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Die Erfindung betrifft eine Transport- und Beschickungsvorrichtung zum thermischen Regenerieren von
Speisen in einem Wärmebehandlungsgerät.
Bei den heutigen Gemeinschaftsverpflegungen geht man dazu über, die Mahlzeiten zentral und unabhängig von den Essenszeiten vorzubereiten und als zubereitete und abgekühlte Einheiten des Ausgabestellen zuzuleiten, wo sie kurz vor der Ausgabe thermisch regeneriert werden. Das Problem dabei stellt sich nicht in bezug auf die
Zubereitung und Haltbarmachung, sondern auf einen rationellen Transport sowie auf eine geeignete Aufbereitung vor der Detailausgabe für die grosse Zahl von Essensportionen.
In einer Zentralküche werden die Speisen während der normalen Arbeitszeit, unabhängig von jedem
Stossbetrieb, gekocht, abgekühlt, im abgekühlten Zustand portioniert und im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 0 und +4 bis zu 4 Tagen gelagert. Zu den Essenszeiten werden die Speisen zu den
Endverbrauchsstellen transportiert, mit einem Wärmebehandlungsgerät auf die Esstemperatur von 60 bis 650C erwärmt und ausgegeben.
Zur reibungslosen Abwicklung dieses Vorganges sind geeignete Geschirre, Transporteinrichtungen und
Wärmebehandlungsgeräte nötig.
Es ist bekannt, mehrere Geschirre auf einem Gestell in Etagen übereinander anzuordnen, um so eine bessere Raumausnutzung und ein schnelleres Be- und Entladen des Wärmebehandlungsgerätes zu erreichen. Diese
Methode weist jedoch noch einige Nachteile auf. Das Bewegen des Gestelles muss mit einiger Vorsicht erfolgen, damit die einzelnen Geschirre nicht zu sehr auf ihren Unterlagen verschoben werden und Flüssigkeiten, wie
Sossen, Suppen, aus den Geschirren überschwappen. Ebenso ist das Transportproblem dabei noch nicht zufriedenstellend gelöst.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, den Transport der Esseneinheiten nach dem Vorkochen zum Wärmebehandlungsgerät, die Be- und Entladung des Wärmebehandlungsgerätes mit den Einheiten und die
Verteilung der Einheiten an die einzelnen Ausgabestellen für den Endverbraucher zu verbessern.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass mehrere kastenartige Gestelle, in denen eine Anzahl von mit Abstand voneinander übereinander gestapelte Behälter, bestehend aus einer Essplatte und einem Deckel, angeordnet sind, wobei durch mindestens eine an der Deckelfläche der einzelnen Gestelle angeordnete Feder die gestapelten Behälter unter Druck gehalten sind, auf einer mit Rollen versehenen Palette, die auf einem Transportwagen arretierbar ist, übereinander gestapelt sind.
Durch den Abstand zwischen den einzelnen Behältern wird eine gleichmässige Erwärmung der Speisen durch Wärmekonvention oder durch Warmluftumwälzung erreicht. In einfacher Weise wird der erforderliche Abstand erfindungsgemäss dadurch gebildet, dass der Deckel des Behälters auf seiner Oberseite mindestens drei, vorzugsweise vier, derart hohe Distanznocken und der Plattenboden Ausnehmungen für diese Nocken aufweist, dass beim Übereinanderstapeln der Mahlzeitengeschirre ein Zwischenraum für die Warmluftströmung verbleibt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu sehen, dass der Deckel, der aus etwas geringfügig flexiblem Material besteht, an seinem Rand, im Querschnitt gesehen, eine einstufige Treppe bildet und dachförmig über den Rand der Platte hinaus reicht. Durch die vertikale Druckausübung mittels der sich an den Deckflächen der Gestelle befindlichen Feder auf den Behälterstapel legen sich die Deckel damit dichtend auf die Ränder der Platte und verhindern so ein Überschwappen von Flüssigkeiten.
Um mehrere kastenförmige Gestelle sicher und spielfrei übereinander stapeln zu können, sind an deren Unterseite Füsse angebracht, die in der Deckfläche des jeweiligen darunterliegenden Gestelles eingerastet sind.
Die Deckfläche und eine Seitenwand eines Gestelles sind durch ein dazwischenliegendes Scharnier und durch ein an der gegenüberliegenden Seite der Deckfläche befindliches Scharnier gemeinsam schwenkbar und ermöglichen so ein bequemes Einsetzen und Entnehmen der Behälter.
Versteifungssicken, die in der Deckplatte des Transportwagens angebracht sind, sind erfindungsgemäss als Rollbahnen für die mit Rollen versehene Palette ausgebildet.
Der Transportwagen wird an das Wärmebehandlungsgerät geschoben und die Gestelle mit den Essensbehältern können auf der fahrbaren Palette in das Gerät zur Regenerierung eingefahren werden.
Die Höhe des Transportwagens ist dabei so bemessen, dass ein Vorsprung der Deckplatte an der Rückseite des Transportwagens in das Wärmebehandlungsgerät ragt und überlappend auf dem Boden des Gerätes aufliegt.
Damit wird ein störender Spalt zwischen Gerät und Transportwagen vermieden, und die Palette kann gefahrlos zum Regenerieren der Speisen eingefahren werden.
Zum Transport ist die Palette mit den darauf gestapelten Gestellen durch einen Riegel auf dem Transportwagen arretierbar.
Wenn es ein längerer Transportweg nach der Regenerierung zum Endverbraucher erforderlich macht, kann der Transportwagen auch als Wärmeschrank ausgebildet werden.
Mittels der erfindungsgemässen Vorrichtung wird der Arbeits- und Zeitaufwand für den Transport von vorgekochten Speiseportionen und der Be- und Entladung von Wärmebehandlungsgeräten zur Regenerierung der Speisen auf ein Minimum reduziert.
Nach dem Portionieren der vorgekochten Speisen in die Behälter werden diese in den Gestellen gestapelt, mit dem Transportwagen zu einem Kühlschrank gefahren und dort mit der Palette zur Kühlung bis zum Regenerierungszeitpunkt eingefahren.
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Für den Transport zu dem Wärmebehandlungsgerät wird die fahrbare Palette wieder auf dem
Transportwagen arretiert und damit zu dem Gerät gebracht oder, wenn in einer Zentralküche vorgekocht wurde, zu einem Auslieferungsfahrzeug.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in der Speisenverteilung nach der
Regenerierung zu sehen.
Falls mehrere Endverbraucher, z. B. wie in Krankenhäusern oder Sanatorien, an verschiedenen Plätzen bzw.
Zimmern sind, braucht nicht die gesamte Einheit überall mitgenommen werden. Es ist lediglich erforderlich, ein Gestell, das die benötigten Behälter enthält, von der Einheit zu nehmen und zu dem jeweiligen Zimmer zu bringen.
Von Vorteil ist auch, dass durch die spielfreie Stapelung der Gestelle lund durch die vertikale
Druckausübung auf die Behälter keine störenden Geräusche während des Transportes entstehen und die einzelnen
Behälter sich nicht unzulässig verschieben können.
Durch die geschickte übereinanderstapelung und durch das Fehlen von Zwischenböden zwischen den
Behältern können auf gleichem Raum mehr Behälter untergebracht werden.
Kühlschrank und Wärmebehandlungsgerät erfahren dadurch eine bessere Raumausnutzung.
Die Transport-und Beschickungsvorrichtung gemäss der Erfindung lässt sich auch beim Auftauen und Aufbereiten von tiefgefrorenen Speisen in gleicher Weise verwenden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel angeführt. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht der
Vorrichtung, Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung, Fig.3 Ausschnittsvergrösserung "A" eines Behälters.
Die Regenerierung der Speisen erfolgt in einem Wärmebehandlungsgerät --1-- durch einen Ventilator - -2--, der an Heizelementen-3-erwärmte Warmluft umwälzt.
Die Vorrichtung besteht aus einem Transportwagen--4--, einer fahrbaren Palette--5--, Gestellen - -6-- und Behältern --7--, bestehend aus Essplatten-8-und Deckeln-9-.
Die gemäss dem Ausführungsbeispiel angegebene Vorrichtung besteht aus zwölf Gestellen mit jeweils acht Behältern.
Eine Essplatte-8-besteht aus einem wärmebeständigen, die Wärme aufspeichernden Material und ist von runder oder eckiger, vorzugsweise rechteckiger oder sechseckiger Form mit einem ringsumlaufenden, angenähert horizontal auch nach innen geneigten Rand--10--, sowie einer um den Aussenboden laufenden Erhebung die einen Innenhohlraum umschliesst. Die geometrische Form eines Deckels-9- entspricht der Form der Platte--8--. Er besteht aus hitzebeständigem Material, z. B. Chromnickelstahl.
Sein Rand ist treppenförmig abgestuft und liegt mit seiner horizontalen Partie--12--auf dem Rand-10--der Platte--l--auf. über die Oberfläche des Deckels --9-- verteilt befinden sich vier Nocken-13-, deren Höhe derart bemessen ist, dass zwischen dieser Oberfläche und dem Boden der Platte --8-- ein Zwischenraum --14-verbleibt, der ein Durchstreichen der warmen Heizluft gestattet. Damit beim Stapeln die Mahlzeitengeschirre richtig liegen und beim Transport nicht abgleiten können, sind die Nocken so angeordnet, dass sie je in die durch die Erhebung --11-- gebildeten Ecken einrasten. Statt vier können auch drei oder mehrere Nocken, z. B. der Anzahl der Ecken der Platte --8-- entsprechend, angeordnet sein.
Bei sechseckigen und runden Platten genügen drei Distanznocken.
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Stapelung ermöglichen. Die Drahtfüsse der untersten Gestelle sind in Bohrungen der Palette--5--zentriert.
Die Palette --5-- ist mit Rollen --21-- versehen. Die Deckplatte --22-- des Transportwagens - besitzt zur Versteifung als Rollbahnen verwendete Sicken--23-und ragt mit einem Vorsprung
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aufliegt.
Zum Transport ist die Palette --5-- auf dem Transportwagen --4-- mit einem Riegel-25arretierbar.
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