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Die Erfindung betrifft ein Gerüst mit höhenverstellbarer Plattform, insbesondere für den Aussenanstrich von
Gebäuden, wobei ein leiterartiger Gerüstteil mit seinem oberen Bereich an eine Anlagefläche anlegbar und die
Plattform in verschiedenen Höhenlagen, an der der Anlagefläche zugewandten Gerüstteilseite gleitend, feststellbar ist und bei dem die Holme des Gerüstteils zum Zusammenwirken mit Laufrollen versehen sind, an denen die
Plattform mittels eines Gestänges aufgehängt ist.
Die bekannten Gerüste dieser Art zeigen verschiedene Nachteile. Bereits die Sicherung dieser Gerüste gegen
Kippen und andere vorkommende Beanspruchungen bereitet grosse Schwierigkeiten, die bisher nicht zufriedenstellend überwunden wurden. Ferner ist eine unkomplizierte Verankerung der Plattform bisher nicht geschaffen worden. Schliesslich bereitet bei den vorbekannten Gerüsten die Höhenverstellung der Plattform die grössten Schwierigkeiten, welche bisher als keinesfalls gelöst zu betrachten sind.
Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung oben genannter Mängel und die Schaffung eines sicheren und einfachen Gerüstes mit ebenso sicherer, einfacher und leicht höhenverstellbarer Plattform. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Gerüstteil in an sich bekannter Weise als leiterartiger Auf- und Abstieg ausgebildet und die gesamte Plattform dabei mittels eines von einer Person überzustreifenden Riemens od. dgl. hochzieh-bzw. absenkbar angeordnet ist, und dass die Plattform in verschiedenen Höhenlagen mittels mit dem
Gerüstteil zusammenwirkender Haken feststellbar ist.
Damit unterscheidet sich das erfindungsgemäss ausgebildete Gerüst auch gegenüber einem bekannten Gerüst nach der Schweizer Patentschrift Nr. 38768, die ein freistehendes, vierseitig im Kopfbereich vom Bodenniveau aus abgestütztes und durch ein Zusatzgewicht belastetes Gerüst mit einem Leiterteil und daran gesondert angeordneten Schienen als Führungen für einen Fahrstuhl betrifft, der im Kopfbereich des Gerüstes mittels Seilen aufgehängt ist, die auf am Fahrstuhl angeordnete Windetrommeln gewickelt sind, wodurch es dem auf dem
Fahrstuhl stehenden Arbeiter möglich ist, sich am Ständer auf eine beliebige Höhe zu fahren. Diese
Windetrommeln sind dabei mit einem Gesperr und einer Bremse versehen, wodurch eine Feststellung ermöglicht wird. Ein solches Gerüst hat daher mit dem oben gekennzeichneten Gerüst gemäss der Erfindung nichts zu tun.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus folgender Beschreibung und den Zeichnungen hervor, die sich auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäss ausgebildeten Gerüstes beziehen. Darin sind
Fig. l eine perspektivische Ansicht des unteren Teils des Gerüstes mit in unterer Ausgangslage festgesetzter Plattform, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des oberen Teils des Gerüstes mit Abstützvorrichtung und Fig. 3 eine Horizontalansicht eines Teils der Befestigungsvorrichtung für die Abstützvorrichtung gemäss Fig. 2.
Mit--l--ist ein leiterartiger Gerüstteil bezeichnet, der in Gebrauchsstellung vertikale Holme--2und diese verbindende horizontale Sprossen--3--zeigt. Dieser Gerüstteil ist vorzugsweise aus Leichtmetall gefertigt, wobei die Sprossen aus Vierkantrohren mit äusserem Riffelprofil als Gleitschutz und die Holme aus Doppel-T-Profilen bestehen können. Letztere sind mit ihren freien Kanten vorzugsweise in Form von kurzen Schenkeln--4--zueinander abgebogen, wie aus Fig. 3 hervorgeht, um als Halte- und Führorgane zu dienen.
Ferner wird auf diese Weise eine grössere Steife der Holme gegen Biegen erzielt.
Der Gerüstteil--l--stützt sich auf zwei Auslegern--5--ab, die an jeweils einem unteren Holmende aussenseitig befestigt sind. Die Ausleger bestehen jeweils vorzugsweise aus zwei zu den Holmen hin divergierenden Metallrohren--6--, die mit ihren Enden auf z. B. Flacheisen--7 und 8--festgeschweisst sind. Die beiden holmseitigen Befestigungseisen--8--legen sich an die Hohnstege--9--an und sind mit Bohrungen (nicht sichtbar) zur Aufnahme von Befestigungsschrauben--10--versehen. Diese strecken sich vorzugsweise durch eine nach aussen exponierte Sprossenöffnung --11- und verbinden so beide Befestigungseisen--8- gleichzeitig mit dem Gerüstteil.
Die Ausleger stehen seitwärts und vorzugsweise auch etwas von der Anlagefläche für den Gerüstteil weggewendet ab. An den unteren Auslegerenden können zum Gerüstteil--l--planparallele Laufräder (nicht gezeigt) angeordnet sein. Ferner lässt sich dieser untere Gerüstbereich mit einer bekannten Feststellvorrichtung ausstatten.
Im oberen Bereich des Gerüstteils-l-ist eine Abstützvorrichtung an diesem befestigt (Fig. 2). Diese besitzt eine horizontale Stange--12--, welche auf der genannter Anlagefläche abgewandten Seite am Gerüstteil--l--mittels einer Schrauben-Muttern-Verbindung --13-- gehalten wird. Dabei kann z. B. ein mit Auskehlungen--14--versehener horizontaler Stab--15--die inneren Hohnschenkel--4--wie gezeigt umgreifen und an diesen sowie vorzugsweise mittels eines in eine Auskehlung--16--des Stabes eingeführten Rundeisens od. dgl.--17--durch genannte Verbindung--13--festgeklemmt sein. Das Rundeisen kann auch als beliebig anders ausgeführter Friktionskörper zur Anwendung gelangen und eventuell mit dem Stab verschweisst sein.
Von der Stange--12--aus divergieren zwei Distanzstangen --18-- zur Anlagefläche hin, wobei sie durch eine Verstrebung--19--stabilisiert sein können. Die Teile--12, 18 und 19-sind vorzugsweise als Vierkantrohre ausgebildet.
An dem Gerüstteil--l--ist eine höhenverstellbare Plattform--20-innenseitig, d. h. der Anlagefläche zugewendet, befestigt. Die Plattform besitzt in jedem Holm ein Paar voneinander distanzierte und vorzugsweise zwischen den einander zugewandten äusseren Schenkeln ---4-- geführte Laufrollen --21--, welche durch ein
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--22-- miteinanderFlacheisen --25-- sind durch einen oder mehrere Bügel --27-- miteinander verbunden, die zur Anlagefläche hin geschweift sind und z. B. Ösen--28--als Aufhängeorgane für Arbeitsgeräte aufweisen.
Ferner kann solch ein Bügel mit einem Ende mittels eines Scharnieres --29-- schwenkbar angelenkt sein, um bequemes Ein- und Aussteigen zu gewährleisten, während das andere Ende festsetzbar ist.
Zwecks Höhenverstellbarkeit der Plattform streckt sich eine horizontale Achse--30--zwischen den Übergangsbereichen der Teile-25 und 26--. Auf dieser Achse sind zwei voneinander distanzierte Haken - schwenkbar gelagert. Bei einer bevorzugten Ausführungsform strecken sich zunächst vertikale Hakenschäfte nach oben, um dort in zurückgebogene, d. h. nach unten abgebogene Klauen-32- überzugehen, die zum Übergreifen einer Sprosse--3--vorgesehen sind. Vom übergangsbereich der Hakenschäfte und-klauen strecken sich vorzugsweise Ansätze-33-schräg zur Anlagefläche hin nach oben.
Zwischen den freien Enden dieser Ansätze streckt sich teils eine Verbindllngsstange --34-- und teils ein Riemen od. dgl.-35--. Die Verbindungsstange--34--garantiert synchrone Bewegungen der beiden Haken.
Die Wirkungsweise des Gerüstes mit Plattform gemäss der Erfindung ist folgende :
Es wird von einer Lage gemäss Fig. 1 ausgegangen. Will z. B. ein Anstreicher in einer oberen Höhenlage von der Plattform aus arbeiten, so besteigt er diese unter öffnen und Schliessen des Bügels--27-. Sodann wendet
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Ist die gewünschte Höhenlage erreicht, so werden die Klauen über die nächstgelegene Sprosse gehakt und der Riemen abgestreift, worauf die Arbeit beginnen kann.
Um ein besonders vorteilhaftes Festhaken der Klauen in der gewünschten Höhenlage zu erzielen ist gemäss einer bevorzugten Ausführungsform die Stange --34-- gegenüber der Standfläche-24-in einer solchen Höhenlage angeordnet und derart ausgeführt, z. B. gebogen, dass die Stange vom Brustbereich der betreffenden Person zum Leiterteil hin geschwenkt und die Plattform auf diese Weise mittels der Klauen festgehakt werden kann. Somit sind beide Hände und beide Füsse stets für andere Aufgaben frei.
Oben beschriebene und in den Zeichnungen gezeigte Ausführungsformen lassen sich im Rahmen des Erfindungsgedankens beliebig abwandeln. So können die Haken auch seitwärts angeordnet und eventuell durch eine Zugfeder miteinander verbunden sein, um in oder auf den Sprossen oder in den Holmaussenseiten arretiert zu werden. Dabei können die Haken selbsttätig ein- und ausrasten. Die Laufrollen können selbstverständlich auch auf eine andere Weise an den Holmen geführt sein. Ferner kann der Bügel --27-- alternativ um eine horizontale Achse nach oben abklappbar sein.
Die Leiterholme können als nach aussen offene C-Profile ausgeführt sein, wobei die in Fig. 2 und 3 gezeigte Vorrichtung mit in verschiedenen Höhenlagen angeordneten Laufrollenpaaren zwischen den C-Schenkeln gleiten und auf an sich bekannte Weise mittels einer Zugvorrichtung in verschiedene Höhenlagen gebracht werden kann. Die Zugvorrichtung arbeitet vorteilhaft mit einer automatischen Friktionsarretiervorrichtung zusammen. Die Standfläche --24-- ist vorzugsweise hochklappbar, wobei Verbindungen zwischen--23 und 25-entfallen, so dass --25-- beim Transport am Gerüstteil anliegen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerüst mit höhenverstellbarer Plattform, insbesondere für den Aussenanstrich von Gebäuden, wobei ein leiterartiger Gerüstteil mit seinem oberen Bereich an eine Anlagefläche anlegbar und die Plattform in verschiedenen Höhenlagen, an der der Anlagefläche zugewandten Gerüstteilseite gleitend, feststellbar ist, und bei dem die Holme des Gerüstteils zum Zusammenwirken mit Laufrollen versehen sind, an denen die Plattform
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bekannter Weise als leiterartiger Auf- und Abstieg ausgebildet und die gesamte Plattform (24) dabei mittels eines von einer Person überzustreifenden Riemens od. dgl. (35) hochzieh-bzw. absenkbar angeordnet ist, und dass die Plattform in verschiedenen Höhenlagen mittels mit dem Gerüstteil (1) zusammenwirkender Haken (31) feststellbar ist.
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