AT30080B - Vorrichtung zur Erhaltung des Gleichgewichtes von an sich nicht stabilen Körpern, wie Fahrrädern u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Erhaltung des Gleichgewichtes von an sich nicht stabilen Körpern, wie Fahrrädern u. dgl.

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AT30080B
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Austria
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precession
gyroscopes
gyroscope
vehicle
roller
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Louis Brennan
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Louis Brennan
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  • Gyroscopes (AREA)
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Description


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  Vorrichtung zur Erhaltung des Gleichgewichtes von an sich nicht stabilen Körpern, wie Fahrrädern u. dgl. 
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 möglich, einen Kraftwagen mit nur einem Rade oder mit zwei Rädern zu bauen. Die Erfindung ist weiter für nicht stabile Schiffe, für nicht stabile in ein   gleichmässiges : Mittel   eingetauchte Fahrzeuge, wie Unterseeboote und Luftschiffe verwendbar und besteht im Wesen darin, dass mit dem an sich nicht stabilen Fahrzeuge, Schiffe oder dgl. ein oder mehrere Gyroskope verbunden werden, deren Präzession von Hand oder mittels selbsttätiger Vorrichtungen geregelt wird. 



   Es kann auch in manchen   Falten   eine Vorkehrung getroffen sein, durch welche der   Schwerpunkt   des Schiffes oder Fahrzeuges selbsttätig oder von Hand seitlich in bezug auf den Mittelpunkt des Auftriebes des Schiffes oder den Stützpunkt bzw. die Aufhiingullgsachse des Fahrzeuges verschoben wird. 



   Die Erfindung besteht weiter in der Anordnung zweier Gyroskope, die sich mit ihren schweren Rädern in entgegengesetzter Richtung drehen und die von an   parallelen Achsr'n   
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 Teil der Erfindung ermöglicht einem Fahrzeuge, sich ohne Schwierigkeit in einer   gekrümmten     Dahn   vorwärts und rückwärts zu bewegen. 



   Diese Anordnung gründe sich auf den Umstand, dass bei Schwenkung eines Gyroskopcs um eine zur Drehachse seines schweren Rades senkrechte Achse ein Kräftepaar entsteht, dass ihn um eine   zn   diesen beiden Achsen senkrechte Achse zu   drehen sucht.   wobei die Richtung der durch dieses Kräftepaar hervorgerufenen Bewegung von der Drehrichtung des schweren Rades abhängt. Ist das   Gyroskop demnach   so montiert, dass sein 
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 achse rotiert und wird letzteres um eine Vertikalachse gedreht, so wird das Gyroskop je nach der Drehrichtung seines schweren Rades in der einen   oder anderen Richtung um   eine mit der Unterstützungslinie des Fahrzeuges parallele Horizontalachse geschwenkt. 



   Der Erfindung gemäss sind nun die Gyroskope so angeordnet, dass sie sich nicht um die zur   Unterstützungslinie des Fahrzeuges   parallele Horizontalachse drehen können, ohne das Fahrzeug mit sich umzukippen. 
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 und das andere in der anderen Richtung   um   die zur   Unterstütznngslinio   parallele Horizontalachse zu schwenken sucht.

   Haben die Gyroskope nun gleiche Kraft, so werden ihre Wirkungen mit Rücksicht auf das Kippen des Fahrzeuges, sobald dieses um eine Vertikalachse gedreht wird, einander entgegengesetzt sein. weiterer Teil der Erfindung besteht in der Verwendung einer   Gowichtsmasso   in   geeigneter Vorbindung   mit dem oder den Rahmen der   Gyroskope, welche bei   Einwirkung 
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 die Spindel eco geringe senkrechte Bewegung zu diesen Flächen annehmen kann, wenn die    RoHenzwischen ihnen liegen.   



   Die, Arbeitsweise dieses Apparates ist folgende : Angenommen die Anker und Scheiben drehen sich rasch in der Richtung des Pfeiles Y der Fig. 2 und das Gleichgewicht des Fahrzeugen wird dann, beispielsweise durch Überkippen nach rechts in der Richtung des   Pfeiles Z   der Fig. 3 gestört, dann wird die Fläche 13 der Führung 11 auf die Rolle 9   pressen   und der Abwärtsdruck wird eine Präzession hervorbringen, wobei sich die Rolle 9 mit den übrigen Teilen aus der Zeichenebene um die Achse 1, 2 aufwärts bewegt. Es besteht jedoch Reibung zwischen der Fläche 13, der Führung 11 und der sich rasch drehenden Rolle 9. Dies beschleunigt die   Präzession   und die Folge davon ist, dass das Ende der Spindel r und die Rolle 9 den Wagen über die senkrechte Stellung zurückbewegen. 



   Sobald der Wagen oder sonstige Körper die senkrechte Stellung überschreitet, dann strebt sein Gewicht danach, ihn weiter nach der entgegengesetzten Seite umzulegen. Die Fläche 16 der Führung 11 legt sich dann gegen die Unterseite der Rolle 12 und ruft dadurch eine Präzession in entgegengesetzter Richtung hervor. Diese Präzession reicht hin, die Rolle 9 zu ihrer normalen Mittellage in der Führung   zurückzubringen,   und es ist ersichtlich, dass keine Beschleunigung der   Pr1izession   vorhanden ist, um das Fahrzeug   zurückzubringen,   weil die Rolle 12 sieh nicht mit dem schweren Rade dreht und die
Rolle 9 mit keiner der Flächen in Eingriff kommt, nachdem die Schwingung die   senk-   rechte Lage überschritten hat, bis die Rolle 9 zu ihrer Mittellage in den Führungen zurückgelangt.

   Die Wirkung dauert deshalb nicht an und bringt keine Schwingungen mit wachsender Schwingungsweite zu Stande. 



   Bei der beschriebenen Anordnung kann im Rahmenwerk des Fahrzeuges oder dgl. ein Handrad 17 vorgesehen sein, das auf ein Glied 18 einwirkt, welches wiederum mit einem Hebel 19 zur Regelung der Präzession verbunden ist. Durch diese Anordnung 
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 Rolle 32 in   Berührung   mit der Führung 81, während bei einer umgekehrten Bewegung die untere Seite der Rolle 30 und die obere Seite der Rolle   32   mit der Führung   3j ! in   Berührung kommen. Der Abstand zwischen den Flächen 33 und 36 und den Flachen   81   und 35 der Führung ist so bemessen, dass die Spindel eine geringe Bewegung senkrecht zu diesen Flächen ausführen kann, wenn die Rollen zwischen ihnen liegen. 



   Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist die gleiche, wie die der in Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsform, Angenommen die Anker und Scheiben drehen sich in der Richtung des Pfeiles   x   und das Gleichgewicht des Fahrzeuges werde etwa durch Überfallen nach rechts in der Richtung des Pfeiles y der Fig. 4 gestört, dann wird die Fläche 33 der Führung 31 gegen die Rolle 30 pressen und der   Abwärtsdruck   wird eine Präzession hervorbringen, wobei sich die übrigen Teile in der Richtung des Pfeiles z der Fig. 6 um die Achsen 42,43 bewegen. Die Reibung zwischen der Fläche 33 der Führung und der sich rasch drehenden Rolle 30 beschleunigt die Präzession und das Ende der Spindel r mit der Welle 30 drücken den Wagen über die senkrechte Lage   zurück.   



   Sobald das Fahrzeug über die senkrechte Lage zurückgelangt, strebt sein Gewicht dahin, dasselbe nach der anderen Seite umzulegen und die Fläche 36 der Führung 31 
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 gesetzter Richtung bewirkt wird. Diese Präzession reicht hin, die Rolle   30   in ihre Mittellage in der Führung zurückzubringen und es ist ersichtlich, dass in diesem Falle keine Beschleunigung der Präzession eintritt, das Fahrzeug zurückzubringen, nachdem die Schwingung die senkrechte Lage überschritt, bis die Rolle   30   in die Mittellage in den Führungen zurückgelangt. 



   Es ist ersichtlich, dass die Präzessionsbewegungen des zweiten Gyroskops jedes Paares denen des Schaltgyroskops gleich, jedoch entgegengesetzt gerichtet sind. Es treten gleiche Bewegungen beider Gyroskope um ihre   wagerochten   Achsen auf und das zweite   Gyroskop   
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 Führung 31. 



   Bei der beschriebenen Ausführungsform kann am Ende   der     Achse 41   ein Hand- 
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 worden kann. 



   Wenn gewünscht, kann auch das zweite   Gyroskop jedes Paares   mit Mitteln   versehen   sein, die Präzession zu beschleunigen. Vorgezogen wird jedoch in jedem Falle, die beiden   Gyroskope eines Paares miteinander derart zu verbinden, dass bei beiden Gyroskopen   synchrone Präzessionsbewegungen in   entgegengesetzter Dichtung auttreten.   



   Nach der in Fig. s und   9   gezeigten Ausführungsform ist zur weiteren Regelung der Präzession ein umgekehrtes Pendel 60 auf einer Welle 59 vorgesehen, welche durch 
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 Pendel kann selbst, wenn gewünscht, von Hand   überwacht   worden. Bei der gezeigten Ausfuhrungsform trägt die Welle 59 einen Eisenanker 61, welcher durch Elektromagnete 62, 63 nach der einen oder anderen Seite gezogen werden kann.   Die Etektromagneto werden durch   
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   Seite überlegt. Die Elektromagnete werden   dann erregt und der Anker des Pendels angezogen, wodurch die durch das   umgekehrte   Pendel   hervorgerufene Beschleunigung der     Prazession vergrössert wird.

   Die Eiektromagnete bilden   daher eine weitere Vorrichtung, die Bewegung des Pendels zu regeln und verhindern, dass periodische Bewegungen eintreten, welche sich zu vergrössern streben würden. Sollten jedoch trotzdem periodische Schwingungen 
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 eingestellt wird. Es mag auch wünschenswert sein, die Wirkung der Zentrifugalkraft auf das   Pendol beim Passieren einer Kurve   durch Hand einzustellen. 



   Es ist ersichtlich. dass irgendeine andere mechanische oder elektromagnetische Vor- 
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   zeuges   in Wirkung gebracht wird und die jenes Gleichgewicht durch Präzession der   Gyroskope wieder herstellt. Diese   Stabilität verleihenden Vorrichtungen sind bei einschienigen   Bahnen   von besonderem Werte, da sie ermöglichen, ein Fahrzeug auf einer Schiene im   Gieichgewicht zu hatten, auch wenn   der   Aafhängungspunkt   nicht über dem Schwerpunkt 
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 Schiffes benutzt. Es wird für jeden Satz ein Pendel benutzt, um die Präzession jedes Satzes beschleunigen zu können. 



   Es können auch zwei Sätze von Gyroskopen benutzt worden, um einen Kraftwagen mit nur einem Strassenrad zu bauen, wobei noch ein dritter Satz von   Gyroskopen für   Steuerungszwecko benutzt werden kann. 



   Bei Anwendung der Erfindung für submarine Fahrzeuge und   Luftschiffe   sind zwei    SiLtze'von   Gyroskopen erforderlich, wie beschrieben, und es kann ebenfalls ein dritter Satz für   Steuerungszw6êke   benutzt werden. Bedingung ist jedoch wieder, dass das Fahrzeug an sich nicht stabil ist. 



    PATENT. ANSPRÜCHE :   
1. Vorrichtung zur Aufreebterhaltung des Gleichgewichts an sich nicht stabiler Körper, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiederherstellung des Gleichgewichts bei Störung desselben durch Beschleunigung der Präzession eines oder mehrerer auf dem Körper angeordneter Gyroskope bewirkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 bei Anordnung eines oder mehrerer Gyroskoppaare, dadurch gekennzeichnet, dass die Gyroskope jedes Paares sich in entgegengesetzten Richtungen drehen, wodurch ein Kippen des Fahrzeuges bei Fahrt in der Kurve hintangehalten wird.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigung der Präzession bei Störung des Gleichgewichts durch einen EinsteHhebel erfolgt, welcher von Hand bewegt wird.
    4. Vorrichtung nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Präzession selbsttätig dadurch beschleunigt wird, dass Teile des oder der Gyroskope bei Störung des Gleichgewichts mit Rahmenteilen in Reibungseingriff gebracht worden.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Anordnung eines mit dem Träger des oder der Gyroskope durch ein Getriebe in Verbindung stehenden EMI5.2 fällt und eine Beschleunigung der Präzession des oder der Gyroskope hervorbringt.
    6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Pendel Elektromagnete einwirken, welche bei Störung des Gleichgewichts durch Schliessen eines Stromkreises erregt werden.
AT30080D 1905-01-31 1905-01-31 Vorrichtung zur Erhaltung des Gleichgewichtes von an sich nicht stabilen Körpern, wie Fahrrädern u. dgl. AT30080B (de)

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