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Vorrichtung in Walzwerken u. dgl. für den Abtransport von
Blechbunden von Aufwickelvorrichtungen
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung einer Vorrichtung in Walzwerken u. dgl. für den
Abtransport von Blechbunden von Aufwickelvorrichtungen, bestehend aus einem Bundwagen mit einem auf Schienen abgestützten Fahrgestell und einem die Bunde aufnehmenden Hubtisch, dessen Antrieb über Steuerorgane regelbar ist, wobei wenigstens ein in die Auflagefläche bzw.-flächen des Hubtisches versenkbarer Fühler od. dgl. vorgesehen ist, der beim Heben des Tisches zwecks Aufnahme eines Bundes beim Erreichen einer vorbestimmten Relativlage zwischen Bund und Tisch die Steuerorgane im Sinne des Abschaltens des Hubantriebes betätigt, nach Patent Nr. 284041.
Eine derart ausgebildete Vorrichtung ermöglicht es, den Hubtisch vor bzw. beim Abziehen eines Bundes von einer Haspel od. dgl. zwangsweise in einer vorbestimmten Relativlage von Bund und Hubtisch zum Stillstand zu bringen, so dass insbesondere ein zu starkes Anheben des Tisches vermieden wird, das die Gefahr von Beschädigungen des Bundes und der Haspel mit sich brächte. Ferner wird es möglich, automatische Einrichtungen für die Steuerung des Abtransportes des Blechbundes vorzusehen.
Bei der im Stammpatent beschriebenen konstruktiven Ausführungsform wird der Fühler vorzugsweise als gegenüber dem Tisch vertikal verstellbares Schaltlineal ausgebildet, dessen Oberseite eine den Auflageflächen des Tisches entsprechende Konturform aufweist und das durch Federn aus einer Nut über die Auflagefläche des Tisches ausschiebbar ist. Dieses Schaltlineal erfüllt lediglich die Funktion eines auf Anschlag ansprechenden Fühlers.
Nach der Erfindung ist nun der gegenüber dem Tisch vertikal verstellbare Fühler als über eine Antriebsvorrichtung verstellbarer, gegen die Aussenwindung des Bundes drückender Bremsschuh od. dgl. ausgebildet und die Andrückkraft der Antriebsvorrichtung grösser als die für das freie Ausschieben des unbelasteten Fühlers erforderliche Kraft gewählt bzw. über Regeleinrichtungen auf verschiedene Werte einstellbar.
Durch diese erfindungsgemässe Ausführung ist eine Unabhängigkeit der Andrückkraft zur Erzeugung der Bremswirkung von der Hubkraft für das Heben des Bundes erreicht. Es wird möglich, den Fühler nicht nur zur Steuerung der Hubtischbewegung, sondern auch als Hilfsvorrichtung beim Festziehen der äussersten Bundwindung nach Beendigung des Aufwickelns und vor dem Abziehen des Bundes vom Haspeldorn zu verwenden. Nach Beendigung des Aufwickelvorganges wird der Hubtisch hochgefahren und der Fühler mit einer vorzugsweise voreinstellbaren Kraft gegen die Bundaussenwindung gedrückt. Wird nunmehr die Haspel noch weiter angetrieben, dann bremst der Fühler die äusserste Bundwindung ab, so dass diese straff gezogen wird.
Konstruktiv lässt sich der Erfindungsgedanke auf verschiedene Weise verwirklichen. So ist es denkbar, den als Bremsschuh ausgebildeten Fühler mit kräftigen Federn, die auch Luftfedern sein können, am Bundtisch abzustützen und die Anpresskraft der Bremsbacke dadurch einzustellen, dass man
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diese Federn mittels des Hubtisches nach der Bundberührung des Fühlers auf ein vorbestimmtes Mass vorspannt. Eine besonders feinfühlige Regelung lässt sich aber dadurch nicht erzielen.
Erfmdungsgemäss wird nun eine einfache und gute Regelung dadurch erreicht, dass der Fühler über eine oder mehrere in ihrer Beaufschlagung regelbare pneumatische Kolbentriebe über die Auflagefläche des Tisches ausschiebbar ist. Die Bremskraft kann so durch Verstellung des Pressluftdruckes mittels eines Reduzierventils ohne grössere Schwierigkeiten eingestellt werden. Das Ventil ist nicht an eine bestimmte Stelle gebunden, sondern es ist möglich, es an beliebiger Stelle, beispielsweise im Steuerpult zu installieren, da das Ventil mit dem Bundwagen nur mit einer flexiblen Zuleitung verbunden sein muss. Man kann somit jederzeit eine Einstellung bzw. eine Verstellung der Bremskraft vornehmen und es ist dazu keine Betriebsunterbrechung notwendig.
Weiters kann das Abbremsen des Bandendes mit vom Bundgewicht völlig unabhängiger und in jedem Augenblick beliebig einstellbarer Bremskraft durchgeführt werden, was ein störungsfreies Abziehen des Bundes vom Haspeldorn garantiert. Ausserdem kann der Bund nach dem Abbremsen des Bandendes auf ein über der Haspeldornachse liegendes Niveau hochgehoben werden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 und 2 den Oberteil eines mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung ausgestatteten Bundwagens im Längsschnitt und im Querschnitt.
Die Vorrichtung ist auf einem Bundwagen angebracht, der z. B. in einem Walzwerk auf Schienen verfahrbar ist und einen am Wagen über einen nicht dargestellten, hydraulischen Kolbentrieb vertikal
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stumpfwinkelig V-förmig aneinander stossende Auflageflächen--4--für einen von einer Aufwickelhaspel abzuziehenden Bund --5-- besitzt. Für breitere Bunde können zusätzlich zu dem Tisch --3-- weitere Tische angebracht werden, die sich ebenfalls am Stempel-l-abstützen und deren Auflageflächen in den gleichen Ebenen wie die Auflageflächen --4-- liegen. Vorzugsweise wird aber jeweils nur einer der Tische mit dem noch zu beschreibenden Fühler ausgestattet.
Die Auflageflächen--4--sind von einer Quernut--6--unterbrochen, in der ein Fühler--7-- untergebracht ist. Dieser Fühler sitzt an zwei parallelen Stangenführungen-8--, die unterhalb des Tisches --3-- durch ein Querjoch --9-- verbunden sind. Gegen ein Mittelstück-10-des Querjoches drückt der Kolben --11-- eines zwischen den Stützen --2-- angebrachten, am Stempel --l-- abgestützten pneumatischen Kolbentriebes --12--. Ferner trägt das Querjoch --9-- einen Anschlag--13--, über den es einen Schalthebel--14--eines Steuerschalters--15--betätigt.
Der Fühler --7-- trägt an seiner Oberseite Bremsbeläge --16--, die bei voll eingeschobenem Fühler mit den AuSageftächen-4-fluchten.
Beim Betrieb wird der Hubtisch mittels des Antriebes des Stempels--l--hochgefahren. Sobald der Fühler --7-- auf den Bund--5--auftrifft, wird der Schalter--14, 15--betätigt und damit der Hubantrieb des Tisches abgeschaltet.
Nun wird der pneumatische Kolbentrieb --12-- eingeschaltet, so dass die Bremsbeläge --16-des Fühlers--7--, der somit in seiner Gesamtheit einen Bremsschuh bildet, gegen die Aussenwindung des Bundes --5-- gedrückt werden. Durch ein in die Speiseleitung des Kolbentriebes-12-- eingeschaltetes Regulierventil kann die Antriebskraft genau eingestellt werden. Ferner ergibt sich durch
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