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Schmierstoffpresse mit auswechselbarem tubenartigem
Schmierstoffbehälter
Die Erfindung bezieht sich auf Schmierstoffpressen mit auswechselbarem, tubenartigem Schmierstoffbehälter aus elastischem Material, wie PVC, Polyäthylen od. dgl., und betrifft insbesondere die
Gestaltung der Schulterfläche am Schmierstoffbehälter und die der entsprechenden inneren Fläche in der Schmierstoffpresse.
Obgleich der Gegenstand der Erfindung auf alle Arten von Tuben und Geräten, in die sie eingeschraubt werden, anwendbar ist, sei in der nachfolgenden Beschreibung von Abschmiergeräten, wie Schmierpressen, ausgegangen, in die der auszupressende Schmierstoff in einer Tube enthalten, eingebracht wird, ohne dass damit die Erfindung auf diese beispielsweise beschriebenen Geräte und Tuben beschränkt sein soll.
Es ist bekannt, Schmierpressen mit Schmierstoffen zu füllen, die fertig abgefüllt in Tuben enthalten sind.
Die Entleerung der Tuben erfolgt unter anderem dabei so, dass mittels eines an der Tubenöffnung erzeugten Unterdruckes der Schmierstoff herausgesaugt bzw. vom umgebenden Luftdruck herausgedrückt wird.
Im Hinblick auf diese Gegebenheit ist man bemüht, die Tuben, die beispielsweise aus Kunststoff, wie PVC, Polyäthylen od. dgl., bestehen, mit wenig Widerstand bietenden Wandungen herzustellen, d. h. die ganze Tube einschliesslich der meist kegelförmigen Abschlussschulterfläche mit dem mit Gewinde versehenen Auslassöffnungsstück ist relativ dünnwandig ausgebildet, und es hat sich gezeigt, dass hiedurch leicht die Gefahr besteht, dieses Auslassöffnungsstück von der übrigen Tube bzw. dem Tubenschulterstück abzudrehen, wenn die Einschraubung ihr Ende erreicht hat und mit Gewalt weitergedreht wird. Wenn dies geschehen ist, kann die Tube nicht mehr verwendet werden und es muss in umständlicher Weise das eingeschraubte und abgerissene Auslassöffnungsstück aus der Aufnahme bohrung der Schmierpresse entnommen werden, damit eine neue, gefüllte Tube eingeschraubt werden kann.
Der abgerissene Tubenteil mit dem noch enthaltenen Schmierstoff ist auch nicht mehr verwendbar und der Schmierstoff kann nur noch gegebenenfalls auf andere Weise benutzt werden, wenn er nicht auch sofort weggeworfen wird.
Demgemäss ist es ein Ziel der Erfindung, die Kombinationseinheit Tube und Aufnahmegerät derart auszubilden, dass ein solches Abreissen durch Überdrehen mit Sicherheit vermieden wird, wozu es einer Anpassung der Tube an die Schmierstoffpresse bzw. umgekehrt bedarf.
Schliesslich ist es ein Ziel der Erfindung, diese Gestaltung und Anpassung derart vorzusehen, dass sie sich einerseits gleichzeitig bei der Herstellung der Tube mit ergeben und dass sich anderseits leicht die Gegenelemente der Schmierstoffpresse leicht anbringen lassen.
Diese Aufgabenstellung ist erfindungsgemäss und in der einfachsten Art mit einer Schmierpresse mit auswechselbarer Tube gelöst, welche Kombination im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die im eingesetzten Zustand des Behälters sich gegenüberliegenden Schulterflächen des Schmierstoffbehälters und der Schmierpresse, die sich an die mit Aussengewinde versehene Entleerungsöffnung des Behälters und an die Einschrauböffnung der Schmierstoffpresse anschliessen, unterschiedliche Neigungswinkel aufweisen, wobei der Winkel der Behälterfläche grösser als der der entsprechenden Fläche in der Schmierstoffpresse ist.
Beim Einschrauben der Tuben bzw. Schmierstoffbehälter wird die Einschraubkraft auf den Tubenmantel aufgebracht, so dass sich also ein Drehmoment von Umfangskraft mal Tubenradius ergibt. Sobald Tubengewinde und Tubenaufnahmegewinde völlig ineinandergeschraubt sind, wirkt dieses Drehmoment
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auf den Gewindehalsansatz und es besteht, wenn die erfindungsgemässen Massnahmen nicht getroffen sind, die Gefahr, dass dieser Ansatz abgedreht wird, zumal dieser Ansatz einen wesentlich kleineren Durchmesser als der Tubenkörper hat.
Durch die zusätzliche Anbringung auf den erfindungsgemäss unterschiedlich geneigten Flächen irgendwelcher Anschlag-oder Bremselemente, die noch näher beschrieben werden und die insbesondere auf grösseren Durchmesserkreisen als der Gewindehalsansatz sitzen, wird die Wirkung der unterschiedlich geneigten Flächen noch unterstützt.
Zur näheren Erläuterung wird der Gegenstand der Erfindung an Hand einer beispielsweisen zeichnerischen Darstellung naher erläutert.
In dieser Darstellung zeigt Fig. 1 teilweise im Schnitt und Ansicht die Kopfteile von Behälter und Schmierpresse, Fig. 2 in perspektivischer Ansicht den Kopfteil der Schmierpresse, Fig. 3 in perspektivischer Ansicht den Kopfteil des Schmierstoffbehälters, Fig. 4 in perspektivischer Ansicht den Kopfteil des Schmierstoffbehälters in anderer Ausführungsform und Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des Schmierstoffbehälters.
Fig. 1 zeigt die Presse mit eingeschraubtem Schmierstoffbehälter 1 und lässt die Anschlagsbegrenzung erkennen, bei der die Neigungswinkel ex undss der Schulterflächen 7 und 9 unterschiedlich bemessen sind, u. zw. derart, dass der Winkel ou grösser ist als der Winkel ss, wobei gegebenenfalls ganz auf die Anbringung von noch zu beschreibenden besonderen Anschlägen und Eintiefungen verzichtet werden kann.
Beim Einschrauben derart ausgebildeter Tuben ergibt sich, wie die Darstellung in Fig. l zeigt, dass sich die Umfangskante 13 bereits auf die innere Schulterfläche 9 auflegt, ehe das Tubenhalsstück 3 indie Geräteaufnahmeöffnung eingeschraubt ist. Dadurch entsteht beim Weitereinschrauben ein zunehmender Bremseffekt, der schliesslich ein Überdrehen ganz verhindert und rechtzeitig anzeigt, dass sich das Einschrauben seinem Ende nähert. Hiebei können selbstverständlich in Gewindenähe zusätzlich Anschläge vorgesehen sein oder ringförmige Reibungserhöhungen (beispielsweise durch Aufrauhungen der Flächen 7 und 9).
Der Tubenhals 3, der die Austrittsöffnung 4 für das Schmiermittel enthält, ist mit einem Au- ssengewinde versehen, das in das entsprechende Innengewinde der Geräteaufnahmeöffnung 5 eingeschraubt wird. Um nun, wie beschrieben, ein Abdrehen des Tubenhalses 3 am Halsansatz 6 zu verhindern, können nun noch auf der Tubenschulterfläche 7 (s. Fig. 3), die leicht kegelförmig ausgebildet ist, Nocken 8 vorgesehen sein, die im Querschnitt keilförmig ausgebildet sind. In der inneren Schulterfläche 9 des Aufnahmegerätes 2 sind diesen Nocken 8 entsprechende Eintiefungen 10 (s. Fig. 2) angeordnet, in die nach entsprechender Schraubstellung die Nocken 8 einrasten.
In ihrerFlächenform, wie sie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, können die Nocken 8 und Eintiefungen 10 natürlich auch noch anders, insbesondere noch breiter, ausgebildet sein.
Die Fig. 4 und 5 zeigen weitere Ausbildungsmöglichkeiten der Anschlagausbildung. Während inFig. 5 einfache Warzen 11 auf der Tubenschulterfläche 7 vorgesehen sind, trägt die Schulterfläche 7 der Tube gemäss Fig. 4 viele kleinere Anschläge 12. In der inneren Geräteschulterfläche 9 sind dann für diese Art entsprechende Eintiefungen vorgesehen.
Es ist auch möglich, die keilförmigen Nocken 8,12 in bezug auf die Einschraubrichtung andersherum als in Fig. 2 angegeben, anzuordnen, wobei dann die Ausnehmungen in der inneren Schulterfläche 9 des Gerätes entfallen können, denn die keilförmigen Nocken keilen sich dann an der inneren Schulterfläche 9 fest.
PATENTANSPRÜCHE : l. Schmierstoffpresse mit auswechselbarem, tubenartigem Schmierstoffbehälter aus elastischem Material, wie PVC, Polyäthylen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die im eingesetzten Zustande des Behälters (1) sich gegenüberliegenden Schulterflächen (7,9) des Schmierstoffbehälters (1) und der Schmierstoffpresse (2), die sich an die mit Aussengewinde versehene Entleerungsöffnung (4) des Behälters (1) und an die Einschrauböffnung (5) der Schmierstoffpresse (2) anschliessen, unterschiedliche Neigungswinkel aufweisen, wobei der Winkel (ot) der Fläche (7) grösser ist als der Winkel (ss) derfläche (9).