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Vorrichtung zum portionsmässigen Abfüllen von Sauerkraut od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum portionsmässigen Abfüllen von Sauerkraut od. dgl. in Behälter wie Dosen, Gläser od. dgl., bei der das Abfüllgut von einer Fördervorrichtung aus einem Vorratsbehälter herangebracht und bis zur Erreichung eines bestimmten Fülldrucks in an einer horizontalen Drehscheibe in Abständen kreisförmig umlaufende Zwischenbehälter an einer Stelle der Kreisbahn abgegeben wird, wobei die Zwischenbehälter mit ihrer offenen Unterseite auf einer unter der Drehscheibe angeordneten stillstehenden Scheibe gleiten und das Abfüllgut an einer andern Stelle der Kreisbahn durch eine Öffnung in der stillstehenden Scheibe durch einen Ausdrücker in darunter befindliche Behälter überführt wird.
Es ist bereits eine Vorrichtung dieser Art zum maschinellen Abmessen sperriger oder backender Obst-und Gemüsekonserven, z. B. Schnittbohnen, bekannt, bei der oberhalb der Drehscheibe ein über eine Schüttrinne beschickter Fülltrichter vorgesehen ist. In dem Fülltrichter ist eine nach unten wirkende Schnecke oder ein Stössel vorgesehen, der das Abfüllgut aus dem Fülltrichter nach unten in die Zwischenbehälter abgibt.
Eine derartige Vorrichtung weist für das Abfüllen von Sauerkraut od. dgl. Mängel auf. Dieses Abfüllgut hat eine grobfaserige, verfilzte Struktur und ist mit Flüssigkeit vollgesogen. Aus Gründen einer gleichmässigen Qualität der einzelnen Konservenpackungen hinsichtlich Geschmack und Haltbarkeit ist es erwünscht, in der fertigen Konservenpackung eine genau dosierte Zusammensetzung von Kraut und Flüssigkeit vorliegen zu haben.
Bei der bekannten Vorrichtung werden nun die Zwischenfüllbehälter aus dem Trichter von oben gefüllt. Bei einem Arbeiten mit Sauerkraut würde die gesamte in dem Trichter befindliche Flüssigkeitsmenge des Kraut-Saft-Gemisches in den gerade darunter befindlichen Zwischenbehälter einfliessen. In den nächsten Zwischenbehälter würde dann nur noch Kraut ohne Flüssigkeit abgefüllt. Bei einem Nachfüllen des Trichters über die Zuführrinne ergiesst sich wieder ein Schwall von Flüssigkeit in den gerade darunter befindlichen Zwischenbehälter. Dadurch kommt es zu einer ganz unterschiedlichen Füllung der Abfüllpackungen. Hinzu kommt, dass die aus dem Fülltrichter austretende Flüssigkeit ständig über die Drehtelleranordnung nach unten abfliesst und praktisch die ganze Maschine dauernd von Lake überflossen ist.
Das ist nicht nur aus ästhetischen und hygienischen Gründen unzuträglich, sondern bedingt auch, dass die gefüllten Dosen anschliessend von aussen gereinigt werden müssen.
Bei einer andern bekannten Vorrichtung werden an einem um eine horizontale Achse drehbaren Füllrad sternförmig angeordnete, in radialer Richtung federnd aufgehängte, mit der Öffnung nach aussen weisende Zwischenfüllbehälter vorgesehen, von denen der jeweils oben stehende über eine von oben wirksame Gutzuführung gefüllt wird, bis er durch sein Gewicht gegen die Federkraft nach unten sinkt und einen Steuerkontakt für das Unterbrechen des Füllvorganges und das schrittweise Weiterdrehen des Rades bis zum nächsten Füllbehälter betätigt. Das Entleeren der Zwischenfüllbehälter erfolgt an der untersten Stelle des Rades in darunter vorbeigeführte Abfüllbehälter. Auch bei dieser Ausführungsform
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besteht das Problem des hinsichtlich Kraut-und Lakeanteil nicht genau dosierbaren, unsauberen
Füllvorganges.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Abfüllvorrichtung für Sauerkraut od. dgl., die eine saubere und genaue Füllung der Behälter mit beliebig einstellbarem, konstantem Kraut-Lake-
Verhältnis gestattet. Nach der Erfindung ist ein von der Fördervorrichtung beschicktes Zuführrohr vorgesehen, durch das das Abfüllgut von unten durch eine weitere Öffnung in der stillstehenden Scheibe in darüber befindliche Zwischenbehälter gefördert wird.
Die in dem Gemisch Kraut-Lake enthaltene Flüssigkeit, auch der durch den Förderer noch ausgedrückte Saft, verbleibt in dem Zuführrohr bzw. dem Vorratsbehälter, so dass nur Kraut in die
Zwischenbehälter eingegeben und daraus in die Dosen überführt wird. Die notwendige Flüssigkeitsmenge kann nachher bedarfsweise und ohne Schwierigkeit dosierbar zugefügt werden. Die ganze Anordnung bleibt von willkürlich austretenden Flüssigkeitsmengen sauber.
Eine konstruktiv einfache, aber wirksame Füllbegrenzung, die gewährleistet, dass der Behälter stets wirklich voll ist, ist dadurch gegeben, dass oberhalb der Öffnung eine von oben nachgiebig auf den jeweils dort befindlichen Zwischenbehälter gedrückte Platte vorgesehen ist.
Zur Vermeidung eines zu hohen Förderdruckes im Zuführrohr und zur Erhöhung der
Abfülleitung kann das Zuführrohr einen lotrechten Stutzen bilden, in dem eine weitere, das Gut nach oben in die Zwischenbehälter fördernde Fördervorrichtung angeordnet ist.
Es empfiehlt sich, an der Öffnung der stillstehenden Scheibe ein zwischen die stillstehende
Scheibe und die Drehscheibe eingreifendes, die Öffnung überstreichendes Schwingmesser vorzusehen.
Um die Vorrichtung auch zum Füllen von Beuteln verwendbar zu machen, kann an der stillstehenden Scheibe auf der dem Ausdrücker abgewandten Seite ein Ableitrohr zum Füllen von Beuteln u. dgl. anschliessbar sein.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Behälter auf einer kontinuierlich arbeitenden Fördervorrichtung an der Abgabestelle vorbeigeführt und während des Ausdrückvorganges durch Sperrgabeln an der Abgabestelle festgehalten.
Im einzelnen kann dabei ein mit der Drehscheibe mitbewegter Stern vorgesehen sein, wobei zwischen je zwei Zacken desselben ein Hebel eingreift, der bei einer Drehung des Sternes von einem Zacken gegen die Wirkung einer nachgiebigen Kraft weggedrückt und anschliessend von dieser Kraft in den nächsten Zackenzwischenraum zurückgebracht wird und der dabei über ein Gestänge die Sperrgabeln so bewegt, dass sie den festgehaltenen Behälter freigeben und sodann wieder die Sperrstellung einnehmen.
Zwecks Anpassung an die Durchmessergrösse der zu füllenden Behälter ist es vorteilhaft, wenn in die Zwischenbehälter Zylindereinsätze einsetzbar sind.
Die Zeichnungen veranschaulichen schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung. Fig. l lässt eine Vorderansicht der Vorrichtung erkennen, Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäss Fig. 1 von links, Fig. 3 ist eine vergrösserte Einzeldarstellung des Vorratsbehälters und der Anordnung der Zwischenbehälter, Fig. 3a zeigt eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 3, Fig. 4 ist eine Draufsicht zu Fig. 3, Fig. 5 verdeutlicht die Festhaltevorrichtung für die auf der Fördervorrichtung befindlichen Abfüllbehälter, Fig. 6 ist eine Draufsicht auf die Festhaltevorrichtung nach Fig. 5 und Fig. 7 zeigt den auf der Welle der Drehscheibe befindlichen Steuerstern in Draufsicht.
Die Vorrichtung weist einen muldenförmigen Vorratsbehälter-l-auf, in den das abzufüllende Gut, insbesondere Sauerkraut, in Richtung des Pfeiles--a--eingebracht ist. Am Boden des Vorratsbehälters --1-- befindet sich eine Förderschnecke--2--, welche das Gut aus dem Vorratsbehälter--l--in Richtung des Pfeiles--b--in das Zuführrohr --6-- und zu der in ihrer Gesamtheit mit --3-- bezeichneten Füllstation fördert. Die Fördervorrichtung für die Abfüllbehälter - ist mit einem endlos umlaufenden Förderband-4-ausgerüstet, auf welchem die Abfüllbehälter--28--aufgestellt werden.
Seitlich des Förderbandes --4-- sind Führungsleisten - -15-- angeordnet, die über Spindeln --16-- verstellt werden können.
Das Ende --29-- des Zuführrohres --6-- ist senkrecht nach oben gekrümmt und an die stillstehende Scheibe--7--an der Stelle der Öffnung --9-- angeschlossen. Die stillstehende Scheibe--7--ist von einer Drehscheibe --11-- überdeckt. Auf der Drehscheibe --11-- sind in kreisförmiger Anordnung mit gleichem Abstand voneinander die Zwischenbehälter-8-vorgesehen, welche auf der Oberseite und der Unterseite bzw. auf der Unterseite der Drehscheibe --11-- offen
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--8-- sindZwischenbehälter gemessen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3a mündet das Ende des Zuführrohres --6-- in den senkrechten Stutzen-32-, welcher an die stillstehende Scheibe --7-- an der Stelle der Öffnung - angeschlossen ist. In dem Stutzen --32-- ist eine Förderschnecke --33-- angeordnet,
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--7----32--vor.
An der Stelle der Öffnung --9-- ist über dem Zwischenbehälter --8-- eine auf diesem sich aufsetzende Platte --10-- an einer verschiebbaren Stange --30-- vorgesehen. An der Stange - greift eine Feder --31-- an, welche bestrebt ist, die Stange --30-- gegen den Zwischenbehälter vorzuschieben. Durch das Vorschieben wird der Zwischenbehälter --8-- von der Platte --10-- verschlossen. Die Zwischenbehälter --8-- schieben sich bei der Drehung der
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--11-- unter- einschaltet. Die Einstellung des Schaltdruckes kann über die Feder --31-- oder über ein Gewicht erfolgen.
Das Schwingmesser--12--ist an der Stelle der Öffnung --9-- nach aussen versetzt auf einer Welle vorgesehen und greift zwischen die Scheiben --7 und 11--. Bei seinem Drehen bzw. Schwingen über die Öffnung--9--schneidet es den Gutstrang ab. Damit das Schwingmesser --12-- beim Eindrücken von Gut in einen Zwischenbehälter --8-- nicht stört, weist es an entsprechender Stelle einen Ausschnitt --12'-- auf.
Um 1800 zu der Öffnung --9-- versetzt, befindet sich in der stillstehenden Scheibe-7-
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Abfüllbehälter --28-- aufgestellt werden.
Der Ausdrücker --14-- ist über den Zwischenbehältern-8-an der Stelle der Öffnung --13-- angeordnet und wird von einem Exzenterkurbeltrieb--14'--betätigt. Er schiebt das Gut aus den Zwischenbehältern-8-in die Abfüllbehälter-28-auf dem Förderband-4-aus.
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Bajonettverschlusses, anschliessen. Ein solches Ableitrohr wird angeschlossen, wenn das Gut in Beutel verpackt werden soll.
Die Zwischenbehälter--8--können bedarfsweise mit in den Fig. 3 und 3a strichpunktiert angedeuteten Einsätzen ausgerüstet werden, um Gut in Abfüllbehälter kleineren oder grösseren Durchmessers einfüllen zu können.
Zum jeweiligen Anhalten und Freigeben der auf dem Förderband --4-- befindlichen Abfüllbehälter-28-ist die in den Fig. 5 bis 7 wiedergegebene Einrichtung vorgesehen, welche in ihrer Gesamtheit mit --5-- (Fig. 1) bezeichnet ist. Als Steuerorgan für diese Einrichtung ist auf der die Drehscheibe --11-- tragenden Welle --18-- unterhalb der beiden Scheiben-7 und 11-ein Stern --17-- mit den Armen --19-- angeordnet. In den Weg der Arme --19-- steht ein Hebel - vor, der um die Achse --21-- schwenkbar ist und unter der Wirkung einer nicht
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ihr und abgewinkelt die Stange-22-, welche über Laschen --23-- und Kniehebel --24-- die an den Kniehebeln --24-- angebrachten Sperrgabeln --25-- betätigt.
Die Kniehebel --24-- sind auf den Achsen --26-- in den an den Seitenwangen der Fördervorrichtung befindlichen Lageraugen - schwenkbar gelagert. Durch Betätigen des Hebels --20-- schwenken die Sperrgabeln --25-- aus und geben den jeweiligen Abfüllbehälter --28-- frei, um nach dessen Abtransport zum Anhalten eines nächsten Abfüllbehälters wieder einzuschlagen.
Alle Teile der Vorrichtung arbeiten im Takt bzw. schrittweise.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
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Zwischenbehälter--8--tritt.Drehscheibe--11--dreht sich hiernach um einen Schritt, d. h. um einen Winkelbetrag, der dem Abstand zwischen zwei Zwischenbehältern --8-- auf der Drehscheibe--11--entspricht, weiter.
Hiebei verlässt der gerade gefüllte Zwischenbehälter-8-die Platte-10--, unter die sich ein nächster Zwischenbehälter unter leichtem Anheben der Platte schiebt. Ein vorangehend gefüllter Zwischenbehälter --8-- gelangt über die Öffnung--13--und unter den Ausdrücker--14--. Auf dem Weg von der Öffnung --9-- zu der Öffnung --13-- ist die untere Öffnung der Zwischenbehälter --8-- durch die stillstehende Scheibe --7 -- abgedeckt. Die Abfüllbehälter - stehen auf dem Förderband --4-- zwischen den Führungsleisten-15-. An der Stelle der Öffnung--13--und des Ausdrückers--14--wird jeweils ein Abfüllbehälter --28-- von den Sperrgabeln--25--angehalten.
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den nächsten Abfüllbehälter --28-- fest. Nach diesem Drehschritt der Drehscheibe--l l--beginnt das Arbeitsspiel der Füllung des Zwischenbehälters-8-von neuem.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum portionsmässigen Abfüllen von Sauerkraut od. dgl. in Behälter wie Dosen, Gläser od. dgl., bei der das Abfüllgut von einer Fördervorrichtung aus einem Vorratsbehälter herangebracht und bis zur Erreichung eines bestimmten Fülldruckes in an einer horizontalen Drehscheibe in Abständen kreisförmig umlaufende Zwischenbehälter an einer Stelle der Kreisbahn abgegeben wird, wobei die Zwischenbehälter mit ihrer offenen Unterseite auf einer unter der Drehscheibe angeordneten stillstehenden Scheibe gleiten und das Abfüllgut an einer andern Stelle der Kreisbahn durch eine Öffnung in der stillstehenden Scheibe durch einen Ausdrücker in darunter
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Fördervorrichtung (2, 32) beschicktes Zuführrohr (6) vorgesehen ist, durch das das Abfüllgut von unten durch eine weitere Öffnung (9) in der stillstehenden Scheibe (7)
in darüber befindliche Zwischenbehälter (8) gefördert wird.
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