--dienen jedoch dazu, die rückwärtigen Falten--36 und 37--derart festzuhalten, dass es sich einerseits erübrigt, die Falten festzunähen, damit sie nicht verrutschen, und anderseits die Stabilität des Knotens verbessert wird, so dass ein selbständiges Lösen der Fertigkrawatte weitgehend ausgeschlossen ist.
Das Krawattenmaterial wird so um den Klemmarm--17--gelegt, dass dieser zuerst das Loch--34-- und hierauf das Loch--35--durchbohrt. Auf diese Weise werden die rückwärtigen Falten--36 und 37-in bekannter Weise an ihren oberen Enden festgehalten. In der rückwärtigen Falte--36--befindet sich das Loch - -31--, welches so angeordnet ist, dass es vom Schaft--26--durchbohrt werden kann. Die rückwärtige Falte --37-- weist das Loch--32--auf, welches ebenfalls vom Schaft--26--durchbohrt wird.
Die oben
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h.natürlich über den Schaft--26--gelegt und der Schaftkopf --27-- wird in den Schaft--26--geschraubt, was alles aus dem Stand der Technik bereits bekannt ist.
Die vordere Kammer --22-- hat folgenden Zweck : nachdem die Krawatte fertig gebunden und gebrauchsfertig ist, klemmt sie der Träger am Kragenband--11--fest, was sich ja von selbst versteht. Wenn nun der Träger eine Vertiefung unter dem Knoten-K-wünscht, nimmt er den Knoten in die eine Hand und drückt mit seinem Daumen oder mit einem andern Finger das Krawattenmaterial unmittelbar darunter oder das Material, das an die Kammer --22-- angrenzt, in diese Kammer hinein, und gleichzeitig zieht er mit der andern Hand am langen Ende der Krawatte an. Dadurch gelangt das Krawattenmaterial in die Kammer-22- und es entsteht die gewünschte Vertiefung.