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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- M 138848 -■ KLASSE 2Od. f(7
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Februar 1901 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Fahrzeug für Land- und Schienenwege, dessen Spurkranz- und Landstraßenräder in einem gemeinschaftlichen Drehgestell angeordnet sind. Wenn das Fahrzeug auf Schienen läuft, so wird die Wagenlast durch einen in der Mitte des Drehgestelles angeordneten Drehzapfen sowohl auf die Spurkranz- wie auf die Landstraßenräder übertragen. Soll dagegen das Fahrzeug auf der Landstraße laufen, so wird dieser Drehzapfen außer Wirkung gesetzt und dafür ein zweiter Drehzapfen ausgeschoben, der die Wagenlast nur auf die Landstraßenräder überträgt, während der andere Drehzapfen und die Spurkranzräder entlastet sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform eines solchen Fahrzeuges in Fig. 1 und 2 in Ansicht und Grundriß dargestellt, während Fig. 3 bis 5 das Drehgestell im Schnitt, und zwar während der beiden verschiedenen Belastungszustände zeigt; Fig. 6 und 7 stellen die Vorrichtungen zum Einstellen der Drehzapfen im Einzelnen dar.
Jedes Drehgestell a des Fahrzeuges besitzt je eine Achse k mit Spurkranzrädern und eine Achse / mit Rädern ohne Spurkranz (Fig. 1 bis 4) sowie zwei Drehpfannen b und c; letztere bilden mit den in senkrechter Richtung be-weglichen Drehzapfen d und e des Obergestelles die sogen. Drehkönige d b bezw. e c. Die Drehzapfen d und e für ein und dasselbe Drehgestell können mittels Zahnradgetriebes durch Rechts- oder Linksdrehen der Welle o, welche mit Kurbel und Zahnrad versehen ist, gleichzeitig bewegt werden, und zwar in der Weise, daß der eine Drehzapfen eingeschoben bezw. belastet wird, während der andere ausgeschoben bezw. entlastet wird. Die entgegengesetzte Bewegung der beiden Zapfen kann auch dadurch erreicht werden, daß das eine mit Rechtsgewinde, das andere mit Linksgewinde in seine Führung eingreift.
Bei dem Betriebe auf Spurbahnen überträgt der Drehkönig d b die Last des Wagenkastens durch die Wiege f, die beiden scharnierartig ausgebildeten Kniehebel h und die Blattfedern i elastisch und gleichmäßig auf beide Achsen k und /, um möglichst gleiche Reibung für die Räder zu erzielen (Fig. 3).
Die beiden unteren Arme der Kniehebel h sind fest auf die Welle ρ aufgezogen (Fig. 3 bis 5) und stützen sich auf den Σ-Träger, welcher mit den beiden Tragfedern i desselben Drehgestelles verbunden ist. Die Kniehebel übertragen somit die Last durch die Tragfedern auf die Achsen k und /, wenn sie nach Drehen der Welle ρ mittels einer Kurbel in die gestreckte Lage gebracht sind.
Die beiden oberen Arme der Kniehebel sind elastisch auf der Welle q gelagert, um die Federn i, wenn die Kniehebel zur Belastung eingestellt sind, durch Drehung einzuspannen; die Welle q wird durch irgend eine Haltevorrichtung in ihrer eingestellten Lage festgestellt.
Der Drehkönig e c mit seiner elastisch gelagerten Drehpfanne wird eingestellt, wenn der Wagen auf Landstraßen laufen soll. Der Drehkönig überträgt die Last unmittelbar auf das Drehgestell und durch dieses auf die Achse /, welche innig mit ersterem verbunden ist (Fig. 4).
Zum Heben und Senken der die Spurkranz-
räder tragenden Achse k ist die Windewelle u nebst Drahtseilen ν vorgesehen; in gehobener Lage wird die Achse k durch eine Haltevorrichtung in ihrer Schlittenführung zwischen den Achshaltern festgehalten (Fig. 4).
Als seilliche Gleitstützen des Obergestelles sind zum Drehzapfen d die Rollen m und zum Drehzapfen e die Kugellager η angebracht (Fig. 5). Letztere sind, um der elastisch gelagerten Drehpfanne folgen zu können, ebenfalls elastisch gelagert.
Das Fahrzeug kann beliebig in jeder Richtung benutzt werden, weshalb stets die Achse mit Spurkranzrädern dem Wagenende zugekehrt liegt. Um die Räder ohne Spurkränze beim Betriebe auf Schienen gegen seitliche Rutschungen zu schützen, ist als Ersatz für die Spurkränze eine Zwangshaltung w χy (Fig. 1 und 2) angeordnet.
Wird der Wagen auf der Landstraße benutzt, so sind die Drehkönige e belastet und die Drehkönige d der Wiege/" entlastet, die Kniehebel h sind ausgerückt und die Spurachse k ist aufgehängt. Soll der Wagen jetzt auf Schienen gebracht werden, so wird er erst mit dem vorderen Drehgestell aufgefahren, die Spurachse k desselben zur Spurführung herabgelassen und dann weiter gefahren; es stellt sich das hintere Drehgestell alsbald ebenfalls ein. Jetzt wird an diesem die Spurachse k heruntergelassen, die Wiege f auf die Kniehebel gerückt, die Federn i gespannt und die Drehkönige d belastet. Es kann aber auch das vordere Drehgestell gleich bei der Auffahrt fertig eingestellt und dann in gleicher Weise verfahren werden. Beim Überführen der Wagen von Schienen- auf Landwege wird in umgekehrter Weise verfahren.

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  1. Patent-Anspruch:
    Ein Fahrzeug für Land- und Schienenwege mit zwei zweiachsigen Drehgestellen, deren äußere Achsen (k) Räder mit Spurkränzen und deren innere Achsen (I) Räder ohne Spurkränze haben, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Drehgestell zwei ausrückbare Drehzapfen (d und e) vorgesehen sind, von welchen der dem Wagenende zunächst befindliche (d) dazu dient, die Wagenlast auf alle vier Räder zu übertragen, während der andere Drehzapfen (e) zur Uebertragung der Wagenlast nur auf die Achse mit Rädern ohne Spurkranz bestimmt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.