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Fahrkartendruckmaschine
Im Stammpatent ist eine Fahrkartendruckmaschine mit einem beweglichen Druckplattenmagazin beschrieben, in dem die für eine bestimmte Zielstation kennzeichnenden Druckplatten untergebracht sind, und die mit einer ortsfesten Druckeinrichtung zusammenarbeitet, der auch die Druckmittel für die variablen Daten der Fahrkarte, insbesondere für den Preisdruck, zugeordnet sind. Dieser Fahrkartendrucker ermöglicht in verhältnismässig einfacher Weise eine Mehrfachausnutzung der Druckplatte, d. h. dieselbe Druckplatte kann zur Erstellung der verschiedenen für dieselbe Verbindung existierenden Fahrkartensorten verwendet werden.
Erreicht wird dieses Ziel gemäss der Erfindung des Stammpatents dadurch, dass zur Ermittlung der nach Fahrkartengattung unterschiedlichen Preise für ein und denselben Zielort im Druckplattenmagazin den Druckplatten für deren Lage kennzeichnende Positionsschalter zugeordnet sind und dass ein Auswahlschalter für die Fahrkartengattung vorgesehen ist, der so viele Ausgänge hat, als im Tarif Fahrkartengattungen vorgesehen sind, dass ferner die Ausgänge beider Einrichtungen paarweise kombiniert die Eingänge von nachgeordneten"Und"-Gliedern bilden, deren Ausgänge über Preisstufenplatten mit der Zahl der im Tarif vorhandenen Preisstufen entsprechender Zahl von Ausgängen und über Preisplatten zur Darstellung der von einzelnen Preisstufen zugeordneten Preise mit einem Codierer verbunden sind,
der den ermittelten Preis in Form von Einstellimpulsen auf das Preiswerk des Druckers überträgt.
Bei diesem im Stammpatent beschriebenen Fahrkartendrucker sind die Preisstufen- und die Preisplatten nach Gattungen gegliedert, um Preisumstellungen, die sich nur auf einzelne der Gattungen erstrecken, schnell vornehmen zu können, ohne die unverändert bleibenden Gattungen zu berühren. Dabei ist ferner vorgesehen, diese Preisplatten als gedruckte Leiterplatten auszubilden, die für alle Fahrkartenausgaben eines Tarifgebietes die gleichen sind und zentral angefertigt werden können. Bei einer Tarifreform sind dann alle diejenigen Preisplatten auszuwechseln, die von der Tarifreform betroffen sind, bei einer sich nur auf bestimmte Fahrkartengattungen erstreckenden Tarifänderung also auch nur die Preisplatten dieser Gattungen.
Dieses Aufbauprinzip des Fahrkartendruckers weist jedoch noch einige Nachteile auf :
1) Die Anfertigungszeit der gedruckten Leiterplatten sowie die Zeit für deren Verteilung macht eine unverzügliche Realisierung einer Tarifänderungsentscheidung unmöglich.
2) Preisänderungen, die sich nur auf einzelne Fahrkartensorten, also nicht auf eine ganze
Gattung erstrecken, wie z. B. Preisänderungen im Auslandsverkehr, sind nur im Wege von
Sondermassnahmen möglich.
3) Der Materialaufwand für die neu zu erstellenden Preisplatten und ihre Kupplungen ist beträchtlich.
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Durch die Erfindung soll die Fahrkartendruckmaschine nach dem Stammpatent unter
Aufrechterhaltung aller ihr eigenen Vorteile, insbesondere ihrer Anpassungsfähigkeit an die verschiedensten Tarifsysteme, dahingehend verbessert werden, dass die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Preisplatten als zweiseitig bedruckte
Leiterplatten mit sich kreuzenden Leiterbahnen ausgebildet sind, wobei die eine Seite eine der Zahl der
Preisstufen entsprechende Zahl von Bahnen aufweist, während auf der andern Seite Leiterbahnen angeordnet sind, die kennzeichnend für dekadisch abgestufte Preise in mehreren Dekaden sind und dass die beiderseitigen Leiterbahnen an ihren Kreuzungspunkten durch Verbindungsstifte in der jeweils erforderlichen Kombination miteinander verbindbar sind. Diese Kombination ist dann kennzeichnend für den Preis, der in Gestalt von Einstellimpulsen oder auf andere bekannte Weise die Einstellung des
Preisdruckwerkes in der ortsfesten Druckeinrichtung bewirkt.
Im Falle einer Tarifänderung sind dann in den Preisplatten, die den von der Tarifänderung betroffenen Gattungen und den für diese vorgesehenen
Preisstufenplatten zugeordnet sind, die erforderlichen Umsteckungen der Preisstifte vorzunehmen. Dies kann in einfachster und narrensicherer Weise mit Hilfe einfacher vorbereiteter Steckschablonen erfolgen.
Neue gedruckte Preisplatten sind daher nicht mehr erforderlich. Die Steckschablonen werden zentral erstellt, sie lassen sich schnell und billig herstellen und rasch auf die Fahrkartenausgaben verteilen. Das
Umstecken der Verbindungsstifte erfordert dann nur einen geringen Zeitaufwand und kann unverzüglich durchgeführt werden.
Im folgenden soll die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden. Die Beschreibung beschränkt sich dabei auf die veränderte Gestaltung der Preisstufen- und der Preisplatten, der Gesamtaufbau der Fahrkartendruckmaschine ist sonst der gleiche wie im Stammpatent beschrieben.
In Fig. l ist das Grundprinzip schematisch dargestellt. Sie zeigt eine Preisstufenplatte --PST.-Pl.-- und eine ihr zugeordnete Preisplatte--Pr.-Pl.--. Wie bereits im Stammpatent erläutert, ist jeder Fahrkartengattung eine Preisstufenplatte zugeordnet. Die Preisstufenplatten sind einseitig mit Leiterbahnen--L--bedruckte Platten, wobei die Zahl der Leiterbahnen der Zahl der im Tarif vorhandenen Preisstufen entspricht. Jede Leiterbahn ist mit einer Anzahl von Steckbuchsen-Bi- ausgerüstet. Die Zahl derselben richtet sich danach, wieviele der Druckplatten im Magazin Zielstationen für die gleiche Fahrkartengattung kennzeichnen, die in dieselbe Preisstufe fallen. In die Buchsen werden die Ausgänge der"Und"-Glieder je nach ihrer Einstufung in die Preisstufen gestöpselt.
Die Leiterbahnen münden in Kupplungsbahnen zum Aufsetzen der an der Preisplatte fest angeordneten Kupplungsstecker --K--.
Die Preisplatten sind zweiseitig bedruckte Leiterplatten ; die auf den beiden Seiten aufgebrachten Leiterbahnen verlaufen senkrecht zueinander. Sämtliche Kreuzungspunkte sind durch isolierende Stöpselbuehsen--B--miteinander verbunden, in die zur Herstellung einer leitenden Verbindung Verbindungsstifte einsteckbar sind. Auf der einen Seite sind, mit den Leiterbahnen--L--der Preisstufenplatten gekuppelt, Leiterbahnen in der gleichen Zahl angeordnet. Es sind dies in den Zeichnungen die ausgezogenen senkrechten Bahnen. Auf der andern Seite sind, in den Zeichnungen gestrichelt dargestellt, Leiterbahnen--P--horizontal aufgebracht, die ja kennzeichnend sind für einen bestimmten Preis, u. zw. dekadisch abgestuft.
Bei dem dargestellten Beispiel ist angenommen, dass der Tarif 80 Preisstufen aufweist und dass die Preise in 10-Pfennig-Abstufung bis zu einem Höchstbetrag von 999, 90 DM darstellbar sind. Die Preise umfassen demnach 4 Dekaden, also 40 Preisziffern. Somit besitzt die Preisplatte, ebenso wie die Preisstufenplatte 80 vertikale Leiterbahnen--L--und 40 horizontale Leiterbahnen--P--und jede vertikale Leiterbahn--L--enthält 40 Verbindungsbuchsen--B--.
Nimmt man weiter an, dass im Tarif 20 Fahrkartengattungen vorgesehen sind, so enthält der Fahrkartendrucker 20 derartige Preisstufenplatten und 20 Preisplatten.
Es sei nun zur Erläuterung der Beschaltung der Preisplatten ein praktisches Beispiel angenommen :
Wenn in der Preistafel des Verkehrsunternehmens für eine bestimmte Preisstufe, z. B. 144 bis 152 km für die Fahrkartensorte (Gattung) "normaler Fahrpreis, einfache Fahrt 2.Kl." ein Fahrpreis von DM 14, 60 vorgesehen ist, so ist zunächst in der Preisstufenplatte der mit Zielort und Gattung
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"10,-DM","4,-DM"und"0, 060 DM".
Die Preisplatten sind wie im Stammpatent für das gesamte Tarifgebiet gleich, sie stellen die generelle Tarif-Programmierung dar. Die Tarifzentrale kann also Steckschablonen ausdrucken lassen, die auf die Preisplatten aufgelegt werden, bevor die Preisstifte gesetzt werden.
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Mit Hilfe von Ausschnitten, farblichen und andern Unterscheidungen kann eine irrtumsfreie Auflage der Steckschablonen auf die Preisplatten sichergestellt werden.
In der Fig. 2 ist eine praktische Ausführungsmöglichkeit für die räumliche Anordnung der Preisstufen- und Preisplatten dargestellt. Das Gehäuse, das gleichzeitig das Druckplattenmagazin
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der Preisstufen- und Preisplatten, die jeweils nebeneinander in senkrechter Lage als Einschubplatten angeordnet sind. In herausgezogener Lage können dann an den Preisstufenplatten leicht
Umstöpselungen vorgenommen werden oder bei Erweiterung der Gattungen Platten hinzugefügt werden.
Da die Preisstufen nach Tarifarten geordnet sind, kommt eine Umstöpselung von einer Platte zu einer andern nicht in Betracht. Ferner kann die Preisplatte von der Preisstufenplatte abgezogen werden, u. zw. zum generellen Austausch oder zum generellen Preisumstellen bei Tarifreformen wie auch zu individuellen Preisänderungen in Sonderfällen. Die Preisplatten besitzen sämtlich die gleiche Ausbildung, sie können bei Tarifreformen Zug um Zug umbepreist oder einzeln oder satzweise ausgetauscht werden.
Es ist auch möglich, mehreren Druckapparaten, bestehend aus Druckplattenmagazin und ortsfester Druckeinrichtung einen gemeinsamen Preisspeicher, bestehend aus den beschriebenen Preisstufen- und Preisplatten zuzuordnen.
Die Preisplatten sind an ihrem rückseitigen Rand mit Kupplungen ausgerüstet, über die entsprechende Verbindungen zu einem Preissteuerwerk hergestellt werden. An der Stirnseite sind die Preissteuerleitungen zweckmässig ebenfalls zu Kupplungspunkten geführt, so dass im ein- und ausgefahrenen Zustand Prüfeinrichtungen angekuppelt werden können.
Die beweglichen Leitungsbündel zwischen den Ausgängen der"Und"-Glieder und den Preisstufenplatten können Reserveleitungen in solcher Zahl enthalten, dass nachträgliches Einführen von Fahrkartensorten lediglich Schaltungsarbeit erfordert, aber kein zusätzliches Verlegen von Leitungen. Im Betriebszustand sind die Platten, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, mit Abdeckungen versehen.
Ein Plattenpaar ist mit abgenommener Abdeckung dargestellt. Man ersieht dabei die Führungen für das Einstecken bzw. Herausziehen der Platten sowie die gesteckten Verbindungen : In der Preisstufenplatte ein Stecker--G.-St.--, in der Preisplatte vier Stecker--Pr.-St.--.
Da die Preisplatten diskrete Preisziffernsignale geben, können diese Signale unmittelbar zur Aussteuerung des Preisdruckwerkes dienen. Der im Stammpatent beschriebene besondere Codierer kann dann entfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrkartendruckmaschine mit einem beweglichen Druckplattenmagazin und einer ortsfesten Druckeinrichtung, der auch die Druckmittel für den Preisdruck zugeordnet sind, wobei den Druckplatten deren Lage im Magazin kennzeichnende Positionsschalter zugeordnet sind, sowie mit einem Auswahlschalter für die Fahrkartengattung, wobei die Ausgänge beider Einrichtungen paarweise kombiniert die Eingänge von"Und"-Gliedern bilden, deren Ausgänge über Preisstufenplatten mit der Zahl der vorhandenen Preisstufen entsprechender Zahl von Ausgängen und über Preisplatten zur Darstellung der den einzelnen Preisstufen zugeordneten Preise mit einem Codierer verbunden sind, der den ermittelten Preis in Form von Einstellimpulsen auf das Preiswerk des Druckers überträgt, nach
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bedruckte Leiterplatten mit sich kreuzenden Leiterbahnen (L, P)
ausgebildet sind, wobei die eine Seite eine der Zahl der Preisstufen entsprechende Zahl von Bahnen (L) aufweist, während auf der andern Seite Leiterbahnen (P) angeordnet sind, die kennzeichnend für dekadisch abgestufte Preise in mehreren Dekaden sind, und dass die beiderseitigen Leiterbahnen an ihren Kreuzungspunkten durch Verbindungsstifte (B2) in der jeweils erforderlichen Kombination miteinander verbindbar sind.