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Die derzeit in Verwendung stehenden Spiral- und Kegelwendel-Antennen sind alle als Achsialstrahler mit zirkularer Polarisation in Verwendung, wobei gebeugte und phasenverschobene Wellenzüge, die von der gleichen Senderquelle stammen und von reflexionsfähigen Gebilden auf diese Systeme einstrahlen, als zeitverzögerte und phasenverschobene Signale aufgenommen werden und somit Interferenzen bzw. bei Fernsehfrequenzen, Geisterbilder hervorrufen können. Diese Erscheinungen sind ein Nachteil dieser Antennensysteme. Gleichartig treten sie bei den Yagi-Antennen auf.
Aufgabe der erfindungsgemässen Antenne ist es, eine Aufnahme bzw. Ausblendung von Interferenzen bzw. phasenverschobener Signale und reflektierter Wellen, wie sie die praktische Wellenausbreitung liefert, zu ermöglichen bzw. Reflexionen durch Phasendrehung zu eliminieren, derart, dass am Aufnahmeort neben dem geradlinig empfangenen (Haupt)-Anteil der direkt (oder gebeugt) einfallenden Welle nur jener (schwach) reflektierte zweite Wellenanteil mit aufgenommen wird, der auf dem übertragungsweg zweimal oder ein geradzahliges Vielfach davon, reflektiert wurde und somit mit dem Hauptanteil am Empfangsort im Antennenfeld eine im allgemeinen elliptisch polarisierte Welle bestimmter Drehrichtung ergibt.
Bei einer Zwei-Kegel-Wendel-Antenne, bestehend aus zwei, auf einer gemeinsamen Achse angeordneten, kegelförmigen Wendeln aus Draht oder Rohr, wird dies erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Wendeln mit den Kegelspitzen einander zugekehrt liegen, die an den Kegelspitzen liegenden Enden der Wendeln über eine Koppelschleife miteinander verbunden sind, während an die, an den Kegelbasen liegenden Enden der beiden Wendeln die Antennenableitungen angeschlossen sind.
Die erfindungsgemässe Zwei-Kegel-Wendel-Antenne, mit zwei (Fig. l) oder vier (Fig. 2) Kegelwendelspulen und der Verbindung dieser, über eine Koppel- oder koaxiale Koppelschleife, wirkt nicht als Achsialstrahler mit zirkularer Polarisation, sondern als Querstrahler mit elliptischer Polarisation. Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass an Empfangsorten mit Reflexionsstörungen nur eine Zwei-Kegel-Wendel-Antenne mit zwei oder vier Kegelwendelspulen zum Ausblenden von Reflexionsstörungen benötigt wird. Bisher konnte dieser Effekt nur mit zwei getrennten Antennen und einem Phasendrehglied erreicht werden.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 die Zwei-Kegel-Wendel-Antenne, Fig. 2 die Kegel-Wendel-Antenne mit vier Kegelwendelspulen und Fig. 3 bis 5 einige Schaltungsarten.
Die Zwei-Kegel-Wendel-Antenne in Fig. 1 mit zwei Kegelwendelspulen ist eine Antennenanordnung, die im wesentlichen aus zwei, auf je einem gedachten (oder materiellen Kunststoff-Dielektrikum)-Kegelmantel bestimmter Steigung und bestimmter maximaler und minimaler Windungsdurchmesser und bestimmter Länge,
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Bei der Ausführung der Zwei-Kegel-Wendel-Antenne mit vier Kegelwendelspulen erfolgt die Zusammenschaltung der vier Kegelwendelspulen wie in Fig. 2 dargestellt ; der Antennenfusspunkt --13-- ist mit dem Innenleiteranfang--6e--des aus einem Koaxialkabel bestehenden Leiters--6-und dessen Innenleiterende--6f--mit dem Basisende--7i--der kleinen Kegelwendelspule--7--in Verbindung. Das Kegelwendelspitzende--7k--ist mit dem Koaxialinnenleiteranfang --81-- der aus einem Koaxialkabel bestehenden Koppelschleife--8--und über dessen Innenleiterende--8m--mit dem Kegelspitzenende --9q-- der kleinen Kegelwendelspule--9--verbunden.
Das Kegelwendelbasisende --9r-- geht in den Koaxialinnenleiteranfang--10s--des aus einem Koaxialkabel bestehenden Leiters--10--über. Das
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Koaxialleiters-6--Kegelwendelspitzenende--12y--der grossen Kegelwendelspule--12--in Verbindung. Das Kegelwendelbasisende--12z--ist über den Koaxialaussenleiter (Mantel)-Anfang--lOu--und dessen Ende --10v-- zum Antennenfusspunkt-14--geführt.
Die seitenverkehrte Einkopplung erfolgt so (Fig. 2) : das Kegelspitzenende--7k--der linken kleinen Kegelwendelspule--7--ist in Verbindung mit dem rechten Koaxialinnenleiteranfang --81--, wogegen das Kegelwendelspitzenende--llx--der linken grossen Kegelwendelspule--11--mit dem linken Aussenleiter (Mantel)-Ende--8p--der koaxialen Koppelschleife--8--in Verbindung steht. Genauso verhält es sich mit der rechten Seite.
Das Kegelwendelspitzenende-9q-der kleinen rechten Kegelwendelspule --9-- ist mit dem linken Koaxialinnenleiterende--8m--um das Kegelwendelspitzenende--12y--der rechten grossen Kegelwendelspule--12--ist mit dem rechten Aussenleiter (Mantel) -Anfang --8n-- der koaxialen Koppelschleife--8--in Verbindung.
Durch die Eigenkapazität der Koppelschleife, die auch als Phasenschieber in Erscheinung tritt, wird ein rascheres Durchlaufen der Phasenlagen erreicht und in Verbindung mit der seitenverkehrten Einkopplung kommt es zu einer Art Transformation (Aufschaukelung) der Antennenspannung und damit zu einem Ansteigen der nutzbaren Antennenenergie.
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Der Vorteil dieser Anordnung gegenüber der Zwei-Kegel-Wendel-Antenne mit zwei Kegelwendelspulen ist : Die abnehmbare Energie steigt im Verhältnis von eins zu drei, ausserdem bewirkt diese Anordnung, dass pulsierende Reflexionen, wie sie entlang von verkehrsreichen Strassen und Bahnkörpern, durch bewegte reflexionsfähige Gebilde entstehen, in ein stehendes Feld, bei gleichzeitiger Ausblendung dieser Reflexionen und bei Abgabe eines höheren Summensignales, umgewandelt werden.
Die Einzelanordnung nach Fig. 3 ist für das Nahfeld von zirka 15 km gedacht. Die Gruppenanordnung (Fig. 4) ist in Anwendung zu bringen, wo das HF-Feld ein ungenügendes und stark gestörtes Bild liefert. Diese Anordnung zeigt Schmalbandverhalten bei der Bündelung.
Die Anordnungen nach Fig. 4B und 5 zeigen Breitbandverhalten mit hohem Summensignal. Die Schaltungsarten sind für die Zwei-Kegel-Wendel-Antenne mit vier Kegelwendelspulen gleich den, in den Zeichnungen enthaltenen, für eine Zwei-Kegel-Wendel-Antenne mit zwei Kegelwendelspulen. Das nutzbare Summensignal ist beträchtlich grösser. Die in den Fig. 4A, 4B und 5 dargestellten Schaltungsarten wurden für schlechte Empfangslagen entwickelt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zwei-Kegel-Wendel-Antenne, bestehend aus zwei, auf einer gemeinsamen Achse angeordneten,
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mit den Kegelspitzen einander zugekehrt liegen, die an den Kegelspitzen liegenden Enden der Wendeln über eine Koppelschleife (3) miteinander verbunden sind, während an die, an den Kegelbasen liegenden Enden der beiden Wendeln, die Antennenableitungen (4,5) angeschlossen sind (Fig. 1).