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Eine Ausnahme in dieser Beziehung bildet der Grenzfall, wenn die Schuppenreihen unter 45 gegen die Aufhängeachse geneigt sind. Bei dieser Lage halten sich gewissermassen die bei der Stauung auftretenden Reibungsvcrhältnisse und die Eigenschwere des Geflechtes das Gleichgewicht.
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gestauten Zustande (Fig. 1) in der Richtung der Geraden a-e aufgehängt und zusammen- gedrückt, so wird sich das Geflecht in der Richtung der Schuppenreihen zusammenschieben oder stauen und, was das Wesentliche dabei ist, in diesem Zustande verharren.
Werden in dieser Lage und Anordnung die einzelnen Geflechtstücke zum Gewebe vereinigt und an den Bügeln in diesem Zustand aufgehängt, so ist es offensichtlich, dass das gesamte Geflecht, wenn ein seitlicher Zug ausgeübt wird, infolge der geschichteten Lagerung der einzelnen Ringe in den Schuppenreihen sich ebenso sehr ausdehnen lässt, als es vorher zusammengeschoben war.
Ein Anwendungsbeispiel dieser Verbindungsweise der einzelnen Geflechtstücke untereinander zum Geflecht und der Aufhängungsart in der ausgezeichneten Lage der Schuppenreihen zeigt Fig. 2. Hier sind zwei paralleltrapezförmigo Ringgeflechtstücke im ungestauten Zustande, um die Lage der Schuppenreihen zueinander und ihre Neigung gegen die Horizontale hervortreten zu lassen, in der Weise miteinander verbunden und am Bügel festgemacht, dass die Schuppen- reihon aufeinanderfolgender Streifen einen Winkel von 1200 einschliessen. Ob dabei der Bügelrand gezackt ist oder nicht, ist gleichgiltig.
Werden nun die einzelnen Geflechtstreifen in ge- stautem Zustande miteinander verbunden und am Bügel aufgehängt, so erhält der dadurch entstehende Behälter eine grosse Geräumigkeit, wenn er irgendwo seitlich gezogen wird.
Greift man z. B., zur weiteren Erläuterung, in Fig. 2 zwei Schuppenreihen benachbarter Gewebestreifen, die sich durch ihre Endringe in der Linie/- < y verbinden, heraus, so bilden diese zwei Reihen eine Kettenlinie, wobei die in ihr wirkenden Kräfte das Bestreben haben, die Ringe immer gleichmässig anzuordnen, d. h. so anzuordnen, dass die Entfernungen der Ringmittelpunkte untereinander gleich sind.
Daneben erreicht man also, da sich die Ringe in den Schuppenreihen dicht ancinanderlagern,
1. dass diese sich deutlich vom Gewebe abheben und als Zickzacklinien über das ganze Genecht verlaufen und 2, dass durch die eigenartige Verbindung der Geflechtstreifen untereinander diese durch
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wendung dieses Geflechtes zu Ziergeweben in der Goldschmiedekunst.
Ein Anwendungsbeispiel für den oben erwähnten Ausnahmefall der Aufhängung der Ge- nechtstücke oder des Gewebes an den Bügeln zeigt die Fig. 3. Hiebei sind die Sehuppenreihen unter einem Winkel von 450 gegen die Aufhängungsachse geneigt und stehen bei den einzelnen Geflechtstücken senkrecht aufeinander. In dieser Figur sind die Gewebestücke in ungestautem Zustande angedeutet, um die Neigung der Schuppenreihen zueinander und gegen die Aufhängungsachse zu zeigen. Fig. 4 dagegen veranschaulicht dieselbe Börse, bei welcher aber die einzelnen Geflechtstücke nummehr im gestauten Zustande an den Bügeln befestigt sind. Es dehnt sich also eine solche Börse mit gestautem Gewebe bei seitlichem Zug so weit aus, dass sie die Breite einer Börse mit ungestautem Geflecht erreicht.
Hin weiteres Anwendungsbeispiel des neuen Gewebes zeigt Fig. 5. Hier ist der Sack aus
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weitestgehendem Masse stauen zu können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ziergewebe aus Metallringen für taschenartige Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einzelnen in der Richtung ihrer Schuppenreihen gestauten Gewebestücken zusammengesetzt ist, deren Schuppenreihen im ungestauten Zustand mit dem Verschlussbügel einen Winkel von 300 oder 450 einschliessen, der sich entsprechend der Stauung vergrössert.