<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Gleiskette für Pistenfahrzeuge u. dgl. mit über die Breite der Kette durchgehenden Stützstäben od. dgl., die Querverbindungen zwischen endlosen Umlaufbändern herstellen und die die von den Antriebs- und Stützrädern des Fahrzeuges her auf die Kette wirkenden Kräfte über die Kettenbreite verteilen.
Bekannte Gleisketten für Pistenfahrzeuge u. dgl., also für Fahrzeuge, die vorwiegend für den Einsatz auf
Schnee bestimmt sind und deren relativ niedriges Eigengewicht durch die Gleisketten auf grosse Auflageflächen verteilt werden sollen, werden in Form mehrteiliger Plattenbänder ausgeführt, wobei für jede Gleiskette mehrere endlose Umlaufbänder aus Gummi od. dgl. vorgesehen sind, die durch leistenartige Stützstäbe verbunden werden, welche ihrerseits an der Aussenseite der Umlaufbänder angebracht und gegen an der Innenseite der Umlaufbänder angebrachte Gegenplatten mit Hilfe von Schrauben verspannt werden. Zwischen den in Bandlängsrichtung aufeinanderfolgenden und je einem Stützstab zugeordneten Gegenplatten bleiben Spalte frei.
Bei den zu beiden
Seiten der Antriebs- und Stützräder laufenden Bändern sind auf die Gegenplatten das Gleis für die Räder bildende, hochstehende Seitenstützen aufgesetzt und ebenfalls mit Hilfe von Schrauben befestigt. Das bzw. die
Antriebsräder greifen zwischen den benachbarten Bändern unmittelbar an den Stützstäben an, wobei die
Stützstäbe aussenseitig Stützauflagen für den Fahrbahneingriff tragen, die meist als über die Breite der Gleiskette durchgehende Leisten ausgeführt werden. Mit Ausnahme der Gummibänder werden die weiteren genannten Teile der Gleiskette aus Metall hergestellt.
Trotz der durch die beschriebene Konstruktion angestrebten Leichtbauweise haben die bekannten
Gleisketten ein verhältnismässig grosses Eigengewicht, das bei einem bekannten Pistenfahrzeug über 600 kp/Kette beträgt, so dass ein sehr hoher Anteil des Gesamtgewichtes des Fahrzeuges auf die beiden Gleisketten entfällt.
Die Gleisketten sind aufwendig und teuer im Aufbau. Notwendige Reparaturen, wie das Auswechseln von
Stützauflagen, Stützstäben, Gegenplatten und im schlimmsten Fall ganzer Gummibänder sind mit einem erheblichen Arbeitszeitaufwand verbunden, wodurch sich hohe Reparaturkosten und lange Standzeiten des
Pistenfahrzeuges bei notwendigen Reparaturen ergeben. Die Stützstäbe mit den aufgesetzten Stützleisten stellen im wesentlichen starre Bauteile dar und die Gleiskette kann sich in ihrer Querrichtung daher nur ungenügend an
Bodenunebenheiten anpassen, weshalb es beim überfahren von Steinen, Felsen u. dgl. zu einer nur punktförmigen
Auflage einer Stützleiste am Boden und damit zu einer überbelastung kommen kann.
Bei ungünstiger Schneelage, vor allem bei klebrigem Schnee, neigen die bekannten Gleisketten zum Verlegen, d. h. die Zwischenräume aufeinanderfolgender, für den Bodeneingriff bestimmter Leisten u. dgl., die nach hinten zum Grossteil durch die
Gummibänder abgedeckt sind, füllen sich ganz oder teilweise mit Schnee und es kann dann nur mehr ein geringer Teil der installierten Antriebsleistung des Pistenfahrzeuges auf die Piste übertragen und damit zur
Fortbewegung des Fahrzeuges nutzbar gemacht werden.
Für andere Zwecke, also nicht für Pistenfahrzeuge, sondern für schwere Gleiskettenfahrzeuge, ist es bereits bekannt, die Gleisketten in Form von Laschenketten auszubilden. Dabei sind einerseits über die Gesamtbreite der Gleiskette durchgehende, untereinander gleiche Kettenglieder und anderseits Verbindungslaschen. für diese Kettenglieder vorgesehen, wobei die Kettenglieder für sich mit Stützauflagen für den Fahrbahneingriff ausgestattet sind und oberhalb dieser Stützauflagen in der Nähe der zueinander weisenden Ränder durchgehende bzw. fluchtende Bohrungen für die Aufnahme durchgehender Achsen aufweisen, mit denen die die Kettenglieder verbindenden Laschen angelenkt sind.
Bei einer bekannten Ausführung sind zwei entsprechende Laschen nebeneinander angeordnet, wogegen eine andere bekannte Ausführung je eine Endlasche im Bereich der Aussenränder der Kettenglieder und eine Mittellasche vorsieht. Die Laschen verbinden jeweils die in die beiden zueinander weisenden Seiten der Kettenglieder eingesetzten Achsen. Wie erwähnt, handelt es sich hier um Gleisketten für schwere Fahrzeuge. Reparaturen können hier durch Auswechseln einzelner Kettenglieder vorgenommen werden. Wegen der über die Breite durchgehenden starren Kettenglieder können sich diese Ketten, da sie ebenfalls im wesentlichen in Querrichtung starre Bauteile bilden, ebenfalls nicht ausreichend an Bodenunebenheiten anpassen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gleiskette der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei einfacher Herstellbarkeit ein geringes Eigengewicht besitzt, weitgehend wartungsfrei ist, im Bedarfsfall rasch und einfach repariert werden kann, bei ungünstigen Schneeverhältnissen einen starken Selbstreinigungseffekt zeigt und sich überdies weitgehend an Bodenunebenheiten anpasst.
Eine erfindungsgemässe Gleiskette zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass die Umlaufbänder nach Art von an sich bekannten Laschenketten aus gleichartigen Einzelgliedern zusammengesetzt sind, die nur einen Bruchteil der Gleiskettenbreite besitzen und je zwei aufeinanderfolgende, als Schwenkachsen für die Kettenglieder ausgebildete Stützstäbe miteinander verbinden, wobei die auf dem Stab mit dem einen Ende benachbarten Einzelglieder mit dem andern Ende wechselweise auf den beiden in Kettenlängsrichtung benachbarten Stäben sitzen und dass die in bekannter Weise jeweils für sich mit Stützauflagen für den Fahrbahneingriff ausgestatteten Kettenglieder und vorzugsweise auch die Stützstäbe aus gegebenenfalls glasfaserarmiertem Kunstharz od. dgl. hergestellt sind.
Bei der erfindungsgemässen Gleiskette werden nur gleichartige Einzelglieder und nicht, wie bei einer bekannten Gleiskette, Einzelglieder und Laschen verwendet, wobei überdies bei der erfindungsgemässen Gleiskette
<Desc/Clms Page number 2>
die Einzelglieder nur über einen Bruchteil der Gleiskette reichen und in Längs- und Querrichtung der Gleiskette auf Lücke gegeneinander versetzt sind, wobei sich in Längsrichtung die Endbereiche aufeinanderfolgender
Kettenglieder überlappen. Durch die Verwendung von Kunstharz od. dgl. als Herstellungsmaterial ergeben sich ein geringes Eigengewicht und gute Gleiteigenschaften, also nur eine geringe Reibung der Kettenglieder auf den
Stäben.
Ein Ankleben von Schnee wird durch die versetzte Anordnung der Kettenglieder, durch die mögliche glatte Ausbildung ihrer nicht für den unmittelbaren Bodeneingriff bestimmter Flächen und durch die
Nachgiebigkeit der Kette in Querrichtung weitgehend verhindert, wobei die Nachgiebigkeit der Kette in
Querrichtung auf die Anordnung mehrerer Einzelglieder nebeneinander, die beschriebene versetzte Anordnung der Einzelglieder und die ausschliessliche Verbindung der Kettenglieder über die Schwenkachsen zurückzuführen ist, durch Verwendung elastisch biegsamer Achsen noch verstärkt werden kann und auch, neben der
Selbstreinigung, grosse Auflageflächen der Kette auf unebenem Gelände gewährleistet.
Praktisch ermöglicht die erfindungsgemässe Ausführung eine wesentliche Herabsetzung des Eigengewichtes der Gleiskette auf etwa die
Hälfte des Gewichtes einer vergleichbaren Gleiskette der eingangs beschriebenen Bauart für das gleiche
Pistenfahrzeug.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfmdung sind die Kettenglieder beiderseits der Führungsbahnen der Antriebs- und Stützräder des Fahrzeuges angeordnet, im Bereich dieser Führungsbahn als Distanzhalter für die
Kettenglieder dienende Hülsen in an sich bekannter Weise drehbar auf die Stützstäbe aufgeschoben und an den Kettenrädern sind die Lücken zwischen in Kettenlängsrichtung aufeinanderfolgenden Kettengliedern durch an sich bekannte, auf aufeinanderfolgenden Stäben gelagerte Laschen überbrückt. über die Hülsen wird die Antriebskraft der Antriebsräder auf die Stäbe und damit die Gleiskette übertragen. Für die Antriebsräder kann daher eine Triebstockverzahnung verwendet werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Stützauflagen der Kettenglieder als zu den Stützstäben etwa parallele, gegebenenfalls im Bereich ihrer Stützflächen eine Oberflächenprofilierung aufweisende Stützleisten ausgebildet und die Kettenglieder weisen vorzugsweise zu diesen Stützflächen normal und gegenüber den Stützleisten zurückspringend Längsstäbe, Leisten od. dgl. zur Seitenstabilisierung auf. Die Form und Anordnung der Stützauflagen kann auch anders gewählt werden, wenn dies für besondere Einsatzfälle vorteilhaft und sinnvoll erscheint. Für die normale Pistenpräparierung werden aber quer zur Kettenlängsrichtung verlaufende Stützleisten bevorzugt.
Vorzugsweise bestehen die gleichartige Spritzgussteile bildenden Kettenglieder aus Polyamid und die Stützstäbe aus Stäben oder Rohren aus Glasfiber.
Es ist auch möglich, Kettenglieder zu verwenden, die Einsteck- oder Einschiebeführungen zur auswechselbaren Befestigung von Verschleissteile bildenden Stützleisten, die für den Eingriff mit der Fahrbahn bestimmt sind, aufweisen. Die Kettenglieder können auch Halterungen für Spikes bilden bzw. aufnehmen, wenn das Fahrzeug für den fallweisen Einsatz auf extrem vereistem Untergrund bestimmt ist.
In den Zeichnungen ist der Erfmdungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 und 2 ein Teilstück einer erfindungsgemässen Gleiskette im Schnitt und in Unteransicht und die Fig. 3 bis 6 ein Einzelglied der Gleiskette in Seiten-, Vorder-und Unteransicht sowie in Draufsicht.
Die dargestellte Gleiskette besteht aus zylindrischen Stützstäben die quer zur Kettenlängsrichtung angeordnet sind, Kettengliedern-2, 3--, Laschen-4--und Distanzhülsen-5-.
Die Kettenglieder-2, 3-haben untereinander gleiche Grundform und unterscheiden sich nur dadurch, dass die Kettenglieder --2-- mit angeformten hochstehenden Seitenstützen --6-- versehen sind, die gemeinsam mit den Hülsen --5-- das Gleis der Kette bilden. Im übrigen besitzt jedes der Kettenglieder --2, 3--zwei parallele Lagerbuchsen--7--, eine obere Begrenzungswand--8--, die durch einen nach
EMI2.1
--9-- verstärkt--10, 12--eine napfartige Höhlung ein, die gegebenenfalls auch einsteckbare Verschleissteile aufnehmen kann.
Man kann unter anderem in diese Höhlung einen weiteren, napfförmigen Einsatzteil einschieben, der über die Zähne --11-- vorstehende Stützleisten, Spikes oder auch eine die Höhlung nach unten abdeckende, eine Lauffläche bildende Gummiplatte trägt.
Wie die Fig. l und 2 zeigen, werden die Kettenglieder-2, 3-mit ihren Buchsen --7-- in der Form stossend auf die Stäbe-l-aufgeschoben, dass jeweils die auf einem Stab-l-nebeneinanderliegenden Kettenglieder mit ihren andern Enden wechselweise auf den beiden vor und hinter diesem Stab angeordneten Stäben sitzen, so dass die Glieder-2, 3-untereinander in Kettenlängs- und -querrichtung bei überlappenden Enden auf Lücke versetzt sind. Im Bereich der Antriebs- und Laufräder sind auf die Stäbe-l-die Hülsen
EMI2.2