AT294324B - Stoffartiges Schichtmaterial - Google Patents
Stoffartiges SchichtmaterialInfo
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Description
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Stoffartiges Schichtmaterial
Die Erfindung bezieht sich auf ein stoffartiges Schichtmaterial, welches insbesondere zur
Verwendung als Verbandstoff, u. zw. insbesondere bei grossflächigen sezernierenden Wunden, geeignet ist.
Es sind bereits zahlreiche Vorschläge bekannt, um Verbandstoffe herzustellen, die an ihrer der
Wunde zugewandten Schicht teilweise hydrophob ausgebildet sind, wodurch ein Verkleben des
Verbandes mit der Wunde sicher verhindert wird.
So ist es beispielsweise bekannt, perforierte Metallfolien oder Metallnetz zwischen einer saugfähigen Schicht und der Wunde anzuordnen ; dabei besteht der Nachteil, dass durch die perforierte Metallfolie die Abfuhr des Wundsekretes nicht immer zufriedenstellend verläuft und dass bei
Verwendung eines Metallnetzes bzw. eines Netzes aus hydrophobem Material einerseits die Wunde mechanisch gereizt wird und anderseits bei einer zur Sekretabfuhr notwendigen Maschinenweite trotzdem ein Verkleben des saugfähigen Materials mit der Wunde stattfinden kann.
Es ist weiterhin bereits bekannt, saugfähige Vliesstoffe an der Oberfläche durch Aufdampfen oder Aufspritzen von Metall hydrophob auszubilden ; es wird hiebei ein feinfädiges, saugfähiges, filzartig verdichtetes Faservlies verwendet, welches auf den Faseroberflächen ohne Beeinträchtigung der Vliesstruktur mit einem feinen Metallüberzug versehen ist. Derartigen Vliesen haftet jedoch der Nachteil an, dass sie nicht hinreichend saugfähig sind, so dass die Abfuhr des Wundsekretes durch derartige Vliese nicht immer zufriedenstellend verläuft.
Es wurde daher auch bereits vorgeschlagen, die Bedampfung des Faservlieses so durchzuführen, dass die Wundabdeckung selbst aus einem filzartig verfestigten, saugfähige und nicht-saugfähige Stellen aufweisenden Faservlies aus metallisierten Fasern besteht, wobei ausserdem die Oberfläche dieses Faservlieses ein Prägemuster aufweisen soll. Auch bei dieser Ausführung ist jedoch der Nachteil nicht vermieden, dass die oberflächliche Saugwirkung einzig und allein durch das Vlies bewerkstelligt wird, welches selbst saugfähige und nicht-saugfähige Stellen aufweisen soll.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass ein Verbandstoff erhalten werden kann, welcher eine praktisch ideal saugende und trotzdem die Wunde in keiner Weise reizende Oberfläche besitzt.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein stoffartiges Schichtmaterial, bei dem zumindest eine Schichte aus einem Faservlies besteht, das bzw. die mit einem elastischen bzw. biegsamen Bindemittel an der gesamten Berührungsfläche mit den andern Schichten verbunden sind, wobei die Vlieslage bzw. die Vlieslagen mit mindestens einer Lage eines Papierstoffes verbunden und alle Lagen von dem Bindemittel durchdrungen sind, welches sich insbesondere zur Verwendung als Verbandmaterial, u. zw. insbesondere bei grossflächigen sezernierenden Wunden eignet, und das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Oberfläche des Materials mit einem unzusammenhängenden hydrophoben Belag versehen ist.
Vorzugsweise wird auf das oberwähnte stoffartige Schichtmaterial einseitig eine unzusammenhängende Metallschicht aufgedampft.
Das erfindungsgemässe als Verbandstoff verwendbare stoffartige Schichtmaterial ist in sich durch die Harzbindung derart verfestigt, dass die Bedampfung sowohl auf die Schicht des Faserflors als auch auf die Papierschicht durchgeführt werden kann.
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Überraschenderweise ist das erhaltene Gebilde trotz der Durchimprägnierung mit dem Kunstharz und trotz der nachträglich erfolgten Oberflächenbehandlung wesentlich saugfähiger als ein normales
Vlies, was wohl darauf zurückzuführen sein dürfte, dass bei dem erfindungsgemässen Material eine bessere Kapillarwirkung infolge der inneren Struktur vorhanden ist. Das erfindungsgemässe
Verbandmaterial besitzt weiterhin den Vorteil, dass es neben seiner bereits erwähnten ausgezeichneten
Saugfähigkeit auch in nassem Zustand eine hohe mechanische Festigkeit aufweist und weiterhin trotz dieser hohen mechanischen Festigkeit eine weiche und schmiegsame Beschaffenheit besitzt.
Selbstverständlich ist es möglich, der Oberfläche des erfindungsgemässen, als Verbandmaterial verwendbaren stoffartigen Schichtmaterials durch Prägen beispielsweise ein gewebeartiges Aussehen zu verleihen ; in diesem Fall wird zweckmässig ein stoffariges Schichtmaterial, welches an sich bereits eine geprägte Oberfläche aufweist, als Ausgangsmaterial verwendet und auf dieses erfindungsgemäss beispielsweise eine Metallschicht aufgedampft. Selbstverständlich ist es auch möglich, zur Abfuhr von grösseren Wundsekretmengen das erfindungsgemäss ausgebildete stoffartige Schichtmaterial zusätzlich mit saugfähigen Materialien, wie beispielsweise Watte od. dgl., zu hinterlegen.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll.
Beispiel 1 : a) Herstellung des Ausgangsmaterials : Ein dünner Flor eines Faservlieses mit einer Stärke von etwa 5 bis 10 mm und einem Gewicht von etwa 18 bis 25 g/m2 wird an einer oder beiden Seiten mit je einer aussenliegenden Lage Papierstoff mit einem Gewicht von etwa 15 bis 20 g/m2 kompoundiert und anschliessend mit einer etwa 20% eigen wässerigen Dispersion von Polyacrylisobuttersäureester (Teilchengrösse etwa 0, 5 bis 10 J. L), die ausserdem 3 bis 8% Zinkoxyd und/oder 6 bis 10% eines Kunstharz-Vorkondensates, z. B. Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukt, im Molverhältnis von
1 : 1, 63 enthält, imprägniert.
Diese so hergestellte Stoffbahn, welche aus einem imprägnierten Faservlies besteht, das an einer oder beiden Seiten mit je einer Papierbahn abgedeckt ist, wird getrocknet und bei einer Temperatur von etwa 120 bis 150 C kalandert, eventuell geprägt und gegebenenfalls bedruckt.
Das so erhaltene Stoffstück zeigt im trockenen Zustand eine Reissfestigkeit von 4, 5 bis 6 kg ; die Reissfestigkeit in nassem Zustand ist um etwa 10 bis 30% niedriger. b) Ein stoffariges Schichtmaterial, hergestellt wie unter a) beschrieben, wird im Hochvakuum mit Aluminium bedampft, u. zw. wird das Aluminium thermisch verdampft und kondensiert in einer Stärke von 0, 2 bis 0, 3 J. L auf dem Trägermaterial.
Beispiel 2 : Das im Beispiel la) beschriebene stoffartige Schichtmaterial wird mit einem Kunststoffpulver, z. B. Polyäthylenpulver (Kömungsgrösse etwa 70 bis 200 Mesh), locker bestreut und gesintert. Das Kunststoffpulver wird vorzugsweise in einem infrageheizten Kanal aufgesintert. Dabei entsteht eine unzusammenhängende, weitgehend poröse Oberfläche aus Kunststoff, die auf Grund ihrer porösen Beschaffenheit die Saugfestigkeit der hygroskopischen Unterschichte zur Wirkung kommen lässt.
Das hergestellte Gebilde wird im noch plastischen Zustand zwischen zwei gekühlten Stahlwalzen kalandriert. Die dabei gebildete unzusammenhängende, also poröse Schicht beträgt etwa 5 bis 10,lu.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Stoffartiges Schichtmaterial, bei dem zumindest eine Schichte aus einem Faservlies besteht, das bzw. die mit einem elastischen bzw. biegsamen Bindemittel an der gesamten Berührungsfläche mit den andern Schichten verbunden sind, wobei die Vlieslage bzw. die Vlieslagen mit mindestens einer Lage eines Papierstoffes verbunden und alle Lagen von dem Bindemittel durchdrungen sind, welches sich insbesondere zur Verwendung als Verbandmaterial, u. zw. insbesondere bei grossflächigen sezernierenden
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| AT171767A AT294324B (de) | 1967-02-21 | 1967-02-21 | Stoffartiges Schichtmaterial |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0256192A1 (de) * | 1986-08-20 | 1988-02-24 | Ethyl Corporation | Poröse Folie und Absorptionsstruktur |
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1967
- 1967-02-21 AT AT171767A patent/AT294324B/de not_active IP Right Cessation
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