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Tube mit einem zusammendrückbaren Tubenkörper
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tube mit einem zusammendrückbaren Tubenkörper und einem mit einer durchgehenden Öffnung versehenen Hals sowie einem kanülenartigen Mundstück zur
Abgabe des Tubeninhaltes, wobei das Mundstück aus einem nachgiebigen Material gefertigt ist und einen zylindrischen oder schwach konischen Schaft aufweist, der mit seinem unteren Ende eng anliegend durch den Tubenhals geführt ist, wobei am unteren Ende des Mundstückes eine flanschartige
Erweiterung vorgesehen ist.
Solche Tuben dienen zum Aufbewahren und zur Abgabe von Salben und pastenförmigen
Arzneimitteln für veterinäre und medizinische Verwendung. Bei einer bekannten Tube dieser Art erstreckt sich das Mundstück durch den Hals der Tube und trägt zwei kragenartige Erweiterungen, von denen die eine an der Innenfläche der Tubenstirnfläche und die andere am äusseren Rand des
Tubenhalses anliegt. Dabei ist der axiale Abstand zwischen den beiden kragenartigen Erweiterungen kleiner als die Länge des Tubenhalses, um eine hinreichende Abdichtung zu erzielen.
Da dieses Mundstück durch Einschieben von rückwärts durch den Tubenkörper hindurch in seine bestimmungsund funktionsgerechte Lage gebracht wird, muss der Tubenhals einen Innendurchmesser aufweisen, der etwas grösser ist als der Durchmesser des vom Tubenhals umschlossenen Bereiches des Mundstückes, da bei diesem Einschieben ja der äussere Kragen durch den Tubenhals hindurch gezwängt werden muss. Da ferner bei diesem Einschieben der äussere Kragen umgebogen wird, bedarf es eigener Werkzeuge, um ihn in seine ordnungsgemässe Lage bringen zu können.
Bei dieser bekannten Ausführung ist also eine besonders komplizierte konstruktive Ausgestaltung des Mundstückes erforderlich, da unterschiedliche grössere und kleinere Aussendurchmesser und auch verschiedene Innendurchmesser aufeinanderfolgen. Beim Einschieben des Mundstückes muss sich dieses teilweise zusammendrücken lassen, da ja der obere Flansch durch den Tubenhals hindurchgedrückt werden muss, so dass insbesondere am rückwärtigen Bereich des Mundstückes die innere Bohrung besonders gross ausgestaltet werden muss.
Die dem Tubenkörper zugewandten Flansche des Mundstückes besitzen einen relativ grossen Durchmesser, um damit eine bessere Dichtwirkung zu erzielen, da eine ausreichende Dichtwirkung zwischen dem zylindrischen Teil des Mundstückes und dem Tubenhals nicht gewährleistet ist.
Die Güte der Dichtwirkung ist bei dieser Ausführung von der Einhaltung der Toleranz der Höhe des Tubenhalses abhängig. Diese Toleranz ist jedoch bei der Herstellung des Tubenkörpers relativ grossen Schwankungen unterworfen. Hingegen können Toleranzen des Tubenhalsdurchmessers in geringstem Masse gehalten werden.
Dadurch, dass der eine Flansch durch den Tubenhals durchgedrückt werden muss, kann der Tubenhals niemals mit einem Gewinde versehen werden. Ein mit einem Gewinde ausgestatteter Tubenhals ist grösseren Belastungen, wie sie durch den geschilderten Vorgang auftreten, nicht gewachsen. Es können daher Verformungen auftreten. Bei dieser Ausführung ist also die Anbringung eines Schraubgewindes und damit die Anordnung eines Schraubkappenverschlusses nicht möglich. Bei einer derartigen Tube kann daher stets nur eine Steckkappe angeordnet werden.
Der rückwärtige Bereich bei m Mundstück der bekannten Ausführung muss besonders ausgestaltet sein, um ein entsprechendes Werkzeug zum Einschieben aufnehmen zu können. Ein solches Werkzeug
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ist bei dieser bekannten Ausführung unbedingt erforderlich, da das Mundstück mit relativ grosser Kraft eingedrückt werden muss und auch im obersten Bereich noch etwas weiter vorgedrückt werden muss, damit der obere Kragen den Hals des Tubenkörpers umgreifen kann.
Bei einer andern Tube dieser Art ist das aus Kunststoff bestehende Mundstück an seinem unteren
Ende mit einem Innengewinde ausgestattet und mit diesem auf das Aussengewinde des Tubenhalses aufgeschraubt. Die Montage durch Aufschrauben ist jedoch umständlich und aufwendig.
Es ist ferner bekannt, kanülenartige Mundstücke aus weichem Metall zu fertigen. Diese sind mit einem zylindrischen sich in den Tubenhals erstreckenden Teil ausgestattet, der an der Innenseite des
Tubenhalses anliegt, wobei ein äusserer Kragen das gänzliche Einschieben des Mundstückes in die Tube verhindert. Es besteht hier die Gefahr, dass das Mundstück nicht hinreichend abdichtet und dass es unversehens und ungewollt aus dem Tubenhals beim öffnen der Tube herausgezogen wird.
Alle diese Nachteile zu verhindern, ist Aufgabe der Erfindung, was dadurch gelingt, dass die flanschartige Erweiterung unmittelbar an den Schaft anschliesst, der gegen eine Verschiebung ins Innere der Tube lediglich durch kraftschlüssige Verbindung mit dem Tubenhals gesichert ist, und dass die in Längserstreckung des Mundstückes verlaufende öffnung durchgehend einen gleichen Querschnitt aufweist.
Ein solches Mundstück ist nicht nur einfach in seiner Herstellung, es ist ebenso einfach zu montieren, da es ebenfalls nur von rückwärts her durch den Tubenhals eingeschoben werden braucht, wobei infolge der Materialeigenschaften und der gewählten Durchmesserverhältnisse eine hinreichende Abdichtung gewährleistet wird. Darüberhinaus ist es nicht möglich, versehentlich das Mundstück aus dem Tubenhals herauszuziehen, da der innenliegende Flansch dies auf jeden Fall verhindert.
Durch das Weglassen des oberen Kragens nach der bekannten Ausführung wird ein grosser technischer Effekt erzielt. Es ist, wie schon ausgeführt, nicht nur die Fertigung wesentlich einfacher, sondern auch die Montage und der ganze Aufbau des Mundstückes gestaltet sich weniger schwierig. Die Dichtheit des eingeschobenen Mundstückes ist dadurch gleichfalls gewährleistet. Das Mundstück kann mit einer einen durchgehend gleichen Querschnitt aufweisenden Öffnung versehen sein, da kein Platz für das Eindrücken des oberen Kragens vorhanden sein muss. Ausserdem ist es nicht erforderlich, dass besondere Aussparungen am Mundstück zur Aufnahme von Werkzeugen vorgesehen werden müssen, da bei der erfindungsgemässen Ausführung lediglich ein Einschieben genügt.
Nach einem weiteren erfmdungsgemässen Merkmal ist das Mundstück aus bis zirka 1500C temperaturbeständigem Silikongummi gefertigt. Dadurch besteht die Möglichkeit, das Mundstück in die Tube einzusetzen, bevor diese lackiert und bedruckt wird, was fertigungstechnisch ein wesentlicher Vorteil ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der zusammendrückbare Tubenkörper --l-- mit seiner oben abschliessenden und konisch verlaufenden Stirnfläche --2-- und dem Tubenhals --3-- ist in herkömmlicher Weise hergestellt. In die zylindrische Öffnung des Tubenhalses --3-- ist von rückwärts her (Pfeil--4--) ein kanülenartiges Mundstück --5-- eingeschoben, das einen schwach konisch verlaufenden Schaft aufweist und dessen Aussendurchmesser im Bereich des Tubenhalses--3--um ein geringes Mass grösser ist als der innere Durchmesser der Tubenhalsöffnung. An seinem unteren Ende ist das Mundstück --5-- durch eine flanschartige Erweiterung--6--
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--2-- anliegt,Zeichnung deutlich zu ersehen ist.
Das Mundstück ist aus gummielastischem Silikon gefertigt mit einer Temperaturbeständigkeit von zirka 150 C. Der Verschluss der Tube erfolgt mit einem üblichen Hut--7--, der auf den Tubenhals aufgesteckt oder aber auf ihn aufgeschraubt werden kann. Die einfache Ausgestaltung des Mundstückes beweist, dass die Herstellung des Mundstückes mit einer einfach gebauten Form möglich ist, und dass ferner die Montage keinerlei Schwierigkeiten bereitet, da ja diese durch Einschieben des Mundstückes in Richtung des Pfeiles--4--von hinten her durch den Tubenkörper erfolgt. Infolge der gummielastischen Eigenschaften des verwendeten Materials kann dieses Mundstück ohne weiteres
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absolut dichte Verbindung zwischen Tubenhals bzw. oberer Teil der Tubenstirnseite und dem Mundstück erzielt ist.
Da für die Herstellung des Mundstückes ein temperaturbeständiges Material verwendet wird, kann die Tube nach der Montage des Mundstückes lackiert und bedruckt werden.