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Gegenstand der Erfindung ist ein Abschirmkörper für radioaktive Präparate mit einem das Präparat aufnehmenden bewegbaren Schieber.
Die Verwendung radioaktiver Präparate zu Messzwecken in der industriellen Isotopentechnik erfordert meist eine Aufbewahrung derselben in speziellen Abschirmbehältern, um das Bedienungspersonal möglichst wirksam vor. Strahlungsschäden zu schützen. Derartige Behälter werden meist mit einem schmalen Kanal versehen, durch den während des Messvorganges ein konzentriertes radioaktives Strahlenbündel austreten kann.
Nach Beendigung der Messung muss der Austritt dieser Strahlen aus Sicherheitsgründen unterbunden werden, wozu üblicherweise der Austrittskanal durch abschirmendes Material blockiert wird, so dass durch ihn keine ungeschwächte Strahlung gelangen kann. In der Regel sind hiezu relativ aufwendige Konstruktionen in der
Umgebung des Abschirmbehälters erforderlich.
Die Erfindung zeigt einen konstruktiv einfachen Weg auf, um einerseits während der Messpausen die äussere Umgebung des radioaktiven Präparates hinreichend gut gegen radioaktive Strahlung abzuschirmen und anderseits während der Messung, wo auf die Abschirmung kein so grosser Wert gelegt werden muss, das radioaktive Präparat an ein Ende des Austrittskanals möglichst dicht an das Messobjekt zu bringen. Sie betrifft einen Abschirmkörper für radioaktive Präparate mit einem das Präparat aufnehmenden bewegbaren Schieber, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Austrittskanal für die Strahlung vorgesehen ist, der im Randbezirk des Abschirmkörpers von dessen Aussenfläche zum Schieber verläuft und dass in der Ruhelage der Schieber im Inneren des Abschirmkörpers allseitig ausgenommen seinen Enden von diesem umschlossen und das Präparat abgeschirmt ist.
Zur noch besseren Abschirmung, insbesondere bei grösserer Ausdehnung des Schiebers, kann es sich in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung als vorteilhaft erweisen, den Schieber in an sich bekannter Weise im wesentlichen ebenfalls aus abschirmendem Material, vorzugsweise Blei, auszuführen, so dass damit praktisch allseitig eine gleich gute Abschirmung gegeben ist.
Der Schieber kann dabei als ein den Abschirmkörper durchdringender bolzenförmiger Längsschieber ausgeführt werden, was mit dem Vorteil einer durchaus einfachen Herstellung verbunden ist, oder als zylinderförmiger Drehschieber, wodurch sich bei gegebenen Abmessungen des Abschirmkörpers ein Minimum an Raumbedarf ergibt, da sämtliche Bedienungs- und Betätigungselemente für die Bewegung des Präparates dann ausschliesslich im Inneren des Körpers angeordnet werden können.
Die Erfindung soll samt ihren weiteren Ausgestaltungen an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. l zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Abschirmkörpers, während Fig. 2 einen Querschnitt durch denselben in einer in Fig. l mit II-II angedeuteten Ebene zeigt. Es handelt sich hier um einen quaderförmigen, aus abschirmendem Material, wie z. B. Blei oder Stahl, bestehenden Abschirmkörper -1--, welcher eine Bohrung --2-- aufweist zur Aufnahme eines zylinderförmigen Drehschiebers--3--.
Die Drehachse --4-- des Schiebers --3-- geht nicht durch das Zentrum des Abschirmkörper Der Drehschieber --3-- selbst besteht aus einem hohlzylinderförmigen metallischen Mantel-5-, der zu Abschirmzwecken mit Blei ausgegossen ist und an seinem Umfang eine Einbuchtung zur Aufnahme des
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--6-- aufweist,Achse--4--, beispielsweise in der angegebenen Pfeilrichtung, gedreht, bis das radioaktive Präparat--6--, wie gestrichelt angedeutet, am Ende eines mit-7-bezeichneten Austrittskanals zu liegen kommt und durch diesen dann eine ungeschwächte Strahlung abgeben kann.
Für den Fall, dass in der Messstellung für die Dauer der Messzeit die gegenüber der Ruhestellung, beispielsweise in Richtung A etwas verminderte Abschirmung nicht mehr zugelassen werden kann, ist es ohne weiteres möglich, den Austrittskanal --7-- an einer andern Stelle des Randbezirkes des Abschirmkörpers - l-zu legen, beispielsweise in eine Symmetrieachse, wie es in der Fig. 2 mit --8-- angedeutet ist. Bei vernachlässigbar kleinem Luftspalt zwischen Drehschieber --3-- und Abschirmkörper --1-- ergibt sich dann praktisch in Richtung A sowie der dazu entgegengesetzten Richtung dieselbe gute Abschirmung der radioaktiven
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der Messpausen.
Fig. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem wieder ein Abschirmkörper mit rechteckförmigem Querschnitt Verwendung findet. Selbstverständlich könnte, hier wie auch beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. l, auch ein Abschirmkörper mit kreisförmigem Querschnitt verwendet werden.
Der Schieber ist hier als bolzenförmiger Längsschieber--9--ausgeführt, welcher in einer diagonal verlaufenden Längsbohrung --10-- verschieblich angeordnet ist und eine Aussparung --11-- zur Aufnahme des radioaktiven Präparates-6-aufweist. Die Bohrung --10-- weist eine Aussennut-12-auf, in der zwei am Umfang des Längsschiebers --9-- angebrachte Stifte gleiten. Auf diese Weise kann der Längsschieber - gegen Verdrehung gesichert werden. Vor dem Messvorgang wird der Längsschieber --9-- durch geeignete Betätigungsmittel in Pfeilrichtung B bewegt, bis das radioaktive Präparat --6-- dem Ende des Austrittskanals --7-- benachbart zu liegen kommt.
Es ist wieder genauso wie bei der Anordnung nach Fig. l und 2 vorteilhaft, den Längsschieber--9--ebenfalls aus abschirmendem Material herzustellen, so dass
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praktisch nur in der Messstellung eine ungeschwächte Strahlung nach aussen gelangen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abschirmkörper für radioaktive Präparate mit einem das Präparat aufnehmenden bewegbaren Schieber,
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des Abschirmkörpers von dessen Aussenfläche zum Schieber verläuft und dass in der Ruhelage der Schieber im Inneren des Abschirmkörpers allseitig ausgenommen seinen Enden von diesem umschlossen und das Präparat abgeschirmt ist.
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