AT30453B - Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Lichtbögen oder Entladungen nebst Apparat zur chemischen Zersetzung und Bindung von Gasen, z. B. Luft, mittels derartig ausgezogener Bögen oder Entladungen. - Google Patents

Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Lichtbögen oder Entladungen nebst Apparat zur chemischen Zersetzung und Bindung von Gasen, z. B. Luft, mittels derartig ausgezogener Bögen oder Entladungen.

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AT30453B
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Johan Jetmund Thoresen
Filip Tharaldsen
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Johan Jetmund Thoresen
Filip Tharaldsen
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  Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Lichtbögen oder Entladungen nebst Apparat zur chemischen Zersetzung und Bindung von Gasen, z. B. Luft, mittels derartig ausgezogener
Bögen oder Entladungen. 
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   ableitern) ;   aber bei allen bis jetzt bekannt gewesenen Verfahren zum Ausziehen von Lichtbögen oder elektrischen Entladungen mittels Magneten lassen sich die Bewegung und die Dauer des Bogens bzw. der Entladung nicht regulieren, wns bewerkstelligen zu können selbstredend   von grosser Bedeutung ist.   
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 Scheibe ; auch werden die Elektroden gedreht. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum 
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 Feldes, u. zw. derart, dass Elektrodenpaare in einem zwischen zwei Eisenkörpern rotierenden magnetischen Felde und senkrecht zu dem Felde angebracht werden, wodurch man imstande ist, den Bögen oben die Form, Geschwindigkeit und Dauer, welche zur Erzielung des 
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 auf einen Apparat zur Ausführung des Verfahrens zum Zwecke der Zersetzung der Luft mittels solcher elektrischer Bögen oder Entladungen. 



   Ein rotierendes Feld kann in verschiedener Weise erzeugt worden. Ein geeignetes Verfahren ist das folgende : Wie bekannt kann man mittels mehrphasigem Wechselstrom durch eine besondere Anordnung der Primärbewicklungen ein rotierendes Feld erzeugen, wie z. B. bei den Mehrphasen- oder Drehstrommotoren. Wenn man nun zwischen zwei   konachsialon   zylindrischen Eisenkernen, von welchen der eine derart bewickelt ist, dass er ein rotierendes   sinusförmiges   Feld   hervorbringt, wahrend der andere Sekundärwicklungen   hat, ein solches Feld rotieren lässt, so wird in den Wicklungen des zweiten Kernes ein elektrischer Strom induziert.

   Die   elektrodynamische Wirkung zwischen   dem rotierenden primären elektrischen Feld und dem induzierten   Strome   in den   Sokundärbewicklungon   erzeugt ein Drehmoment, welches bewirkt, dass der Sekundärkern mitrotiert. 



   Wenn man die Einrichtung so trifft, dass sowohl der   Scknnd1irkorn   als die Bewicklung 
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 wird in dem Ranme zwischen den Kernen ein elektrischer Lichtbogen oder eine Reihe von Entladungen erzeugt werden. 



   Die   elektrodynamische Kraft, welche   das rotierende Feld auf den Strom in den 
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     Da die Richtung der KrafiMion des wandernden Feldes durch dio   Form der Folds   t : erno botthnmt ist   und der Bogen stets sonkrocht zu dem Felde   tat, ist es klar,   dass die   Bögen, wenn man den Kernen eine zylindrische, ebene oder irgend andere zweckmässige   Form gibt, eine entsprechende zylindrische ebene oder andere.

   Form annehmen worden,
Wenn man zylindrische, konzentrisch angeordnete   Eisonlcörper anwendet, zwischen   welchen das Feld rotiert und die Eloktrodenpaare mit passenden Zwischenräumen zwischen denselben anordnet, so erreicht man eine   fortlaufende Reihe von Bogen, die   von dem Feld so ausgezogen worden, dass sie   einen Teil einer Zylindernächc   bilden und sämtliche Bogen bilden zusammen eine vollständige   Zylindornlcho.   



     Die Periodenzahl   des die   Lichtbögon   speisenden Stromes muss dieselbe sein, wie die des rotierenden Feldes und die Elektroden müssen mit Bezug auf das rotierende Feld derart angeordnet sein, dass ein Maximum von Energie ausgeübt wird, um eine möglichst grosse Oberfläche der Bögen zu erreichen. 



   Es hat sich gezeigt, dass   ein Wechselstrombogen eine grössere   Spannung aufnimmt, wenn er einem Felde ausgesetzt wird, welches mit dem Strom im Bogen pulsiert, als wenn er der Einwirkung eines solchen Feldes nicht ausgesetzt ist ; der Bogen von der gleichen Stromstärke nimmt also   grössere   Energie auf. Die Elektrodenpaare müssen daher dem rotierenden Felde gegenüber so eingestellt werden, dass die Phasen des Stromes und des magnetischen Feldes übereinstimmen. Man kann auch die   Bögen   mit Strom aus einem besonderen   ein-,   zwei-oder mehrphasigen Transformator oder aus einer Gleichstromquello anstatt von den Sekundärbewicklungen aus speisen, in welchen der Strom durch das rotierende Feld induziert wird. 



   Die Vorschaltung einer Selbstinduktion vor den Lichtbogen ist zu einem gewissen Grade am Anfange der Ausziehung des Bogens notwendig ; austatt Selbstinduktion können auch Ohmsche Widerstände (Wasserwiderstände u. dgl.) verwendet werden. Wenn der Bogen angelassen worden ist, wird die im Apparate selbst vorhandene Selbstinduktion genügend sein. 



   Es kann das rotierende Feld aber auch durch einen durch Gleichstrom erregten rotierenden Magneten erzeugt werden. 



   Zur Erläuterung des oben   erwähnten Phänomens   wird auf die beigefügten Zeichnungen hingewiesen. Fig. 1 zeigt die Anordnung von zylindrischen Eisenkörpern a, b mit acht
Polen, die ähnlich einem Drehstrommotor gewickelt sind. Zwischen diesen beiden rotiert in diesem Falle ein achtpoligos magnetisches Feld, welches in der oben angegebenen Weise hervorgebracht ist ; die punktierten Linien c bezeichnen den magnetischen Kreislauf. In diesem Falle sind auch acht Elektrodenpaare d in einem dem Abstand der Pole voneinander entsprechenden Abstande angebracht, e bezeichnet die ausgezogenen Bögen. 
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 auch Gleichstrom liefern kann) mit den Elektroden und mit dem Teil der Wicklung, der das magnetische Feld erzeugt, muss derart gewählt werden, dass die Ausziehung der Bögen in einer und derselben Richtung geschieht. 



   Bei Anordnung jedes Paares der Elektroden in passender Entfernung voneinander können dieselben von bzw. ein-, zwei-oder dreiphasigem Wechselstrom gespeist worden. 



  Falls die Bögen mit Gleichstrom gespeist werden, ist es nur nötig, die Bögen in solchen Entfernungen, die die grösste Fläche geben werden, zu stellen. 



   In den Fig. 2,3 und 4 ist die Einwirkung der Magnetpole auf die   Ausziehung   des   Doges, wens   letzterer mit Wechselstrom gespeist wird, in drei verschiedenen Stadien illustriert. Dieselben stellen einen Teil einer abgewickelten Zylinderfläche dar.   N   und S bezeichnen die in dem Eisenkörper wandernden Pole. Die Pfeile   M   und 8 bezeichnen nur die dynamische Wirkungsrichtung der einzelnen Pole mit Bezug auf die Ausziehung des Bogens in einem gegebenen Augenblick Im vorliegenden Falle übt also der Nordpol V die ausziehende Wirkung auf den Bogen des betreffenden Elektrodenpaares aus,
Der Pfeil f bezeichnet die Bewegungsrichtung des Feldes ; d, d sind die Elektroden und   e   ist der   Bogon.   



   Fig. 5 zeigt eine Anordnung, wo das rotierende Feld mit der Antriebsmaschino (z. B. Dampfmaschine) in direkte mechanische Verbindung gesetzt wird, wodurch der besondore Generator in Wegfall kommt. Der innere Kern   besteht aus einem Polrad (Rotor),   das in gewöhnlicher Weise von einer   Gloichstromquello erregt wird. Zwischen Rotor   und Stator wird ein genügender Raum für die Elektroden gelassen. 



   Bei der Verwendung in obiger Weise ausgezogener Bögen zur chemischen Zersetzung und Bindung von Gasen bieten die oben beschriebenen Anordnungen den grossen Vorteil, 
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 Isoliermaterial bestehende Wand   1"1 die   mit Löchern versehen ist, angebracht. 



   In passendem Abstande von der Wand k ist eine andere ebenfalls aus feuerfestem Isoliermateriale bestehende Wand l angeordnet, welche an der äusseren Wand bzw. am Kern befestigt ist. Auf der Wand m sind den Kernen h gegenüber Eisenkerne o an- 
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 Bolzen r, welche durch die oben erwähnten Isolatoren n gehen, getragen Rind. Um die eine der Elektroden z. B.   q   einstellen zu können, ist einer der Bolzen r drehbar und mit einem in eine entsprechende Verzahnung an der Elektrode eingreifenden Zahnrade versehen. Die Wand m ist mit Ablauföffnungen versehen, die durch Rohrstutzen t mit Rohren   M,   die in einen Sammelkanal v einmünden, in Verbindung stehen. 



   Die Kerne o brauchen nicht bewickelt zu sein, aber die Selbstinduktion die, wie angegeben, in einzelnen Fällen den Elektroden vorzuschalten ist, kann auf diesen Kernen angebracht werden. 



   Der die Bögen speisende Strom kann entweder der Strom sein, der in den auf den Kernen o angebrachten Sekundärwicklungen induziert wird oder es kann Strom von einet' äusseren Quelle sein oder es kann Strom von diesen beiden in Serie sein. 



   Wenn man die Elektroden auf einem   gemeinsamen ringförmigen   Träger anordnet, so dass sie gleichzeitig gedreht und im Verhältnis zu dem Felde in derselben Weise wie die Bürstenhalter eines Gleicbstromkommutators eingestellt worden können, kann man ihre Einstellung nach Erfordernis regulieren. 



   Die Wirkungsweise des Ofens ist die folgende : Die Gase (Luft) kommen von oben in das Innere des Ofens hinein, gehen von hier durch die Öffnungen g' der inneren   Wand 9   und durch die   Kerne h, wobei   letztere gekühlt werden, während die Luft vorgewärmt wird, gehen hierauf durch die Löcher der Wand k und nachdem sie der Einwirkung der ausgezogenen Bögen ausgesetzt worden sind, gehen die   Gase durch dio Knnllle t   und   u   in den   Sammolkanal t ; hinaus (stehe die Richtung   der Pfeile). 
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 rotieren und die Form, wie in Fig. 5 gezeigt, haben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 dass das   Ausziehen   der   Lichtbögon   mittels eines rotierenden magnetischen Feldes geschieht, zu dem Zwecke, die Form, Geschwindigkeit und Dauer der   Bögen bestimmen   sowie auch eine möglichst grosse Oberfläche derselben pro Energieeinheit (Watt) erreichen zu können. 



   2. Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Bögen oder Entladungen nach Anspruch   1,   dadurch gekennzeichnet, dass das Feld durch Drchstrom erregt wird und die Bögen mit Wechselstrom von gleicher Frequenz gespeist werden. 



   3. Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Bögen oder Entladungen nach An-   aspruch 1,   dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenpaare in einem zwischen zwei Eisenkernen rotierenden magnetischen Feld und   perpendilol1är   zur Richtung der letzteren, auch mit passenden Zwischenräumen zwecks Erreichung einr fortlaufenden Reihe von zylindrischen Lichtbogenflächen angebracht sind.

Claims (1)

  1. 4. Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Bögen oder Entladungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtbögen von den durch das rotierende Feld induzierten Strömen gespeist werden.
    5. Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Bögen oder Entladungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen von einer besonderen Wechselstrom- EMI3.5 <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Kerne von einer KraftquoUo z. B. Dampf.
    Maschine usw. angetrieben und mit Gleichstrom gespeist wird..
    8. Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Bögen oder Entladungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden auf einem gemeinsamen oinstell- EMI4.2 angebracht sind. o. Apparat zur chemischen Zersetzung und Bindung von Gasen mittels Bögen oder Entladungen, die nach den in den Ansprüchen 1-7 angegebenen V@rfahren ausgezogen sind, gekennzeichnet durch die Anordnung von übereinander etagenweise angebrachten EMI4.3 welche nachher durch die Bögen gehen, dieselben verlassen und an den anderen Eisenkernen vorbei oder durch dieselben hindurchgehen, um wieder abgekühlt zu worden.
AT30453D 1905-01-31 1905-01-31 Verfahren zum Ausziehen von elektrischen Lichtbögen oder Entladungen nebst Apparat zur chemischen Zersetzung und Bindung von Gasen, z. B. Luft, mittels derartig ausgezogener Bögen oder Entladungen. AT30453B (de)

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