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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen einer Bonbons verschiedener Sorten enthaltenden Stangenpackung mittels einer die Bonbons einzeln einwickelnden und anschliessend zu einer Stange stapelnden Einwickelvorrichtung, deren Zuführungsstempel durch einen absatzweise weiterschaltenden, auf seinem Umfang mit Aufnahmetaschen in regelmässiger Teilung für die Bonbons versehenen Beschickungsteller beschickt wird, dem weitere auf ihrem Umfang ebenfalls mit Aufnahmetaschen in regelmässiger Teilung versehene angetriebene Einlegeteller vorgeschaltet sind, deren Aufnahmetaschen zum Zwecke der Bonbonübergabe zeitweise mit den Aufnahmetaschen am Beschickungsteller in Deckung kommen.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der deutschen Patentschrift Nr. 1125344 bekannt, die allerdings zu einem andern Zweck eingesetzt wird. Die Vorrichtung wird dort betrieben, um einer Verpackungsmaschine geordnete, ausgerichtete und in ununterbrochener Reihenfolge hintereinander befindliche Bonbons einer einzigen Sorte zuzuführen. Bei schnellaufenden Maschinen kommt es nämlich vor, dass einzelne Aufnahmetaschen nicht mit Bonbons besetzt werden. Es wird daher vorgeschlagen, einen zweiten Einlegeteller anzuordnen, der nur die Aufgabe hat, ein Bonbon in den Beschickungsteller bzw. dessen Aufnahmetaschen einzulegen, falls ein solches Bonbon durch den ersten Einlegeteller nicht eingelegt worden ist. Der zweite Beschickungsteller hat also nur die Aufgabe einer zusätzlichen Sicherung des Einlegevorganges.
Für die Herstellung von Stangenpackungen gibt diese Druckschrift keinen Hinweis.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1202211 ist eine Vorrichtung bekannt, die die Bereitstellung einer gleichbleibenden Anzahl Bonbons in gleichbleibendem Mischungsverhältnis aus verschiedenen Sorten von Bonbons, jedoch ohne die Einhaltung einer bestimmten Bonbonreihenfolge, ermöglicht. Damit kann beispielsweise die Aufgabe gelöst werden, immer die gleiche Anzahl der gleichen Sorten Bonbons zusammen lose in einen Beutel zu verpacken. Zu diesem Zweck wird ebenfalls ein Beschickungsteller eingesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Herstellen einer Bonbons verschiedener Sorten enthaltenden Stangenpackung zu schaffen, wobei die Bonbons der verschiedenen Sorten in der Stangepackung sowohl ein bestimmtes Mischungsverhältnis als auch eine bestimmte Reihenfolge aufweisen. Die Vorrichtung soll darüber hinaus durch einfaches Auswechseln der Teile eine Vielzahl von unterschiedlichen Stangenpackungen herzustellen gestatten.
In der Erfindung werden die Begriffe "Anzahl der Bonbons einer Stangenpackung","Reihenfolge"und "Bonbonfolge"unterschieden. Unter der "Anzahl der Bonbons einer Stangenpackung" wird die Anzahl der insgesamt in einer Stangenpackung enthaltenen Bonbons verstanden. Unter der "Reihenfolge" wird die Aufeinanderfolge der Sorten der Bonbons verstanden, also beispielsweise die Tatsache, dass nach jedem roten Bonbon ein blaues und dann ein grünes usw. folgt. Mit"Bonbonfolge"wird die Anzahl der Bonbons der kleinsten, in sich geschlossenen Reihenfolge beschrieben.
Die obige Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass für den Antrieb des Beschickungstellers und der Einlegeteller ein gemeinsames Rastschaltwerk und für die Bonbons jeder Sorte ein Einlegeteller vorgesehen ist, wobei die Anzahl der im Beschickungsteller vorgesehenen Aufnahmetaschen ein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl der Aufnahmetaschen jedes Einlegetellers ist, und dass die Drehzahl jedes Einlegetellers der Drehzahl des Beschickungstellers oder einem ganzzahligen Vielfachen davon entspricht und sämtliche Aufnahmetaschen des Beschickungstellers und der Einlegeteller dabei derart relativ zueinander verteilt sind, dass nach jedem Schaltschritt nur je eine Aufnahmetasche eines Einlegetellers mit einer Aufnahmetasche des Beschickungstellers entsprechend der zu erzielenden Reihenfolge der Bonbons in Deckung kommt.
Die Anzahl der Aufnahmetaschen im Beschickungsteller ist ein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl Bonbons einer Bonbonfolge. Damit ist die Möglichkeit geschaffen, einerseits reproduzierbare Verhältnisse in jeder Bonbonreihenfolge zu erreichen und anderseits auf dem Umfang des Beschickungstellers den erforderlichen Platz für die Anordnung der Einlegeteller anzuordnen.
Mit besonderem Vorteil sind die einzelnen Einlegeteller zur Veränderung der Reihenfolge der Bonbons gegeneinander austauschbar. Damit ist eine einfache Variationsmöglichkeit geschaffen, um eine andere Reihenfolge der Bonbons zu erreichen und damit andere Stangenpackungen herzustellen.
Bei gleicher Drehzahl der Einlege- und des Beschickungstellers ist die Zahl der in regelmässiger Teilung an jedem Einlegeteller angeordneten Aufnahmetaschen gleich der Anzahl der Aufnahmetaschen des Beschickungstellers, multipliziert mit der Anzahl der in einer Bonbonfolge enthaltenen Bonbons der betreffenden Sorte und dividiert durch die gesamte Anzahl der in einer Bonbonfolge enthaltenen Bonbons. Das Produkt aus der Drehzahl jedes Einlegetellers und der Anzahl der Aufnahmetaschen des Einlegetellers, dividiert durch die Anzahl der in einer Bonbonfolge enthaltenen Bonbons der zu dem Einlegeteller gehörigen Sorte ist konstant.
Zur Veränderung der Reihenfolge der Bonbons sind auf einfache Weise die einzelnen Einlegeteller gegen solche mit anderer Teilung der Aufnahmetaschen auswechselbar. Durch diese Massnahme ergeben sich zusätzlich zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Es ist aber auch möglich, bestimmte Aufnahmetaschen der Einlegeteller abdeckbar oder ausfüllbar auszubilden, damit entsprechende Plätze des Beschickungstellers durch andere Einlegeteller belegt werden können.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispiels in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden erläutert. Es zeigt : Fig. l eine schematische Darstellung der herzustellenden Stangenpackung, Fig. 2 eine
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schematische Draufsicht auf einen Beschickungsteller mit vier zugeordneten Einlegetellern und Fig. 3 eine Schnittdarstellung des Beschickungstellers und eines Einlegetellers sowie der anschliessenden Vorrichtungsteile.
In Fig. l ist eine beispielsweise herzustellende Stangenpackung wiedergegeben, wobei in einer einzigen Verpackungshülle--l--die vorzugsweise bereits einzeln verpackten Bonbons der Sorten--a, b, c, d-enthalten sind. Dabei sind die einzelnen Bonbons jeder Sorte--a, b, c, d--in verschiedener Anzahl vertreten, aber in der gleichen Reihenfolge angeordnet. Dem Bonbon der Sorte--a--folgt ein Bonbon der Sorte --b--, dann ein solches der Sorte-c--und schliesslich das der Sorte--d--, worauf ein zweites Bonbon der Sorte--b--und ein zweites Bonbon der Sorte--c--folgen. Die eben beschriebenen sechs Bonbons bilden eine sogenannte Bonbonfolge--A--. In der Sammelpackung befinden sich beispielsweise zwei Bonbonfolgen--A--verpackt, so dass diese zwölf Bonbons insgesamt die Anzahl der Bonbons einer Stangenpackung bilden.
Selbstverständlich kann die Anzahl der Bonbonfolgen--A--in einer Stangenpackung beliebig geändert werden, wie es auch möglich ist, die Reihenfolge und den stückzahlmässigen Anteil der einzelnen Bonbonsorten nach Bedarf durch Umstellung der später zu beschreibenden Vorrichtung zu verändern.
Der für die Erfindung wesentliche Teil der Vorrichtung ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Es ist ein Beschickungsteller--2--vorgesehen, der auf seinem Umfang mit Aufnahmetaschen --3-- für die zu verpackenden Bonbons versehen ist. Je nach der Bonbonform können diese Aufnahmetaschen rund, eckig oder oval sein. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel hat der Beschickungsteller--2--auf seinem Umfang - 42--Aufnahmetaschen--3--, was sieben Bonbonfolgen--A--entspricht. Die Teilung der Aufnahmetaschen --3-- beträgt also 360/42 .
Der Beschicktungsteller--2--läuft in der eingezeichneten Pfeilrichtung entgegengesetzt im Uhrzeigersinn absatzweise um, wobei er jeweils nur um eine einzige Aufnahmetasche--3--weiterschaltet, sofern nur eine einzige Verpackungseinrichtung vorgesehen ist.
Dabei werden die zunächst noch nackten Bonbons in den Aufnahmetaschen --3-- über einen Hubstempel --4-- geführt, der bei Stillstand des Beschickungstellers - das in der darüberliegenden Aufnahmetasche --3-- befindliche Bonbon zusammen mit einem darübergelegten Hüllenmaterialzuschnitt--5--durch einen Falt- oder Bürstenschacht --6-- hindurch zu den
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angeordneten Bonbons in der vorherbestimmten Anzahl der Bonbons in eine weitere Vorrichtung, in der sie zu einer Stange gestapelt und gemeinsam in die Verpackungshülle--l--verpackt werden.
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welches den Beschickungsteller --2-- immer um 1/42 seines Umfanges weiterschaltet. über ebenfalls nicht dargestellte Ketten und Stirnräder bzw.
sonstige übertragungselemente werden die Einlegeteller--8, 9,10 und 11-mit gleicher Drehzahl und in den entsprechenden Schaltschritten angetrieben. Die Einlegeteller--8, 9, 10 und 11--sind so um den Umfang des Beschickungstellers--2--verteilt angeordnet, dass sich die Aufnahmetaschen--3--einerseits und die Aufnahmetaschen--3a, 3b, 3c und 3d--anderseits nur in der
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Teilung der Aufnahmetaschen im Beschickungsteller--l--voneinander entfernt.
Dementsprechend beträgt die Teilung der Aufnahmetaschen --3c und 3b--in den Einlegetellern--8 und 9--das Dreifache der Teilung der Aufnahmetaschen--3--in dem Beschickungsteller--2-, weil von jeder Sorte--b und c--jeweils
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Bonbons in der späteren Bonbonfolge angeordnet sind. Selbstverständlich erfolgt die Bonbonübergabe immer nur in den Stillstandszeiten. Erforderlichenfalls können an den Bonbonübergabestellen-Bs, B . Bjo und Blij-- auch Stempel, Sauger od. ähnl. Einrichtungen vorgesehen sein, die eine zwangsläufige Übergabe besorgen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Herstellen einer Bonbons verschiedener Sorten enthaltenden Stangenpackung mittels einer die Bonbons einzeln einwickelnden und anschliessend zu einer Stange stapelnden Einwickelvorrichtung, deren Zuführungsstempel durch einen absatzweise weiterschaltenden, auf seinem Umfang mit Aufnahmetaschen in regelmässiger Teilung für die Bonbons versehenen Beschickungsteller beschickt wird, dem weitere auf ihrem Umfang ebenfalls mit Aufnahmetaschen in regelmässiger Teilung versehene angetriebene Einlegeteller vorgeschaltet sind, deren Aufnahmetaschen zum Zwecke der Bonbonübergabe zeitweise mit den
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den Antrieb des Beschickungstellers (2) und der Einlegeteller (8,9, 10,11) ein gemeinsames Rastschaltwerk und für die Bonbons jeder Sorte (a, b, c, d) ein Einlegeteller (11,9, 8,10) vorgesehen ist,
wobei die Anzahl der im Beschickungsteller (2) vorgesehenen Aufnahmetaschen (3) ein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl der Aufnahmetaschen jedes Einlegetellers (8,9, 10,11) ist, und dass die Drehzahl jedes Einlegetellers (8,9, 10,11) der Drehzahl des Beschickungstellers (2) oder einem ganzzahligen Vielfachen davon entspricht und sämtliche Aufnahmetaschen des Beschickungstellers (2) und der Einlegeteller (8,9, 10,11) dabei derart relativ zueinander verteilt sind, dass nach jedem Schaltschritt nur je eine Aufnahmetasche eines Einlegetellers (8,9, 10,11) mit einer Aufnahmetasche des Beschickungstellers (2) entsprechend der zu erzielenden Reihenfolge der Bonbons in Deckung kommt.
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