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Sprühgerät zum Anbau an Fahrzeugen
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vorgesehen ist, deren Spritzkegelachsen senkrecht zum Ausleger liegen und die mit jeweils einem elastischen Schlauch mit einer an einen Vorratsbehälter angeschlossenen fembedienbaren Druck-und
Mengensteuereinrichtung in Verbindung stehen. Dadurch, dass der Ausleger hochliegend angeordnet ist und an jedem Arm nur eine Flachstrahlspritzdüse vorgesehen ist, deren Spritzkegelachsen senkrecht zum
Ausleger liegen, wird sichergestellt, dass die Verteilung des Sprühmittels in einer konzentrations-und flächengleichen Dosierung von oben auf die Pflanzen erfolgt, so dass das Wachstum von kleinen
Bäumen, Sträuchern od. dgl. nicht schädlich beeinflusst wird.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Sprühgerätes erfolgt somit in vorteilhafter Weise eine vertikale Besprühung, wobei aufragende Hindernisse, wie Fahrbahnbegrenzungspfosten od. dgl. überfahren werden können. Die Anordnung eines Motordrehzahlmessers mit grosser Sichtscheibe gewährleistet, dass auch eine niedrige Fahrgeschwindigkeit mit sehr grosser Genauigkeit eingehalten werden kann, so dass die Dosierung der Chemikalien auf die Pflanzen sehr gleichmässig erfolgt.
Durch die besondere Anspeisung der Düsen, von welchen jede über einen gesonderten Schlauch mit einer an einem Vorratsbehälter angeschlossenen Druck-und Mengensteuereinrichtung in Verbindung steht, wird einerseits ermöglicht, dass jede Düse beispielsweise zur Veränderung der Arbeitsbreite einzeln schaltbar ist und es wird sichergestellt, dass auch bei einem Ab-und Zuschalten der Düsen der Spritzdruck stets gleichbleibt. Diese Massnahme ist für eine gleichmässige Sprühmitteldosierung, insbesondere beim Versprühen von graswuchshemmenden Mitteln von entscheidender Bedeutung.
Weiters wird durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Sprühgerätes ermöglicht, den Spritzdruck beliebig einzustellen, wobei im Zusammenhang mit der niedrigen Düsenaufhängung gewährleistet ist, dass beim Besprühen keine Abtrift erfolgt, die eine unerwünschte und gefährliche Beeinflussung benachbarter Felder hervorrufen kann.
Um sehr hohe Hindernisse umgehen zu können, kann vorteilhaft der Ausleger mit einem Gelenk versehen sein, und eine Verstelleinrichtung zur Einstellung des Auslegers in der vertikalen Arbeitsebene aufweisen. Zweckmässigerweise können als Verstelleinrichtung fernbedienbare Hydraulikzylinder Verwendung finden. Durch entsprechende Verlegung von Steuerleitungen kann die Bedienung dann vom Fahrerhaus des Fahrzeuges aus erfolgen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Arme in horizontaler und vertikaler Richtung verschiebbar an dem Auslegeer befestigt sind. Dadurch wird es möglich, die Arme mitsamt den Flachstrahldüsen so auszurichten, dass eine leichte überlappung der ausgestrahlten Chemikalien erfolgt, so dass unter Vermeidung von Spritzschatten das Besprühen sehr gleichmässig erfolgen kann.
Zweckmässig ist die Steuereinrichtung über einen elastischen Schlauch mit dem Vorratsbehälter verbunden. Dabei ist es von Vorteil, wenn der Vorratsbehälter in an sich bekannter Weise mit einer Mischeinrichtung ausgerüstet ist, die beispielsweise in der Form von Mischdüsen ausgebildet sein kann.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles beispielsweise erläutert.
Das in der Zeichnung schematisch dargestellte Kraftfahrzeug --1--, das auch als Zugmaschine bezeichnet wird und eine Pritsche--2--aufweist, und beispielsweise in der Art des unter dem Namen Unimog bekannten Fahrzeuges ausgebildet ist, ist mit einem als Anbaueinheit ausgebildeten Gerät zum Besprühen von Pflanzen mit Chemikalien ausgerüstet.
Das Fahrzeug weist einen Vorratsbehälter --3-- auf, von dem eine an der hinteren Zapfenwelle des Fahrzeugmotors angeschlossene Pumpe--4--die Chemikalien zu einem Anschlussstück--5--fördert, das mit einer
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--6-- zuführen Schlauchleitungen--7, 8 und 9--zu drei Spritzdüsen--10, 11 und 12--, die an den in Bodennähe befindlichen Enden in etwa vertikal nach unten gerichteten Armen--13, 14 und 15-angeordnet sind, welche seitlich von dem Fahrzeug--l--an einem in etwa horizontal liegenden Ausleger--16--befestigt sind. Als Spritzdüsen--10, 11 und 12--dienen Flachstrahldüsen, die einen Strahl besitzen, dessen Ausbreitungsrichtung in Richtung des Auslegers--16--liegt.
Da die Arme--13, 14 und 15--an dem Ausleger --16-- horizaontal verstellbar befestigt sind, können die Strahlen der Flachstrahldüsen so ausgerichtet werden, dass sie sich teilweise überlappen, wobei die Strahlen leicht versetzt zueinander angeordnet werden. Um eine lösbare Befestigungsmöglichkeit für die
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möglich, die Arme--13, 14 und 15--in vertikaler Richtung verstellbar an dem Ausleger--16--zu befestigen.
Der Ausleger --16-- selbst ist mit einem Drehgelenk--17--versehen und kann über einen an einen Hebelarm --18-- angreifenden mit seinem andern Ende in nicht näher dargestellter Weise an dem Aufbau des Fahrzeuges --1-- befestigten Hubzylinder --19-- in die gestrichelt dargestellte Lage verschwenkt werden. Der Hubzylinder--19--ist zweckmässigerweise mit nicht dargestellten
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symmetrisch auf der andern Seite ein weiteres Drehgelenk --17'-- besitzt, an dem der Ausleger - ebenfalls anbringbar ist.
Das Anschlussstuck-5-ist mit einem Druckminderventil und einem Manometer--21-ausgerüstet, und besitzt ausserdem noch Steuereinrichtungen, mittels welcher der Spritzdruck und die Spritzmenge jeder Spritzdüse --10, 11 und 12-- unabhängig geregelt werden kann. Die Bedienung des Sprühgerätes zum Besprühen von Pflanzen mit wachstumshemmenden Chemikalien wird bevorzugt von dem Beifahrersitz des Fahrzeuges--l-aus durchgeführt. Der Fahrer des Fahrzeuges kann über einen nicht dargestellten Motordrehzahlmesser mit grosser Sichtscheibe die erforderlichen geringen Fahrgeschwindigkeiten sehr genau einhalten, was sehr wesentlich ist. Dabei kann zusätzlich noch vorgesehen werden, dass zur Kontrolle ein Diagrammschreiber in das Fahrzeug eingebaut wird.
Durch die hochliegende Anordnung des Auslegers --16-- können noch relativ hohe Hindernisse, wie z. B. Leitpfosten--22--, gut überfahren werden. Durch die besondere Ausbildung der Spritzdüsen--10, 11 und 12-- als Flachstrahldüsen und deren günstige Anordnung wird der Vorteil erreicht, dass keine Spritzschatten geschaffen werden und dass auch die Flächen hinter Leitplanken--23--und Leitpfosten--22--mit den wachstumshemmenden Chemikalien gut erreicht werden können. Bei Auftauchen noch höherer Hindernisse kann über den Hydraulikzylinder
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Massstab dargestellt ist, die Dosierung der zu versprühenden Chemikalien genau abzustimmen und entsprechend den vorliegenden Platzverhältnissen wahlweise eine oder mehrere der Spritzdüsen-10 oder 11 oder 12-abzuschalten.
Da der Ausleger --16-- symmetrisch zu seinem, in der Zeichnung gesehen, linken Drehpunkt auch auf der andern Fahrzeugseite befestigt werden kann, ist es möglich, auch auf Bundesautobahnen beim Besprühen des Grünstreifens in Richtung des jeweiligen Verkehrs zu arbeiten.
Darüber hinaus ist das Sprühgerät und das damit ausgerüstete Fahrzeug noch vielseitig verwendbar, indem beispielsweise der Ausleger--16--in der hochgestellten Stellung zum Besprühen von Bäumen oder Gebüschen mittels einer oder mehrerer Spritzdüsen --10, 11 und 12--ausgenutzt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sprühgerät zum Anbau an Fahrzeugen, insbesondere Gerät zum Besprühen von Pflanzen mit
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hochliegend angeordnet ist und an jedem Arm (13, 14, 15) nur eine Flachstrahlspritzdüse (10, 11, 12) vorgesehen ist, deren Spritzkegelachsen senkrecht zum Ausleger (16) liegen und die mit jeweils einem elastischen Schlauch (7,8, 9) mit einer an einen Vorratsbehälter (3) angeschlossenen fernbedienbaren Druck-und Mengensteuereinrichtung in Verbindung stehen.
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