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Vorrichtung zur Sichtbarmachung von Rennvorgängen am Rennplatze selbst und an anderen entfernten Orten.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine elektrische Einrichtung, um auf rollender oder kreisender Unterlage stattfindende Rennen jeder Art, durch bewegte Schattenbilder oder mechanische Zeigerwerke oder Nacllbildungen des Renners, am Rennplatze selbst und an anderen entfernten Orten gleichzeitig sichtbar zu machen. Es ist schon früher vorgeschlagen worden, Rennen auf freier Bahn, an anderen Orten kenntlich zu machen, welche Nachbildungen des Renners bewegen.
Da die zu diesem Zweck ausgeführten Vorrichtungen jedoch mit dem Rennenden in keinem ursachlichen Zusammenhange stehen, vielmehr die einzelnen Wiedergabefiguren mittels von einem Beobachter des Rennens bedienter Taster, welche elektrische Bremsen auslösen, geregelt werden, hängt die Genauigkeit der Wiedergabe naturgemäss von der Schärfe der Beobachtung und der zweifelhaften Möglichkeit, den schnell aufeinanderfolgenden Veränderungen in der Stellung des Rennfeldos gerecht zu worden, ab.
Das in folgendem beschriebene Verfahren gewährleistet jedoch die genaueste Wiedergabe. Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Einrichtung ist in der beiliegenden
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gesamte Einrichtung schematisch dar, mit Einschluss der elektrischen Leitungsverbindungen. Fig. 2,3 und 4 zeigen Teile einer der verschiedenen Wiedergabeeinrichtuogen. Fig. 5 ist ein Schaltungsschema für das Ausführungsbeispiel l in Fig. 1, Fig. 6 dasjenige des Aus- fllhrungsbeisl) ieles 2.
Die in der Zeichnung (Fig. 1) schematisch dargestellte Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer von der rollenden Unterlage R direkt angetriebenen, ein-oder mehrphasigen kleinen Wochselstromdynamo D, aus welcher der erzeugte Strom in die kleinen Synchronmotoren S ill gesandt wird. Die rollende Unterlage T ? besteht aus zwei, für jeden Rennet
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den Boden nicht berühren. Sie sind durch Riemen oder dgl. miteinander verbunden und worden durch ein daraufgestelltes Fahrrad, welches durch einen Rennfahrer getreten wird, oder von einem Motorradfahrer oder Automobil usw. in Rotation versetzt. Das auf die
Rollen gesetzte Fahrrad usw. sucht stets den höchsten Punkt der Rolle zu erklimmen, ohne denselben jedoch je zu erreichen.
Ein Ähnliches geschieht, wenn die Rollen in grösserem Abstand voneinander stehend und durch ein starkes Band verbunden sind und wenn auf dieser rollenden Plattform ein Pferd galloppiert. Die eine Achse der vorstehend beschriebenen rollenden Unterlage (in Sportkreisen unter der Bezeichnung "home trainer" bekannt) trägt den Rotor (Magnetstern) einer kleinen Dynamo D, während der Stator der letzteren am Bocke der rollenden Unterlage befestigt ist. Natürlich kann auch die um- gekehrte Anordnung gewählt werden. An Stelle der rollenden Unterlage kann aber auch eine horizontal kreisende Plattform treten, welche in sinngemässer Anordnung eine Dynamo durch die Reaktionswirkung antreibt.
Der von den Rennern durch die Renntätigkeit erzeugte
Strom, welcher je nach geleiteter Geschwindigkeit in seiner Poriodität variiert, wird nun einem kleinen Synchronmotor S At zugeführt Die Rotation dieses Synchronmotors wird 'durch entsprechende Zahnräder oder andere Übertragungsmittel zwecks Herabsetzung der
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einen Schneckentrieb S T (Fig. l. 2 und 3), weicher in den Zahnkranz Z K der Transparentscheibe S eingreift und die Umdrehungsgeschwindigkeit abermals herabsetzt.
Die Transparentscheiben S, S (Fig. 2 und 3) sind vor einer feststehenden, transparenton Skalenscheibe r auf den Nutenröllchen N R (Fig. 2 und 3) leichtgehend gelagert und werfen ein von einem dahinter befindlichen Objektiv 0 eines Projektionsapparates projiziertes Schattenbild auf eine Loinwandflüchc. Die lichtundurchlässigen Schattenpfeile enthalten Kreise mit den den einzelnen Rennern zugeteilten Nummern oder Farbenabzeichen und sind bei den verschiedenen Scheiben in verschiedenem Radius angebracht, so dass die einzelnen Schatenpfeile bzw. die Meterangaben derselben, auf der Leinwandfäche neben- einanderliegend erscheinen.
Die (Schatten) Teilstriche der Skalenscheibe sind so weit durchgezogen, dass sie durch die nicht verdunkelten Stellen der bewegten Scheiben hindurchscheinen, so dass jede Phase der einzelnen Leistungen bequem beobachtet werden kann. Fig. 2 lässt diese Anordnungen erkennen. Der in Fig. 2 und 4 kariert gezeichnete, zur Darstellung des Rennverlaufs durch Schattenpfeite nicht benötigte Raum auf der Leinwandfläche kann durch gleichzeitig vorgeführte den Rennvorgang darstellende lebende Photo- graphien ausgefüllt werden. Dies wird dadurch bewerkstelligt, dass ein von der entgegengesetzten Seite der Leinwand aufgestellter kinematographischer Apparat auf diesen, vom ersterwähnten Projektionsapparat nicht beleuchteten Raum, lebende Photographies wirft.
Hiebei kann die Einrichtung so getroffen werden, dass jeder Renner durch einen besonderen Filmstreifen portriitgetreu und'in seiner Renntätigkeit dargestellt wird und jeder Filmstreifen durch einen weiteren kleinen Synchronmotor angetrieben wird. Diese besonderen Synchronmotoren sind natürlich von der jedesmal zugehörigen Leitung jeder Dynamo ab-
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geführten Geschwindigkeitsveränderungen durch schnellere oder langsamere Bewegungen zur Erscheinung bringen.
Die Ingangsetzung spielt sich folgendermassen ab : Der einer Batterie B entnommene Erregerstrom wird zunächst durch den Schalter 81 in die Erregerwicklungen gesandt, mit Schalter") die Wechselstromieitnng geschlossen, worauf beim langsamen Anlaufen der Dynamos D, D die Synchronmotoren ebenfalls zu laufen beginnen. Dabei stehen die Zeiger
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der Skala. Nachdem dieser Punkt von einen) der Schattonpfeile erreicht ist, gibt der Starter auf eine der bekannten Arten das Zeichen zum Beginn des eigentlichen Rennens.
Die Transparentscheiben bewegen sich jetzt vor dem feststehenden (Schatten) Skalenbild mit den von den einzelnen Rcnnteilnehmern geleisteten Geschwindigkeiten bzw. den Wertangaben der zurückgelegten Wegstrecken, da ja die Umdrehungen der Synchronmotoren in einem festen Verhältnis zu der von den Rennern den Dynamos zugeführten Geschwindigkeiten stehen.
In Fällen, wo die Synchronmotoren in der oben geschilderten Weise nicht angehen, oder wo die Rennen an mehreren Orten gleichzeitig beginnend vorgeführt werden sollen, spielt sich der Anlaufsvorgang in etwas abgeänderter Weise folgendermassen ab : Nach Einschaltung der Erregerwicklungen durch den Schalter 81 laufen die Dynamos langsam an, der Synchronomtor S M in Fig. 1. Beispiel 2 wird durch die Handkurbel 7/A'auf ungefähren Synchronismus gebracht und dann mit dem Schalter 82 mit der Dynamomaschine verbunden.
Die auf der Welle IVI (Beispiel'- sitzende Kupplungshälfte der elektro- magnetischen Kupplung A 7C kommt aber erst dann in Eingriff mit dem auf der Welle
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/. eitig, nachdem die elektromagnetischen Kupplungen in Tätigkeit traten. Die Kupplungen können aber auch selbsttätige, durch den Schalter 83 elektrisch auslösbare sein. Die Synchron- motoren können ausserdem auch zum Antrieb von mechanischen Zeigerwerken verwendet werden.
Sofern z. B. ein derartiges Rennen auf der Bühne eines Spezialitätentheaters oder Zirkus oder einem ähnlichen Unterhaltungslokal stattfindet, kann man die Nennleistung am Platze selbst mit mechanischen Übertragungsmitteln auf eine dem Publikum sichtbare Scheibe mit Zeigern in bekannter Weise übertragen oder aber die in vorstehendem beschriebene Einrichtung benutzen. Die Ausführung noch anderer Kombinationen fällt unter den vorliegenden Erfindungsgedanken. Zum Beispiel können die Synchronmotoren in kleine dem Renner nachgebildete Figuren (also entweder Reiter, Radfahrer, Automobil usw.) eingebaut worden, welche auf mit Stromzuführungsschienen versehenen Bahnen im Publikum kreisen.
Zur Übertragung der Rennleistungen nach einem (oder mehreren) anderen Unter- haltungslokale usw. kann man, zwecks Überwindung grösserer Entfernungen, Transforma-. toren T, T einfügen, um die von der Dynamo erzeugte Spannung herauf bzw. an der
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maschinen und Synchronmotoren sowie die übrigen Verbindungen erkennen. Da stets, mehrere der beschriebenen Einrichtungen gleichzeitig in Tätigkeit sind, werden die Erregerwicklungen bzw. die elektromagnetischen Kupplungen zweckmässig in Reihe geschaltet. Für den Fall weiterer #Wiedergabe"- usw.
Einrichtungen an weiteren Orten müssten natürlich die ent- sprechenden Erregerwicklungen und elektromagnetischen Kupplungen wiederum in die entsprechenden Stromkreise eingeschaltet werden, sowie vor den Schaltern 82 für die weiteren Synchronmotoren abgezweigt werden. Dieser letztere Fall ist in Fig, 1 unter Zwischenfügnng von Transformatoren l', l'angedeutet.
PATENT-ANSPRÜCHE: t-
1. Vorrichtung zur Sichtbarmachung von Rennvorgängen am Rennplatze selbst und an anderen Orten vermittels Motoren, welche entweder mechanische oder lichtbildnerische Zeigerwerke oder Nachbildungen des Renners bewegen, dadurch gekennzeichnet, dass von den rollenden oder kreisenden Unterlagen (TO, auf denen die Rennen stattfinden, ein-oder mehrphasige Wechselstrommaschinen (D) angetrieben werden, welche die zur Bewegung der
Zeigerwerke oder dgl. bestimmten Synchronmotoren speisen.