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Transportabler Silo aus flexiblem Gewebe
Die Erfindung betrifft einen aus einem flexiblen, gegebenenfalls gas-und/oder flüssigkeitsdicht imprägnierten Gewebe bestehenden transportablen Silo für pulverförmige, körnige und/oder flüssige Güter, wie z. B. Futtermittel bzw. deren Extrakte, Getreide, Mehl, Zement, Düngemittel, Gips usw., insbesondere zur Beförderung derselben auf Lastkraftwagen, Eisenbahnwagen od.
dgl., wobei der Silo an seiner Oberseite eine verschliessbare Einfüllöffnung aufweist und an seinem trichterförmig ausgebildeten
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die an ihrer Oberseite eine verschliessbare Einfüllöffnung aufweisen sowie an ihrer Unterseite eine insbesondere durch Druckluft entleerbare Abfüllöffnung besitzen, sind bekannt und ermöglichen, dass der Silo auf Fahrzeugen, insbesondere auf Lastfahrzeugen normaler Bauart, also nicht auf Spezialfahrzeugen, aufgesetzt, gefüllt, transportiert, entleert und dann leicht zusammengelegt werden kann, um die Fahrzeuge auch für den Transport anderer Güter verwenden zu können.
Bei dieser bekannten Transportmethode hat es sich jedoch als nachteilig herausgestellt, dass zum Schutz der Gewebesilos gegen äussere Einflüsse, wie Regen, Hagel, Sonneneinwirkung, Wind u. dgl. eine Beförderung nur in geschlossenen Lastfahrzeugen zu bewerkstelligen war, wodurch der Vorteil der Verwendung eines normalen offenen Wagens im allgemeinen nicht ausgenutzt werden konnte.
Ferner bedurften diese bekannten transportierbaren Silos aus Gründen der Verkehrssicherheit noch einer seitlichen Abstützeinrichtung, die, soferne sie am Lastfahrzeug fest angebracht wurde, bei einer normalen Verwendung desselben hinderlich war, oder, soferne sie demontierbar angebracht wurde, wieder in einer mehr oder minder aufwendigen Weise bei einer Umstellung des Lastfahrzeuges auf den Normaltransport entfernt werden musste.
Als besonders nachteilig hat sich jedoch bei der genannten Transportmethode mit unmittelbar auf der Ladefläche abgestellten Gewebesilos der Umstand herausgestellt, dass insbesondere bei einer Beförderung von inhomogenen Gütern eine Entmischung der einzelnen Bestandteile auftragt, die durch die unmittelbare Einwirkung der insbesonders bei einem LKW-Transport stets auftretenden Stoss-, Brems-und Beschleunigungskräfte hervorgerufen wurde.
Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, die genannten Nachteile zu vermeiden und einen transportablen Gewebesilo zu schaffen, der ausschliesslich mittels normaler offener Lastfahrzeuge zu befördern ist, und eine rasche Umstellung von Silo-auf Normaltransport ermöglicht. Ausserdem wird die Anwendung der erfindungsgemässen Silos eine Entmischung des zu fördernden Gutes vermieden.
Die Erfindung greift hiebei bewusst auf eine bekannte, stationäre Anordnung von Gewebesilos zurück, bei der letztere freihängend an einem Stützgerüst gehaltert sind.
Der Silo gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe des in an sich bekannter Weise innerhalb eines Schutzbehälters freihängend ausgebildeten und aus synthetischen Fasern, vorzugsweise Polyesterfasern, bestehenden Silos im Bereich der oberen Befestigungsstellen elastisch verformbar ausgebildet ist, so dass es gegenüber den andern Gewebeteilen die höchste
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Eigenelastizität aufweist.
Eine Anwendung derartiger Gewebesilos bei transportablen Silos ist jedoch nicht ohne weiteres möglich, weil bei einem Bahn-oder LKW-Transport beträchtliche Stoss-, Brems-und Beschleunigungskräfte auftreten, die an die Festigkeit des Gewebesilos hohe Anforderungen stellen und insbesondere bei inhomogenen Füllgütern eine Entmischung der einzelnen Bestandteile bewirken.
Die Anordnung der Gewebesilos in einem eigenen Schutzbehälter ermöglicht neben der geschützten Unterbringung eine normale Beförderung auf offenen Lastfahrzeugen, wobei der Schutzbehälter samt den Gewebesilos mittels eines einfachen Krans, eigener im Schutzbehälter angeordneter Stützfüsse oder auch nach dem Hucke-Packverfahren sofort auf-und abgeladen werden kann. Durch die freihängende Aufhängung werden wieder in Verbindung mit der vorgeschlagenen Eigenelastizität des verwendeten Gewebes für die Silos die im Fahrbetrieb auftretenden Stösse in ihrer Einwirkung auf das zu befördernde Gut abgeschwächt, so dass eine Entmischung der einzelnen Bestandteile desselben nicht mehr auftritt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Oberseite des erfindungsgemässen Gewebesilos aus einem luftdurchlässigen und als Luftfilter wirkenden Material, insbesondere aus Filz bestehen, wobei die Be-bzw. Entlüftung des Siloinhalts mittels im Schutzbehälter vorgesehener Entlüftungsöffnungen erfolgt. Das luftdurchlässige und als Luftfilter wirkende Material der Oberseite des Gewebesilos ist zweckmässig an der für jeden Silo im Schutzbehälter angeordneten Einfüllöffnung lösbar befestigt und erstreckt sich bis zur Befestigungsstelle des Gewebesilos am Schutzbehälter.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes sollen die Seitenwandungen der Gewebesilos gegen den Schutzbehälter und gegen benachbarte Gewebesilos zumindest teilweise, z. B. durch aufblasbare Kissen, weich eingestellte Schaumstoffe, elastisch nachgiebig abgestützt sein. Hiedurch kann ausser den Fahrbahnstössen auch die Einwirkung der Brems-Beschleunigungs-und Seitenkräfte auf das zu befördernde Gut weitgehend ausgeschaltet werden.
Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind in der nachfolgenden Beschreibung erläutert und in den Zeichnungen dargestellt, in der Fig. 1 eine aus drei Gewebesilos bestehende Anordnung im Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt veranschaulichen.
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seiner Oberseite für jeden Gewebesilo-l-eine eigene Einfüllöffnung-3-, die jeweils durch einen Deckel --4-- abgeschlossen werden kann. Die einzelnen Gewebesilos-l-bestehen aus einem flexiblen, elastisch nachgiebigen Synthesefasergewebe und haben an ihren Aussenseiten längs des oberen Umfanges ihre lösbaren Befestigungsstellen-5-, mit welchen sie am Schutzbehälter-2-- befestigt werden.
Von der Befestigungsstelle --5-- erstreckt sich der Gewebesilo--l--zirka auf seiner halben Länge prismatisch nach unten, wogegen die untere Hälfte als Einzugtrichter für die Abfüllöffnung-6-ausgebildet ist. Diese untere, trichterförmige Hälfte des Gewebesilos-l--
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die entsprechende, nicht dargestellte Anschlüsse für Druckluft aufweist. Durch die innere Wandung, die in diesem Falle aus einem luftdurchlässigen, staubundurchlässigen Gewebe aus Synthesefasern besteht, kann die Druckluft gleichmässig in den Siloinhalt eindringen und eine Fluidisierung des zu fördernden Gutes beim Abfüllen bewirken. Die Abfüllvorrichtung --8-- selbst besteht aus einer mechanischen
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festgehalten ist.
Durch den als Filter wirkenden Oberteil--10--kann der Siloinhalt in hygienischer Weise be-bzw. entlüftet werden. Der Schutzbehälter --2-- weist dann entsprechende, nicht dargestellte Entlüftungsöffnungen auf, die mit der Aussenatmosphäre in Verbindung stehen.
Zur elastischen Fixierung der Gewebesilos--l--gegen eine insbesondere bei LKW-Transportern unvermeidbaren seitliche Verschiebung können zwischen den Seitenwänden der Gewebesilos-l-- und des Schutzbehälters--2--aufblasbare Kissen oder weich eingestellte Schaumstoffkörper - ll, lla-- angeordnet sein, deren Widerlager insbesondere im trichterförmigen Teil des Gewebesilos --l-- durch eigene, im Behälterinneren angeordnete Stützwände--12--gebildet werden.
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Die erfindungsgemässe Siloanordnung ermöglicht einen weitgehend erschütterungsfreien Transport auf LKWs, Eisenbahnwaggons u. dgl. von mittels Druckluft abfüllbaren Gütern, so dass eine Entmischung des Gutes bei Vorhandensein einer verschiedenartigen Konsistenz, wie etwa bei Futtermitteln, nicht auftritt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Transportabler Silo für pulverförmige, körnige und/oder flüssige Güter, insbesondere zur Beförderung auf Lastkraftwagen, der aus einem flexiblen Gewebe besteht, das gegebenenfalls gasund/oder flüssigkeitsdicht imprägniert ist, an seiner Oberseite eine verschliessbare Einfüllöffnung aufweist und an seinem trichterförmig ausgebildeten unteren Teil eine zweckmässig durch Druckluft
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bekannter Weise innerhalb eines Schutzbehälters freihängend ausgebildeten und aus synthetischen Fasern, vorzugsweise Polyesterfasern, bestehenden Silos (1) im Bereich der oberen Befestigungsstellen (5) elastisch verformbar ausgebildet ist, so dass es gegenüber den andern Gewebeteilen die höchste Eigenelastizität aufweist.